Beiträge von koda

    das kenn ich auch, mein Xy hat auch seit Jahren angeblich prima Leberwerte, er kam mehrfach ganz beschwingt vom Arzt.

    Muss aber auch nicht stimmen. Mein vater behauptete auch immer daß alles top ist wenn er vom arzt kommt oder kam. Da wird alles geschönt und umformuliert, nur um konflikten aus dem weg zu gehen und seine ruhe zu haben.

    Liebe zoe.

    Mein Hund kommt auch langsam zur Ruhe, es ist beruhigend ihn neben mir schnarchen zu hören.

    Der merkt auch wie sich alles langsam entspannt. Die lust aufs kochen kommt auch noch. Anna hat recht, pimp dir deine brote :) das ist schon fast wie kochen. Frische kräuter, eine leckere sauce, ein lieblingsaufstrich. Eine schöne tasse tee... hab mut, das wird!

    wie hättest du es denn gerne zoe?
    wolltest du die sachen noch? dann mit umzugshelfern rein (wenn er betrunken ist, wird er beim tragen eh keine hilfte sein, da gibts höchstens stürze).

    klingt aber auch nach unentschlossenem rumgeeier und dich warmhalten.

    versuch hier ruhig "laut zu denken". vielleicht hilft es dir die optionen mal durchzugehen.

    hi lila blau,

    ich war auch so ein Kind, daß dauernd gehört hat, daß die mutter am liebsten die koffer packen würde. Um dann hinterherzuschieben, daß sie das aber nicht macht, wegen der kinder. dabei hat sie wahlweise geweint, oder auch geschrien. Ja sie war verzweifelt, und sie hat das offen kommuniziert. Am liebsten ihrer tochter gegenüber. Ich habe so oft eine wahnsinnige wut und ohnmacht gefühlt, und konnte NICHTS machen. nur ertragen, und dabeizusehen, wie alle es ertragen und einfach nichts machen. Solche gespräche wie du sie gerade führst, richten immensen schaden an. deine kinder werden sich für dich verantwortlich fühlen, daß es dir besser geht.

    Triff entscheidungen. überlegungen dazu bei den kindern zu lassen überfordert sie. sie sind kein gegenüber. auch wenn sich das vielleicht so anfühlt.

    Ich brings zum Teil auch, um zu verdeutlichen, wie vergebens der Kampf der Angehörigen dagegen ist.

    Mal von der CO Seite. Der Kampf wie du ihn nennst, ist ja oft das verzweifelte Bemühen, die Familie, oder Beziehung zusammenzuhalten. Bestärkt dann oft sogar noch von Institutionen, die das Kämpfen um den anderen noch begrüssen, oder einem Tipps geben, die nicht das eigene Empowerment stärken, sondern auch nur um die rettung des alkoholikers kreisen. selbst erlebt. Oft wird gar nicht wahrgenommen, was angehörige da eigentlich durchmachen, und das sie selbst hilfe, entlastung und distanz benoetigen.

    Mir fällt, neben dem was schon geschrieben wurde noch das hier auf:

    Ich weiß ihr habt alle recht, und

    auch ich weiß das ich ein Leben an seiner Seite nicht mehr möchte.

    den satz zieh ich mal auseinander, ich finde du kannst ihn ruhig getrennt betrachten. du willst kein leben mehr an seiner seite, Du! Fokussier dich darauf. Ob wir recht haben, ist zweitrangig, du bist die Mitte von der alles ausgeht! Wo du bist ist vorne.

    Seins

    Trinken oder nicht trinken, kann nur er beantworten. genausowie seine arbeitslosigkeit, und was alles sonst noch mit ihm los ist. das ist seins. Lass es dir nicht wieder aufschultern.

    Deins

    Was mit dir passiert ist, das du ihn vermisst, trotz des ekels. dir hoffnung machst, deine gedanken sich um ihn drehen, trotz des destruktiven verhaltens.
    Das sind ja gefühle und widersprüche in dir, die du bearbeiten kannst. Du hast ja außerdem noch dein Kind. Wie kannst du euer Leben wieder luftig und schön gestalten? Und was kannst du konkret machen dafür? Nummer loeschen oder blockieren? Seinen Namen 100x auf ein Blatt schreiben dann verbrennen? Irgend ein Ritual was du dir ausdenken kannst um ihn von dir abzustreifen, vielleicht hast du andere Ideen.

    Lieben Gruss

    Grau finde ich deine Zeilen gar nicht liebe Alexa. Ich lese auch immer gerne bei dir. Kenne aber das Gefühl, hier nur zuschreiben, wenn was vorgefallen ist. Im guten oder schlechten, oder zumindest was, was einen genug bewegt, daß es die worte wert ist. Aber das liegt auch ein gutes Stück an mir selbst. Ich bin streng mit mir, vielleicht du auch mit dir...? Dabei ist das Aufschreiben von dem was gerade alltag ist auch hinterher so hilfreich, so gehts mir jedenfalls, wenn dann ganz viel auch einfach schon wieder vergessen wurde, und ich mir das noch mal durchlesen und so wieder bewusst machen kann. Und wieviel Schritte doch schon gegangen wurden, auf die du stolz sein kannst.
    Also bleib dran liebe Alexa und schreib ruhig öfter. Du wirst gelesen!
    Lieben Gruss

    Er macht sehr viel mit sich selbst aus, leider, wie ich finde, obwohl er eigentlich ein sehr intelligenter und gebildeter Mann ist, aber deswegen ist er auch an dem Punkt bzw. in dem jetzigen tiefen Loch, wo er immer schwerer wieder raus findet, umso länger ich ihn bei mir lasse (dulde).

    Da bleib ich dran hängen. Ich habe das auch sehr lange als negativ empfunden, wenn ich das gefühl hatte ausgeschlossen zu werden. Grade denke ich aber, erst mal spricht nichts dagegen dinge mit sich selbst auszumachen, wenn das denn auch passiert. Ich bin mir nämlich grade nicht mehr sicher, ob das was ich früher für ein Mit-Sich-Selbst-Ausmachen gehalten habe, nicht eher ein Verdrängen war. Daß ich instinktiv gespürt habe, das das nicht zielführend sein kann. Da wo es weh tut, einfach nicht mehr hinzuschauen und abzuwarten, bis es von alleine weggeht. Wie nimmst du das wahr?
    Das zweite was sich für mich daran knüpft ist, was würde sich ändern, wenn er seine themen mit dir teilen würde? Die Sucht wäre ja noch da, und ist ja sein alleiniges Thema. Oder Süchte. Er kifft ja auch noch. Also seine Untiefen sind seine.
    Du schreibst, er findet immer schwerer raus, je länger du ihn duldest. Wo siehst du da den Zusammenhang?

    Was macht es mit dir und deiner Kraft, wenn du ihn immer länger duldest?

    Er meinte selbst zu mir, dass es auch sein kann, dass wir dann getrennte Wege gehen

    Wieso ist er derjenige, dem du darüber die Entscheidung überlässt? Da würde ich ansetzen. Viel zu viel bei ihm. Da lässt du dich ins Wartezimmer abschieben.

    guten morgen svenja

    alles in allem liest sich das doch sehr gut bei dir. das hin und wieder einknicken, oder nach einer guten woche wie du schreibst, plötzlich wieder von traurigkeit eingeholt zu werden ist doch auch ok. liebeskummer nagt an der seele, viel wird sicher auch in der nacht verarbeitet, im schlaf, dazu passt

    Und dann plötzlich steh ich auf, bin unruhig und aufgewühlt, eine Welle der Traurigkeit erfasst mich und der Ungläubigkeit. Ist das alles wirklich passiert? Keinerlei Kontakt, keine Ahnung wo er ist, wie es ihm geht. Hat er schon die nächste?

    du bist doch mitten im verarbeitungsprozess. die trauer muss ja durch dich durch, sie fällt nicht einfach so von einem ab, so habe ich das immer empfunden. und gerade "fütterst" du dich ja mit eindrücken seines instaprofils. du schreibst, es ist wie in seinem gehirn herumlaufen (so öhnlich hast du es ausgedrueckt oder?). bilder, videos, was auch immer du dann da siehst, kann eine starke wirkung haben. in kombination mit dem blockieren auf allen kanaelen ist das ne ganz schöne spannung die sich da in dir aufbauen kann. zum einen

    Keinerlei Kontakt, keine Ahnung wo er ist, wie es ihm geht.

    Das nicht wissen. Aushalten, daß er nicht mehr da ist. sachen zurückgeben, schlüssel loswerden, all diese physischen dinge die du tust, um etwas abzustreifen, was dich ja auch krank gemacht und belastet hat.

    und dann

    der insta-gang in sein gehirn... das ist ein heftiger cocktail für die seele, so liest es sich zumindest. Irgendwie passend, daß neue posts bei social media dann auch noch "feed" heissen. das muss dann erst mal verdaut werden. wie ordnest du das für dich ein?

    für mich haben die co muster auch ganz viel mit loslassen zu tun. und das ist ein prozess. du hast schon ganz schön viel geschafft, das ist doch erst mal super. instagram loeschen ist vielleicht eine maßnahme die leichter geht, als nicht auf sein profil schauen. geht mir zumindest so. wenn ich merke, ich nutze eine app zuviel, loesche ich sie lieber, als mir vorzunehmen, sie nicht zu benutzen, irgendwie muss ich mich da selbst austricksen.

    wuensch dir alles liebe und einen schönen tag

    koda