Beiträge von Lila77

    Lieben Dank für eure Antworten!

    Elly Die Übergriffe sahen bisher so aus, das er uns immer wieder zu Nahe kam und um unser Zuhause herum schlich. Da er unberechenbar ist und völlig austickte rief ich die Polizei und der Prozess für das Annäherungsverbot läuft. Vor Gericht drehte er alles anders und plädiert auf sein Umgangsrecht. Das Gericht und die Ämter haben bereits eine Kindswohlgefährdung durch ihn bestätigt. Allerdings zieht sich das wirklich extrem hin, auch mit Testen die er machen muss und macht mir sehr Angst, da er eine tickende Zeitbombe ist und ich furchtbare Angst um meinen Sohn habe, das ihm durch seinen Vater etwas zustößen könnte. Da mein Ex immer um sich herum lügt und sich selbst weder als Alkohol - noch Drogenabhängiger sieht, ist es extrem kräftezerrend auch vor Gericht immer wieder gegen ihn gehen zu müssen, da er sich immer im Recht sieht und alles versucht um mich klein zu kriegen.

    kingjuliansmum

    Auch dir danke für deine Antwort! Ich habe auch alles in die Wege geleitet was ich tun konnte. Mein Sohn ist noch klein und kennt seinen Vater nicht, da er nie als Bezugsperson in Erscheinung getreten ist und wir keinen Kontakt zu ihm hatten. Allerdings will er uns sozusagen nicht "loslassen" und am liebsten wäre es ihm, wenn wir wieder zurück zu ihm gehen und er seine Ruhe hätte und einfach weiter machen kann mit seinem verkorkstem Leben. Er denkt nicht an den Kleinen, er sieht keine Gefahr, wenn er harte Drogen genommen hat, wenn er austickt, dauer besoffen ist... Er ist absolut uneinsichtig und erzählt immer nur das er keine Probleme hätte, alles gut und normal bei ihm wäre und schiebt mir all die Schuld zu. Damals sagten Bekannte zu mir, das ich aufpassen muss, dass er nach der Trennung nicht ausflippt und genau das ist der Fall. Er will uns überhaupt nichts Gutes, hetzt extrem gegen uns und gleichzeitig heult er rum das er uns wieder haben will, als wäre mein Sohn und ich Gegenstände über die er bestimmen will.

    Du sagst das du es als Lernaufgabe für dich genutzt hast, magst du mir sagen wie die aussah? Ich weiß einfach nicht was ich tun soll damit besser umzugehen. Ich beschütze uns, bleibe stark und gehe Stück für Stück im Leben weiter. Aber ich weiß langsam nicht mehr was ich noch daraus lernen soll, außer das ich mir wünsche das dieses Gefühl in der Hölle fest zustecken aufhört. Ich kann meinem Sohn so jemanden einfach nicht zumuten, er wird nie der Vater sein, den er braucht und es tut mir für ihn alles so unfassbar leid. Ich freue mich aus der Partnerschaft raus zu sein, es für uns geschafft zu haben, aber das jetzt ist extrem furchtbar für mich als Mama und ich mache mir viele Vorwürfe.

    Hey Sanni,

    ich bin grade neu hier angekommen und lese mich ein bisschen ein.

    Dein Beitrag berührt mich, da ich weiß wie es sich anfühlt "gefangen" in einer Partnerschaft mit Alkohol zu sein.

    Ich habe auch zu lange gehofft und gewartet, zu viel Energie in das Leben eines Süchtigen gesteckt und am Ende den Kampf gegen die Sucht verloren. Aber ich habe im Endeffekt Alles gewonnen, nämlich mich selbst. Ich konnte nie gut Grenzen setzen, war immer zu lieb und habe mein eigenes Leben immer als zweitrangig gesehen, habe immer zu viel für andere getan und nichts verlangt...

    Eine Sucht ist eine furchtbare Krankheit, die aber meistens nur ein Fluchtweg aus tieferen Problemen ist, mit denen wir als Co-Abhängige nichts zu tun haben und sie auch nicht von dem Betroffenen kennen. Wir können niemandem sein Leben abnehmen, wir haben doch selbst nur unser eigenes. Und im Nachhinein muss man sich leider auch die Frage stellen, ob es sich wirklich um Liebe in so einer Beziehung handelt oder um eine krankhafte Abhängigkeit zum Gegenüber. Ich habe die Erfahrung gemacht das wenn man jemanden wirklich von Herzen liebt, dann kann man ihn loslassen.

    Damals nach der Trennung habe ich mich selbst zurück gezogen, mit mir selbst viel Zeit verbracht und Hobbys aufleben lassen, auch wenn es Musik hören war, draußen spazieren gehen, sich was leckeres zu essen machen... Ich hatte nach der Trennung nicht mehr viele Freunde, da der größte Teil gemeinsame waren oder ich viele durch die Beziehung verloren hatte. Ich habe sozusagen komplett neu anfangen müssen. Bei mir hat der größte Schmerz 1. Jahr lang gedauert und noch heute stelle ich mir viele Fragen, aber diese Gedanken bestimmen mich nicht mehr so wie früher. Mir hat geholfen das ich wusste, wenn ich bei ihm oder zurück zu ihm gehe das ich dann süchtig bleibe (und er auch), aber das wollte und konnte ich nicht mehr. Ich wollte kein "Suchtproblem" haben, sondern ein ganz "normales", gesundes Leben, ja eigentlich das Leben was ich mir mit ihm zusammen aufbauen wollte. Da ich ja eigentlich nie süchtig war, die Partnerschaft mich aber in eine Rolle gedrängelt hat und mir bewusst gemacht hat, das ich an mir selbst arbeiten muss und gar keine Zeit habe auf jemanden zu warten der nicht handelt -> "Taten sind mehr als Worte" Ich habe sehr gelitten ihn gehen lassen zu müssen, da ich lange noch unsere Zukunft gesehen habe, aber ich schaute mich immer wieder im Spiegel an und sagte mir selbst, du bist nicht süchtig, du hast nur Baustellen, Ängste, Glaubenssätze an denen du jetzt arbeiten musst und dir ist was Schlimmes wieder fahren in der Beziehung, deshalb sei gut zu dir und ja, er wird vielleicht sterben oder ihm werden schlimme Sachen wiederfahren, aber ich habe nur die Verantwortung für mich selbst und nicht für ihn. Ich kann nur das Leben leben, was ich mir von Herzen wünsche, nur die Person sein die ich sein will und die Dinge tun die ich liebe, wenn ich ihn gehen lasse und aufhöre süchtig nach ihm zu sein und durch ihn mehr und mehr in Schwierigkeiten gerate, also ich mir mein eigenes Leben weiterhin auf lange Zeit zerstöre. Und nein, das ist alles nicht egoistisch, das nennt man Selbstachtung und Selbstliebe.

    Ich habe mich selbst stark in Regress genommen und ich konnte feststellen, das ich dadurch eine ganz neue eigene Stärke entwickelte, die mich alles mit ganz anderen Augen betrachten ließ und ich von Zeit zu Zeit innerlich immer mehr Abstand von ihm gewann und endlich Grenzen setzen konnte. Und jemand der wirklich, wirklich gesund werden will, der schafft das auch.

    Ich würde dir raten, das du dir mal wirklich eine Zeit lang nur Zeit für dich nimmst. Dein Gegenüber wird nicht weg laufen, der macht so weiter wie bisher. Tu Dinge die dir Freude bereiten und mach dir Vorstellungen wie DEIN Leben aussehen soll, in dem du dich wohl und geliebt fühlst, mach dir Pläne :) Und lass deine Gefühle zu , aber verschwende sie nicht weiter an ihn und kontaktiere ihn nicht wenn alles zusammen fällt, er ist kein sicherer Hafen für dich und deine Seele. Bleib erstmal voll und ganz bei dir, heile, lerne und gehe neue Wege.

    Ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe und glaub mir, du kannst es schaffen, egal wie lange es dauert. Geb dich nicht weiter auf, du bist wunderbar und hast noch so viel schönes vor dir, jetzt bist du dran und niemand anderes :) Du bist nicht allein - wenn du bei ihm bleibst, bleibst du für immer einsam. Und du bist stark, so stark das du gegen eine Sucht eines anderen kämpfen wolltest - jetzt kämpfst du mal für dich und der Kampf wird sich lohnen:!:

    Vielen lieben Dank für deine Antwort! Momentan läuft noch der Prozess für ein Annäherungsverbot, da das letzte Treffen mit einen Polizeieinsatz endete und er vollkommen ausrastete, er es aber alles leugnet und versucht sich mit Lügen rauszureden. Es dauert leider alles sehr lange und zieht sich extrem hin. Ich finde es total erschreckend, das er meinem Sohn und mir so etwas antut und absolut nicht im Stande ist sich selbst zu hinter fragen, sondern immer weiter gegen uns geht. Ich frage mich oft was in einem Menschen vorgeht, der sich beinahe zu Tode trinkt, noch Drogen dazu nimmt, aber immer noch nicht merkt wie krank er bereits ist und andere und sich selbst immer wieder in Gefahr bringt. Ich selbst leide sehr daran, geglaubt zu haben das er das in den Griff bekommt, ihm überhaupt vertraut zu haben, obwohl es immer schlimmer wurde. Und ich frage mich ob ers überhaupt nochmal schaffen wird ohne Einsicht daraus zu kommen.

    Für mich war die Partnerschaft am Ende nur noch Druck und Stress. Morgens aufzuwachen und zu beten das er nicht ausrastet. Nach der Arbeit kam er angetrunken wieder und jeden Abend trank er bis in die Nacht hinein. Am Wochenende gleich morgens, er aß nichts mehr, sondern trank nur noch und nahm Drogen wenn er sich welche beschaffen konnte. Er war zum Schluss nie nüchtern, zu keinem Zeitpunkt und jeder Zeit konnte er ausrasten, wegen Nichttigkeiten. Wenn ich daran denke, bekomme ich wieder totale Angst und will nur noch weinen und weg aus der Situation. Im Außen und von der Familie wurde das leider beschönigt und überhaupt nicht als Problem angesehen, obwohl er sich auch in Gesellschaft nicht benehmen konnte und immer wieder durch drehte, beleidigte und irgendwann besoffen in der Ecke lag. Plötzlich bekam ich die Vorwürfe, was ich mich immer anstellen würde und das ich ihn mehr unterstützen müsse. Ich bekam alles ab. Er war mein Problem und ich solle sehen das er nach einer Party nach Hause kommt. Zuhause drehte er dann oft weiter durch und verletzte sich mitunter selbst. Ich habe ihn nie kontrolliert oder belehrt. Ich habe ihm damals meine Hilfe angeboten, das ich da wäre wenn er einen Entzug und Therapie machen möchte. Später musste ich ihn vor die Wahl stellen, Familie oder Alkohol & Drogen. Er entschied sich zwar für Familie, aber hörte nicht auf und da es immer nur noch schlimmer wurde, gingen wir. Das dauerte alles seine Zeit, aber wir haben es geschafft. Das Schlimme ist momentan das er uns einfach nicht in Ruhe lässt und ich uns permanent schützen muss, da er sich von niemandem belehren lässt. Es ist ganz furchtbar.

    Hallo,

    ich habe mich hier angemeldet, da ich aus einer Co-Abhängigkeit von meinem Ex-Partner stamme, der leider schwere Alkohol - und Drogenprobleme hat. Ich habe lange Zeit geglaubt das ich ihm helfen könnte seine Suchten in den Griff zu bekommen, das wir das gemeinsam als Paar und Eltern schaffen, doch am Ende musste ich mich und meinen Sohn vor ihm schützen, da es immer schlimmer mit ihm wurde und er keine Einsicht gezeigt hat, obwohl er wirklich schwere Probleme durch seine Suchten bekam und es immer weiter bergab mit ihm geht. Den Absprung haben wir geschafft.

    Die ganze Geschichte hat mich jedoch sehr verletzt und ich bin derzeit immer noch in der Situation meine Familie vor ihm und weiteren Angriffen schützen zu müssen. Bin deshalb oft sehr gestresst, habe Angst vor ihm und seiner Aggressivität, bin traurig und ja auch wütend, da ich teilweise gar nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Da er einfach keinerlei Einsicht je gezeigt hat, er nicht mehr normal ist und mir in der Vergangenheit übel mit gespielt hat mit seinen verbalen, hoch aggressiven Angriffen, die Gott sei Dank nicht körperlich endeten, da ich mich immer noch irgendwie zu schützen wusste. Andere Menschen hat er körperlich verletzt und er befindet sich auf Bewährung.

    Ich habe viel an mir und der Vergangenheit gearbeitet, viel verarbeiten können, doch da wir einen gemeinsamen Sohn haben ist er noch präsent und leider auch all das Negative und die Angst das wieder was schlimmes durch ihn passiert. Derzeit besteht kein Kontakt.

    Ich würde mich sehr freuen über einen Austausch und Erfahrungen freuen.

    Liebe Grüße