Alles anzeigenHallo wardasalles,
ich kenne sehr gut dieses Gedankenkreisen aus Sorgen, Vorstellungen im Kopf die Angst machen, unterstrichen von bisherigen schlechten Erlebnissen mit dem Betroffenen. Für mich wird es eine Lebensaufgabe bleiben, weil es mein erwachsenes Kind betrifft. Unterbrechen kann ich den Teufels-Kreislauf (zeitlich begrenzt) nur, wenn ich mich anderen Dingen in meinem Leben zuwende. Das hilft, klappt aber nicht immer und wenn Hoffnungslosigkeit dazu kommt fühlt sich alles noch viel schlimmer an.
Deshalb bin ich hier, um mich auszutauschen, vielleicht von anderen Angehörigen hören, wie sie damit umgehen. Oder vielleicht kann auch ich dazu beitragen.
wardasalles, .... der Name ist Programm, bist Du bisher ohne Selbsthilfegruppe ausgekommen?
Viele Grüße
Martina
Hallo Martina,
ich finde es so schlimm, dass ich selbst einfach nichts machen kann. Heute habe ich wieder etwas mit meinem Mann geredet - auch über das Alkoholproblem (und ihm gesagt, dass es für mich ein Riesenproblem ist, ich aber weiß, dass ich daran nichts ändern kann). Er sieht überhaupt nicht ein, dass er zu viel trinkt und weist alles von sich. Ich hab ihm dann an den Kopf geworfen "Ja, du behältst lieber die Flasche als deine Frau." Da hat er mich schon irritiert angeguckt.
Aber bewirken wird es nicht, das weiß ich ja schon aus den vielen vergangenen Jahren.
Ich möchte auch wissen, wie andere Angehörige damit klar kommen, insbesondere wenn eine Trennung nicht realisierbar ist.
Ja, ich war noch nie in einer Selbsthilfegruppe (habe hier im Forum aber schon oft nächtelang gelesen) und ich bin nicht sicher, wo das alles noch hingeht. Der Name ist tatsächlich Programm, denn die Frage "War das jetzt schon alles?" stelle ich mir inzwischen oft. Bin ja mit fast 60 kein junger Hüpfer mehr ... ![]()
LG wardasalles