Halte durch. Wenn du jetzt wieder trinkst ist der Frust noch schlimmer. Du hast heute nicht alles geschafft.Davon geht die Welt nicht unter. Tag abhaken. Morgen ist ein neuer Tag. Mit hat es geholfen mir nicht zu viel für einen Tag vorzunehmen. Immer kleine Schritte. Warum stellst du denn die dauerhafte Abstinenz in Frage?
Beiträge von nordlichtfan
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Am Anfang habe ich das ganze als Verzicht gesehen. Ich darf nie wieder trinken. Wie schlimm ist das. Aber ich finde mittlerweile, man darf die Abstinenz nicht als Verzicht sehen. Sondern als Gewinn. Ich muss nicht mehr trinken.
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Habe in meiner Abstinenz einige Schwere persönliche Situationen zu meistern gehabt. Habe die ohne Alkohol gut bewältigt. Jedes mal hat es mir gezeigt das schwierige Situationen ohne zu saufen viel, viel besser zu bewältigen sind. Jede dieser Situationen hat mich auf meinem Weg stärker gemacht und hilft mir weiter an meiner Abstinenz festzuhalten.
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Ich habe auch immer nach der Arbeit, die wirklich oft stressig ist getrunken um den Stress abzubauen. Da habe ich mittlerweile andere Methoden für mich entdeckt. Nun mache ich mir nach der Arbeit eine gute Tasse Tee zur Entspannung oder gehe etwas spazieren.
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Habe für mich das Thema radikale Akzeptanz entdeckt. Ist zwar auch ein dauernder Lernprozess. Bin da aber auf einen ganz guten Weg. Auch ich habe in der Vergangenheit viele Fehler gemacht. Unter anderem habe ich in meiner Trinkzeit viele peinliche und unschöne Sachen angestellt und dadurch auch mir liebe Menschen verletzt. Habe aber gelernt meine Vergangenheit so zu Akzeptieren wie sie ist. Ich kann es eh nicht mehr ändern. Hader nicht mehr damit und sehe possitiv in die Zukunft. Sehe meine Sucht mittlerweile als einen Teil meines Lebens , der einfach zu mir gehört und mich letztendlich zu dem Menschen gemacht hat der ich nun bin. Habe in den 18 Monaten meiner nicht immer leichten Abstinent an persönlicher Stärke gewonnen.
Was ich auch mitttlerweile anders machte: Früher habe ich mir über so viele Sachen Gedanken und Sorgen gemacht. Das Gedankenkarusell gefüttert. Oft sind Dinge aber ganz anders gekommen als gedacht. Daher mache ich mir mitterweile über Sachen die ich nicht beeinflussen oder ändern kann keine unnötigen Gedanken oder Sorgen mehr, die nur zu Schlaflosen Nächten führen. Raub mir unnötig Energie. Ich nehme alles so wie es kommt und mache das beste daraus.
Früher wollte ich es auch immer allen recht machen, allen gefallen. Jezt sage ich mir. Ich bin wie ich bin und verstelle mich nicht mehr. Wer mich mag, mag mich. Wer nicht, eben nicht.
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Hat ein bisserl gedauert bis ich es gecheckt habe
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Oh man. Ja da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Klar meinte ich "Nur nicht trinken alleine hilft nicht"
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Wie meinst du das?
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Was mir auch unwahrscheinlich geholfen hat und zu meinem persönlichen Wegbegleiter geworden ist, ist das hier viel genannte Zitat "nur trinken alleine reicht nicht" Man muss Einstellungen und Verhaltensweisen ändern, sonst rutscht man glaube ich schneller wieder rein als man gucken kann.
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Hallo, irgendwie ist mein Beitrag aus Versehen in den Angehörigenbereich gelandet, könnt ihr den in den richtigen Bereich verschieben. Danke.
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Hallo zusammen,
bin seit Mai 2024 von meiner Langzeittherapie zurück und seitdem fleißiger, stiller Mitleser in diesem Forum. Konnte dadurch viele wertvolle Tipps für mich und meinen Alltag mitnehmen. Danke dafür. Bin nun insgesamt bisher fast 18 Monate trocken und bin einfach nur dankbar für das neue nüchterne Leben. In meinem Fall hätte ich es aber ohne Langzeittherapie nicht geschafft. Habe eine sehr gute Klinik gehabt und herausgefunden warum ich eigentlich in die Sucht geraten bin und wie ich in Zukunft mit herausfordernden Situationen umgehen kann. Ich möchte jeden ermutigen dran zu bleiben. Es lohnt sich einfach. Möchte nie wieder in mein altes Leben zurück. Nüchtern zu sein ist das beste was einem passieren kann. Man kann die Herausforderungen des Lebens mit klarem Kopf einfach viel besser bewältigen. Das habe ich besonders im letzten Jahr gemerkt. Da wurde mein Sohn nach einem langen und schwer zu ertragenden Gerichtsprozeß in die Forensik im Maßregelvollzug untergebracht. Muss dort wie es ausschaut auch lange Zeit verbleiben. Worum es genau ging, möchte ich hier nicht weiter eingehen. Aber ich hätte das ganze nicht durchgestanden als ich noch getrunken habe. Das Leben ist einfach zu schön und wertvoll um es im Suff zu verbringen. Ich stehe mittlerweile voll und ganz zu meiner Erkrankung und gehe damit auch sehr offen um. Habe nur gute Erfahrungen damit gemacht.
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War alleine im Dienst. Das sind wir meistens. "Wie damit umgehen?" Damit meine ich eigentlich dass die restlichen Getränke ( Bier, Wein) die an Silvester von den Eltern nicht getrunken wurden einfach in unserem Speisesaal noch ein paar Tage oder länger bleiben werden und bei Bedarf von den Eltern halt getrunken werden können. Wurden ja extra dafür gekauft. Von daher wird mir der Alkohol sicher noch weiter im Dienst begegnen. Im Tagdienst ist das kein so großes Problem da ja da viele Kollegen und Eltern um mich herum sind. Da sehe ich keine so große Gefahr. Ich glaube da wäre es mir viel zu peinlich erwischt zu werden. Aber halt im Nachtdienst, wenn man da ganz alleine ist. Da könnte es vielleicht schon zum Problem werden. Hab jetzt zum Glück erstmal frei und den nächsten Nachtdienst erst in 10 Tagen.
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Hallo zusammen. Habe den Tip erstmal Veranstaltungen auf denen Alkohol getrunken wird zu meiden beherzigt. Weihnachten und Silvester habe ich gut rumgebracht. War an den Tagen mit meinen Mann zuhause und wir haben es uns gemütlich gemacht. Und dann das! Ich arbeite als Krankenschwester in einem Kinder und Jugendhospiz und hatte gestern Nachtdienst. Es gab für die Eltern und die Kinder vorgestern eine Silvesterparty. Für die Eltern wurde dafür extra Alkohol besorgt. Gestern standen noch die ganzen Sachen vom Silvesterbuffet herum. Bier, Sekt, Glühwein, angefangene Weinflaschen. Das war echt ne Herausforderung für mich. War etwas überfordert wie ich damit umgehen soll. Hatte das erste mal nach meiner Entgiftung einen leichten Saufdruck. Hätte gerne von dem angefangenen Wein einen Schluck genommen. Hätte ja auch niemand gemerkt. Das einzige was mich gerettet hat ist dass ich noch nie auf der Arbeit und vor der Arbeit getrunken habe, und mir bewusst ist dass ich mich auf der Arbeit ja nicht betrinken kann. Wie geht man denn am besten mit so einer Situation um? Meine Stationsleitung weiß nichts von meinem Alkoholproblem, obwohl Sie wahrscheinlich 1:1 zusammenzählen kann da ihr gesagt habe dass ich im Februar für 13 Wochen auf Reha gehe.
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Hallo Carola. Hast du denn vor eine Langzeittherapie zu machen? Ich bin auch erst seit fast 5 Wochen aus meiner Entgiftung raus. Werde aber eine stationäre Entwöhnungstherapie machen um dort eben unter andern zu lernen wie ich mit den Herausforderungen des Alltag am besten umgehe. Auch ich habe lange gedacht dass das mit meiner Sauferei keiner merkt. Pustekuchen! Wenn ich mich nun mit Freunden darüber unterhalte, merke ich dass es einige schon lange gemerkt, bzw. vermutet haben. Das hat mich schon schockiert gehabt.
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Hallo Carola, ich für mich persönlich habe mich dazu entschieden bei meinen guten Freunden offen damit umzugehen. Wenn es gute Freunde sind werden Sie es bestimmt verstehen. Habe mit der Offenheit nur possitive Erfahrungen gemacht. Habe eine Freundin, die kein Alkoholproblem hat aber auch ganz gern mal das eine oder andere Bier trinkt. Wenn ich die besuchte standen immer gleich automatisch 2 Bier am Tisch . Als ich ihr von meinem Alkoholproblem erzählt habe war sie total überrascht, da Sie dass so nie vermutet hätte. Hat mir dann aber gleich gesagt das Sie total dankbar ist das ich ihr das erzählt habe. So könne Sie rücksicht nehmen und wenn ich Sie das nächste mal Besuche wird kein Alkohol für uns beide am Tisch stehen.
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Hallo. Nun steht mein Entschluss fest. Wir werden dieses Weihnachten ganz entspannt und gemütlich für uns alleine zu Hause verbringen. Ist bestimmt auch mal schön. Zum Glück habe ich eine kleine und unkomplizierte Verwandschaft. Da ist niemand irgendwie sauer wenn wir Weihnachten nicht zusammen sitzen. Wir sehen und hören uns ja sowieso das Jahr über öfters. Gestern kam Post von der Rentenversicherung. Die Langzeit die ja erst vor gut 1 Woche beantragt wurde ist bereits genehmigt. Am 12.02.24 gehts los. Bis dahin ist dann 1x/Woche eine Orientierungsgruppe in der Suchtberatung um die Zeit bis dahin ohne Rückfall zu überstehen. Bis jetzt genieße ich mein alkfreies Leben. Habe auch zum Glück bisher kaum Suchtdruck. Es ist schon erstaunlich wie viele Dinge man nüchtern wieder erledigen und erleben kann. Als ich noch getrunken habe ist ja an den Tagen an den ich nicht arbeiten musste zu Hause nicht viel passiert, da ich da nicht viel auf die Reihe bekommen habe.
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Danke für eure Hilfe. Ich werde morgen nochmal mit meiner Mutter telefonieren und das Problem offen ansprechen. Sie wäre auch überhaupt nicht sauer wenn ich nicht kommen würde, da Sie sehr großes Verständnis für meine Situation hat. Mein Vater war auch Alkoholiker. Eigentlich möchte ich Ihnen ja auch nicht zumuten nur für mich auf Alkohol zu verzichten. Vielleicht reagiern ja mein Onkel und mein Bruder auch absolut entspannt und Sie haben keinerlei Probleme damit. Vielleicht werde ich auch morgen mal mit meiner Tante telefonieren. Sie wissen noch nichts von meiner Situation. Lg
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Das nächste Problem das kommt ist Weihnachten. Sind da immer am ersten Feiertag mit meiner Verwandschaft bei meiner Mutter zum Essen. Mein Onkel und mein Bruder trinken immer gerne 1 oder 2 Bier zum essen. Einerseits möchte ich so kurz nach der Entgiftung kein Risiko für Suchtdruck eingehen, würde aber natürlich gerne hingehen. Was meint Ihr? Soll ich am besten meine Mutter ansprechen dass ich nur komme wenn kein Alkohol getrunken wird. Andererseits kann ich ja auch nicht erwarten dass andere alkoholfrei am Tisch sitzen nur weil ich damit ein Problem habe. Oder kann man in diesen Fall einfach solidarität erwarten, wenn einem in der Familie der andere wichtig ist und man um die Problematik weiß? Bin etwas hin und hergerissen.
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Wahrscheinlich hast du recht. Habe schon öfters hier im Forum gelesen das man solche Veranstaltungen nach Möglichkeit 1 Jahr meiden sollte.
Wie meintest du das mit dem Saufdruck? Kommt der dann danach bzw. zu Hause, auch wenn man beim Griechen keinen Alkohol getrunken hat. Oder meintest du der Saufdruck kommt bereits wenn der Ouzo auf den Tisch gestellt wird?