Beiträge von Momo2006

    Ich verstehe Eure Gedanken. Aber ich finde auch, dass nicht Alles Co-Verhalten ist. Ist es nicht natürlich den Wunsch zu haben, dass der Partner es schafft ein abstinentes Leben zu führen und nicht an seiner Erkrankung/Sucht zu sterben? Das wünsche ich mir auch von Herzen für meinen Ex-Partner. Die Angrenzung liegt dann doch in dem Bereich, dass wir Co's akzeptieren müssen, es nicht "heilen" zu können und nach uns zu schauen. Wir stecken halt emotional oft fest. Aber Alles als Co-abhängiges Verhalten zu deklarieren, empfinde ich nicht richtig. Die meisten Co's sind doch hilfsbereite Menschen, loyal und Macher. Das sind so gesehen ja keine schlechten Eigenschaften. Ich finde man kann sich als Co schon auf die Schulter klopfen, wenn man seine eigenen Muster erkennt. Ich klopfe mir heute auf die Schulter, weil ich immer noch abstinent bin von meinem Ex-Partner. Halte den Kontaktabbruch durch, auch wenn ich ihn vermisse.

    Nur so meine Gedanken dazu.

    LG Momo

    Eine Bekannte von mir kennt die "andere Seite" und meinte zu mir es gibt nur eine Entscheidung für Beide: "Leben oder Sterben". Sie sagte zu mir dann: " Man kann auch emotional sterben...".

    Und sie hat so Recht. Als Co muss man sich irgendwann auch entscheiden.

    Was toleriere ich nicht mehr in meinem Leben. Und was wünsche ich mir von meinen Leben. Ich finde das verliert man irgendwie aus dem Auge.

    Noch dazu meinte sie, das viel gesagt werden kann und ich dem nicht mehr trauen soll sondern auf die Handlungen der Person achten soll. Nach dem Motto: Taten sprechen mehr als Worte.

    LG Momo

    Hi Zusammen,

    irgendwie habe ich gerade Schei...Tage hinter mir. Ichvstecke irgendwie in einer tiefen Trauer und Enttäuschung fest. Kann Euch gar nicht sagen warum das gerade so aktuell ist. Ich fühle mich trotzdem, dass es für mich kein zurück gibt weggeschmissen.

    Kennt hier jemand soetwas? Und wenn ja, habt ihr einen Tipp für mich. Könnte endlos weinen.

    LG Momo

    Liebe RH,

    Ich denke mal, dass es normal ist, dass es Dir so gut. Ich verfalle auch immer wieder in sehr traurige Phasen. Es ist auch traurig. Was mir hilft, ist der Gedanke, dass ich

    1. Seine Sucht durch meine Anwesenheit nur verlänger und ihn damit schneller Richtung Sterben bringe.

    2. Das ich mir immer wieder versuche die Beziehung aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Was würde ich zu meiner besten Freundin sagen, wenn sie in so einer Situation wäre.

    3. Sport - auspowern.

    4. Laut singen

    5. Mein Haargummi am Handgelenk.

    Du machst das schon super!

    Ich hole heute Wandfarbe und streiche den Flur.

    Plus ich hole mir Frühlingsblumen.

    Es ist schwierig, aber wir schaffen das.

    Lasse den Kopf nicht hängen.

    LG Momo

    Hallo Ihr Lieben,

    Mein 18 jähriger Sohn war heute so reflektiert und hat mir mit seinen Aussagen so geholfen mein Gedankenkarusell heute (Warum, Wieso,etc..) zu durchbrechen.

    Er meinte:"Mama, dieser Mensch hat so viele Probleme mit sich selbst, er kann gar nicht an Dich und Deine Probleme denken. Er kann sich nicht helfen. Wie soll er da für Dich jemals da sein."

    Verrückt... Was ein Rollentausch heute.

    Er war nie stark in diese Beziehung involviert, da wir alleine wohnen und ich das ziemlich getrennt habe. Trotzdem habe ich doch auch Einiges bei meinem Sohn gut zu machen. Es gab ja wahrscheinlich doch Auswirkungen auf ihn.

    Wir haben heute für uns eine Woche Urlaub gebucht. Mutter und Sohn. Freue mich darauf.

    Eigentlich mag ich auch so Sprüche nicht, aber manchmal passen sie dann doch ganz gut. Eine Freundin hat mir nach meinem Drama folgenden Spruch gesendet:

    Wenn Du bereit bist, das Verhalten Anderer Dir gegenüber als eine Reflexion Ihrer Beziehung mit sich selbst anzusehen und nicht als eine Aussage über Deinen Wert als Mensch, löst Du Dich von dem Verlangen darauf reagieren zu müssen.

    Bin auch noch nicht zu 100% da angekommen, aber arbeite auch daran.

    Finde es toll, dass Du jetzt jegliche Hilfe in Anspruch nimmst! Du schaffst das!

    LG Momo

    Liebe RH, ich verfolge schon die ganze Zeit Deine Beiträge. Ich verstehe, dass es für Dich eine schwierige Situation ist. Aber von außen betrachtet ist das für Deine Kinder absolut kein Umfeld. Wie sollen sie jemals gesund erwachsen werden, wenn sie in einem derart manipulativen Umfeld aufwachsen? Wie sollen sie jemals Lügen von Wahrheit unterscheiden? Wie sollen sie jemals ihren eigenen Instikten trauen? Was sagst Du wenn Papa tagelang im Bett liegt? Wenn er tagelang verschwunden ist? Das ist kein gesundes Umfeld und sie können sich nicht entscheiden zu gehen. Sie müssen in dieser Situation ausharren, ob sie glücklich sind oder nicht. Ich verstehe das es schwierig ist zu akzeptieren und sich selbst einzugestehen was er mit Dir/Euch macht, weil man dann weiß, dass man eine Entscheidung treffen muss. Und diese Entscheidung ist hart. Aber vielleicht ist es auch die einzige Möglichkeit für Euch Alle, dass sich was ändert. Im Moment liest es für mich so, als wartest Du ein Wunder was anklopft und die Sucht Deines Partners abholt und Alles wird wieder gut. ... Hole Dir Dein Selbstwertgefühl wieder zurück! Du hast zwei Kindern das Leben geschenkt. Wie wunderbar ist das! Denke an Dich! Nehme das Steuer in die Hand. Als Mama hat man viele Kräfte die in einem Schlummern.

    Nutze alle Hilfe die Du bekommen kannst. Du und Deine Kids habt eineä schönes Leben verdient, weil Ihr es Wert seid.

    Ich hoffe meine Worte sind nicht zu hart. Veeschwende keine kostbare Zeit in der Warteschleife. Es ist doch so: Entweder er rafft irgendwann, dass es Euch nur ohne seine Süchtige gibt oder gar nicht. Und im Moment seid ihr bei gar nicht, weil er nichts ändert.

    Ich sende Dir mal ganz viel Kraft und Mut

    LG Momo

    Da stimme ich Dir voll zu. Ich denke manchmal das die persönlichen Veränderungen als Co parallel zum alkoholabhängigen Partner verlaufen. Ich denke auch, dass Alle Co's mit den ersten Schritten starten, weil man hofft der Partner erkennt dann seine Sucht. Eigentlich ist es doch so, dass man als Co erstmal weg muss vom Partner, wie er vom Alkohol. Das heißt für mich keinen Kontakt, keine räumliche Nähe etc. Und das fällt uns Co's genauso schwer, wie dem Abhängigen Partner vom Alkohol weg zu bleiben. Ich bin im kompletten Kontaktabbruch und habe "Entzugserscheinungen" . Es tut weh und ist schwer, aber da muss man durch. Sich selbst wieder finden, die Leere füllen, etc. Im Kopf weiß man Alles, im Herz kommt es nicht an. Das ist für uns Co's genauso harte Arbeit wie für den Abhängigen eine Trennung zum Alkohol durchzuführen. Ich wünsche Allen in der Situation die Kraft, den Mut und die Stärke Ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und wieder Freude zu empfinden, wieder in der Gegenwart leben und nicht in der Vergangenheit und nicht in einer fiktiven Zukunft mit dem evtl. trockenen Partner.

    Hallo Ihr Lieben,

    Hier mal ein kleines Lebenszeichen von mir....

    Kontaktabbruch besteht immer noch.

    Die Trauer ist immer noch da...

    Aber ich versuche so langsam auch mal wieder schöne Dinge zuzulassen.

    Trotzdem ist immer immer noch ein harter Weg. Mir selbst zu verzeihen, mich zu reflektieren, die Beziehung aus Adlersicht zu betrachten.

    Auch den gefühlten Verlust und die einfach nicht rückgängig zu machende Situation.

    Aber es geht immer weiter. Die Gedanken werden hoffentlich bald weniger.

    Habe mich sehr mit den Themen Co-Abhängigkeit Personalitäten auseinandergesetzt und woher die kommen.

    Habe herausgefunden, dass ich immer die Probleme von Anderen lösen muss und mir das dann irgendwie eine Erfüllung gibt. Heißt unterbewusst Suche ich mir wohl gebrochene Menschen, um sie zu "reparieren "...

    Jetzt muss ich lernen, mich zu reparieren und nicht meine Selbstbestätigung aus meiner komischen Identität heraus zu ziehen. Die zweite Aufgabe ist, mal herauszufinden wer ich eigentlich bin.

    LG Momo

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich hoffe es geht Euch gut. Ziehe immer noch den Kontaktabbruch durch. Auf der einen Seite schwer, auf der anderen Seite bin ich aber auch viel zu Stolz es zu ändern. Sehr ambivalent irgendwie. Trotzdem leide ich sehr. War heute bei meinem Frisör und auf die Frage wie es mir geht, liefen sofort die Tränen. Mittlerweile schaffe ich es wenigsten mich wieder zu beruhigen. Mein Kopf ist immer klar, aber wirklich im Gefühl angekommen, dass es vorbei ist, bin ich noch nicht. Ich versuche jetzt immer wieder eine Adlersicht einzunehmen. Was würde ich meiner besten Freundin raten in so einer Situation, etc. Dieser unendliche Schmerz, der da ist,ist manchmal kaum zu ertragen. Aber es ist auch der Schmerz sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Leider kann man oder ich halt nicht einfach einen Schalter umlegen.

    Liebe Grüße Eure Momo und Danke, dass Ihr da seid🩷

    Habe heute ein gutes Video von Nie wieder Alkohol zum Thema Co Abhängigkeit angehört. Da wird von dem Seitenbetreiber super erklärt, wie er in der Sucht gedacht hat und das Du ihn nicht retten kannst. Video heißt glaube ich : Co-Abhänigkkeit verstehen (Auf dem Bild zum Video steht: Du kannst Niemanden retten).

    Geht nur knappe 15 Minuten. Aber hilft Dur vielleicht.

    LG

    Hallo Zusammen, mir geht es ein bisschen besser. Zumindest bin ich nicht mehr ganz so antriebslos... Seit zwei Tagen getraue ich mich auch mal, hier die Einträge von Anderen richtig zu lesen. Vorher wollte und konnte ich das nicht. Die Situation zu akzeptieren fällt mir vom Kopf her immer noch schwer, bin aber stolz auf mich, dass ich den Kontaktabbruch durchziehe. Seine Mutter habe ich auch gebeten, sich nicht mehr bei mir zu melden.

    Liebe Grüße Eure Momo