Beiträge von koda

    Ich brings zum Teil auch, um zu verdeutlichen, wie vergebens der Kampf der Angehörigen dagegen ist.

    Mal von der CO Seite. Der Kampf wie du ihn nennst, ist ja oft das verzweifelte Bemühen, die Familie, oder Beziehung zusammenzuhalten. Bestärkt dann oft sogar noch von Institutionen, die das Kämpfen um den anderen noch begrüssen, oder einem Tipps geben, die nicht das eigene Empowerment stärken, sondern auch nur um die rettung des alkoholikers kreisen. selbst erlebt. Oft wird gar nicht wahrgenommen, was angehörige da eigentlich durchmachen, und das sie selbst hilfe, entlastung und distanz benoetigen.

    Mir fällt, neben dem was schon geschrieben wurde noch das hier auf:

    Ich weiß ihr habt alle recht, und

    auch ich weiß das ich ein Leben an seiner Seite nicht mehr möchte.

    den satz zieh ich mal auseinander, ich finde du kannst ihn ruhig getrennt betrachten. du willst kein leben mehr an seiner seite, Du! Fokussier dich darauf. Ob wir recht haben, ist zweitrangig, du bist die Mitte von der alles ausgeht! Wo du bist ist vorne.

    Seins

    Trinken oder nicht trinken, kann nur er beantworten. genausowie seine arbeitslosigkeit, und was alles sonst noch mit ihm los ist. das ist seins. Lass es dir nicht wieder aufschultern.

    Deins

    Was mit dir passiert ist, das du ihn vermisst, trotz des ekels. dir hoffnung machst, deine gedanken sich um ihn drehen, trotz des destruktiven verhaltens.
    Das sind ja gefühle und widersprüche in dir, die du bearbeiten kannst. Du hast ja außerdem noch dein Kind. Wie kannst du euer Leben wieder luftig und schön gestalten? Und was kannst du konkret machen dafür? Nummer loeschen oder blockieren? Seinen Namen 100x auf ein Blatt schreiben dann verbrennen? Irgend ein Ritual was du dir ausdenken kannst um ihn von dir abzustreifen, vielleicht hast du andere Ideen.

    Lieben Gruss

    Grau finde ich deine Zeilen gar nicht liebe Alexa. Ich lese auch immer gerne bei dir. Kenne aber das Gefühl, hier nur zuschreiben, wenn was vorgefallen ist. Im guten oder schlechten, oder zumindest was, was einen genug bewegt, daß es die worte wert ist. Aber das liegt auch ein gutes Stück an mir selbst. Ich bin streng mit mir, vielleicht du auch mit dir...? Dabei ist das Aufschreiben von dem was gerade alltag ist auch hinterher so hilfreich, so gehts mir jedenfalls, wenn dann ganz viel auch einfach schon wieder vergessen wurde, und ich mir das noch mal durchlesen und so wieder bewusst machen kann. Und wieviel Schritte doch schon gegangen wurden, auf die du stolz sein kannst.
    Also bleib dran liebe Alexa und schreib ruhig öfter. Du wirst gelesen!
    Lieben Gruss

    Er macht sehr viel mit sich selbst aus, leider, wie ich finde, obwohl er eigentlich ein sehr intelligenter und gebildeter Mann ist, aber deswegen ist er auch an dem Punkt bzw. in dem jetzigen tiefen Loch, wo er immer schwerer wieder raus findet, umso länger ich ihn bei mir lasse (dulde).

    Da bleib ich dran hängen. Ich habe das auch sehr lange als negativ empfunden, wenn ich das gefühl hatte ausgeschlossen zu werden. Grade denke ich aber, erst mal spricht nichts dagegen dinge mit sich selbst auszumachen, wenn das denn auch passiert. Ich bin mir nämlich grade nicht mehr sicher, ob das was ich früher für ein Mit-Sich-Selbst-Ausmachen gehalten habe, nicht eher ein Verdrängen war. Daß ich instinktiv gespürt habe, das das nicht zielführend sein kann. Da wo es weh tut, einfach nicht mehr hinzuschauen und abzuwarten, bis es von alleine weggeht. Wie nimmst du das wahr?
    Das zweite was sich für mich daran knüpft ist, was würde sich ändern, wenn er seine themen mit dir teilen würde? Die Sucht wäre ja noch da, und ist ja sein alleiniges Thema. Oder Süchte. Er kifft ja auch noch. Also seine Untiefen sind seine.
    Du schreibst, er findet immer schwerer raus, je länger du ihn duldest. Wo siehst du da den Zusammenhang?

    Was macht es mit dir und deiner Kraft, wenn du ihn immer länger duldest?

    Er meinte selbst zu mir, dass es auch sein kann, dass wir dann getrennte Wege gehen

    Wieso ist er derjenige, dem du darüber die Entscheidung überlässt? Da würde ich ansetzen. Viel zu viel bei ihm. Da lässt du dich ins Wartezimmer abschieben.

    guten morgen svenja

    alles in allem liest sich das doch sehr gut bei dir. das hin und wieder einknicken, oder nach einer guten woche wie du schreibst, plötzlich wieder von traurigkeit eingeholt zu werden ist doch auch ok. liebeskummer nagt an der seele, viel wird sicher auch in der nacht verarbeitet, im schlaf, dazu passt

    Und dann plötzlich steh ich auf, bin unruhig und aufgewühlt, eine Welle der Traurigkeit erfasst mich und der Ungläubigkeit. Ist das alles wirklich passiert? Keinerlei Kontakt, keine Ahnung wo er ist, wie es ihm geht. Hat er schon die nächste?

    du bist doch mitten im verarbeitungsprozess. die trauer muss ja durch dich durch, sie fällt nicht einfach so von einem ab, so habe ich das immer empfunden. und gerade "fütterst" du dich ja mit eindrücken seines instaprofils. du schreibst, es ist wie in seinem gehirn herumlaufen (so öhnlich hast du es ausgedrueckt oder?). bilder, videos, was auch immer du dann da siehst, kann eine starke wirkung haben. in kombination mit dem blockieren auf allen kanaelen ist das ne ganz schöne spannung die sich da in dir aufbauen kann. zum einen

    Keinerlei Kontakt, keine Ahnung wo er ist, wie es ihm geht.

    Das nicht wissen. Aushalten, daß er nicht mehr da ist. sachen zurückgeben, schlüssel loswerden, all diese physischen dinge die du tust, um etwas abzustreifen, was dich ja auch krank gemacht und belastet hat.

    und dann

    der insta-gang in sein gehirn... das ist ein heftiger cocktail für die seele, so liest es sich zumindest. Irgendwie passend, daß neue posts bei social media dann auch noch "feed" heissen. das muss dann erst mal verdaut werden. wie ordnest du das für dich ein?

    für mich haben die co muster auch ganz viel mit loslassen zu tun. und das ist ein prozess. du hast schon ganz schön viel geschafft, das ist doch erst mal super. instagram loeschen ist vielleicht eine maßnahme die leichter geht, als nicht auf sein profil schauen. geht mir zumindest so. wenn ich merke, ich nutze eine app zuviel, loesche ich sie lieber, als mir vorzunehmen, sie nicht zu benutzen, irgendwie muss ich mich da selbst austricksen.

    wuensch dir alles liebe und einen schönen tag

    koda

    Hi laura, ich hab auch lange in einer emotionalen abhängigkeit gesteckt. Über jahre. Was ich dann nach jahren mal gemacht habe, in einer phase wo ich echt wütend war, wie ich mich habe behandeln lassen, war einen text zu schreiben aus seiner perspektive über mich. Ich habe diesen text neulich mal wieder gefunden, hatte schon sehr viel davon vergessen. Es war erschreckend, das noch mal zu lesen, was ich aus liebe, oder was ich dafür gehalten habe - alles ertragen habe. Und wieviel davon schon wieder gelöscht war. Gottseidank gibt es stift und papier, oder computer, was immer du wählst um für dich festzuhalten, was du nie wieder haben willst.

    Und koks auf d waschmaschine? Ein nogo, wieso vieles sonst was dein xy sich rausgenommmen hat.
    Putzen tut aber sicher auch gut. Mach dir laut Musik an (ist das dein Ding? Mir hilft sowas) und dann Stück für Stück dir die Bude und dein Leben zurückholen.

    Guten morgen ihr lieben,

    ich möchte mal wieder was im offenen loswerden, weil ich glaube, daß das womöglich auch anderen Cos hilft. Ich habe nach vielen Monaten xy wiedergetroffen. Er trinkt nicht mehr, das ist toll, für ihn. Und es tut auch unserer freundschaft gut. Es fühlt sich gut an, ein gespräch miteinander zu führen, ohne, daß er gleich aufspringt, um im nebenzimmer den wodka nachzuschütten, weil er sonst nicht mehr funktioniert. Oder über die Maßen emotional wird. Da hatten wir ja eine ziemliche odyssee hinter uns, und ich schreibe wir, weil in der zeit ich sehr viel an seiner seite war, um ihn zu unterstützen.

    Was mir jetzt bei unserem Wiedersehen allerdings auffiel, ist, daß seine baustellen immer noch da sind. Das hier immer wieder angeführte Nur Trinken reicht nicht hatte ich die Tage ziemlich klar vor Augen. Es hat mich auch traurig gemacht, daß er nachwievor wie ein Hamster - @jump - ja noch einer, im rad hängt, und immer noch, immer wieder sich so sehr im kreis dreht. keine hilfe will, (psyche schwer angeschlagen, depression immer noch voll da). Ich hab ihn nicht mit hilfsangeboten bombardiert, keine nummern rausgesucht etc. Meine Erkenntnis aus diesen Tagen ist, auch bei allen anderen Lebensthemen kann jeder nur sich selbst helfen, VORALLEM wenn keine Hilfe gewünscht ist. Nun ist es eine Sache, das dauernd zu lesen, - oder sich selbst vorzubeten - eine andere es zu spüren. Gespürt habe ich den gleichen immensen inneren Widerstand zu kapitulieren und zu sagen, ja ich brauche hilfe, ich komm nicht weiter, wie in der Zeit als er noch getrunken hat.

    Den gleichen Widerstand vielleicht, den ich an den Tag lege, wenn an mich gutmeinte Ratschläge herangetragen werden - gegen die bin auch ich heute noch allergisch. Es muss schon ein ganz bestimmter Ton getroffen werden, daß ich nicht denke, halt dich zurück, du hast keine ahnung was in mir vorgeht. Und Widerstände lassen sich nun mal nicht wegrationalisieren. Sie produzieren Ärger, Frust, Gegendruck.

    Gestern dann bin ich alleine ins Kino. War sehr schön. Koda mit Koda!!

    Habt einen schönen Tag!

    Liebe Aurora,
    deine Geschichte ist auf so vielen Ebenen so ermutigend. Sie zeigt nämlich, daß auch nach einer Ewigkeit der Absprung noch möglich ist, und ein zufriedenes Leben der Selbstbestimmung folgen kann. Ich lese so gerne von und bei dir, und danke dir für deine rückhaltlose Offenheit. Und deine Arbeit hier, wie von allen Mods, das ist ein Riesenschatz!

    Ganz liebe Grüße

    Ach wichtelmama, ich versteh dich gut. Weißt du aus deinen Zeilen spricht immer noch die Hoffnung, daß es doch noch mal "wird".
    Aber wenn man mal bei dem Pensum ist, wird nichts mehr einfach so.
    Wenn es mies läuft, dann begrabt ihr ihn irgendwann.
    - Sich problemlos sehen ist da auch nicht mehr drin. Merkst du doch jetzt schon, daß das nicht geht. Eben weil er so unberechenbar ist. Ich hab die Tage öfter mal an dich gedacht. Ob du auch verharren würdest, wenn es die Kinder nicht gäbe, oder ob du dann sagen würdest "hey wir sind nicht mehr zusammen - ich will daß du ausziehst". und wenn man das weiterdenkt, (weiss nicht wie du das für dich siehst), dann wären ja die Kinder der Hauptgrund, daß er noch da ist. - So hab ich das in meiner kindheit erlebt. hab ich dir bestimmt schon mal geschrieben. Meine Mama blieb wegen uns kindern.
    Im Detail lassen sich Situationen ja auch nicht wirklich vergleichen, aber es ist schon erschreckend, wie viele Parallelen es dann doch gibt.

    Was ich im oberen Post geschrieben habe, mit dem Würgen und Hallus und sowas, das denke ich mir nicht aus. Ich war dabei, hab gesehen, wie jemand drauf ist, dem das passiert. das hängt halt über euch wie ein damoklesschwert. weswegen so viele hier schreiben, raus raus raus da.

    es läuft eben nicht auf eine problemlose beziehung zwischen papa und den kleinen hinaus, sondern auf eine katastrophe.
    hast du noch anderweitig unterstützung? ich kann dir nur ans herz legen, such dir ALLE Hilfe die du kriegen kannst. nimm all deinen mut zusammen und verschließe deine augen nicht.

    dir eine umarmung.

    Du schreibst ja, das er ca 6 Jahre süchtig trinkt nach deinem Ermessen. Ein Körper steckt schon auch ne Menge weg, aber das wird nicht ewig gut gehen. Auch das solltest du auf dem Schirm haben. Er vergiftet sich ja täglich, das wird früher oder später dazu führen, daß er immer weniger funktioniert, sein Körper früher oder später kollabieren wird.
    Was ist wenn er dann mit den Kindern alleine ist? Vor ihren Augen zusammenbricht, würgt, zittert, blutet? Ohnmächtig wird, Halluzinationen hat. All das ist vorprogrammiert bei dem Pensum. Das ist die Realität.

    Es wird nicht bleiben wie es ist. Es wird SCHLIMMER werden. Alles eine Frage der Zeit. Nicht ob, sondern wann.

    Liebe Wichtelmama,

    das ist der Vater, den sie gerade erleben:

    Wenn er sie mal wieder anbrüllt, weil er Respekt verlangt, haben sie Angst und weinen.

    Auch mit einer Flasche Vodka intus.

    Der Mitbewohner trinkt momentan etwas mehr als eine Flasche Vodka in 24h, plus etwas Bier oder Wein.

    Der Mitbewohner ist wieder furchtbar angespannt und und lässt seine Laune raus.

    Er hat natürlich gleich aggressiv reagiert, die Medikamente wären schuld die er nimmt und ich sollte nicht so aggressiv sein und aufpassen wie ich mit ihm rede.

    Er ist wiederholt aggressiv gegen das große Kind vorgegangen

    In der Vergangenheit hat er mal gesagt, dass man Kinder dominieren muss.

    Jetzt trinkt er ja wieder und hat auch gar kein Interesse was anderes zu machen als im Bett zu liegen oder auf dem Sofa.


    --


    Seine Haltung dazu:

    Aber er will nichts ändern, also wird alles bleiben wie es ist.


    Und deine:

    Die Kinder brauchen einen Vater, den kann und will ich ihnen nicht wegnehmen.


    Dieser letzte Satz von dir liest sich wie eine Bestätigung dessen, was er auch will.
    Die Folgen für die Kinder (schreien, weinen, nicht mit dem Vater alleine sein wollen, Probleme in der Schule).
    Appelle an dich gibt es in deinem Faden genug. Aber wie auch schon beim Alkoholkranken ist es letztendlich bei dir zu kapitulieren.
    Momentan haltet ihr beide das destruktive System am laufen. Und es wirkt, Tag für Tag.