Hallo ihr Lieben,
Ich wollte mich wieder mal in meinem Fädchen melden. Ich muss sagen auch für mich war es in letzter Zeit herausfordernd bei den Cos zu lesen. Jede r hat für sich eine teilweise tragische Geschichte, durch das Lesen von den vielen, vielen Auseinandersetzungen und Fehlverhalten und nicht mehr Nachvollziehbarem, wollte ich unbewußt ein Gegengewicht schaffen und euch etwas schönes erzählen. Ich tue es jetzt mal, den auch das gehört zu meiner Geschichte.
Also, ich kann euch sagen meine neue Wohnung ist so gut wie fertig eingerichtet. Es fehlt nur mehr die Küche. Und mein Partner hat das gemeinsam mit mir und meinem Sohn ermöglicht. Sie haben Möbel abgebaut, transportiert, aufgebaut, ich habe fast alles da was ich brauche. Es fehlen noch ein paar Dinge und wenn ich das meinem Partner erzähle, meint er: kriegst du, machen wir, an dem Wochenende können wir. Ich werde für dieses Wochenende schon ein paar Habseligkeiten zusammenpacken, und er hilft mir einen neuen Ladenauszug zu montieren und die Waschmaschine anzuschließen.
Ich sehe was er alles macht für mich, und es erstaunt mich so sehr.. Er freut sich für mich, er tut alles damit es mir gut geht. Ich muss auch sagen zur Zeit konsumiert er nicht, und ich bin sehr dankbar für seine Hilfe, und ich bin verwundert, und sehe diese Seite an ihm die ich so liebenswert empfinde.
Und irgendwie weiß ich doch dass wieder Zeiten kommen in denen er nicht mehr zuverlässig sein wird, in denen er für mich wieder unerreichbar sein wird. Doch dann bin ich in meiner kleinen Butze und hoffe ich kann mich dann abgrenzen. Obwohl ich mir da auch nicht ganz sicher bin.
Und ich habe auch große Ängste vor dem alleine wohnen. Ich kann ganz schlecht für mich selbst sorgen. Ich war immer schon eher untergewichtig, bei Stress rauche ich viel zu viel und esse einfach nichts. Derweil kocht ja mein Partner für uns, aber wenn er mal nicht da ist schaffe ich es kaum für mich zu sorgen. Ich habe das auch mit meiner Therapeutin besprochen. Ich weiß nicht, ich habe immer alleine gewohnt, meine Kinder alleine großgezogen, ich bin mit meinem Partner 5 Jahre zusammen und es ist das erste mal dass ich mit einem Mann zusammenwohne. Trotzdem habe ich riesige Angst das nicht auf die Reihe zu bekommen. Ich habe nie Spaß am kochen gefunden, ich habe oft Hunger aber keinen Appetit. Das! wird für mich die große Herausforderung werden.
Ach ja, und auch auf dieses Thema bezogen meint mein Partner er wird öfter für mich mitkochen, und öfter nach dem Rechten sehen. Voll lieb halt..
Und vielen Dank an all die guten Wünsche wegen des Hochwassers, es müssen wohl 7 Trocknungsgeräte hier aufgestellt werden. In dieser Zeit werden wir beide wohl in meiner Wohnung bleiben müssen. Hab ich mir auch anders gewünscht, aber auch diese Zeit wird vorüber gehen.
Ansonsten geht es mir erstaunlich gut.. ich komme viel öfter ins handeln, ich treffe mich nun viel öfter mit meiner Freundin und wir haben Spaß und es tut so gut! Ich habe auch endlich wieder Freude an meinen Hobbies, ich bin am machen und tun, und bastle vor mich hin.. Sicher liegt es auch an der neuen Wohnung, weil alles ist neu und aufregend. Doch ich muss auch eine Lanze brechen für meine Antidepressiva. Oh man, wie lange habe ich mich dagegen gewehrt! Doch sie helfen! Ich fühle mich so wohl wie schon lange, lange nicht mehr.
Ich bin froh dass es euch gibt,
eure hoffnungsvolle Alexa