Hallo sonnenschein, ich fühle mit dir und wollte dir einen gruss dalassen. Wir lesen dich! Hoffentlich hat das bald ein ende.
Beiträge von koda
-
-
Eine Therapie wird gut für mich sein. Sei es, um mich zu stärken oder um mir (seine Hoffnung) die Augen zu öffnen dass er nicht das Problem ist.
DAS ist Manipulation. Therapie als Gehirnwäsche für dich. Du sollst auf Spur gebracht werden.
Laß dir das nicht einreden.
Was du bisher geschildert hast (lies dir am besten selbst deinen Faden noch mal durch):
beschädigt dich und vorallem auch deine Kinder massiv.
Warum soll es überhaupt wünschenswert sein, daß du und deine Kids das als normal ansehen müssen?
Als EKA zieht sich mir hier alles innerlich zusammen. -
Guten Morgen Haferflocke.
herzlich willkommen und schön, daß du hierher gefunden hast. Als ich hier aufschlug, war ich so aufgeregt, und mir war auch mulmig dabei, meine Sorgen so in den Orbit zu setzen, weil hier eben jeder mitlesen kann. Aber es hatte auch was Befreiendes, und zu merken, daß ich nicht alleine bin, hat mir sehr geholfen.Ich kann auch nicht einschätzen, ob die Kinder wissen was Stand der Dinge ist.
Kannst du auch nicht. Ich würde behaupten, meine Eltern hatten keine Ahnung, was in uns Kindern abging. Ich habe es ja selbst nicht verstanden. Nur daß da immer dieses Druckgefühl in mir war, weil zuhause die Luft vor Anspannung so dick und schwer im Raum hing. Niemand versuchte uns Kinder zu schützen, sondern im Gegenteil, es wurde erwartet, daß wir unseren Teil dazubeitragen, daß es den Eltern besser geht. Irgendwann ging es nicht mehr, ich habe angefangen mich mit Rückzug zu wehren, was auf viel Unverständnis gestoßen ist. Ich habe mich sehr sehr alleine gefühlt, (naja nicht ganz, weil es gab noch ein Geschwister, wir hielten zusammen). Aber meine Eltern waren mehr mit sich beschäftigt und damit sich das Leben zur Hölle zu machen.
Ich hätte eine Trennung begrüsst (und gleichzeitig bin ich jedesmal schockgefroren, wenn das Thema auf den Tisch kam). Paradox. Ich wollte es und ich wollte es nicht. Natürlich hätte ich mir für meine Eltern ein Happy End gewünscht. Aber je mehr die Jahre verstrichen, desto mehr hab ich auch als Kind und später Teenager verstanden, daß das nichts mehr wird.Obwohl ich auf der anderen Seite auch das Gefühl habe, dass die Situation zu Hause viel entspannter ist, und zwei meiner Kinder viel mehr aufgetaut sind,
Du gibst ihnen Sicherheit und hast euch aus einer Situation herausgezogen, die alle Beteiligten unter Dauerstress gesetzt hat. Darauf kannst du sehr stolz sein.
Alles Liebe
Koda -
Hallo Krümel,
wie alt sind denn deine Kinder?Auch meine Probleme haben im schlimmsten Fall Auswirkungen auf die Kinder
Das stimmt. Nicht nur im schlimmsten Fall, sondern in jedem Fall. Sowohl dein Verhalten als auch das deines Mannes haben Auswirkungen auf deine Kinder.
Was unterscheidet meine Krankheit von seiner ?!
Das kannst du wahrscheinlich besser beantworten. Aber bei einer Suchterkrankung fehlt es oft an Krankheitseinsicht und damit wird Kindern ja sogar vorgelebt, daß es normal ist, daß Papa sich eben so verhält.
Wie? Du beschreibst es so:
- einmal im Monat bis alle 8 Wochen mal ein Filmriss
- Bei uns ist es ein Abend, der eskaliert.
- manchmal wird er beleidigend, streitlustig
- 20 Bier (0,2) und 2 Schnaps getrunken und --- ohne Licht mit den Fahrädern nach Hause
- so orientierungslos, .. um ein Haar in unser Bett u... - während unsere Tochter darin lag.
Kinder schneiden viel mit. Und wenn es mal so mal so ist, dann wird daraus etwas was für Kinder Gift ist:
Unberechenbarkeit. Ich hab das auch erlebt. Ein süchtiger aber jahrzehntelang funktionierender Vater (von Filmrissen weiss ich zB nichts, aber er war immer mal "krank", weil der Wein angeblich verunreinigt war). Darüber bin ich heute sehr wütend, daß uns diese Märchen erzählt wurden. Ich bin mit dem Gefühl aufgewachsen, daß es völlig normal war, daß ein Mann JEDEN Abend trinkt. Und daß sich meine Mutter daran komplett zerrieben hat. Sie war psychisch nicht besonders stabil, aber das Trinken meines Vaters war da auch wie ein Brandbeschleuniger für ihre Probleme, so sehe ich das heute.
Es ist gut daß du hierher gefunden hast. Ich kann dich auch nur ermutigen, dich und deine Wahrnehmung da ernst zu nehmen. Aber eben auch das was es mit deinen Kindern anstellt, denn die hängen mit drin, können sich nicht aussuchen, ob sie sich dem aussetzen. Und sie schützen geht eben auch nur so und so viel, wenn es erst mal zu Verhaltensveränderungen bei den Eltern gekommen ist.
Lieben Gruss Koda -
Dem schließe ich mich an! Erhol dich gut!
-
Ich auch lieber Ste. Hab deine Beiträge hier oft mit grossem Interesse gelesen und mich aber auch manchmal gefragt wie es dir wohl selber geht.
-
Ist denn was passiert, lieber Ste, daß du nach 2 Jahren wieder schreibst?
Das Ende der Geschichte gibts ja doch nur am Ende des Lebens oder?
Wie ist es dir ergangen?
Herzlichen Gruss Koda -
Liebe Sonnenschein,
Lebt er einfach nur in einer anderen Realität und bringt viel durcheinander oder ist das berechnende Absicht?
Es wird eine Mischung aus allem sein. Daß du dir darüber den Kopf zermarterst, besonders wenn er dich auch nachts oder frühmorgens mit Nachrichten torpediert ist verständlich. Vielleicht kannst du die Kommunikation mit ihm mehr kontrollieren, sodaß du Ruhe findest. Handy nachts ausmachen, keine Benachrichtungen mehr (akustische) von WA, oder wie auch immer er mit dir kommuniziert.
Oder wenn du es hinbekommst, ganz blockieren. Oder ihn ins Archiv verschieben.
Wenn dein Mann noch trinkt, dann ist sein Gehirn benebelt und vergiftet. Er lebt in einer anderen Realität, so habe ich das auch wahrgenommen, als ich noch in einem Haushalt mit einem Trinkenden zusammenlebte.Er dringt in deinen Raum ein, erreicht, daß du dich wieder mit ihm beschäftigst und dann wachliegst und grübelst. Er schreibt dir, will eine Reaktion. Insofern kann man auf jedenfall von Absicht sprechen, und wenn das nachts passiert, dann ist das eine massive Grenzüberschreitung, ihm vermutlich egal weil total betrunken.
In der Welt des Alkoholikers dreht sich ALLES nur um ihn. So habe ich das erlebt. Das Kreisen um sich selbst ist grenzenlos.
Hau die Bremse rein. Er wird es nicht tun.
Ich denk an dich und wünsch dir Kraft. -
Linde, für dich ein -schade, hätte mich gefreut, aber Hunde-junge sind was tolles-emoji.
Find den grade nicht.
-
Oh super alex, vielen dank!
-
Er darf die Wohnung nur mit meiner Zustimmung betreten.
Das ist der Hammer, Sonnenschein. Da hast du aber auch eine tolle Anwältin an deiner Seite. Ich freu mich sehr für dich.
-
Abends essen gehen, falls sowas geplant ist kann ich leider nicht, aber ich bin für spaziergänge u.ä. auf jeden fall zu haben.
-
Guten Morgen, Alexa
ich wollte dir auch schon früher zurückschreiben, aber dann war so viel los bei mir, daß ich nicht die nötige Ruhe gefunden habe. Aber ein paar Sachen gingen mir durch den Kopf, als ich deinen Post gelesen habe:Er kennt mich so gut, und hat ja alles miterlebt und mitgetragen. Er weiß um meine Dynamiken. Das gibt mir ein bisschen Sicherheit, sollte ich abgleiten und es nicht merken, merkt er es bestimmt.
Wenn du über ihn schreibst, lese ich sehr viel Zuneigung heraus. Das ist vielleicht auch mit ein Grund, warum du bisher bei ihm geblieben bist, und seine Dynamiken wiederum mitgetragen hast. Ihr stützt euch gegenseitig, und gleichzeitig ist das ja ein sehr wackliges Konstrukt. Da kann aus ein bisschen Sicherheit auch schnell ganz viel Unsicherheit werden. Also um mal beim Bild zu bleiben, ist es eigentlich eine Sicherheitslücke. Für den Moment hält das Konstrukt, aber stabil ist es nicht.
Wie schätzt du es selbst ein?
Der eine Rückfall noch, schreibst du, wie ist das gemeint? Ziehst du dich dann zurück?
Ich kenne es von mir, daß ich Situationen / und auch Dynamiken sehr oft sehr lange ausgehalten habe. Auch weil ich es nicht anders kannte, aus meinem Elternhaus, da wurden schwere Zeiten auch ausgehalten. Als ich dann auszog und mir schwor, so will ich das nie im Leben haben, schien mein "Nie Wieder Plan" auch erst mal aufzugehen. Ich hab mir Menschen gesucht, die mir guttaten. Mich sein ließen, mir meine Freiheit ließen. (das hab ich aus der Kindheit mitgenommen, ein großer Drang nach Unabhängigkeit.)
Ich bin dann Jahre später doch in eine große emotionale Abhängigkeit zu jemandem geraten und hab sehr lange keinen Weg für mich rausgefunden. Es fühlte sich irgendwie sogar schlüssig an. Weil ich mich verstanden fühlte, und trotzdem ließ ich mich nicht gut behandeln. Als müsste ich was wiedergutmachen, was meine Eltern nicht hinbekommen hatten, was ich jetzt stellvertretend doch noch lösen wollte. Ich glaube meine Art mich kleinzumachen in dieser Dynamik führte dann auch dazu, daß derjenige sich wiederum (zu) gross machte. Und ich hatte permanent das Gefühl eine Lebensaufgabe zu haben. Hatte was schicksalhaftes (in meinem Kopf). Jeden Rat von Freunden in den Wind geschossen, mich da emotional rauszulösen. Es ging für mich schlicht nicht.
Eigentlich wollte ich noch was zum Impostern schreiben, weil ich das von mir auch kenne. Daß ich eine Jobanfrage hatte, und statt sie anzunehmen, hab ich andere Leute empfohlen, die das viel besser hinkriegen als ich. Natürlich haben die nie mehr angerufen. Absurd.
Dabei weiß ich doch eigentlich was ich kann. Hinterher. Wenn die Konfrontation vorbei ist. Ich nicht mehr "performen" muss.
Ganz viel ist ja auch einfach Behauptung. Breitbeinig irgendwo reinlaufen, laut sein, sagen ja kann ich mach ich. Anderen sagen was sie machen sollen. Mir kam das immer falsch vor. Also es kommt mir immer noch falsch vor. Warum soll ich was darstellen, was ich nicht bin?
Ein Gedanke kommt mir da jetzt noch. Wenn ich genauer weiß was ich kann, und was ich bin (ich fass mich da an die eigene Nase), dann kann ich dazustehen. Manche Sachen verkleinern sich dann automatisch, wie vielleicht dieser Vorfall bei dir auf der Arbeit. Was ist schlimm dran, mal Scheisse zu sagen, wenn man genervt ist oder was nicht klappt.
Der Moment geht ja auch vorbei. Und dann passiert vielleicht was anderes, wo du sagst, "Toll, gut gemacht".
Und vielleicht wird auch einfach nicht die ganze Zeit bewertet was man so tut und sagt, also im eigenen Kopf vielleicht schon. Aber von außen, machst du einfach deine Arbeit. Mal genervt, mal gut gelaunt, mal nachdenklich, und gesehen wird dann eher der Gesamteindruck.
Ich wünsch dir ein erholsames Wochenende Alexa. Mit Zeit für dich, und guten Träumen, wenn du schläfst.
Koda -
Ich gebe Jump auch recht. Bei mir sind da wirklich alle alarmglocken angegangen. Deine Angst ist nicht unberechtigt. Wenn er wirklich psychotisch ist, und er liest sich grade nicht mehr zurechnungsfähig, die geschichten sind ja haarsträubend, jedenfalls ist damit nicht zu spassen.
Vor einigen Jahren gab es bei mir im Haus einen psychotischen Alkoholiker, der zeitweise durchgedreht ist. In diesen Phasen war er absolut gefährlich (wenn nicht "drauf" dann eigentlich ein lieber Kerl). Unterm Strich war er aber eine ziemliche Zumutung. Er wohnte direkt neben uns, und hat unserem Stockwerk das Leben einige Monate zur Hölle gemacht. Beim Nachbarn gegenüber versuchte er eines Tages die Tür mit einer Axt einzuschlagen. Er wurde regelmässig von der Polizei abgeholt, oder auch wahlweise Krankenwagen. Dann war ein paar Wochen Ruhe bis er wieder vor der Tür stand.
Bei mir kommen da unschöne Erinnerungen auf. Und er war "nur" vor der Haustür. Nicht im Safespace Schlafzimmer.
Bitte bitte pass auf dich auf. Vielleicht kannst du ein Näherungsverbot erwirken?
Liebe Grüsse -
Wie es deinen kindern geht wollte ich auch fragen. Haben sie was mitbekommen von dem Einbruch? Ich nenns mal bewusst so. Weil unabhängig davon daß er auf dem papier mieter ist und bestimmte rechte geniesst, heisst das nicht, daß er nachts in dein schlafzimmer darf. Geht dann schon eher richtung stalking.
-
Mir läufts da kalt den rücken runter. Nachts am bett stehen geht gar nicht. Das ist doch dein sicherer raum, sonnenschein, oder sollte es zumindest sein. Ist das nicht auch gefährlich?
-
Ich pack mal ein leckerli ein.
-
Liebe Alexa
wie war deine Nacht heute?
Die Alpträume hängen vielleicht auch mit dem Verlust deiner Hündin zusammen, in Kombination mit reduzierter Medikation hat deine Seele wahrscheinlich ein bisschen mehr zu bearbeiten in diesen Tagen. Träume können auch so lebendig sein, vorallem wenn man sich am Stück an sie erinnert, können sie einen noch stunden- manchmal tagelang begleiten, das kenne ich auch von mir.
Ich habe irgendwann angefangen meine Träume aufzuschreiben, manchmal habe ich sie auch gezeichnet, wenn sie mich gar zu sehr aufgewühlt haben. Etwas ist dann passiert in mir, was irgendwie heilsam war. Ich glaube weil sie aus dem was mir so angst gemacht hat, tief in mir drinnen, in eine form kommen durften. (und damit auch eine art begrenzung). Im Schlaf bin ich dem traum ausgeliefert, oder er passiert einfach. Zumal wenn mein rationales Denken und das was ich das souveräne Wach-Ich nennen würde, dann grade nicht zur Verfügung steht.Gerade die klare Erinnerung daran beängstigt mich manchmal sehr.
Ja das kann ich gut nachfühlen. Ich hatte danach viel mit Angst zu kämpfen und mich sehr lange an bestimmte Erinnerungen auch nicht "rangetraut". Trotzdem hab ich immer wieder darüber geredet, mit engen Freunden, die mich doch sehr auffangen konnten, und hab die Tränen laufen lassen, wenn sie rauswollten. Noch eine Sache fällt mir grade ein, die ich für mich aus dieser Erfahrung mitgenommen habe: Ich bin sehr vorsichtig, mit was ich meinen Geist füttere.
Manchmal denke ich, die Achtsamkeit mir selbst gegenüber beinhaltet auch, daß ich nicht alles in mich hineinlasse. Zugegeben, bei Träumen ja schwierig, weil die so durch einen durchwandern, als wäre man durchsichtig. Aber tagsüber kann ich das zumindest mehr kontrollieren.
Ein Herzensgruss zu dir
Koda -
Liebe Alexa,
schön von dir wieder zu lesen! Du hattest ja deine Psychose schon mal erwähnt, hab das grad noch mal kurz nachgelesen. Aber da jetzt Alpträume dazukommen, ist es bestimmt gut, da ein Auge draufzuhaben.
Wieso wollte du denn deine Medikation noch mal reduzieren?
Bei meiner Mutter habe ich einmal einen psychotischen Rückfall erlebt (nennt man das so?) Ich dachte, es ist vorbei und dann eines Abends war es wieder da. Das ist lange her, und ich war ein Teenager. Es war mindestens so beängstigend wie der erste Ausbruch, allerdings lagen auch nur ein paar Monate dazwischen und nicht 3 Jahre wie bei dir. Ich konnte nicht so gut damit umgehen.
Ich wollte dich eigentlich fragen, ob du gut auf dich acht gibst, oder was du tun kannst, damit es dir gutgeht."so wie er sie brauchte um stark sein zu können, benötigte sie seine Niedertracht, damit sie verzeihen konnte. Sie fühlte sich zu schwach für ein Leben in Freiheit und zog eine fadenscheinige, kalte Geborgenheit vor. Ich weiß nicht warum.. Sie hatte auch keine Kraft für Wut, konnte immer nur verzeihen statt schreien, und stets hatte sie Angst, sie könnte etwas verlieren... Was sie nie besaß."
Das macht mich traurig 😢
Wie ist das gemeint? Schreibst du da über dich selbst?
Es tut mir leid, daß deine Hündin nicht mehr da ist. Liest sich aber auch so, daß ihr einen schönen Abschied miteinander hattet. Wie man es sich nur wünschen kann.
Alles Liebe,
Koda -
Danke für deine arbeit und know how alex. Seit ich grad an eigener webseite bastele, ist nur wordpress aber trotzdem mit css und js weiss ich die arbeit von informatikern wieder ganz neu zu schätzen. Hat soviel nerven gekostet, ein fehler weg, kommt der nächste um die ecke...
Serverschluckauf
manchmal denke ich, doch ja, alles lebt auch die nullen und einsen.