Beiträge von Lila77

    Was mir bei zu deiner Geschichte einfällt, liebe Felicitas sind mehrere Punkte:

    1. Immer, wenn du da warst hat er nicht getrunken - warst du weg, fing er an, da denke ich stark, das er einfach ein Alkoholproblem hat, was er ausgelebt hat, als du nicht da warst. Das hat nichts damit zu tun, das er einsam war. Wenn er wirklich ein Alkoholproblem hat und das tiefliegend ist, hat er nur für dich still gehalten und allein das die Sucht ausgelebt, weil er es brauchte - das Ganze hat aber nichts mit dir zu tun, das sind seine Probleme, die er nun versucht alleine anzugehen.

    2. Warum bist du traurig, wenn er gesund wird und sich um sich selbst kümmert? Warum depremiert dich das so? Er hat sich vorerst von dir getrennt, dennoch habt ihr Kontakt, was bedeutet das er im Endeffekt eine Auszeit für sich nimmt um an sich selbst zu arbeiten und weg vom Alk zu kommen. Klar, kann ich auch nachvollziehen, das dich das runter zieht und er ohne dich nüchtern zu sein scheint - aber ist es nicht wunderbar, das er seine Probleme erkannt hat und daran arbeiten will?

    3. Eine Trennung ist immer unschön, vorallem für den Verlassenen, wo die Welt plötzlich Kopf steht. Allerdings, wie du hier im Forum zugenüge lesen kannst, ist eine Beziehung mit einem Alkoholerkrankten ohne Krankheitseinsicht nichts Positives und wirklich kein Dauerzustand. Das macht einen selbst als Co-Abhängigen krank.

    4. Es ist sehr gut für ihn, wenn er wirklich an seiner Erkrankung für sich selbst arbeitet, denn es ist SEIN Problem, SEINE Sucht und nicht deine. Für dich verständlich schade, das er nur ohne dich diesen Weg für sich jetzt geht, aber gleichzeitig ist es für ihn der Weg zu sich selbst zu kommen und Zeit für sich zu nehmen. Ihr steht noch in Kontakt, weshalb er mit dir als Person nicht endgültig abgeschlossen hat und dich immer noch an seinem Leben teilhaben lässt und noch vorsichtig gesagt "respektvoll" mit dir um geht. Auch wenn es merkwürdig ist, das er sich erst trennt und immer noch mit dir in engem Kontakt steht, das müsst ihr für euch sehen, ob das so gut ist oder ob es vorallem für dich besser wäre auch mal eine Auszeit für dich selbst zu nehmem, vorallem wenn du dich als Co-Abhängig bezeichnest und selbst zur Ruhe kommen musst. Lass dich auf alle Fälle nicht von ihm warm halten oder ausnutzen und rede dir auf keinen Fall irgendein schlechtes Gewissen ein - es ist seine Sucht, sein Verhalten und du kannst da ob in einer Beziehung oder nach einer Trennung wenig machen.

    5. Genau und jetzt kommst du: Wieso warst du mit einem Alkoholabhängigen zusammen, warum hast du sein Verhalten die lang Zeit toleriert und warum fühlst du dich jetzt so schlecht? Weil er dich verarscht hat oder weil du sein Verhalten zu lange mitgemacht hast, ohne an dich zu denken, was es mit dir macht? Du leidest sehr unter der Frage, warum er ohne dich seit ein paar Wochen nüchtern ist, das wissen wir hier leider nicht, vllt weil ihm die Sauferei selbst nicht mehr gut tut? Oder weil er's dir nur so verkauft und er immer noch trinkt oder oder

    6. Was kannst du jetzt machen, um die Trennung zu verarbeiten? Sei mal ehrlich zu dir selbst, welche Gefühle hattest du in der Beziehung und was vermisst du jetzt plötzlich? Was kann dir jetzt wieder Kraft geben und beim Verarbeiten helfen? Was tut dir gut? Du solltest mal nicht an ihn denken, was er jetzt so macht, sondern dich wieder an 1ste Stelle stellen. Was er macht und wies weiter geht, werden wir dir hier leider auch nicht beantworten können. Aber du solltest den Fokuss wieder auf dich richten und evtl, das entscheidest du, den Kontakt mal etwas distanzieren um für dich Klarheit zu bekommen.

    Das waren jetzt meine Gedanken, wünsche Dir alles Gute

    Mir tut es auch furchtbar leid, liebe Momo, das du Gewalt in der Beziehung erfahren hast. Das geht natürlich niemals und es ist wirklich unschön, das du solch ein Gespräch führen musstest. Ich will auch nichts verharmlosen oder runterspielen. Es ist nur leider so, das es immer Menschen geben wird, die das verharmlosen, sich auf die Seite deines Ex drängen, es seinem Lebensstil zuschreiben, ihn feiern. Die interessieren sich nur für das, was sie sehen und hören wollen.

    Mein Ex Partner war auch gewaltvoll, psychisch bei mir, körperlich bei anderen. Und jeder weiß, das er gefährlich werden kann. Wer hatte Schuld an der Trennung? Wer hat Schuld an seinem Verhalten? Wer hat Schuld daran das er so verkorkst ist? Ja, genau - Ich!? Ich habe alles von seiner Seite aus abbekommen. Ich habe Schuld an allem, obwohl er ewig schon Alkoholprobleme etc hat, schon Jahre vor mir. Aber es braucht einen Schuldigen für Alles, für sein Verhalten, für sein Leben. Und da ich ausbreche, ich nicht das tue was er will, ich mir nichts mehr gefallen lasse, ist der Schuldige doch leicht auszumachen. Auch für sein Umfeld. Er hat ja an nichts Schuld, der arme Junge. So und mit der Last soll man als Opfer jahrelang leben? Die Trennung längst geschehen, lebt der Ex einfach sein "verkorkstes" Leben weiter und man selbst hat Angst das jemand einen fertig macht, weil die Schuldumkehr perfekt beim Opfer wirkt und es wirklich verunsichert wurde. Und genau das ist der Punkt, an dem man sich distanzieren muss und anfangen muss das Thema innerlich zu beenden. Ich rede nicht mehr über die Beziehung, ich rede nicht mehr über das was war und was wäre. Ich habe Gewalt erfahren und auch andere durch ihn. Aber das interessiert niemanden und auch wenn ich Gehör dafür finde, möchte ich persönlich nicht mehr darüber im Außen mit Personen sprechen, die nicht verstehen was ich erlebt habe, die sich weder einfühlen, noch das Wissen haben, zu was ein Mensch, der obendrein noch nasser Alkoholiker ist, alles in einer Beziehung fähig ist. Ich bin nicht hier um immer wieder zu erklähren, was mir passiert ist und das ich an der Beziehung bis heute leide und mich bei Hans und Franz auf der Straße rechtfertigen muss für die Beendigung der Beziehung, solche Menschen haben keinerlei Recht auf irgendeine Antwort von mir und ich bin niemandem was schuldig. Wenn jetzt jemand zu mir sagen würde "Stell dich nicht so an, der ist doch voll der liebe Mensch, du musst ihn halt besser behandeln", würde es zu keinem Gespräch mehr kommen. Früher hab ich mir das echt angetan, mich wirklich schuldig gefühlt und nachgedacht, fertig gemacht um später wieder an den Punkt zu kommen, das ich unbedingt aus dem Ganzen raus muss und mich von meinem Ex einfach nur noch mehr distanzieren muss und von all den Leuten, die mit ihm zu tun haben, den es wird immer jemanden geben, der alles verharmlost und mir wieder und wieder die Schuld gibt, sei es das mein Ex mich weiterhin so schlecht redet, das sein Umfeld doch wirklich glaubt, das ich die Böse bin, nur damit er an seinem Lifestyle nichts ändern muss und er das Opfer bleibt - sonst scheint der Alk auch nicht so zu schmecken, so ohne dieses ganze Selbstmitleid.

    Das Außen denkt oft, so habe ich es erlebt, wenn es Gewalt in einer Beziehung gab, das man sofort als Opfer die Beziehung beendet, sofort Maßnahmen ergreift, Polizei, Anzeigen... Und wenn das nicht ist und man länger abwartet, weil Gewalt und Angst in der Beziehung ist, das es sofort verharmlost wird, nachdem Motto "So schlimm war es doch nicht, sonst hätte man sofort..." Das man als Opfer erstmal die Kraft und den Mut braucht aus so einem Gefängnis auszubrechen und für sich selbst gegen den Partner kämpft, sehen die wenigsten und hören doch zuoft der lauteren Stimme zu, die versucht ihre Macht und Stellung zu wahren. Es ist absolut nicht in Ordnung, das die Täter immer wieder mit der Vertauschung der Täter - Opferrolle durchkommen und das die Opfer nie zur Ruhe finden dürfen, egal wie lange eine Trennung her ist. Aber auch ganz wichtig ist, so ist es für mich persönlich - ich will aus der Opferrolle raus! Und nicht länger das Opfer von jemandem sein, der mich trotz der Beendigung der Beziehung nicht in Ruhe lässt, sei es durch Dritte, sei es durch üble Nachrede. Mir wurde etwas angetan und ich bin ehrlich zu mir selbst: Ich wusste damals nicht und mir war nicht bewusst zu was dieser Mensch fähig ist und ich konnte die Wahnsignale, die es gab damals noch nicht richtig deuten und ja, ich habe mir in dieser Beziehung Dinge angetan, die ich niemals verdiene und ich habe mich viel zu lange so schlecht behandeln lassen, weil ich dachte, das es mein Versagen ist und ich noch nicht stark genug war wirklich für mich selbst einzustehen. Mein Ex hat es geschafft, mich so zu manipulieren, das ich niemals ihm die Schuld gebe oder gegen ihn aggiere und er hat am Ende alles getan um selbst das Opfer zu sein. Doch ich war nie Täter und will auch kein Opfer mehr sein, also verlasse ich den Raum der Vergangenheit und gehe heute in einen Neuen, mit anderen Menschen und neuen Gegebenheiten. Ich habe mich verändert und mir wurde etwas Schlimmes in der Vergangenheit angetan, etwas das ich niemals mehr vergesse und ich den Rest meines Lebens als Narbe tragen werde, doch umso mehr bin ich stolz es soweit geschafft zu haben und mein Leben zurück erobert zu haben.

    Ich möchte hier keine Gewalt verharmlosen und es gibt Menschen mitdenen man darüber reden kann, die einem zuhören und einen verstehen, das wird nur leider niemals der Ex mit seinem Umfeld sein, da werden die Verletzungen immer wieder frisch, bis sie wirklich heilen können und viel schlimmer die vergangene Gewalt verharmlost. Lass dich nicht mehr auf solche Gespräche mit Leuten ein, die von nichts eine Ahnung haben und die dich angreifen. Zieh da Mauern, damit dir niemals wieder so etwas passiert und du weiter auf deinem Weg aus der Vergangenheit kommst.

    Ich denke nach einer (unschönen) Trennung, einer (schlechten) Beziehung ist es ganz "normal", das es 2. Seiten gibt. Die einen sind auf deiner Seite, deine Leute, die die Situation so sehen, wie du und dann die des Ex Partners, die natürlich auf seiner Seite stehen und dein Verhalten als Fehlverhalten deuten oder oder oder Meistens liegt das einfach daran, wer einem näher steht, da ist es plötzlich egal was vorgefallen ist und die Moral und der Respekt verschwinden.

    Dir muss egal werden, was die Leute über deine beendete Beziehung denken und sagen. Sie ist vorbei und darin noch rumzustochern bringt nur innere Verletzungen, die deine Wunden verzögert heilen lassen.

    Und natürlich stehen nasse Alkoholiker sich immer näher, als jemand der da nichts mehr mit zu tun haben möchte. Die können dich halt überhaupt nicht verstehen. Wenn nochmal so eine Situation kommt, einfach auch mal Stop sagen und das es zu dem Thema deiner alten Beziehung nichts mehr zu reden gibt. Es hat nicht gepasst, es gab gute Gründe die Beziehung nicht weiter zuführen und gut ist - auch das ist Selbstschutz, einfach das Gespräch zu beenden ohne emotional sich zu verletzen. Mach dein Ding weiter und lass dich nicht von solchen Aussagen einschüchtern. Dein Ex lebt auch weiter und macht was er will.

    Ich bekam auch keinerlei Unterstützung aus dem Umfeld meines Ex Partners nach der Trennung, obwohl sich das mischte mit meinen Bekannten und Freunden. Alle wussten und wissen was Sache ist, aber keiner hat je was gegen ihn gesagt, nicht die die Einfluss auf ihn gehabt haben oder sich für mich eingesetzt, das musste ich selbst tun. Die selbst noch in dem kranken Umfeld leben, kann man vergessen, da wird nie was Gutes bei rum kommen und alle andern halten sich raus, haben ihre eigenen Probleme und führen ihre Leben. Nüchtern betrachtet muss man einfach für sich selbst weiter gehen, auch wenn es noch weh tut.

    Super, das du einen neuen Schritt gegangen bist! Am Anfang fühlt sich Neues einfach auch oft falsch an, vorallem nach langer Zeit der Gewohnheit und des Misstrauens Neuem gegenüber.

    Es ist einfach wichtig, das du an deiner Situation, die für dich belastend ist Veränderung anstrebst und diese auch durchziehst. Du tust das für dich und gleichzeitig auch für deine Kinder, die sicherlich auch viel glücklicher wären, würde es ihrer Mama richtig gut gehen. Überlege dir mal ganz genau, was du dir vom Leben wünscht und wie es für dich (ohne deinen Partner und die Probleme) am aller Besten wäre. Einfach nur vorstellen - vielleicht ensteht dadurch eine ganz neue spannende Episode in deinem Film, von der du heute noch gar nichts weißt.

    Liebe Grüße & bleib dran! :)

    Manchmal braucht es einen richtigen Mutausbruch, in dem man viel für sich riskiert und auch verletzt werden kann, damit sich alte Gewohnheiten und Muster verändern dürfen.

    Ich habe damals auch im Schritttempo versucht etwas zu verändern, was zur Folge hatte, das ich ein paar "Ehrenrunden" drehen durfte, bis ich doch das Ende mit Schrecken, Schmerz, Wut, Trauer, Zweifeln wählte. Daraus entstand jedoch in kürzester Zeit eine enorm starke Mauer gegen die Sucht und das Verhalten meines Ex Freundes. Ich wurde stark und folgte meiner inneren Intuition und meinen Bedürfnissen mehr als all dem was mich so lange in einer schlechten Beziehung festhielt. Der wirkliche Schritt in die Freiheit und zu sich selbst kommt erst, wenn man bereit ist Risiko einzugehen und wenn man für sich selbst zu 100% einsteht.

    Im Nachhinein wird es egal sein, ob er Alkoholiker ist oder nicht und es ist auch nicht entscheidend warum du die Beziehung beenden/verändern willst - es geht um Dich und deine Gesundheit, die in dieser Beziehung leidet und das du dir das gefallen lässt, obwohl es dich krank macht. Steh für dich ein und ziehe und zeig deine Grenzen, erst dann kommst du dahin wo du hin willst.

    Entweder Provokation, nach dem Motto "guck ich trinke 0,0, wenn du vor hast zu gehen", ein Ausversehen, einfach Vergessen die wegzuräumen oder er hat sich gar nichts dabei gedacht und du machst dir einen großen Kopf, weil es anders ist als sonst. Er wird in seinem "Versteck" sicherlich noch mehr prozentigen Alkohol stehen haben. Bleib jetzt bei dir selbst und lass dich nicht von solchen Tricks & Ausversehens ablenken.

    Ich denke das du keine Angst vor der Sozialarbeiterin / dem Jugendamt haben brauchst, vorallem nicht, wenn du jetzt an der gesamt Situation arbeitest und sie änderst, das es für dich und dein Kind positiv weiter geht.

    Wenn du nichts änderst kanns natürlich passieren, das das Jugendamt gucken kommt und unschöne Dinge auf dich zu kommen, einfach weil die Situation mit deinem Mann so wie sie ist, nicht mehr tragbar ist.

    Herzlich Willkommen im Forum!

    Du bist auf jeden Fall niemals in der Verantwortung seine Alkoholsucht zu unterstützen bzw das er gesund werden kann! Das ist absoluter Quatsch, denn nur er selbst kann und muss an sich arbeiten, Entgiftung, Therapie... machen, um ein gesundes, abstinentes Leben gemeinsam mit euch als Familie führen zu können. Nicht anders herum! Ihr könnt ihm kein gesundes Umfeld "erstellen" und bieten, wenn er von sich aus nicht aufhören will. Und verbale Gewalt von einem Alkoholkranken ist absolut nicht zu tolerieren und überschreitet Grenzen. Jemand, der seine Sucht leugnet und sich weiterhin Tag täglich kränker macht, benötigt andere, professionelle Unterstützung und gehört nicht in euer gesundes Familienleben, ehe er sich nicht darum bemüht gesund zu werden und zu sein.

    Für deine Tochter ist jetzt wichtig, das du etwas an eurer Situation veränderst und das ihr euch schützt und raus aus der Co-Abhängigkeit als Angehörige kommt. Sei offen und ehrlich zu dir, das er ein Alkoholproblem hat und du und deine Tochter jetzt wichtig seid. Ihr könnt ihm die Sucht nicht abnehmen und nur für euer Leben neue und bessere Wege gehen.

    Liebe Grüße

    Liebe Mine,

    ich wünsche dir auch von Herzen das alles gut wird und Du glücklich wirst!

    Verliere dich nie selbst und sei eine gute, gesunde Mama für deine Kinder, das ist das aller Wichtigste! Gestalte dich und dein Leben nach deinen Vorstellungen und ziehe Grenzen gegen alles was sich falsch anfühlt. Du bist Angehörige eines Alkoholikers, dein Mann wird nun für immer Alkoholiker sein und du darfst dich nie vergessen. Der Weg wird steinig, vorallem in nächster Zeit. Aber es ist sein Weg, vergesse das auch nie. Leider hilft selbst die größte Liebe nicht gegen eine Sucht, jedoch kann dein Mann, wenn er an sich selbst arbeiten will und Hilfe annimmt, gesund werden. Mit der Vorraussetzung das es dir und den Kinder gut geht und ihr nie mehr durch seine Erkrankung leiden müsst und darauf musst du bei aller Liebe jetzt drauf aufpassen. Dein Mann wird seinen Weg gehen, so oder so. Komme du jetzt zur Ruhe, sorge gut für dich und deine Lieben, deine Kinder brauchen dich jetzt mehr denn je und ein verantwortungsbewusstes, gesundes Zuhause.

    Alles Liebe an euch & du bist eine unglaublich starke Frau!

    Er MUSS nicht lebenslang abstinent sein, sondern nur er WILL es sein.

    Ein langer Weg steht vor ihm und den muss er ganz für sich alleine gehen. Die Sucht ist trotz seinem Crash noch da und wird sehr wahrscheinlich ihn spötestens Zuhause wieder einholen, egal ob er aktiv trinkt oder nicht. Er ist noch ganz am Anfang von allem und er selbst weiß ehrlich gesagt selbst noch nicht was bald auf ihn zu kommt. Er hat sich jetzt schon beinahe tot gesoffen, das bedeutet das seine Sucht sehr sehr stark ist und das Verlangen und die Wichtugkeit nach Alkohol so hoch war, das es ihn fast umgebracht hätte. Ob das bei ihm tatsächlich Klick gemacht hat, wirst du erst im Alltag sehen. Momentan ist er immer noch in einer Außnahmesitustion im Krankenhaus.

    Und doch er kann was für seine Alkoholkrankheit. Ihn jetzt wie ein rohes Ei zu behandeln ist nicht richtig. Er hat sich bewusst entschieden Alkohol zu trinken, bevor es zur unaufhaltsamen Endlosschleife wurde. Für ihn war Alkohol sicher "normal" und wird es auch nach der Klinik rein psychisch noch sein, weil er es über Jahre so gewohnt war und das fest in seiner Einstellung gespeichert ist.

    Er muss nun ganz bewusst und für sich selbst die Entscheidung treffen, ein anderes Leben führen zu wollen. Da wird einiges auf den Kopf gestellt werden, weil es extreme Veränderungen für ihn sein werden. Eine lebenslange Abstinenz ist ein gesamter Lebensstil ohne Alkohol, der absolut lebenswert, gesund und bereichernd ist. Am Anfang werden da, wie die anderen es bereits beschrieben haben sehr viele Triggerpunkte auf ihn warten und er wird viel Zeit und Raum brauchen ein neues Leben zu beginnen, raus aus den alten Mustern, Blockaden lösen, sich selbst verstehen, gut zu sich selbst sein, neue Strategien ohne Suchtverhalten...

    Bleib du, liebe Mine immer bei dir selbst und kümmere dich immer um dich selbst und dein Seelenheil. Du kannst deinen Mann höchstens auf seinem Weg begleiten, da sein, aber niemals ihm etwas abnehmen oder ihm einen Weg vorgeben, den er gehen soll. Er entscheidet alles selbst und er geht seine nächsten Schritte und du deine. Er entscheidet für sich ob es sein Tiefpunkt war und er aktiv etwas unternimmt um gesund zu werden und zu bleiben.

    Liebe Mine,

    ich hoffe auch sehr für euch, das es sein Tiefpunkt, auch deiner als Co-Angehörige war. Was er tun wird, wird sich zeigen und ich wünsche ihm sehr, abstinent bleiben zu können und gesund zu werden. Für dich wünsche ich mir, das du niemals mehr in solch eine Situation mit deiner Familie kommst und du immer stark für dich und deine Kinder bleibst. Es liegt viel "Arbeit"vor deinem Mann und ich hoffe, das du trotz seiner Erkrankung dein Leben positiv weiter lebst und es nach deinen Wünschen und Bedürfnissen gestaltest. Du hast in diesen letzten 2,5 Wochen viel durch gemacht und viel gelernt und du weißt jetzt mehr denn je wo deine Grenzen sind und was einem als Co in Bezug auf die Alkoholkrankheit wiederfahren kann. Es kann plötzlich das ganze Leben zerstören und Langzeitschäden anrichten, die einen ein lebenlang nicht mehr loslassen. Stelle deine Grenzen auf, bleib immer bei deinen Grenzen und achte auf dich selbst und die Kinder, das der Alkohol niemals die Macht über euer Leben zurück bekommt. Dein Mann bleibt nun ein lebenlang krank, nun auch körperlich und auch wenn er jetzt die letzte Chance nutzt, hörst du bitte immer auf dein Bauchgefühl ob es geht oder nicht und passe auf, das du nicht wieder irgendwie in eine Abhängigkeit durch ihn gelangst. Das geht leider so schnell. Und halte nichts mehr aus, was du nicht willst, was gegen deine Werte ist und wo du dich gefangen fühlst.

    Ich freue mich für dich, das du optimistisch in die Zukunft schaust und trotzdem niemals deine Grenzen, dein Leben vergessen, du und die Kinder seit die Nr. 1 - dann hast du's wirklich für dich geschafft.

    Liebe Grüße!

    Das Schlimme dabei ist, das so eine Veränderung nicht nur Zeit benötigt, sie ist auch sehr anstrengend und vorallem auch schmerzlich, da man in so einem Prozess auch loslassen muss von Dingen, die einen doch viel bedeuten bzw einem nahezu lebenswichtig erscheinen. Emotional sind das ganz neue Hürden und neue Erfahrungen. Aber man lernt so viel über sich selbst und seine Stärken, die so wertvoll sind für das eigene Leben. Trennung oder Veränderung sind immer eine Schritt für Schritt Aufgabe und man geht auch manchmal zurück oder bleibt stehen, all das gehört zum Prozess dazu und du bist mittendrin und schon so weit gekommen. Gebe dir Raum und Zeit und lasse auch die negativen Gefühle und Gedanken zu, sie zeigen dir wo deine Grenzen sind und geben dir auch die Chance neue Grenzen zu ziehen. Der Weg ist das Ziel und du willst dich frei und unabhängig fühlen und das wirst du bald auch. Ich habe wirklich lange mich im Kreis gedreht, bis ich auf einmal ganh still und leise aus dem Kreis ging, ganz ohne Kampf und große Mühen, weil ich es einfach von Herzen wollte, auch wenn es weh tat einen geliebten Menschen sich selbst zu überlassen. Aber Verantwortung habe ich nur für mein Leben und ich muss auf mich selbst hören und nicht an jemandem festhalten, der mir so viel Negativität und Aussichtslosigkeit spüren lässt. Ich kann und brauche niemanden festhalten, der mich mit runter zieht. Und ich kann nur dann helfen, wenn meine Hilfe auch erkannt und wertgeschätzt wird. Und nicht wo mein guter Wille permanent mit Füßen getreten wird. Auf Dauer macht das auch den Co mehr als krank und unglücklich und du sollst niemals krank werden, sondern musst dich selbst davor schützen, für dich, deine Gesundheit und deine Wünsche. Du darfst wieder träumen und deine Zukunfg gestalten, du brauchst den ganzen Balast nicht mehr tragen, das muss dein (Ex-)Partner, der sich selbst nur noch in Kreisen bewegt und dich unter Druck setzt mit seiner Uneinsicht und Manipulation, dich weiter hin an ihn zu binden, damit er so weiter machen kann wie bissher. Er befindet sich in einer anderen Realität als du und da kann er nur selbst raus erwachen, da kannst du nichts tun, als dein eigenes Leben an Stelle Nr. 1 zu bringen. Du willst eine Beziehung auf Augenhöhe, die Beziehung jetzt wird so niemals fair dir gegenüber sein. Dafür müsste er was tun, nicht du. Du hast alles gegeben und jetzt bist du dran!

    Liebe Zabou,

    erstmal es gibt hier keine "Luxusprobleme" und du bittest um Unterstützung und Rat, wie alle anderen, auch wenn sie sich momentan in schlimmen Situation befinden, du für dich aber auch, da du dich gefangen fühlst und das Gefühl hast das es niemals endet.

    Ich kenne diese Endlossschleife von damals. Zwischen "Was muss noch passieren, damit mein Hirn endlich den Absprung schaffst?" und ich habe Angst, vor ihm, den Manipulationen, seinem Verhalten. Ich musste mir sehr viel Zeit geben und lernen gegen ihn Grenzen zu setzen, auch wenn es anfänglich sich völlig falsch anfühlte, weil er es mir so sogerierte, weil ich viel zu sehr in seiner Wahrnehmung hing. Ich selbst wusste nicht was falsch oder richtig ist, ich war einfach nur am Ende, total belastet durch ihn und weit weg von meinem Leben. Ich hatte einfach keine Kraft mehr für mich, weil seine Probleme mich auffraßen. Ich habe eine Zeit lang viel Meditationen gehört, die mich wieder positiv bestärkten und näher zu mir selbst zurück brachten und mich ganz viel mit Themen beschäftigt, die ich liebe und wo mein eigenes Feuer wieder zum Vorschein kam. Ich brauchte lange um den Absprung zu schaffen, aber jedes kleine Teil von mir selbst was ich mir durch damals schmerzlichen Abstand zurück eroberte, durch jedes Gespräch mit Freunden, durch meine Hobbys,neue Ziele und Pläne schaffte ich es Schritt für Schritt mehr Abstand zu bekommen, bis ich anfing wirkliche Grenzen inner und äußerlich zu setzen. Plötzlich kam der Tag an dem ich mich nicht mehr schwach gegen ihn fühlte und aktiv was gegen seine ekelhafte Manipulation tat - es wurde mir immer unwichtiger, was er "labberte". Ich wusste und spürte für mich immer mehr "lass ihn reden, lass ihn machen", ich mach mein Ding, ich lebe mein Leben, weil er mich runter zieht, sein Leben mich kaputt macht und er kein Recht hat mir meine Lebzeit zu stehlen. Ich hatte noch Gefühle für ihn, aber sein Leben war nicht mehr meins und ein gemeinsames Leben konnte nicht mehr wachsen. Irgendwann kam der Tag an dem ich ihm das sogar sagen konnte, direkt, ins Gesicht, das Schluss ist, das er nichts mehr in meinem Leben verloren hat. Das alles braucht Zeit und Mut und Wille, das man weiß was man nicht mehr will und was man nicht erdulden muss. Du hast es nicht verdient so schlecht behandelt zu werden und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, Abstand immer mehr Abstand, auch wenn es weh tut, auch wenn er es nicht will - es wird das Beste sein, was du für dein Leben tun kannst. In einem Jahr, in ein paar Jahren wirst du denken, wieso hab ich mir das Alles angetan und du wirst wissen das du stark bist und so stolz auf dich sein ea geschafft zu haben! Setze dich jetzt nicht unter Druck, du bist auf dem richtigen Weg und bleib jetzt bei dir und du wirst es schaffen dich weiter rauszukämpfen und mehr und mehr für dich einstehen, auch wenn es dunkle Tage dazwischen gibt, deine Entscheidung für dich und dein Leben hast du bereits getroffen und sie ist immer die Richtige!

    Liebe Aurora,

    deine Worte berühren mich, genauso wie der Faden aktuell bei Mine.

    Immer wieder taucht auch bei mir der Gedanke auf, das mein Ex auch vor diesem schrecklichen Schicksal steht und sehe dann bei Bekannten, die täglich "saufen" als wäre Alkohol das pure Leben, die Einstellung die allen anderen fehlt, mit Alkohol sind sie Alles. Ich werd richtig wütend, wenn ich solche Fotos im Internet bei denen sehe. Ich werde wütend, weil ihr Ego scheinbar am platzen ist, jeden Tag diese Trinkerbilder - ich werde wütend, weil sie alle nicht verstehen, was sie sich damit antun, das das krank ist. Aber gut, ich bin froh auch den Absprung als Co aus der alktive Phase geschafft zu haben und freue mich, das ich nicht mehr in solch Alkoholverharmlosen Kreisen schwimme und auch die Kraft, den Mut und den Willen, wie du sie hattest ein neues Leben beginnen zu können. Ich empfinde alles was du schreibst als Balsam für die Seele, da du so weise und gleichzeitig immer liebevoll schreibst.

    Alkohol ist und bleibt eine Droge, da hast du vollkommen recht und sie richtet nur Schaden an. Welcher Spaß ist es wert, das man sich so kaputt macht und anderen unendliche Sorgen, Kummer und Schaden bereitet? Jeder Mensch kann nur für sich selbst einen Weg finden bzw entscheiden ob er mit Alkohol glücklich wird. Auf Dauer ist Alkohol nie die Lösung, wie bei anderen Drogen auch. Ach ja, seit Mine's Beitrag denke ich vermehrt an meinen Ex Freund, den ich letztens unweigerlich in der Stadt sah. Er sah mich nicht, aber ich sah das seine Haut ganz merkwürdig aussah, ja total gräulich, dunkel, bräunlich. Und ich weiß ganz genau, das wenn sein Körper nicht mehr im Stande ist die Drogen irgendwie wegzustecken , er wird allein sein und niemand wird dafür sorgen, das er in eine Spezialklinik kommt. Seine Familie wird irgendwo anwesend sein, aber die wirkliche Hilfe wird da nicht kommen. Die empfinden Alkohol als normal, als fester Bestandteil, dem man nie die Schuld geben kann, Alkoholiker Familie, selbst wenn jemand aus deren Reihen daran elendig verrecken wird.

    Alkohol muss unbedingt ein anderes Image bekommen, das einer tödlichen Droge und nicht "Just for Fun" oder ohne Alkohol gehört man nicht dazu oder Alkohol braucht man um jemand zu sein ... Alles völliger Schwachsinn, aber genau das denken vorallem die Jugendlichen, das Alkohol zum Erwachsen werden dazu gehört, vorallem hier im dörflichen gehört das "Saufen" bis zum geht nicht mehr und das täglich zum Normalsten der Welt und ist ein totaler Lifestyle, DAS Hobby nach Schule / Arbeit. Das ist so traurig, so unvorstellbar, aber irgendwie brauchen das alle um mit ihrem Leben und sich selbst klarzukommen, ohne Alkohl geht wohl gar nichts und die wollen oftmals auch gar nicht in einer anderen Realität als ihrer eigenen leben.

    Liebe Grüße von mir und danke liebe Aurora für jeden deiner Beiträge!

    Liebe Mine,

    ich lese seit Tagen deinen Faden, der mich sehr berühert und ja, fassungslos macht und zu gleich nochmal die Augen öffnet, was Alkohol so plötzlich für ein totales "Chaos" bringt und wie schnell dann der Körper sagt, es geht nichts mehr, es war zu viel.

    Es tut mir so leid für dich, deine Familie... Schrechlich Ich danke dir sehr das du das alles hier mit uns teilst und hier bist du nicht allein!

    Ich glaube dein Mann will das alles nicht, was momentan mit ihm passiert, er will auch nicht sterben. Das Problem ist die Sucht, die ihn nicht loslässt, da kann leider niemand was dran ändern. Er kämpft ums Überleben, aber die Sucht ist stark und erstmal muss sein Körper das jetzt schaffen. Was danach passiert entscheidet er, er muss sich seiner Sucht stellen, er braucht professionelle Hilfe und Unterstützung um den Kampf gegen die Krankheit aufzunehmen und gesund werden zu können. Das wird kein leichter Weg für ihn, der aber machbar ist. Wenn er wieder körperlich gesund wird, wird er entweder zum Gegner seiner Sucht oder er wird wieder rückfällig, weil die Sucht stärker ist.

    Es ist ganz ganz schlimm, was Sucht anrichtiet und wie machtlos selbst der Süchtige ist.

    Jetzt ist erstmal wichtig, das sein Körper die Tortur übersteht, danach kommen Seele und Psyche.

    Du kannst leider nicht viel für ihn tun, auch wenn du alles für ihn tun würdest. Wichtig ist, das du dich jetzt stärkst, du musst für dich und die Kinder stark und da sein. Er muss diesen Weg momentan "alleine" gehen, es ist seiner und er ist in guten Händen, die Menschen im Krankenhaus werden alles tun, damit er überlebt.

    Und du selbst musst dich jetzt fragen, ob du selbst noch in der Co-Abhängigkeit bleiben willst. Du wirst einem Süchtigen nie helfen können gesund zu werden, so lange er es selbst nicht will und kann. Du kannst den Kampf gegen die Sucht nicht gewinnen, du wirst immer Außenstehende bleiben, es wird immer der alleinige Kampf deines Mannes bleiben. Du hast nur die Verantwortung für dein Leben und das deiner Kinder, so lange sie noch Klein sind.

    Es ist jetzt wichtig, das du Grenzen ziehst und das Leben lebst, was für dich Richtig ist. Momentan befindest du dich in einer Außnahmesituation und es ist klar, das dein Kopf ganz woanders ist, aber frage dich auch, was du im Leben willst und wie es für dich weiter geht. Entweder dein Mann wird gesund oder die Sucht ist stärker. Du kannst nichts dagegen tun. Wenn er gesund wird, abstinent bleibt und an sich arbeitet, wirst du einen neuen Menschen vor dir haben, einen der einen furchtbaren Kampf gewonnen hat - aber all das wird die Zeit und die Zukunft zeigen. Momentan ist doch nur wichtig das er überlebt und das es dir und deiner Familie so gut es geht geht.

    Entscheide immer für dich welche Schritte du gehst, höre auf dich selbst und deine Kraft. Nehm dir Abstand, tu dir Gutes, rede, schreibe dir alles von der Seele, sei bei Menschen die dir Halt geben, die du liebst und sei dir selbst immer ehrlich und lass deine Gefühle raus.

    Fühl dich gedrückt und ich wünsche dir und deiner Familie alles undenklich Gute, das alles gut werden wird für euch!

    Aus eigener Erkenntnis kann ich dir sagen, das du nie die Antworten bekommst, die du dir wünscht.

    Es ist egal, weshalb dein Partner nicht offen über sein Alkoholproblem spricht oder es zu gibt. Es geht gar nicht darum Antworten zu bekommen. Viel mehr geht es darum, wie du mit dem Thema umgehst und was du für dich tun kannst, um nicht noch stärker in die Co-Abhängigkeit zurutschen.

    Du hast dich hier angemeldet als Co-Abhängige und wir können dir nur unsere Erfahungen und Erlebnisse als Co's bzw als trockene Alkoholiker erzählen - aber niemals die Frage beantworten ob und wie schlimm dein Partner dem Alkohol verfallen ist, wir sind keine Ärzte und Therapeuten die Ferndiagnosen stellen können. Wenn er suchtkrank ist, muss er selbst, aus eigener Kraft und Willensstärke sich professionelle Hilfe suchen, da kannst du ihm nicht mit "Trinkkontrollen" helfen. Du musst für dich entscheiden was du jetzt in der Situatuon für Dich tun kannst. Es geht hier weniger um ihn, mehr um dein Co-Abhängiges Verhalten, welches dich unglücklich macht. Zum Beispiel wären die Gegenfragen, willst du das Leben momentan mit deinem Partner so wie es ist oder was soll sich deiner Meinung nach ändern, verbessern? Und wenn dein Partner ein Alkoholproblem hat, welches dich stört und der Beziehung schadet, wo sind deine Grenzen? Möchtest du überhaupt eine Beziehung wo Alkohol im Spiel ist? Welche Veränderungen strebst du an, wenn er keine Veränderungen möchte? Vertraust du ihm oder was muss passieren, damit du dich wieder wohlfühlst? Fokussier dich auf dich, deine Wahrnehmung und Gefühle, die sind jetzt wichtig für dich!

    Er wird sich nicht ändern, solange du das nur für dich willst. Ihr müsst gemeinsam einen Weg finden, damit keine Abhängigkeit in der Beziehung entsteht und schlimmer wird. Kommunikation und die Frage wie ihr euch, jeder für sich die Zukunft vorstellt sind hier entscheidend. Das hat nicht mit Kämpfen und Kontrolle zu tun, sondern mit einer gesunden Lebenseinstellung, die ihr vor hattet gemeinsam zu leben. Wenn keine Kommunikation auf Augenhöhe statt findet, ist das ein Zeichen für dich, das du deine Grenzen definierst und dich um dein Leben kümmern musst, nicht um seins. Er lebt sein Leben, du nicht, solange du unglücklich bist.

    Du fixierst dich durch die Kontrolle einfach zu sehr auf ihn, anstatt auf dich. Das wird auf lange Sicht zum Zwang, da seine Alkoholmengen auch gar nicht kontrollierbar sind. Kontrolle gibt bei Sucht immer die falsche Sicherheit und macht ebenfalls krank, da man emotional & psychisch enorm unter dem Druck steht etwas Unberechenbares kontrollieren zu müssen. Er ist kein kleines Kind mehr, wo aufgepasst wird das vor dem Schlafen gehen nichts Süßes gegessen wird. Entweder du kannst ihm vertrauen oder nicht. Kontrolle ist nicht der richtige Weg für dich, wenn du die Schwere loslassen willst. Außerdem ist es für den Alkoholiker sicherlich auch kein angenehmes Gefühl dauerhaft kontrolliert zu werden - die Sucht, wenn sie voll da ist, ist auch für ihn nicht kontrollierbar und kann nicht durch deine Kontrolle klein gehalten werden oder ganz verschwinden.

    Warum leugnen?

    Vielleicht ist ihm das ganze Ausmaß noch nicht bewusst und es gab noch nie wirkliche Konsequenzen. Solange Sucht nicht weh tut, ist sie für den Süchtigen "ungefährlich" und bequem. Kenne viele Alkoholiker, die selbst einfach sagen, das sie gern Trinken, Feierabendbier, auf Festen... Das dann "plötzlich" immer mehr täglich konsumiert wird und der Alkohol 1. Priorität in der Gemeinschaft hat, lässt deren Sucht ganz normal erscheinen. Keiner würde sagen er wäre krank, obwohl das sichtbar ist und wird, je älter und merkwürdiger sie teilweise werden.

    Was mir immer geholfen hat war, das ich kein Opfer der Situatuion sein wollte und ich mir nichts vom Ex gefallen lassen muss. Ich habe mein eigenes Leben und muss es mir nach der Trennung neu wieder aufbauen, mit allem. Brauche Zeit und Kraft, vorallem als junge Mama. Klare Grenzen, klare Absprachen und sich immer wieder bewusst machen, ich darf, ich bin frei und brauche ihn nicht um glücklich zu sein und er hat auch kein Recht mich unglücklich zu machen, auch nach der Trennung nicht. Er hat in meinem Leben keinen Raum mehr und ich gebe jeden Tag mein Bestes fürs Kind und was er macht, wird mir mit meinen neuem Aufgaben mehr und mehr egal. Diese Schwere muss abfallen und manchmal dauert es eine Zeit lang, aber irgendwann wollte ich nicht mehr leiden und dann tust du dir selbst schöne Dinge, auch wenn das kleine Sachen sind. Ich habe oft das Gefühl, wenn es mir wegen der Vergangenheit schlecht geht und sie hoch kommt, ich diese einfach noch nicht richtig verarbeitet und für mich sortiert habe und dadurch nicht stark bin. Plötzlich befinde ich mich wieder im "alten", ja, Co- Strudel, obwohl das doch schon lange her ist mit den intensiven Gefühlen und der Beziehung ansich. Auch ein Co bleibt immer eim Co und diese Triggerpunkte kommen gerne im Leben wieder, aus meiner Erfahrung heraus, damit man vorallem innerlich stärker und gefestigter wird, gegen solche "Attacken" oder Momente mit denen man nicht gut umgehen kann.

    Es dauert seine Zeit und nehm dir bewusst Zeit für dich und kreiere schöne Momente auch mit deinem Sohn, die euch auch zusammen glücklich machen. :)

    Ganz viele Grüße!

    Jeder Mensch entscheidet für sich, ob und wie viel Alkohol er konsumiert und in welchem Umfeld er sich aufhält. Alkohol ist gesundheitsschädlich und durch einen Dauerkonsum entstehen extreme Folgen. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und später entstehen extreme Probleme im gesamten sozialen und Lebensumfeld. Es gibt Menschen, die ihr Leben lang trinken, auch in funktionierenden Beziehungen. Es bedeutet ja nicht, das jeder gleich viel leidet oder es als unnormal betrachtet, wenn es für alle Beteiligten das Leben ist, dann ist das auch völlig Ok - das es nicht gesund ist, ist dann eben so. Jeder entscheidet womit er sich im Leben abfindet, so traurig das klingt. Fakt ist, wer trinkt, der hat weniger Zeit für andere Dinge und gibt viel für den Konsum.

    Alkohol ist ein Suchtmittel und es kann schnell zu einer Abhängigkeit führen, da es anfänglich unter anderem positiv, euphorisierend und entspannend wirkt. Doch je mehr, je öfter - brauchen der Körper und die Psyche mehr und da Alkohol Gift für den Körper ist, beginnt neben dem unersättlichen Verlangen auch ein körperlicher Leistungsabfall, später Zerfall, der durch die Sucht wahrgennommen, aber nicht ernst genommen wird - viel zu sehr gewöhnt sich die Psyche und mit unter auch die Seele an den Rausch und die angenehmen Erscheinungen, die befreiend und gleichzeitig Sicherheit geben und irgendwann sogar an die Leistungsfähigkeit gekoppelt sind. Alkohol lässt einen Höhenflug spüren, jedoch mit garantiertem Absturz, der so hoch und lang wie die Dosis selbst ist.

    Da eine Alkoholsucht (und auch andere Süchte) ein Schneeballeffekt ist, kann sie ganz schnell zu ziemlich großen Problemen führen - die die Mitmenschen, das Umfeld ebenso schnell und unerwartet treffen, wie den Betroffenen, der plötzlich nur noch dem nächsten Rausch entgegen fiebert und ihn immer mehr braucht.

    Nicht jeder der eine Zeit lang zu viel konsumiert bekommt Probleme, jedoch sollte ein gesunder Stop vom Alkohol funktionieren und man sollte immer auch ohne Alkohol leben und überleben können, psychisch wie körperlich.

    Es ist absolut richtig und gerechtfertigt, wenn man sich als Angehöriger Angst und Sorge um den Konsum macht, da dieser wirklich schlimm enden kann. Jemand der regelmäßig trinkt, kann mit Hilfe der Sucht sich immer mehr vor Problemen verschließen und Mauern bauen, anstatt nach Lösung zu suchen und an Dingen konstruktiv zu arbeiten - das ist die Gefahr. Bis man als Angehöriger gar keinen Zugang mehr findet und mit schwierigen Veränderungen lebt, ohne das Ganze wirklich fassen zu können. Angehörige leiden anders als die Betroffenen, aber auch sie leiden stark und können auf Dauer richtig krank werden.

    Der Text beschreibt meine Erfahrungen und Erlebnisse in Bezug auf Sucht und Alkohol - aus der Sicht als Co-Abhängige. Ich weiß nicht wie sich ein Alkoholiker fühlt, aber ich weiß wie sich eine Sucht entwickelt und was in kürzester Zeit mit einem Menschen passieren kann.