Da gibt es kein Patentrezept, aber ich weiß genau von was du schreibst. Die biochemischen Prozesse in deinem Gehirn sind wieder einmal aus dem Lot gekommen. Das erste Mal war, als sich das Gehirn an den Alkohol gewöhnen musste und das zweite Mal ist nun, dass es sich an die Abwesenheit von Alkohol gewöhnen muss.
Es wird mit der Zeit besser, wirst Du hier überall lesen können und das Beste ist es ist wirklich so.
Dein Belohnungssystem funktioniert momentan nicht so wie es sollte. Daher machen auch Aktivitäten, die eigentlich Spass machen, nicht zufriedener oder ausgeglichener.
Am Anfang hab ich dem unbedarft durch nachgeben meiner Lust auf Süßes gegengesteuert. Also klassische Suchtverlagerung, vom Alkohol in den Zucker. Ab da musste ich besonders drauf achten, damit daraus nicht auch noch eine Sucht wird.
Ansonsten haben mir am Anfang Achtsamkeitsübungen, Meditation, Qigong geholfen, was ich aber alles drei auch erst erlernen musste. Viel Bewegung und Sport ist auch ein Mittel.
Viel trinken und gesunde Ernährung ein weiteres. Lesen und die Auseinandersetzung mit mir selbst haben auch dazu beigetragen.
Mehr und mehr konnte ich mir mit kleinen Dingen ein Erfolgserlebniss verschaffen und ich habe diesen inneren Antreiber ignoriert, durch Übung in Gelassenheit.
Aber am Anfang ist es harte Arbeit an einem selbst. Das, was ich selbst nicht aktiv beeinflussen kann, richtet die Zeit.
Was würde Dir heute gut tun?
Viele Grüsse
Nayouk