Nordlichtfan - Wieder zurück

  • nicht zumuten willst

    Eigentlich ist es doch keine "Zumutung", keinen Alkohol zu trinken.

    Normalerweise ist das für nicht süchtige Personen kein großes Ding. Für sie ist Alkohol nicht so wichtig. Sie wollen doch eigentlich auch, dass Du Dich wohlfühlst.

    Offen ansprechen ist eigentlich immer gut. Wenn sie dennoch unbedingt trinken müssen, stimmt sowieso etwas nicht.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Danke für eure Hilfe. Ich werde morgen nochmal mit meiner Mutter telefonieren und das Problem offen ansprechen. Sie wäre auch überhaupt nicht sauer wenn ich nicht kommen würde, da Sie sehr großes Verständnis für meine Situation hat. Mein Vater war auch Alkoholiker. Eigentlich möchte ich Ihnen ja auch nicht zumuten nur für mich auf Alkohol zu verzichten. Vielleicht reagiern ja mein Onkel und mein Bruder auch absolut entspannt und Sie haben keinerlei Probleme damit. Vielleicht werde ich auch morgen mal mit meiner Tante telefonieren. Sie wissen noch nichts von meiner Situation. Lg

  • Hallo Nordlichtfan,


    Glückwunsch zu deinem geschafften Entzug.

    Ich würde es offen ansprechen und fragen, ob sie dieses Jahr alkoholfrei feiern würden, weil ich noch nicht gefestigt bin.

    Finde auch nicht, dass es eine Zumutung ist.

    Lieben Gruß Hope

  • Hallo. Nun steht mein Entschluss fest. Wir werden dieses Weihnachten ganz entspannt und gemütlich für uns alleine zu Hause verbringen. Ist bestimmt auch mal schön. Zum Glück habe ich eine kleine und unkomplizierte Verwandschaft. Da ist niemand irgendwie sauer wenn wir Weihnachten nicht zusammen sitzen. Wir sehen und hören uns ja sowieso das Jahr über öfters. Gestern kam Post von der Rentenversicherung. Die Langzeit die ja erst vor gut 1 Woche beantragt wurde ist bereits genehmigt. Am 12.02.24 gehts los. Bis dahin ist dann 1x/Woche eine Orientierungsgruppe in der Suchtberatung um die Zeit bis dahin ohne Rückfall zu überstehen. Bis jetzt genieße ich mein alkfreies Leben. Habe auch zum Glück bisher kaum Suchtdruck. Es ist schon erstaunlich wie viele Dinge man nüchtern wieder erledigen und erleben kann. Als ich noch getrunken habe ist ja an den Tagen an den ich nicht arbeiten musste zu Hause nicht viel passiert, da ich da nicht viel auf die Reihe bekommen habe.

  • Hallo zusammen. Habe den Tip erstmal Veranstaltungen auf denen Alkohol getrunken wird zu meiden beherzigt. Weihnachten und Silvester habe ich gut rumgebracht. War an den Tagen mit meinen Mann zuhause und wir haben es uns gemütlich gemacht. Und dann das! Ich arbeite als Krankenschwester in einem Kinder und Jugendhospiz und hatte gestern Nachtdienst. Es gab für die Eltern und die Kinder vorgestern eine Silvesterparty. Für die Eltern wurde dafür extra Alkohol besorgt. Gestern standen noch die ganzen Sachen vom Silvesterbuffet herum. Bier, Sekt, Glühwein, angefangene Weinflaschen. Das war echt ne Herausforderung für mich. War etwas überfordert wie ich damit umgehen soll. Hatte das erste mal nach meiner Entgiftung einen leichten Saufdruck. Hätte gerne von dem angefangenen Wein einen Schluck genommen. Hätte ja auch niemand gemerkt. Das einzige was mich gerettet hat ist dass ich noch nie auf der Arbeit und vor der Arbeit getrunken habe, und mir bewusst ist dass ich mich auf der Arbeit ja nicht betrinken kann. Wie geht man denn am besten mit so einer Situation um? Meine Stationsleitung weiß nichts von meinem Alkoholproblem, obwohl Sie wahrscheinlich 1:1 zusammenzählen kann da ihr gesagt habe dass ich im Februar für 13 Wochen auf Reha gehe.

  • Oja, das ist wirklich eine besch... Situation. Ich finde, gerade angefangene Flaschen mega gefährlich. Eben dieses "mal schnell n Schluck nehmen".

    Da hast Du eine gewaltige Herausforderung gemeistert.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo nordlichtfan,

    erst mal ist es toll, dass du die Situation ohne Alkohol gemeistert hast. Das war sicher unangenehm. Du fragst, wie du sonst damit hättest umgehen können. Ist noch ein anderen Mitarbeiter dagewesen? Dann hättet du vielleicht darum bitten können, alles aufzuräumen.

  • War alleine im Dienst. Das sind wir meistens. "Wie damit umgehen?" Damit meine ich eigentlich dass die restlichen Getränke ( Bier, Wein) die an Silvester von den Eltern nicht getrunken wurden einfach in unserem Speisesaal noch ein paar Tage oder länger bleiben werden und bei Bedarf von den Eltern halt getrunken werden können. Wurden ja extra dafür gekauft. Von daher wird mir der Alkohol sicher noch weiter im Dienst begegnen. Im Tagdienst ist das kein so großes Problem da ja da viele Kollegen und Eltern um mich herum sind. Da sehe ich keine so große Gefahr. Ich glaube da wäre es mir viel zu peinlich erwischt zu werden. Aber halt im Nachtdienst, wenn man da ganz alleine ist. Da könnte es vielleicht schon zum Problem werden. Hab jetzt zum Glück erstmal frei und den nächsten Nachtdienst erst in 10 Tagen.

  • Hallo zusammen,

    bin seit Mai 2024 von meiner Langzeittherapie zurück und seitdem fleißiger, stiller Mitleser in diesem Forum. Konnte dadurch viele wertvolle Tipps für mich und meinen Alltag mitnehmen. Danke dafür. Bin nun insgesamt bisher fast 18 Monate trocken und bin einfach nur dankbar für das neue nüchterne Leben. In meinem Fall hätte ich es aber ohne Langzeittherapie nicht geschafft. Habe eine sehr gute Klinik gehabt und herausgefunden warum ich eigentlich in die Sucht geraten bin und wie ich in Zukunft mit herausfordernden Situationen umgehen kann. Ich möchte jeden ermutigen dran zu bleiben. Es lohnt sich einfach. Möchte nie wieder in mein altes Leben zurück. Nüchtern zu sein ist das beste was einem passieren kann. Man kann die Herausforderungen des Lebens mit klarem Kopf einfach viel besser bewältigen. Das habe ich besonders im letzten Jahr gemerkt. Da wurde mein Sohn nach einem langen und schwer zu ertragenden Gerichtsprozeß in die Forensik im Maßregelvollzug untergebracht. Muss dort wie es ausschaut auch lange Zeit verbleiben. Worum es genau ging, möchte ich hier nicht weiter eingehen. Aber ich hätte das ganze nicht durchgestanden als ich noch getrunken habe. Das Leben ist einfach zu schön und wertvoll um es im Suff zu verbringen. Ich stehe mittlerweile voll und ganz zu meiner Erkrankung und gehe damit auch sehr offen um. Habe nur gute Erfahrungen damit gemacht.

  • Alex_aufdemweg 22. Mai 2025 um 15:30

    Hat den Titel des Themas von „Nordlichtfan - Vorstellung“ zu „Nordlichtfan - Wieder zurück“ geändert.
  • Was mir auch unwahrscheinlich geholfen hat und zu meinem persönlichen Wegbegleiter geworden ist, ist das hier viel genannte Zitat "nur trinken alleine reicht nicht" Man muss Einstellungen und Verhaltensweisen ändern, sonst rutscht man glaube ich schneller wieder rein als man gucken kann.

  • Da Matcha das letzte Mal vor drei Stunden online war, antworte ich Dir noch schnell.

    Da hat sich das grammatikalische Fehler Teufelchen eingeschlichen.

    Du hast wohl geschrieben "nur trinken..." es heißt aber "nicht Trinken..."

    Aus dem Grund verstehe ich ihren Satz an Dich, als Scherz.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

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