Beiträge von koda

    Hi laura, ich hab auch lange in einer emotionalen abhängigkeit gesteckt. Über jahre. Was ich dann nach jahren mal gemacht habe, in einer phase wo ich echt wütend war, wie ich mich habe behandeln lassen, war einen text zu schreiben aus seiner perspektive über mich. Ich habe diesen text neulich mal wieder gefunden, hatte schon sehr viel davon vergessen. Es war erschreckend, das noch mal zu lesen, was ich aus liebe, oder was ich dafür gehalten habe - alles ertragen habe. Und wieviel davon schon wieder gelöscht war. Gottseidank gibt es stift und papier, oder computer, was immer du wählst um für dich festzuhalten, was du nie wieder haben willst.

    Und koks auf d waschmaschine? Ein nogo, wieso vieles sonst was dein xy sich rausgenommmen hat.
    Putzen tut aber sicher auch gut. Mach dir laut Musik an (ist das dein Ding? Mir hilft sowas) und dann Stück für Stück dir die Bude und dein Leben zurückholen.

    Guten morgen ihr lieben,

    ich möchte mal wieder was im offenen loswerden, weil ich glaube, daß das womöglich auch anderen Cos hilft. Ich habe nach vielen Monaten xy wiedergetroffen. Er trinkt nicht mehr, das ist toll, für ihn. Und es tut auch unserer freundschaft gut. Es fühlt sich gut an, ein gespräch miteinander zu führen, ohne, daß er gleich aufspringt, um im nebenzimmer den wodka nachzuschütten, weil er sonst nicht mehr funktioniert. Oder über die Maßen emotional wird. Da hatten wir ja eine ziemliche odyssee hinter uns, und ich schreibe wir, weil in der zeit ich sehr viel an seiner seite war, um ihn zu unterstützen.

    Was mir jetzt bei unserem Wiedersehen allerdings auffiel, ist, daß seine baustellen immer noch da sind. Das hier immer wieder angeführte Nur Trinken reicht nicht hatte ich die Tage ziemlich klar vor Augen. Es hat mich auch traurig gemacht, daß er nachwievor wie ein Hamster - @jump - ja noch einer, im rad hängt, und immer noch, immer wieder sich so sehr im kreis dreht. keine hilfe will, (psyche schwer angeschlagen, depression immer noch voll da). Ich hab ihn nicht mit hilfsangeboten bombardiert, keine nummern rausgesucht etc. Meine Erkenntnis aus diesen Tagen ist, auch bei allen anderen Lebensthemen kann jeder nur sich selbst helfen, VORALLEM wenn keine Hilfe gewünscht ist. Nun ist es eine Sache, das dauernd zu lesen, - oder sich selbst vorzubeten - eine andere es zu spüren. Gespürt habe ich den gleichen immensen inneren Widerstand zu kapitulieren und zu sagen, ja ich brauche hilfe, ich komm nicht weiter, wie in der Zeit als er noch getrunken hat.

    Den gleichen Widerstand vielleicht, den ich an den Tag lege, wenn an mich gutmeinte Ratschläge herangetragen werden - gegen die bin auch ich heute noch allergisch. Es muss schon ein ganz bestimmter Ton getroffen werden, daß ich nicht denke, halt dich zurück, du hast keine ahnung was in mir vorgeht. Und Widerstände lassen sich nun mal nicht wegrationalisieren. Sie produzieren Ärger, Frust, Gegendruck.

    Gestern dann bin ich alleine ins Kino. War sehr schön. Koda mit Koda!!

    Habt einen schönen Tag!

    Liebe Aurora,
    deine Geschichte ist auf so vielen Ebenen so ermutigend. Sie zeigt nämlich, daß auch nach einer Ewigkeit der Absprung noch möglich ist, und ein zufriedenes Leben der Selbstbestimmung folgen kann. Ich lese so gerne von und bei dir, und danke dir für deine rückhaltlose Offenheit. Und deine Arbeit hier, wie von allen Mods, das ist ein Riesenschatz!

    Ganz liebe Grüße

    Ach wichtelmama, ich versteh dich gut. Weißt du aus deinen Zeilen spricht immer noch die Hoffnung, daß es doch noch mal "wird".
    Aber wenn man mal bei dem Pensum ist, wird nichts mehr einfach so.
    Wenn es mies läuft, dann begrabt ihr ihn irgendwann.
    - Sich problemlos sehen ist da auch nicht mehr drin. Merkst du doch jetzt schon, daß das nicht geht. Eben weil er so unberechenbar ist. Ich hab die Tage öfter mal an dich gedacht. Ob du auch verharren würdest, wenn es die Kinder nicht gäbe, oder ob du dann sagen würdest "hey wir sind nicht mehr zusammen - ich will daß du ausziehst". und wenn man das weiterdenkt, (weiss nicht wie du das für dich siehst), dann wären ja die Kinder der Hauptgrund, daß er noch da ist. - So hab ich das in meiner kindheit erlebt. hab ich dir bestimmt schon mal geschrieben. Meine Mama blieb wegen uns kindern.
    Im Detail lassen sich Situationen ja auch nicht wirklich vergleichen, aber es ist schon erschreckend, wie viele Parallelen es dann doch gibt.

    Was ich im oberen Post geschrieben habe, mit dem Würgen und Hallus und sowas, das denke ich mir nicht aus. Ich war dabei, hab gesehen, wie jemand drauf ist, dem das passiert. das hängt halt über euch wie ein damoklesschwert. weswegen so viele hier schreiben, raus raus raus da.

    es läuft eben nicht auf eine problemlose beziehung zwischen papa und den kleinen hinaus, sondern auf eine katastrophe.
    hast du noch anderweitig unterstützung? ich kann dir nur ans herz legen, such dir ALLE Hilfe die du kriegen kannst. nimm all deinen mut zusammen und verschließe deine augen nicht.

    dir eine umarmung.

    Du schreibst ja, das er ca 6 Jahre süchtig trinkt nach deinem Ermessen. Ein Körper steckt schon auch ne Menge weg, aber das wird nicht ewig gut gehen. Auch das solltest du auf dem Schirm haben. Er vergiftet sich ja täglich, das wird früher oder später dazu führen, daß er immer weniger funktioniert, sein Körper früher oder später kollabieren wird.
    Was ist wenn er dann mit den Kindern alleine ist? Vor ihren Augen zusammenbricht, würgt, zittert, blutet? Ohnmächtig wird, Halluzinationen hat. All das ist vorprogrammiert bei dem Pensum. Das ist die Realität.

    Es wird nicht bleiben wie es ist. Es wird SCHLIMMER werden. Alles eine Frage der Zeit. Nicht ob, sondern wann.

    Liebe Wichtelmama,

    das ist der Vater, den sie gerade erleben:

    Wenn er sie mal wieder anbrüllt, weil er Respekt verlangt, haben sie Angst und weinen.

    Auch mit einer Flasche Vodka intus.

    Der Mitbewohner trinkt momentan etwas mehr als eine Flasche Vodka in 24h, plus etwas Bier oder Wein.

    Der Mitbewohner ist wieder furchtbar angespannt und und lässt seine Laune raus.

    Er hat natürlich gleich aggressiv reagiert, die Medikamente wären schuld die er nimmt und ich sollte nicht so aggressiv sein und aufpassen wie ich mit ihm rede.

    Er ist wiederholt aggressiv gegen das große Kind vorgegangen

    In der Vergangenheit hat er mal gesagt, dass man Kinder dominieren muss.

    Jetzt trinkt er ja wieder und hat auch gar kein Interesse was anderes zu machen als im Bett zu liegen oder auf dem Sofa.


    --


    Seine Haltung dazu:

    Aber er will nichts ändern, also wird alles bleiben wie es ist.


    Und deine:

    Die Kinder brauchen einen Vater, den kann und will ich ihnen nicht wegnehmen.


    Dieser letzte Satz von dir liest sich wie eine Bestätigung dessen, was er auch will.
    Die Folgen für die Kinder (schreien, weinen, nicht mit dem Vater alleine sein wollen, Probleme in der Schule).
    Appelle an dich gibt es in deinem Faden genug. Aber wie auch schon beim Alkoholkranken ist es letztendlich bei dir zu kapitulieren.
    Momentan haltet ihr beide das destruktive System am laufen. Und es wirkt, Tag für Tag.

    Puh das ist für mich als EKA auch sehr schwer auszuhalten, das zu lesen. Dein kleines Kind geht doch noch in den Kindergarten oder? Schütteln, Schubsen (oder was auch immer das Rumsen war) ist Gewalt gegen Schwächere, die sich nicht wehren können. Noch nicht möchte ich fast schreiben, weil das was die beiden jetzt erleben, das ist für immer auf deren Lebensfestplatte gespeichert. Die Angst vor der Cholerik eines Elternteils kenne ich auch. Das Resultat war, daß ich ein sehr braves verängstigtes Kind war, und mein Geschwister aber irgendwann in den offenen Widerstand ging. Das Verhältnis wurde NIE WIEDER innig.

    Das mit der Wohnungssuche ist sicher sauschwer, ich wohne selbst an einem Ort wo die Suche danach abartig ist. Aber du meintest doch mal du kannst zur Not auch zu den Eltern. Was hindert dich daran, euch, vorallem aber deine Kinder aus der Situation rauszuholen, sie einfach nicht mehr dieser Gefahr auszusetzen?

    Durchwachsen schreibst du. Weil er zwischendurch liebevoll ist. Für mich war DAS Schlimmste: das ich kein Vertrauen hatte, wann das nächste Mal Cholerik sein würde. Die Grundsteine legt ihr ja beide. Er in dem er sich nicht im Griff haben kann oder will, er scheint ja diese schwarze Pädagogik auch noch vertreten, und du, indem du den Zustand verlängerst.

    Fakt ist, die Kinder sind immer noch phasenweise mit ihm alleine. Das, ums mal klar zu benennen, gefährdet ihre Sicherheit.

    Es gab so viele schöne, tolle Momente auf Foto festgehalten. Das hilft aber nix, wenn es vielleicht Abends oder anderen Tags wieder Chaos und Verzweiflung herrscht.

    Die gab es bei uns auch. Und ich würde auch nicht sagen, das die nix helfen. Weil das tun sie schon. Insofern hat dein Sohn doch auch recht, selbst wenn er dich mit seinem Tonfall nicht gut abholen konnte. Du hast deine Vergangenheit und er hat seine. Es gibt Überschneidungen, superviele bei Mutter und Sohn, gemeinsame Erlebnisse, und dann aber wahrscheinlich doch auch mehr als du denkst, was ihn einfach auch geprägt hat. Freunde, Schule, keine Ahnung was noch alles, er hat ja seinen eigenen Kopf, ein ganzes Universum an Erinnungen und Erfahrungen. Weiß ja nicht wie alt dein Sohn ist, vielleicht geht auch grade nix anderes als dir ein "Scheisse" hinzuknallen, weil das seine Art der Ablösung ist.
    Ich musste / wollte auch ganz viel mit mir selber ausmachen. Der Dialog birgt manchmal, für mich zumindest auch eine Gefahr, nämlich das zuviel von meinem Gegenüber sich über mich drüberlegt. Jenachdem wie sehr der Andere jeweils die Atmosphäre oder den Raum des Gesprächs einnimmt oder vorgibt, ist es gar nicht so einfach bei sich zu bleiben. Ein "Scheisse" ist dann wie gewaltsam das Fenster aufreissen um frische Luft reinzulassen.
    Ich habe die Gespräche mit meiner Mum oft so empfunden, daß ich da wenig Platz hatte. Hat sie sicher gar nicht beabsichtigt, und glaube es hatte auch vorallem mit mir zu tun. Mich zurückzunehmen, erst mal anzuwarten, abzuchecken, wie der Andere so drauf ist.
    Als ich auszog, hab ich das dann plötzlich auch anders haben wollen. Das an meinem ersten Freund ausgetestet. Mich Sachen getraut zu sagen, mir mehr Raum zu nehmen. Das war für den dann wiederum nicht gut auszuhalten, und hat seine Grenzen überschritten. War aber für mich so wichtig, mich zu befreien. Ich bin da aber in meinen Beziehungen oft von einem Extrem ins Andere gerutscht. Hab mich mal eher wie mein Vater, dann wieder eher wie meine Mutter verhalten. Also in diesen ersten Jahren nach meinem Auszug da war jedenfalls erst mal Freistrampeln angesagt.

    Wie gesagt, ich weiß wirklich nicht damit umzugehen. Ich versuche mich zu trösten, vielleicht heilt die Zeit ja doch?

    ich würde sagen ja, tut sie. Ich wollte jedenfalls ganz viel erst mal für mich selbst klar kriegen. Mich als mein Zentrum spüren, von mir ausgehen.

    Liebe Grüße!

    Ich setz mich mal für einen Moment hier dazu.
    Die Gefühle, die ich meinen Eltern entgegenbringe, haben sich über die Jahre verändert. Die Wut aus der Kindheit, als ich mich ihrer unseligen Konstellation so ausgesetzt sah, wurde aber über die Jahre immer tiefer vergraben. Als Erwachsene musste ich feststellen, daß ich sehr schlecht dran kam an die Wut. Manchmal denke ich, es gab wie so eine Art Kippunkt in der Kindheit. Als hätte ich es selbst in der Hand gehabt, und mich gegen bestimmte Anlagen entschieden, die eigentlich in mir hätten weiterwachsen sollen. Stattdessen bin ich eine andere ruhigere Version geworden, aber eher aus dem tiefen Wunsch heraus, anders zu sein, als sie. In Träumen kam die Wut dann manchmal wieder. Da hab ich geschrien, völlig entgrenzt. Weiß auch nicht ob das wirklich sinn macht, wie soll man als Kind entscheiden, wer man sein will. Vielleicht ist das auch nur die Geschichte, die ich mir über mich selbst erzähle. Aber das sind so Gedanken die mir gerade kamen, als ich die obigen Zeilen las.

    Es gab somit keine Aussprachen und auch keine Versöhnung.

    das ist doch ein entscheidender punkt. der konflikt laesst sich nicht loesen, weil weiter getrunken wird (problematisch für co), und weil weiterhin co ein problem damit hat (wiederum problematisch für den alkoholiker). die sucht ist ja die ganze zeit da, fordert ihren anteil, und steht auch immer zwischen aussprache und versoehnung. beim nächsten rausch, der kommt so oder so, geht alles von vorne los. und auf die enttäuschung über die folgen des rausches kommt der frust daß es ja schon wieder passiert. ob man es jetzt strafe nennt, oder ob es auch einfach nicht möglich ist, kannst ja nur du wissen. vielleicht auch eine mischform.

    mal aus EKA sicht. bei uns zuhause gab es viel streit. dissonanz. missklang. die interessen, erwartungen und wünsche von mutter und vater gingen gar nicht zusammen. mit einer ausnahme: wenn sie beide in der vergangenheit schwelgten und erinnerungen austauschten, die sie geteilt hatten als es noch gut lief. der regelfall war allerdings, sie wollte zuwendung, - zumindest war sie es die es formulierte - und hat es eingefordert. er wollte nicht, schwieg, und ging dann irgendwann in den keller um zu trinken.

    strafe klingt nach absicht abwehrhaltung nach ich kann nicht anders. vielleicht auch oft eine mischung daraus? das kannst ja wieder nur du für dich beantworten, die eigenen motive. ist bestimmt auch unterschiedlich je nach situation. hat sich ganz viel angesammelt, bin ich reizbarer und reagiere mehr weil ich nicht anders kann. bin ich mehr bei mir und habe mehr kraft, kann ich eine reaktion vielleicht auch mehr setzen (wütend werden, weil ich auch denke, das braucht es jetzt).

    ich finde zb, das haette sollte müsste nicht verschwendet, weil ich doch nur in der rückschau auch herausfinden kann, wo ich mich anders verhalten moechte, um mich selbst nicht wieder in eine ähnliche lage zu bringen und mich wieder so zu verhalten wie es mir nicht guttut.

    liebe grüsse

    Da habe ich komplett versagt, und ich sehe diese Dinge erst jetzt! Mir tut es für mein Kind unendlich leid, und es ist schwer diese Schuld auszuhalten.

    hi alexa, schuld aushalten das klingt nach ner mächtigen bürde. das hat mich an meine eigene mutter erinnert, sie hat oft gesagt, dass sie grosse schuldgefühle hat, sich entschuldigt. mir irgendwann auch einen brief geschrieben - auf den ich aber zu dem zeitpunkt einfach nicht antworten konnte. mich hat alles daran einfach nur noch mehr bedrängt. jetzt denke ich, sie hätte in der zeit auch einfach nichts richtig machen können, außer mir luft zum atmen zu lassen. Mitleid war auch das letzte was ich von ihr wollte. Eigentlich alles, was ihre Bedürftigkeit vor mir so ausbreitete, habe ich nicht gut ertragen.
    Bin da auch, wenn sich alles über die jahre mehr entspannt hat, auch immer noch ratlos was diesen punkt angeht. ich würde sie mittlerweile manchmal gerne sachen fragen, wie sie sich gefühlt hat, in der zeit als es ihr so schlecht ging, und wieso sie uns kinder immer so vorgeschoben hat um nicht ins eigenständige handeln zu kommen. mir wurde oft härte vorgeworfen, was mich wiederum in arge bedrängnis brachte. ich wollte ja nicht hart sein, aber so oft spuerte ich einfach nur einen fluchtreflex. wollte mit ihr über normale sachen, alltagssachen reden.
    mittlerweile bekommen wir das besser hin, wobei ich manchmal nicht weiß, ob sie sich wiederum total verbiegt, um meinen bedürfnissen mehr zu entsprechen.

    das mit der schuld beschäftigt mich aber auch immer wieder. schulden lassen sich abbezahlen, aber die art von schuld von der du schreibst ist ja keine die sich in dem sinn abtragen lässt. sie ist da einfach, weil alles schon passiert ist. nichts lässt sich rückgängig machen. vielleicht ist es auch eine sache des maßes. allein die sprache: komplett, unendlich, aushalten. Das ist ja so riesig aufgetürmt. aber vielleicht ist das so bei traumatischen erlebnissen, die türmen sich auf. und lassen sich dann auch nur stück für stück bearbeiten. wie bei einem riesenbaum, den man scheibchenweise abholzt, weil er sonst mit wucht jemanden erschlagen könnte.

    so und jetzt was ganz tolles, es hat geschneit.
    alles sieht ganz zuckrig aus


    liebste grüsse

    koda

    Ich WILL was ändern, aber das einzige was für mich zählt, ist dass es meinen Kindern gut geht und ich habe aktuell die Angst, dass es "nur mir nicht gut geht" und sie das alles gar nicht so empfinden wie ich und ich voreilig falsche Entscheidungen treffe.

    Wieso sollen sie das anders empfinden? Sie lesen dich doch. Sie lesen es in deinen Augen, sehen es an deiner Körpersprache. Sowie sie an Papas Augen und Körpersprache lesen, daß etwas nicht stimmt.
    Ich habe als Kind schon gewusst daß da etwas sehr im Argen ist, wenn ich auch keine Ahnung von Alkoholkosum hatte. Wenn meine Mutter geweint hat, habe ich sie getröstet, zugehört. Versucht stark zu sein, damit sie schwach sein darf.

    Ich wünsch dir von Herzen, daß du dein eigenes Wohl als ebenso wichtig erachten kannst wie das deiner Kinder.

    Liebe Sonnenschein,
    ich schlafe gut - das ist nicht immer so, und mein persönlicher Indikator, wenns nicht rundläuft.
    Und bin dabei, einige Altlasten zu bearbeiten. Was mich stolz macht -
    und auch ein bisschen beschämt. Wenn ich der Scham zuviel Raum gebe, oder mich ablenken lasse,
    fange ich an auf der Stelle zu treten, aber es geht vorwärts.
    Und ich fühle mich zuhause - zuhause. Das alleine ist schon toll und macht mich sehr dankbar.
    Wenn ich mein Innengefühl beschreiben müsste, dann wäre das, es weht Wind. Ich hab Luft unter den Flügeln.
    An manchen Stellen kleben die Federn noch zusammen, aber ich freue mich auf die nächsten Monate.

    Schön, daß es dir besser geht. Es fühlt sich so gut an, wenn Dinge sich verändern, weil man sie selbst angeschoben hat.