Beiträge von Momo2006

    Liebe Buymyselfflowers,

    Auch Ihre Akzeptanz kannst Du nicht erzwingen. Ich habe einen kompletten Kontaktabbruch bei meinem Ex durchgezogen. Das verstehen viele nicht. Nach dem Motto, jetzt kannst Du ihn ja wieder grüßen etc.

    Das können die Menschen so denken und mir auch sagen. Ich erkläre mich nicht mehr. Für mich ist klar, dass das nicht passieren wird. Ich mache das auch nicht, um ihm oder irgendjemanden zu zeigen wie ich standhaft bin, sondern für mich und meinen Seelenfrieden.

    Mir ist es egal, wie Andere das sehen. Sie können mir auch ihre Meinung sagen, das ist völlig okay, da ihre Sichtweise, meine Sichtweise ist einfach eine Andere.

    Und damit geht es mir erstaunlich gut. Kein Rechtfertigungszwang mehr.

    LG Momo

    Ich sehe es ähnlich wie Alex. Was soll sie machen oder was erwartest Du von ihr?

    Sie ist seine Schwester und ggf. Vielleicht in der gleichen Achterbahnfahrt wie Du. Es ist Ihre Entscheidung, wie Sie mit dem Thema umgeht sowie es Deine Entscheidung ist, wie Du damit umgehst.

    Alles erwachsene Menschen und Du wolltest mit Sicherheit auch nicht, dass jemand von Dir verlangt wie Du was zu machen hat.

    Beispiel zu den Freunden meines Ex. Ich meinte wenn er so weiter macht, dann wird er noch an seinem Konsum sterben (und da war ich noch verzweifelt). Die Antwort: Ja, dann ist das so.

    Du brauchst das konkrete Statement welches Du einforderst nicht. Du hast für Dich und Deine Tochter entschieden, dass das nicht das richtige Leben war. Darum geht es.

    LG Momo

    Hi Hartmut,

    ne einfach am Interesse. Ich kann halt nur für mich sagen, dass mir das Forum am meisten geholfen hat.

    Gerade die Antworten, welche ich nicht lesen wollte... Es gab einige Momente in denen ich trotzig für mich gesagt habe: So das war es mit dem Forum... Aber das waren eigentlich die Punkte, die den Nagel auf den Kopf getroffen haben.

    Aber ihr habt es ja gut erklärt. Jeder ist halt anders. Dem Einen hilft das Forum den Anderen eben nicht.

    Schönes Wochenende Euch!

    LG Momo

    Guten Morgen Zusammen,

    Ich glaube es wird Zeit meinen Titel zu ändern. Wäre das möglich?

    Vielleicht in: Ich war total hilflos, aber es geht weiter oder so ähnlich

    Und dann hatte ich heute Morgen noch den Gedanken, dass hier viele sehr verzweifelt aufschlagen und dann auf einmal wieder von der Bildfläche verschwinden. Irgendwie hat mich das heute Morgen beschäftigt. Ich finde das sehr schade.

    LG Momo

    Hallo buymyselfflowers,

    schöner Username. Mache ich seit der Trennung einmal in der Woche. Mir selbst schöner Blumen kaufen. Ist jetzt immer fest im Haushaltsbudget eingeplant.

    Zu den Red flags, kann ich nur sagen, dass ich sie bei meinem Ex eigentlich immer gesehen habe, mich aber schön selbst belogen habe, damit ich sie ausblenden konnte. Ich wollte sie nicht wahrhaben, da ich ja sonst eine klare Entscheidung hätte treffen müssen.

    Für mich ist es jetzt wichtig, dass ich daraus gelernt habe und mich und meine Bedürfniss nicht selbst verleugne. Ehrlich zu mir bin zu sehen was mir nicht gut tut und auch den Mut zu haben, Menschen aus meinem Leben zu entfernen.

    LG Momo

    P.S.: Ich habe am Anfang auch mal mit einer Krisenhotline (ich glaube es war vom Kreuzbund, oder so) telefoniert . Ich denke es war eigentlich für trockene Alkoholiker in Not gedacht. Aber egal, der Mann auf der anderen Seite hat sich Zeit für mich genommen und mir in aller Ruhe erklärt, was ich machen muss. Und das es keine Beziehung zu Dritt (Flasche) geben kann. Er selbst war trockener Alkoholiker. Diese Ruhe und Kraft, welcher er ausgestrahlt hat, war so gut in dem Moment. Die Erklärungen und auch Tipps waren im Nachhinein Alle richtig. Der Arme hatte ein heulendes Nervenbündel am Telefon. Da habe ich zum ersten Mal verstanden was es heißt Suchtkrank zu sein. Danach habe ich dann angefangen mich zu informieren.

    Hmmm, also mir hat es sehr geholfen den Charakter der Sucht zu verstehen. Das es derjenige aus sich heraus schaffen muss, etc. Die vielen Antworten und auch Erklärungen hier von der Seite der trockenen Alkoholikern. Ich habe meinen eigenen Gedanken ja nicht mehr getraut. Mir hat es geholfen, mich selbst auch immer wieder zu reflektieren, nicht wieder in alte Verhaltensmuster zu fallen. Auch gerade der Gedanke, wenn er mich richtig lieben würde, dann, etc. Das konnte ich hier sehr gut bearbeiten und auch mir dem Verständnis über die Sucht.

    Aber wie gesagt, so gehe ich mit allen Themen um.

    LG Momo

    Ich denke am Anfang habe ich erstmal versucht Alkoholismus und meine Themen zu verstehen. Das war für mich wichtig. Aber so gehe ich alle Themen an, welche mich bewegen. Mittlerweile und mit dem entsprechenden zeitlichen Abstand, arbeite ich an meiner Zufriedenheit. Aber bei mir kam diese Gewalterfahrung dazu und ich konnte Alles erstmal nicht greifen.

    Im Endeffekt habe ich für mich dadurch sehr viel zum positiven schon geändert.

    Also ja Linde, das Ziel ist es ein zufriedenes Leben zu führen unabhängig von dem Verhalten Anderer.

    LG Momo

    Guten Morgen Zusammen,

    Zu den Veränderungen im Gehirn bei einem nassen Alkoholiker habe ich am Anfang auch extrem viel gelesen.

    Einfach weil ich bei meinem Ex Partner dachte er wird dement, etc.

    Da muss ich Elly Recht geben. Das Gehirn ist zwar noch ein großes Rätsel für die Wissenschaft, aber es gibt schon einige Erkenntnisse wie das Nervengift Alkohol die Gehirntätigkeit einschränkt bzw. verändert. Zum Beispiel, dass der präfrontale Kortex (steht für logische Entscheidungen) bei einem schwerst suchtkranken Menschen wie abgeschaltet ist.

    Das kommt wieder, wenn rechtzeitig die Kurve in eine Abstinenz genommen wird. Es stand aber in der Studie auch, dass das bis zu einem Jahr dauern kann.

    Und wenn ich daran denke, wie es mir am nächsten Tag ging, wenn ich ma zu viel getrunken hatte... Da war ich nicht klar lebensfähig. Und dieser Zustand dann eigentlich dauerhaft, da stelle ich es mir schwierig vor sich mit etwas klar zu beschäftigen.

    Ich denke als Co ist man durch die emotionale Achterbahnfahrt anders nicht klar. Kann aber schnell einen Fuß auf den Boden bekommen, wenn man mal einen Schritt in die richtige Richtung macht.

    Weiß nicht ob ich mich jetzt verständlich ausgedrückt habe... Hatte noch keinen Kaffee..

    LG Momo

    Im Endeffekt ist es doch aber so, dass wir eigentlich wissen, was wir bei uns selbst ändern können. Ähnlich wie bei gesunder Ernährung. Ich weiß was gesund ist, was ungesund ist etc

    Ich denke die eigene Erkenntnis etwas verändern zu wollen und es dann auch zu tun, ist eigentlich Alles.

    Hartmut schreibt das doch immer so schön. Tun muss man tun (oder so ähnlich)

    LG Momo

    Hi NeuesLeben,

    Ich würde zum Vermieter gehen und mit ihm sprechen, dass er Dich ggf aus dem Vetrag rauslässt. Ansonsten würde ich einen Anwalt bei der Kündigung oder benötigten Unterschrift Deines Ex mitwirken lassen. Das ist echt eine blöde Situation. Sei froh, dass Du schon mal nicht in seiner Nähe sein musst. Das ist so ein bescheidenes Verhalten. Ohne Worte.

    LG Momo

    Hi Jump,

    Ultimative Buch Tipps habe ich nicht. Aber schau mal nach Gallus Bischoff und Anja Bischoff vom Universitätsklinikum Schleswig -Holstein zum Thema Mythos Co-Abhängigkeit. Oder beim ZI Mannheim, da gibt es einige Studienberichte.

    Ansonsten gibt es einige guten Studienberichte in den USA.

    Bücher wie Co-dependent no more sind für mich nichts. Es gibt noch in der Sucht gefangen. War aber auch nicht meins.

    LG Momo

    Ich habe nachgedacht und ich bin überzeugt, dass Co-Abhängigkeit KEINE Persönlichkeitsstörung ist.

    Nicht nur weil ich überzeugt bin, sondern weil ich medizinische Fachliteratur dazu gelesen habe. Es gab 2004 mal einen Ansatz dazu, welcher aber wieder widerlegt wurde, da vieles nur auf Statements beruht. Auch weil zum Beispiel bei Paaren, bei denen der Partner trocken wurde die "typischen " Verhaltensweisen des Co verschwanden. Zumal der Begriff Co- Abhängig grundsätzlich bei Frauen angewendet wurde und durch das Buch "Co- dependent- no more" verstärkt wurde. Die Autorin hat keine medizinischem Daten dazu verwendet.

    Dazu sind Persönlichkeitsstörungen nicht heilbar...

    Von daher halte ich diese Aussage als einfach falsch.

    Das wir an uns arbeiten müssen, ist klar. Aber diese Aussage Persönlichkeitsstörung halte ich für schlecht.

    LG Momo