Hallo Morgenrot,
Ja, du hast recht, ich bin sehr verzweifelt.
Ich kann nur nicht verstehen, wie ein geliebter Mensch, der aus meiner Sicht alles hat, alles immer wieder auf‘s Spiel setzt. Er hat einen guten Job, ist seit 40 Jahren im Bettieb, hat ein intaktes soziales Netz, keine Geldsorgen und trotzdem scheint es etwas zu geben, dass ihn zum Trinken treibt.
In nüchterner Zeit sagt er, er will noch viel Erleben, Reisen, fremde Länder erkunden, wenn er so weiterlebt, wird er körperlich dazu nicht mehr in der Lage sein.
Er war auch mal bei einer Selbsthilfegruppe, die war insofern kontraproduktiv , weil es ihn runterzog, wenn jemand aus der Gruppe seine einjährige Trockenheit feiern durfte.
Es motivierte ihn nicht, sondern endete regelmäßig mit einem Rückschlag .
Zur Zeit ist es so, wenn ich etwas alleine unternehme dann ist er zu 95% aller Fälle betrunken, wenn ich nach Hause komme. Da fällt es mir noch schwerer meinem Hobby: Theater spielen nach zu gehen.
Trennen kann ich mich nicht, dafür ist die Liebe zu ihm einfach ( noch) zu groß.
Und: Ich hoffe halt immer noch, das er die Kurve bekommen möge.