Beiträge von Momo2006

    Scham und Schuld, ja...

    Mittlerweile geht es mir nicht mehr um Schuld. Ich bin immer noch auf meinem Weg. Verändere Dinge, lerne das Zauberwort Nein anzuwenden etc.

    Gesunde Grenzen habe ich wenig gesetzt in meinem Leben. Die Erfahrungen die ich jetzt so langsam damit mache, sind für mich gut.

    Ob ich vor der Beziehung schon ungesunde Muster hatte oder nicht, ist für mich gerade nicht mehr ausschlaggebend. Für mich ist es jetzt wichtig auf die Füße zu fallen und mein Leben wieder zu gestalten.

    LG Momo

    Liebe Jump,

    ich behaupte mal, dass ich den "Tiefpunkt" nach der Trennung hatte. In dem Moment in dem mir klar wurde, dass ich mich selbst verleugnet habe.

    Durch die die körperliche Gewalt,welche ich erfahren hatte, war ich ja erstmal wie in einem Schockzustand. Der einzige Unterschied diesmal war, dass ich es meinem engsten Umfeld erzählt habe.

    Als ich hier aufgeschlagen bin, dachte ich noch ich bekomme die Antworten, welche ich hören will. Als gäbe es ein Zaubermittel und Alles wird wieder gut. Erst hier habe ich erkannt, dass ich viel für mich ändern muss um glücklich zu sein, dass ich niemanden retten kann, dass es eben keine Beziehung mit einem nassen Alkoholiker geben kann, das ich mal auf meiner Seite schauen und reflektieren muss, was da so los ist.

    Hier hatte ich meinen "Tiefpunkt" oder wie vielleicht besser ausgedrückt meinen Wendepunkt. Und dafür bin ich dankbar. Die ehrlichen Antworten hier waren für meinen Weg der letzten Monate sehr wichtig.

    LG Momo

    Und noch ein kleiner (für mich schwierig zuzugeben) Beitrag:

    Und irgendwie habe ich mir wohl gefallen in dieser Rolle. Die starke, tapfere Frau, die das Alles erträgt und hinbekommt. Die, die ihn auf die richtige Spur bekommen wird, Alles regelt, etc. *Bravo*...

    Und das zuzugeben ist echt schwer für mich. Die Märtyrerin...

    Dafür schäme ich mich vor mit selbst.

    Liebe Jump,

    Ich bin viel zu spät raus aus der Beziehung, wohl oder übel. Wie viele Abende gab es, an denen ich dachte ich kann nicht mehr, ich will das nicht mehr, um mich dann wieder selbst zu belügen, dass es irgendwie geht. Oft mit dem Gedanken, wenn ich nur (abc). Ein häufiger Gedanke war auch, wenn ich es niemanden erzähle ist es auch nicht so schlimm, da muss ich ja keine Konsequenzen ziehen.

    Sogar beste Freunde meines Ex haben mich vorsichtig darauf angesprochen auf Verhaltensweisen meines Ex und das sie das nicht mitmachen würden. Komisch war, dass ich erst nach 2 Stunden Gespräch verstanden habe, dass sie mit Ihren Gedanken meinen Ex meinten und nicht mein Verhalten....

    Verkehrte Welt. Ich bin somit eines der schlechtesten Beispiele. Rückblickend betrachtet, bin ich jemanden hinterher gerannt, der mich immer wieder auch seelisch verletzt hat, um wieder seelisch verletzt zu werden

    Irgendwo habe ich mal gelesen: You can not go to the source of pain to heal your pain.

    LG Momo

    Liebe Api,

    Vielleicht ist das keine Theaterrolle, sondern DEINE neue Rolle, für DEIN neues Leben, indem DU Grenzen aufzeigen darfst, um DEINE Seele zu schützen und um einfach mal das Leben zu leben was DIR zusteht.

    Bleib stark

    LG Momo

    Wow. Da habe ich ja eine Diskussion losgetreten. Finde es aber auch gut.

    Mit "verletzen" habe ich nicht nur körperliche Verletzungen gemeint, sondern auch zum Beispiel, dass man durch die Sucht gar nicht wirklich zu 100 Prozent bei dem Anderen sein kann. Wenn meine Gedanken nur um ein Thema kreisen, geht das meiner Meinung nach nicht.

    Beispiel bei mir: Ich habe meinen Sohn nicht offensichtlich verletzt, war aber durch das viele Auf und Ab, Planungen die kurzfristig umgeschrieben wurden, etc. gedanklich nur mit meinem Ex beschäftigt und dadurch ist mein Sohn irgendwann "nebenher" gelaufen. Er sagt auch ich habe ihn nicht verletzt, aber ehrlich gesagt ist unser Verhältnis heute viel besser weil ich bei ihm bin und wirklich zuhöre wenn was ist. Keine anderen kreisenden Gedanken, Stress etc.

    Anderes Beispiel: Meine Mutter ist sehr starke Raucherin. Als mein Sohn auf die Welt kam und ich sie besuchte, wollte sie in Ihrem Wohnzimmer rauchen und ich sollte mein Kind im Gästezimmer "abstellen". Bin damals gegangen. Sie ist Herzensgut, aber die Sucht stand über Allem.

    LG Momo

    Hi Zusammen,

    Seit Tagen beschäftigt mich ein Thema hier. Irgendwo wurde geschrieben, dass jemand während seiner nassen Zeit niemanden verletzt hat. REALLY?

    Das lässt mich nicht los. Meiner Meinung nach verletzt jeder Alkoholiker sein Umfeld sowie auch jeder Co-Abhängige sein Umfeld verletzt, da eine Sache über Allem steht.

    Es sei denn es ist ein Eremit.

    Musste ich jetzt einfach nur los werde.

    LG Momo

    Guten Abend Ihr Lieben,

    habe heute mal wieder etwas (für mich) Gutes über Co-Abhänigkeit gelesen, was ich gerne hier teilen möchte.

    Als Co fragt man sich, warum hört der süchtige Partner nicht einfach auf. Warum zieht er nicht die logische Konsequenz?

    Wenn aber ein Ausstehender mal die beste Freundin/ Freund des Co's fragen würde. Würde die sagen:

    Sie trennt sich einfach nicht von ihm, obwohl es ihr so schlecht geht. Wann zieht sie endlich die logische Konsequenz?

    Und das Fazit ist, die Angst. Angst Konsequenzen zu ziehen.

    Der süchtige Partner hat Angst ohne Alkohol zu leben und der Co-Abhängige Partner hat Angst ohne den Süchtigen zu leben.

    Als verlange ich von dem Anderen Konsequenzen zu ziehen, bin aber selbst nicht bereit dazu meine eigenen Konsequenzen zu ziehen.

    War für mich ein Aha, deswegen teile ich es.

    LG Momo

    Liebe Ich,

    Du drehst Dich nur um ihn. Dir geht es körperlich und seelisch schlecht und Deine Gedanken sind nur bei ihm.

    Versuche doch mal den Blickwinkel zu ändern. Er ist erwachsen und ihn scheint es ja auch nicht zu interessieren, dass Du gerade am Boden liegst.

    Ich an Deiner Stelle würde erstmal in einem kompletten Kontaktabbruch gehen. Wie willst Du so wieder auf Dir Füße fallen?

    Er weiß was er zu tun hat, welche Hilfe es gibt. Du bist sowieso zu nah dran, um ihm irgendwie helfen zu können.

    Wenn er es schafft trocken zu werden, mit den richtigen Gedanken ( siehe hier im Forum), dann kannst Du immer noch wieder mit ihm reden.

    Aber ich an Deiner Stelle, würde mich da jetzt mal schützen und um mich selbst kümmern.

    LG Momo

    Also sorry, da würde ich aber den Arzt wechseln. Gibt ja auch natürliche Alternativen.

    Vielleicht auch gegen Deine Schlaflosigkeit. Schlafentzug wirkt sich ja auch negativ auf das Leben aus.

    Gibt es bei Euch in der Ecke eine Angehörigengruppe von Suchterkrankten? Das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit Unterstützung zu finden.

    Noch ein Spruch den ich mag: Wenn Dein Wasserglas halbleer ist oder leer, kannst Du niemanden etwas abgeben.

    LG Momo

    Hallo Ich,

    Ich lese schon die ganze Zeit mit, wusste aber nie was ich Dir hilfreiches schreiben kann.

    Auf der einen Seite verstehe ich, dass Du Dir viel Sorgen machst um ihn. Aber es wirkt auf mich als hättest Du durch die jahrelange Verbindung ein so hohes Stresslevel, dass Du gar keine Entspannung mehr findest, gefühlt keine klaren Gedanken mehr fassen kannst, wenn es nicht um ihn geht

    Zu Dir und Deinen Ängsten mit dem Arbeitgeber. Wenn man krank ist, ist man krank. Bräuchtest Du eine lebensnotwendige OP, würdest Du auch ins Krankenhaus gehen. Dein Arbeitgeber erfährt ja nicht den Krankheitsgrund.

    Wenn Du komplett zusammenbricht, ist Deine Tochter dann wirklich alleine.

    Deine Verantwortung ist nach Dir zu schauen. Ich kann Dir nur sagen, dass es meinem Sohn besser geht, seit ich mich um mich kümmere und dadurch aufgeglichener und ruhiger bin. Weil ich nämlich jetzt wirklich für ihn da bin. Auch mit meinen Kopf

    Dein Mann /Ex-Mann ist erwachsen. Du bist nicht seine Mutter.

    Ich wünsche Dir, dass Du es mal schaffst kurz innehalten und mal anzufangen nach Dir zu schauen.

    Auf dem Stresslevel könnte ich nicht mehr leben. Gehe zu Deinem Hausarzt und spreche erstmal mit dem. Und dann siehst Du weiter.

    LG Momo

    Ach liebe Mine,

    Das tut mir leid für Euch. Wobei ich es schon ein riesen Herausforderung finde, wenn Du die komplette Pflege für Deinen Mann zu Hause leisten musst.

    Ich wünsche Euch, dass es bald wieder aufwärts geht und hoffe Du nutzt die Zeit ein bisschen für Dich, um mal Deine Batterien aufzuladen. Wenn das eigene Wasserglas leer ist, kann man anderen nichts mehr geben.

    LG Momo

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    Da hat sich ja viel bewegt in meinem Faden. Finde ich schön, wenn mal solche Themen aufkommen.

    Mein Sohn sieht das Thema zwar kritisch, hat aber doch immer mal wieder eine Party mit seinen Jungs an der getrunken wird. Ich versuche dann immer wieder das Thema ein paar Tage später auf den Tisch zu bringen. Ruhig, damit kein Trotz entsteht und er auch das Gefühl hat immer zu mir kommen zu können.

    Die Tochter einer sehr guten Freundin wurde mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik eingeliefert und danach direkt in die Psychatrie, da sie im Vollrausch Selbstmordgedanken geäußert hatte. Sie ist 19. Sie fühlt sich nicht schön genug, nicht toll genug und hat sich anscheinend bei den Parties immer "Mut" angetrunken.

    Ich hoffe sie bekommt die Kurve und findet sich. Ist übrigens ein tolles Mädel in meinen Augen dazu noch sehr intelligent. Aber so hat jeder Mensch seine Themen.

    Ich kenne das von mir mit Anfang zwanzig. Nur habe ich relativ schnell erkannt, daß das nicht gut ausgeht, wenn ich so weiter mache und bin damals weit weg gezogen für die Chance eines Neustarts. Wir haben extrem viel Party gefeiert. Und da ich betrunken war und mich deswegen geschämt habe, habe ich dann bei der nächsten Party mir auch "Mut" angetrunken, um mich danach wieder zu schämen.... Ein Teufelskreis damals...

    Bin froh, dass ich damals das wirklich erkannt habe und es nicht mehr wollte. Sonst wäre ich mit Sicherheit abhängig geworden.

    Der Tochter meiner Freundin habe ich angeboten, dass sie sich jederzeit bei mir melden kann. Mehr kann ich nicht machen. Sie macht aber gerade in alle Richtungen zu und möchte sich nicht helfen lassen.

    LG Momo

    Das mit den schwierigen Sachen kenne ich. Ich habe mir das antrainiert. Eine große Sache (für mich große Sache) zuerst machen. Es einfach tun. Und oft stellt sich heraus, dass es gar nicht so schwer war. Und danach fühlt es sich einfach gut an, weil ich dann für mich feststelle, dass ich nicht handlungsunfähig bin, sondern es kann. Und wenn ich etwas nicht kann, frage ich nach Hilfe (das war und ist immer noch ein Lernprozess für mich)

    Du wirst sehen. Es wird Alles einfacher werden. Kleine Teilerfolge für Dich feiern.

    LG Momo

    Liebe Suse1,

    Im englischen sagt man coping mechanism dazu.

    So ganz stimmt es nicht. Der Grund ist jetzt die Sucht. Der Auslöser aber wohl die Vergangenheit.

    Es wird Dir aber nicht helfen, für Dich zu sagen, dass das der Grund ist.

    Er trinkt. Du leidest darunter.

    Nur er kann für sich das ändern.

    Du hast da keine Macht. Du hast aber die Macht darüber, Dich für Dich und ein gesundes Leben zu entscheiden.

    LG Momo