Beiträge von Nayouk24

    Hallo happynewlife,

    Respekt, dass Du Dich hier gemeldet hast.

    6 Wochen, das heißt Entgiftung und Entwöhnung. Weißt Du schon, ob stationär oder ambulant?
    Ich war 4 Wochen stationär und ich habe dem absolute Priorität gegeben. Da war nix, was mich hätte ablenken können, das war sehr hilfreich für mich.
    Wie Du es auch machst, es muss das Wichtigste für Dich sein.
    Viele Grüsse

    Nayouk

    Woher sollen sie verstehen,

    … weil es Deine Familie ist und und man Dinge spürt, die vielleicht nicht ausgesprochen werden. Und wenn man nicht weiß, was los ist, kann man ja nachfragen.
    Für deinen Teil, bleibe dran. Setze Grenzen und teile mit, was für dich nicht verhandelbar ist. Es hat mir gefallen, was Du geschrieben hast.

    Hallo Paul,

    Herzlichen Glückwunsch zu 1 Jahr und 1 Monat 🥇

    Das stimmt was Du schreibst.
    Manchmal denke ich, dass ich als abstinenter Alkoholiker eine Erfahrung mehr habe,
    die zufrieden und glücklich sein leichter machen kann. Sie relativiert so manches.

    Der Punkt von Hera ist mir auch aufgefallen.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Naja, wenn ich es bis zum 80. Schaffen sollte, dann kann ich ja auch wieder "was" trinken, dann ist es ja auch egal, wann und woran ich mal sterbe...

    Es ist schon perfide, wie das Suchthirn jegliche sich bietende Verbindung zu Alkohol herstellt,
    auch wenn sie noch so absurd erscheint. Genau so würde ich es sehen und als Erfahrung ablegen.

    Ich finde es gut, dass Du es mitgeteilt hast, nur so können wir auch etwas daraus ziehen.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Ich hoffe es geht Dir wieder besser, wenn du diese Zeilen liest.

    Da ich in meinem Umfeld nicht so gut mit jemandem sprechen kann, habe ich mich hier angemeldet. Ich wäre froh um Unterstützung. Von Personen, die das Ganze nicht runterspielen, sondern verstehen.

    Genau das war auch meiner Hoffnung und deswegen hab ich mich hier angemeldet. Ich habe hier viel Verständnis, aber auch kritische Betrachtung erfahren. Dinge, die ich nicht hören wollte, die nicht in mein Denkwelt passten.
    Es hat eine Weile gebraucht, bis ich mich darauf einlassen konnte und sortieren konnte, was nehme ich für mich mit und was lege ich beiseite.

    Du bist seit drei Monaten nüchtern und das ist ganz viel wert.

    Bei dir lese ich aber raus, dass es für dich keinen Wert darstellt, weil was sind schon drei Monate gegen lebenslange Nüchternheit.
    Du harderst mit deinem Schicksal, nie wieder Alkohol trinken zu können.
    Der Gedanke hat mich am Anfang auch beschäftigt und auch frustriert.
    Ich tat mir selbst leid mit dem, wie es ist. Mein Therapeut hat mir dann behutsam, aber bestimmt den Kopf gewaschen. Ich habe eine unheilbare Krankheit, aber ich kann sie stoppen. Viele andere unheilbar Kranke können das für sich nicht in Anspruch nehmen.

    Dass ich aus der Suchtspirale ohne nennenswerte gesundheitliche Schäden aussteigen konnte, empfinde ich als großes Glück mit Dankbarkeit.
    Es gibt wahrlich Schlimmeres, als unheilbar alkoholkrank zu sein und die Krankheit gestoppt zu haben. Mir fallen da sofort ganz viele Beispiele ein.


    Der Kampf jeden Tag nüchtern zu bleiben hat erst aufgehört, als ich meine Alkoholkrankheit akzeptierteren konnte und akzeptiert habe, dass ich nie wieder Alkohol trinken kann.
    Hier in diesem Forum, in Büchern und im Internet habe ich viel über die Krankheit gelernt. Dabei habe ich mir nicht 24/7 vorgesagt, dass ich Alkoholiker bin, aber ich habe mich mit meiner Krankheit auseinandergesetzt.
    Je mehr wissen ich über sie hatte, desto besser konnte ich akzeptieren. Die Zeit, die ich dafür benötigt habe, hat alleine schon dafür gesorgt, dass meine Abstinenz nicht in den Hintergrund gerät. Der Prozess braucht Zeit und für mich dauert er heute noch an, aber es ist viel leichter geworden, weil ich nicht mehr kämpfen muss um abstinent zu bleiben. Trotzdem gibt es Momente und Situationen, in denen sich mein Suchthirn meldet.
    Ich erkenne sie und weiß, wie ich damit umgehen muss. Jedes Mal wird mein Erfahrungsschatz ein Stückchen größer.

    Ich wünsche Dir, dass Du für Dich Deinen Weg finden kannst, wenn Du willst und es zulässt, auch mit diesem Forum.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hast du zugenommen ?damals am Anfang ?

    Ich habe abgenommen. Das was ich gegessen habe war in Kalorien weniger als ich vorher Bier trinkend zu mir genommen habe und ich habe angefangen, wieder Sport zu machen. Am Anfang waren viele kleine Schokoriegel mein Belohnungsstoff und da musste ich nach 3 Monaten richtig aufpassen, dass mir das nicht erhalten bleibt.

    Ja, Bier ist Nahrung. Ich hatte während meiner nassen Zeit kaum Hunger, danach um so mehr.
    Ist das Bier weg, der Suchtstoff fehlt, das bedeutet Bedrohung und der Körper geht in den Alarmmodus.
    Es ist wichtig viel zu trinken, Wasser, Tee und den Hunger zu stillen. Das Suchthirn kennt nur eine Lösung dafür, Alkohol und den wird es Dir dann vorschlagen.

    Du hast eine der wichtigsten Entscheidungen in Deinem Leben getroffen und sie braucht jetzt Achtsamkeit von Dir.
    Es hat einen Grund, warum Du krank geschrieben bist.

    Ich war in den ersten Tagen auch völlig k.o. und habe dem nachgegeben, wann immer ich konnte. Ich bin tagsüber auf meinem Zimmer im Sessel eingeschlafen und habe 2 Stunden geschlafen.
    Der ganze Organismus ist im Ausnahmezustand und schnell erschöpft.
    Das Suchthirn erkennt seine Chancen, wenn Du geschwächt bist.

    Nur Du kannst jetzt auf Dich achtgeben und für Dich sorgen.

    Hallo Petra,

    Gehe morgen zum Arzt.

    Ich hatte die gleichen Ängste und Fragen, auch Angst beim Arzt offen zu sein. Die Ärzte, zu denen ich ehrlich war, sind mir ausnahmslos mit Verständnis und Respekt begegnet. Mich hat es sehr befreit, als ich den Schritt getan hatte.

    Für einen Arzt ist Alkoholismus eine Krankheit, bei der er Dir helfen kann und Du bist bestimmt nicht die Erste.

    Viele Grüße

    Nayouk