Beiträge von Mariexy

    Falsch gedacht - jetzt bin ich inkonsequent und mache ohne Absicht alles nur halbherzig. Ich muss wohl oder übel in mein Innerstes schauen. Da das aber teilweise viel mit "allgemeinen mentalen Schwierigkeiten" und nicht zwingend nur mit dem Zusammenleben mit einem Alkoholiker zu tun hat, fühlt es sich nicht richtig an, dieses Forum damit

    Liebe Honighummel ,diese Sätze sprechen mich sehr an und ich finde sie haben schon was mit auch meiner Coabhängikeit zu tun. Warum bin ich so geworden, wo ist der auslöser -Kindheit ? Ich wäre dankbar wenn du weiterschreibst denn manches wird auch mir später erst klar oder habe ich so noch nicht gehört und trifft bei mir zu z.B. Ich brauche gerade viel von außen so Denkanstöße habe gerade das gefühl dass ich innerlich stehen bleibe oder müde bin. danke für deinen Beitrag.

    ch habe immer nach "dem einen Menschen" gesucht, der meine Not (die ich selber nicht verstanden habe) sieht. Aber ich habe gleichzeitig nach außen gut funktioniert und mich niemandem anvertraut. Was soll man denn auch sagen, wenn man keine Ahnung hat, was eigentlich los ist...

    Chaos Kat dieser Satz hat mich gerade getroffen, vielen dank . Er drückt aus was ich auch gefühlt habe es aber nicht so gut ausdrücken konnte.

    Mariexy

    Liebe Honighummel,Ich kann dich so gut verstehen wie du um den kleinen Jungen trauerst ,mir ging es so ähnlich. Wie bin ich darauf angesprungen mit dem Willen ihn zu dem Mann zu helfen der er sein wollte und da war noch kein Alkohol im Spiel. Aber da ist ein realer kleiner Junge der dich braucht , der noch alle Chancen hat gesund groß zu werden. Es ist eine familienkrankheit und du kannst aus dem Karusell aussteigen.

    Hallo Honighummel,

    Ja diese Erwartung in guten wie in schlechten tagen habe ich mir meißtens selber gestellt. Als ich angefangen habe nicht mehr diese aufopferungsvolle Ehefrau zu sein wurde und werde ich immer wieder als böse unverständige Ehefrau hingestellt. Die die dabei geblieben sind sind einige selbst zu Mittrinkerinnen geworden. Bei anderen ist der Mann früh an den Folgen gestorben und die sehen sich jetzt als Märtyrerinnen. Da mein mann ein sehr beliebter Mann im Dorf ist hat man natürlich geglaubt ich bin schuldig , denn so ein lieber Mann kann doch nichts dafür- Aber 3 ältere Alonymangehörigen Schwestern haben mich immer sehr bestärkt und ich weiß dass diese Frauen sich hätten getrennt wenn ihre Männer nicht trocken geblieben wären und die sind sehr sehr traditionell aufgewachsen. Warum sollst du die schlechten Zeiten durchhalten , dazu bist du nicht verpflichtet , du bist nicht gekauft worden als Sklavin auch er hat etwas versprochen das er nicht hält. Du hast nicht versprochen dein Leben zu geben.

    Es war nicht einfach, als mein mann merkte ich veränderte mich kam es zu Schuldumkehr und ich wurde am Anfang immer kleiner da er genau meine schwachstellen kannte ,er könnte als Ankläger im jüngsten gericht auftreten. Aber da kam dann meine höhere Macht zum tragen nur der hätte das recht mich zu verklagen aber das gegenteil ist der fall. Der tut es nähmlich nicht und mein mann kann viel reden. Mein Gelübte habe ich meiner höheren macht gegeben und die Hilfe durfte ich schon oft erleben.

    Ja was erhoffe ich mir, danke dass du fragst. Ich erhoffe mir noch ein ausgefülltes selbstständiges Leben das ich lerne mit den Gegebenheiten zurechtkomme, mir die Ideen nicht ausgehen fröhlich zu bleiben.

    Ich möchte nicht dass mir jemand zu Dank verpflichtet ist oder so empfindet. Vielleicht sind es mehr Wünsche wie Hoffnung. Ich möchte dass meine Kinder ein freies Leben haben und nicht das Gefühl sie müssten sich um mich kümmern. Ich bekomme viel Dank zurück wo ich wirklich das Gefühl habe sie machen es gerne.

    Vielleicht hoffe ich auch ein kleinwenig dass mein Mann trocken wird noch rechtzeitig bevor sich sein Denken verschlimmert und wir so ein altes Ehepaar sein könnten. Dieser Wunsch schlummert aber weit weg und nimmt nicht viel Raum ein. Ich habe mehrere chron.Krankheiten wovon eine sich recht gut gemacht hat und sich an die Diagnose schnell voranschreitend nicht gehalten hat. Ich hatte vor 10 jahren Glück dass sie nicht tödlich geendet hatte aber da ich an dem betroffenen Organ eine Art Missbildung habe kann ich jederzeit wieder damit betroffen sein. Ich weiß mein Leben ist endlich deshalb lasse ich auch viele Dinge los die mir nicht gut tun. Da ich ja für die Trockenheit meines mannes nichts tun kann ,ich habe da absolut keine Zeit mehr dafür.

    So jetzt kann ich weiterschreiben,

    Auch für meinen Mann haben sie die Vorsorgevollmacht was ganz gut ist und ich loslassen kann. Ich hatte auch immer so im Kopf , die Gründe die hier die meißten haben wegen den Kindern z.B., ach es gab viele Gründe und die hat mir jemand aus der AA Gruppe in einem Gespräch entzogen. Dann stand ich da ABER in meinem Glauben gibt es nur fast einen Grund und zwar Ehebruch. Irgendwann wurde mir aber bewußt er betreibt ja Ehebruch mit seiner Geliebten dem Alkohol und dieser Gedanke hat mir große Freiheit gegeben. Ja ich bin noch nicht getrennt, ich brauche es im Momment nicht. Es geht mir auf meinem Weg gut, es ist mein Weg .

    Hallo Honighummel,

    ich habe sehr früh geheiratet, nächstes Jahr werden es 50 Jahre. Ich komme aus einer freikirchlichen Gemeinde wo ich mich für meinen Weg entschieden habe. Außerdem auch sehr traditionel erzogen wurde. meine Eltern haben spät geheiratet und waren durch den Krieg und mein Vater durch lange russische Gefangenschaft geprägt. Eigentlich wurde ich für die verhältnisse frei erzogen mein vater wollte" frei" und selbstständig sein war aber an dörfliche Hirachien etwas gebunden. Meine Mutter hatte schon ein selbständiges Leben hinter sich aber auch meißt bestimmt von anderen das wollten sie zusammen besser machen.

    Ich bin die erstgeborene ein Mädchen das zwar willkommen war aber halt bestimmt wurde für andere zu sorgen und das fing dann mit meinem Bruder an ,ein Sohn was auf dem Land damals noch viel bedeutete. Er war ein lieber Kerl aber kränklich und öfters in gefährliche Unfälle verwickelt für die ich dann gerade stehen musste obwohl ich keine schuld hatte. Aber in der Beziehung waren sie blind.

    Die erste Zeit meiner Ehe war geprägt von einer Art miteinander, mein Mann ein Einzelkind verwöhnt vom Vater alle Wünsche erfüllt zu bekommen , nicht verwöhnt aber nicht gewohnt mit geschwistern aufzuwachsen, Wir haben schnell mehrere Kinder bekommen am Schluss mit Abstand das von meinem Mann ersehnte Mädchen.

    Durch verschiedene Umstände war ich gezwungen zu arbeiten mit 50 % das ging nur mit Hilfe meines Schwiegervaters der in Rente ging und die Pflege seiner Frau übernahm im selben haus.

    nach ca. 20 Jahren die Schwiegereltern waren gestorben fing die Geschichte mit dem Alkohol an. Ich war ja sehr geprägt auf familie und hatte da unbewusst eine Rolle übernommen die ich eigentlich nicht erfüllen konnte. Da waren geschichten mit meinem Mann die konnte ich niemand erzählen , es waren auch viele Geschichten wie hier oft erzählt werden wo schnell diese Schuldumkehr war und ich die Schuld auf mich nahm auch immer diese geschichten dass Mann sich zusammenreißt und eine Zeitlang freundlich und lieb ist. Mir wurden erst spät die Augen geöffnet.

    Dann fing der Alkoholmissbrauch immer stärker an , mit Drohungen nachts dass er mich am liebsten umbringen würde, mit sich z.B. mit dem Auto auf ein anderes drauf usw. , für sich Suizidgedanken.

    damals wollte ich mich trennen, habe mich auch erkundigt z.B. bei einer Kollegin was ich machen sollte wegen finanzen usw. Wir sind hochverschuldet gewesen, die Kinder allerdings schon ausgezogen die hatten vom starken Alkoholmissbrauch nicht viel bemerkt. In dieser Zeit ist er auch in der Öffentlichkeit aufgefallen so musste ich mich nicht mehr verstecken und habe mit kleinen Schritten angefangen mich zu lösen.

    Eine Heilpraktikerin bei der ich damals war hat mir sehr geholfen, ich bin bei ihr zusammengeklappt und vom Alkoholmissbrauch erzählt und da war ich bei der richtigen , denn sie hatte schon diese Coabhängikeit Leidensgeschichte hinter sich. Sie hat mir auch Literatur ausgeliehen wo mir auch geholfen hat.

    Dann war ich auf einer speziellen Freizeit wo ich für mich die Zeit hatte zu überlegen zwecks Trennung und habe mich aber dann nicht für die Trennung entschieden habe es mir aber irgentwie freigehalten diese Entscheidung.

    Danach bin ich in einen örtl.Alonym Angehörigengruppe gegangen. Durch zwei Christusgläubige ältere Alonymschwestern wurde ich sehr gut betreut, eine lebt noch mit glaube ich 94 J. ( habs nicht so mit zahlen ) die immer noch übers handy aktiv ist und die unschlagbar ist. Es waren so starke Frauen die durch die Zeit mit den aktiven Treffen so stark geworden sind . Da habe ich gelernt für mich zu sorgen, ich kann nur mir selbst helfen.

    ich wollte mich dann innerhalb unseres Hauses trennen, Platz war genügend da aber ich habe mich allein nicht getraut denn ich hätte hilfe benötigt immer wenn ich dachte au dieses Zimmer kannst du für dich nehmen kam was dazwischen. Dann hatte ich wie ich dachte ein gutes ruhiges gespräch mit ihm zusammen ,er war voller Verständniss. Ein paar Tage später kam ich Nachhause und hatte zuerst nichts bemerkt sass mit jemand im Wohnzimmer als er aggresiv herein platzte und sagt er hätte jetzt sein eigenes Zimmer und Bereich. Er hatte alleine Möbel verrückt usw. und ich hatte plötzlich mein Zimmer für mich.

    Am Anfang war er beleidigt, hat nicht mehr geredet, außer Haus gefrühstückt , nicht mehr Mittag gegessen usw. Er hatte das als Ehetrennung angesehen. Am Anfang hatte ich Probleme damit weil ich ja diejenige sein wollte die sich trennt aber ich konnte immer mehr die Zeit "allein " genießen. Aber auch starke Trauer dass ich es nicht geschafft hatte die Ehe zu erhalten .

    In der Zwischenzeit ,es sind schon einige jahre haben wir uns wieder etwas angenähert. Er merkt selber dass ihm der Alkohol nicht gut tut aber zum ganz aufhören ist er wohl noch nicht bereit. Er hat auch schon länger mit dem Denken Probleme da er aber noch NIE Hilfe oder Pflege meinerseits zugelassen hat mache ich da auch nichts. Dank eines Umstandes habe ich mein eigenes Auto und bin da unabhängig von ihm. Da ich auch chronisch krank bin habe ich vieles schon geregelt und zwei meiner Kinder haben die Vorsorgevollmacht erhalten.

    Ja wir wohnen zusammen, eine Art Wohngemeinschaft. Dieses "Sorgenmachen" war so das erste was ich was ich aufgehört hatte zu machen . Aber auch erst einige Jahre später als er angefangen hatte zu trinken. Es kommt noch ganz selten vor im Winter wenn es sehr kalt ist und bei einem Sturz Erfriehrungsgefahr besteht. Was bei uns auf dem Land auch schon mal passiert ist. Mein mann ist schon immer eine Nachteule und ich eine Lerche deshalb war ich es gewohnt nicht auf ihn zu warten und seit jeder seinen eigenen Schlafbereich hat warte und achte ich nicht mehr auf sein heimkommen.

    Mir wurde schon von Kind auf das helfersyndrom anerzogen, eingebleut auch mit schlimmen Bestrafungen da war aber kein Alkohol im Spiel. Es hat mich auch härter und selbstständiger gemacht aber auch bin ich viel über meine Kräfte gegangen . Hilfe anzunehmen habe ich immer ungern gemacht . Auch heute bin ich lieber die Gebende was aber oftmals nicht mehr geht zumindest nicht mehr finanziell aber es macht mir keiner einen Vorwurf eher das Gegenteil. Es macht mir freude meinen Kindern und Enkeln zeit zu geben, sie zu unterstützen mit Fahrdiensten usw,da die Eltern in der Arbeit sind.

    Jetzt fällt dann wieder eine Aufgabe fort die ich einige Jahre haben durfte, ein Enkel der bei uns schlief und meißtens von mir versorgt wurde zieht jetzt mit seinem vater aus er ist kurz vor dem erwachsen werden. Bin zwar traurig aber auch neugierig was die neue Zeit wieder für Aufgaben bringt.

    Danke Alex, heute morgen habe ich viel "drüben" gelesen, bin da bei einer Lebensgeschichte hängen geblieben und bin erstaunt was ich aus euren Geschichten für mich zu erkennen gab.

    Am Anfang bei meiner örtl.Angehörigengruppe war jeder erste Di. zusammen mit den AA`s, dieses Treffen habe ich immer vermieden bis auf einer gemeinsamen Weihnachtstreffen wir zusammen waren. Dabei kam es dann auch zu einem Gespräch dem ich mich innerlich stellen musste und der mir meine Co- Abhängikeit zeigte und meinen Argumenten warum ich mich trennen könnte sämtlichen wind daraus nahm. Diese Gruppe hat sich leider aufgelöst . Wenn ich hartmut lese meine ich immer es wäre der ehemalige Helmut der die Gruppe leitete und gleiche Worte führen würde.

    Im Moment geht es mir gut, bin viel mit mir beschäftigt gesundheitsmäßig und wenn ich da Hilfe brauche habe ich als Begleitung eine Freundin gefunden d.h. wir helfen u ns gegenseitig wenn es z.B.um Arztfahrten geht. Mein Mann hatte auch einige Wochen eine Trinkpause gemacht die sehr angenehm war aber ich keine Hoffnung enrwickelte und so bei mir bleiben konnte.

    Ich kann mein Leben neben ihm aber meißtens ohne ihn sehr gut leben.

    Allerdings ist mir letzte Woche etwas passiert was ich schon ewig nicht mehr empfunden habe. Mein mann war wohl sehr außerhalb des hauses stark beschäftigt, wir begegneten uns nur kurz beim frühstücken und an einem Abend tauchte er nicht auf. Ich bemerkte es halt weil im Haus alles offen war abends wegen der Hitze. Es ist mir eigentlich auch egal aber an diesem Abend oder vielmehr wurde ich so versucht aufzustehen und alles abzuklappern wo er wohl steckte. Ich möchte es nicht wie Suchtdruck beschreiben aber ich empfand es plötzlich so. Zum Glück hatte ich kein Auto ( war ausgeliehen ) was mich stark davon abhielt ihn zu suchen.

    Mir geht es da wie Oskar schrieb, ich hätte es in den Anfangsjahren als sehr übergriffig empfunden. Auch mich haben Freunde aus ganz lieber Freundachaft an die Hand nehmen wollen und je mehr sie was sagten habe ich mich zurück gezogen. Ich habe mehrere Jahre gebraucht bis ich einsehen musste ich brauche Hilfe und dann habe ich sie mir von selbst gesucht. Die erste die mich ereicht hatte war eine Frau ( Heilpraktikerin ) die selber diese Co- Abhängikeit kannte. und wenn mir jemand meinen Mann schlecht gemacht hätte ( obwohl ich es auch so sah ) hätte ich mich auch auf die Seite meines Mannes gestellt. Ich hätte auch Angst gehabt wenn dann die "Freundin " dann recht hatte und ich bei ihr Hilfe suchte dass sie mich dann "ganz " übernimmt und ich ihr dann ausgeliefert wäre. Das ist jetzt aber meine persönliche Sicht.

    Ich habe mich im örtlichen Sportverein bei Gymnastikgruppen und Lauftreff angemeldet. Ich umgebe mich lieber mit Frauenfreundschaften oder Bekanntschaften. Ich finde es so schön mich selber wieder wert zu schätzen.

    Heute Abend ein Erlebnis: mir wurde eingetrichtert dass ich nicht technisch begabt bin z.B. den fernseher richtig einzustellen. Jetzt war das aber nötig und ich habe mich über Youtube kundig gemacht und es hat wunderbar funktioniert, ach ich bin so stolz.

    Klar manchmal fehlt mir auch ein Partner und mein traum war auch mit meinem mann zusammen alt zuwerden oder jemand an meiner seite wenn ich krank bin. Ich habe festgestellt ich bin nicht allein und es hat sich immer jemand überraschend gefunden der mir geholfen hat.

    Am Anfang der rente bin ich auch in ein Ehrenamt eingestiegen.

    Mariexy

    Ich würde gerne öfters hier Feed schreiben aber ich finde ihn nicht, jetzt nach langem ausprobieren und suchen bin ich hier gelandet. Im Moment läuft oder lief es relativ gut unser Nebeneinander. In letzter Zeit unter anderem gestern träume ich wieder sehr lebhaft und wenn ich dann aufwache war es so lebhaft dass ich längere zeit durcheinander bin und das gefühl habe das es Wirklichkeit war. In diesem Traum stand mein Mann vor mir ,weinte und hat an meine Liebe zu ihm appeliert und mir voll ein schlechtes Gewissen gemacht. Ich hatte totale Sehnsucht nach ihm habe aber gemerkt dass er mir gleichzeitig die Schuld gibt, gleichzeitig weinte er würde zum Arzt gehen, er möchte aufhören. Es war so real der Traum, ich war so fertig dass ich beim aufwachen das gefühl hatte ich wäre auf ihn zugegangen und hätte ihm Zugeständnisse gemacht. Ich habe den ganzen tag gebraucht mich wieder in der Realität zurecht zufinden. Jetzt habe ich wieder Angst zu schlafen wegen den Träumen. heute war es zum " Glück" nur wieder ein traum über meine frühere Arbeit wo der Zeitdruck am Schluss extrem zugenommen hatte. Seit ich allein schlafe habe ich aber keine Angst mehr vor meinem Mann der am Schluß mich wegen meinem schreien ( meißtens Hilferufe )sehr unsanft weckte und mich beschimpfte weil die nachbarn es hören könnten und die Polizei rufen könnten. Ich kann dann meißtens gar nicht sagen wovon ich träumte und was mir Angst auslöste. Einmal kam es von Medikamente und die nehme ich nicht mehr.

    Ich habe das jetzt für mich geschrieben um das ganze auf zu dröseln und zu schauen wo ich mich wieder um mich selbst kümmern muss und nicht mein Helfersyndtrom füttere.

    danke für`s zuhören

    Mariexy

    Liebe Kroatien,

    Du erinnerst mich voll an den Anfang meines Weges allein zu gehen. Ich die die beste Ehe und Familie leben wollte musste Abschied nehmen vom traum davon. Vor 9 Jahren hatte ich einen lebensgefährlichen "Schub" einer meiner chronischen Erkrankung und ja die ersten Monate danach war er wie verändert hat sogar eine längere Trinkpause gemacht. Dann war alles wieder beim alten. Ja er erzählt überall dass ich dement wäre oder selber Alkoholikerin. Weihnachtsmärkte oder andere Märkte besuche ich so gut wie nicht mehr da ja meißt der Alkohol und essen überwiegt. Wenn er will geht er allein mit seinen freunden. Ich habe eine Freundin gefunden und wir machen dann gemeinsam einiges. Urlaub gönne ich mir auch allein einmal im Jahr ein verlängertes Wochenende und da kann ich bei jemand mitfahren. Durch eine meiner chr. erkrankung sind meine Jahre wahrscheinlich gezählt und es kann unter anderem auch schnell gehen oder noch Jahre aber ich habe beschlossen diese Zeit zu leben und mir gutes zu tun.

    Ich habe Kinder die kümmern sich sehr um mich aber ich will sie solange ich kann sie nicht belasten aber es tut mir gut zu wissen falls ich schwer krank bin kann ich auf sie zählen. Es gibt mir Freiheit für mich sie im Hinterhalt zu haben.

    Das verhältnis zu meiner verstorbenen Mutter war immer etwas schwierig aber ich habe gelernt was man als "alleinstehende " Frau alles machen kann und viel erleben kann,in einer Zeit wo der Mann noch viel über die frau entscheiden konnte.

    Ich habe vor Jahren schon mein eigenes kleines Auto bekommen und bin so dankbar für die freiheit die ich dadurch habe. Ich muss aber sagen das fiel in die Phase nach meiner schweren Erkrankung wo wir noch miteinander reden konnten.

    Ich möchte eigentlich soviel schreiben wie es mir geht manches ging schneller , manches kam überraschend schnell wo ich fast nicht hinterherkam und manches dauert noch an . Aber ich musste losgehen , mir wieder ein Selbstwertgefühl erarbeiten und gönnen.

    Jeder satz den du geschrieben hast kann ich so nachfühlen.

    Mariexy

    Hallo Kroatien,

    Das was Aurora geschrieben hat könnte auch mein Text sein mit dem Unterschied dass ich nicht getrennt bin und wir so eine Art Wohngemeinschaft haben und uns mehr oder weniger in der Wohnung begegnen aber zur zeit redet Er außer meißt Guten Morgen nichts mit mir aber das ist seine Sache ich lass es mir trotzdem gut gehen.

    Ich habe meinen eigenen Freunde, Bekanntenkreis manchmal auch gemeinsame aber die sehen mich einzeln und nicht als Paar. Die Alkoholsucht hat erst recht angefangen als unsere Kinder aus dem Haus waren ,sprich teilweise erwachsen.

    Aber als ich anfing immer mehr selbständig zu werden kam auch immer mehr Widerstand von ihm mir gegenüber denn er hatte es ja nicht mehr so bequem, habe ihn nicht mehr gefahren oder vor allen Dingen von den Lokalen abgeholt.

    Liebe Grüße Mariexy

    . Natürlich ist es etwas anderes, denn ich werde nicht misshandelt, zumindest körperlich nicht… Aber ich sehe,

    So dachte ich am Anfang auch sogar lange Zeit. Ich muss dazu sagen körperlichen (Schläge) war ich aus meiner Kindheit "gewohnt". Es hatte nichts mit Alkohol zu tun nur weil ich mir elterlich aufgetragene Fürsorge für meinen Bruder nicht richtig ausgeführt hatte. An was ich länger gelitten habe und was mir meine Psyche heute noch manchmal aufzeigt war der emotionale Missbrauch. Auch der macht Schäden mit Narben die bleiben. Mein Mann hat auch nur emotionalen Schaden gemacht und obwohl ich da auch schon in eine Selbsthilfegruppe ging hat mir erst ein Psychologe in einer Reha aufgezeigt dass auch das Gewalt ist und ich mich lösen darf. Damals ist ein ganzer Knoten in mir geplatzt. Ab da konnte ich mich im Mittelpunkt sehen und hatte den Mut was zu ändern.

    Hallo du Liebe, lass dich ganz fest drücken,

    und gleichzeitig möchte ich dich festhalten und unterstützen dass du deinen eingeschlagenen weg zu deiner Gesundung weiter gehst. Lass ihn los er muss seinen Weg selber gehen und über lange Wegezeit kann er ja beweisen dass er trocken wird und bleibt. Er hat alle Möglichkeiten trocken zu werden und Hilfen da nützt ihm deine vermeintliche Hilfe gar nichts. Dein Medikament ist los lassen schauen dass du gesund wirst deine Kinder aus diesem Gebiet raus nimmst .

    Deine Kinder können ja ihren "Superdaddy " erleben aber sie brauchen einen stabien Rettungsort wo sie leben können ohne ihn und sie können einen Rückfall wenn du bleibst nicht mehr verkraften, sie brauchen eine stabile gesunde Mutter. Tu es auch für dich bitte bitte.

    Mariexy

    Oh Mann, wer kennt es noch?: 1 Schritt nach vorne und eine 3/4 zurück, dann wieder 1 nach vorne und wieder 3/4 zurück.. klar es geht nach vorne.. aber wie! Diese Anstrengung..Und das neben dem Alltag mit kleinen Kindern und Arbeit - ich muss mich Tag für Tag zusammenreißen um nicht aufzugeben .. Und a manchen Tagen Tagen ist der Teufel auf meiner Schulter so laut der schreit "du schaffst es sowieso nicht, du zerstörst deine Familie..." und es kostet mich Kraft diesen Teufel runter zu boxen..

    Mein Rechtsanwalttermin steht ja nun und ich wollte bis dahin die Füße still halten, damit ich weiß woran ich rechtlich bin, auch den Kindern zu liebe. Und ich habe das Gefühl, dass er langsam spürt, dass ich mich immer mehr abkapsle.. er trinkt gerade wieder so viel, extrem.. Und je mehr ich mich löse umso gemeiner wird er habe ich das Gefühl. Er trifft mich jedes Mal wieder so hart, weil er genau weiß, wo er den Stachel hinsetzen muss. Heute hat er sich beschwert, weil ich ihn nicht mehr umarme, nicht küsse und nicht sage, schön dass ich dich hab.. Und das spielt er über so eine miese Masche " Tolle Familie haben wir da, das hast du super gemacht, du zerstört die ganze Familie" usw. Und wieder bin ICH es..Und er weiß dass der geplatzten Traum von Familie mein wundester Punkt ist, neben Gemeinheiten gegeb die Kinder.

    Aber heute hat er mich sowieso wieder fertig gemacht.. war auch wieder meine "Schuld" ich habe leider was gesagt, weil er den Keller wieder massiv mit Bier und Co.vokgefüllt hat.. Da ist auch was für Gäste dabei und auch ein paar andere Getränke, damit er nicht immer das Gleiche trinken muss. So seine Worte.. Es ist wie es ist... Er spielt wirklich extreme Psychospielchen mit mir im Moment.. So habe ich das Gefühl... aber immer schön weitergehen.. direkt aufs Ende zu..Wahnsinnig oder? Man freut sich aufs Ende...manchmal frage ich mich, wie mir das passiern konnte 😞 aber aufstehen und weitergehts...hoffentlich.

    Es klappt heute nicht mit einzelnen Sätzen zu zitieren, Guten Morgen Releaseme,

    Genauso musste ich es erleben als ich anfing mich zu lösen auf mich zu schauen. Damals fiel er dann aber auch in der Öffentlichkeit zunehmend auf ,auch einer meiner Söhne bekam es einmal bei einer geburtstagsfeier mit. Er wollte mich damals nicht mehr nach Hause gehen lassen und wollte dass ich zu ihm ziehe bis ich was eigenes finden würde. Auch eine Freundin und ihr Mann ( er ist naher verwandter und fast wie Bruder meines Mannes ) meinten ich müsse unbedingt da raus und hätte vorrübergehend zu ihnen ziehen können.

    Es war schon heftig am Anfang, als er dann aber immer mehr merkte dass ich nicht einbrach ,wurde es für mich leichter zu ertragen auch ihm Grenzen zu setzen und mein eigenes Leben zu leben.

    Mariexy

    Hallo NiMaCo,

    Das von Morgenrot könnte ich eins zu eins unterschreiben, auch deinen Satz " muß ich mich trennen " kenne ich nur zu gut. Dieser satz hat mich auch lange Zeit abgehalten Hilfe für mich zu suchen. Es brauchte Zeit aber ich habe angefangen ihn nicht mehr zubegleiten , ihn nicht mehr abzuholen, bei uns waren es nicht mehr die Kinder sondern die Enkel die gefahren und betreut werden mußten wo ich nicht mehr zulassen konnte . Ich habe immer mehr mein Leben selbst gestaltet. Aber es ist nicht leicht , weil mein mann genau die Punkte kennt wo er mich trifft wie zb. das Essen, Mahlzeiten. Wir sind nicht getrennt aber im Prinzip lebt jeder sein Leben ,das ist für mich im Moment eine Form des Lebens wo es mir gut geht .

    Ich möchte dir Mut machen dein Leben selbst zu gestalten, auch als Hilfe für deine Jungs.

    Mariexy