Beiträge von RH89

    Danke für deine Worte Jump😊

    Ich selbst fühle mich viel mehr im Chaos versunken als stark wie du mich wahr nimmst.

    Ja, die erwartungshaltung anzupassen geht gut mich auch nur, weil ich eben meine Grenzen dabei wahre.

    Also nach dem Rückfall bei ihm bleiben, und dir Erwartungen an die BEZIEHUNG und damit zwangsläufig auch an MEIN LEBEN runter Schrauben, wäre mir nicht möglich gewesen und ich glaube wäre auch überhaupt nicht gut gewesen.

    Den Rückfall habe ich diesmal sofort und ohne langes hin und her als trennungsgrund genommen und jetzt, wo er nur noch mein expartner ist, geht es um die Erwartungen an ihn, die ich anpasse.

    Meine Erwartungen ändern ja nichts an seinem Handeln (in einer Beziehung ja auch nur minimal, wenn überhaupt) deshalb geht es nur darum, enttäuscht zu sein oder eben nicht.

    Ich Bau hier und da ein "einfach" ein, das kommt vielleicht so rüber, als wäre es das auch. Davor war ich aber auch schon monate streng mit meinen gedanken


    Ich glaube mir hilft, wieder anschluss an das thema zu finden, das ich vor der beziehung hatte. Positiv denken, mind setting und so. Ein paar Sachen sind mir nicht ganz neu, ich hab sie nur verdrängt und erinnere mich wieder, dass es wirklich letztendlich nur ich bin, der ich was gutes tue, wenn ich nicht im Groll versinke.


    Das du im Traum anders handelst als üblich ist vielleicht ja ein Zeichen, dass auch in deinem tiefsten inneren gerade Veränderung statt findet. Find ich klasse!

    Hm, ich dachte auch eher wie die anderen. Einen körperlichen Entzug begleitet durchstehen, maximal 2 Wochen, klingt für mich auch weniger einschneidende als der psychischen sucht ständig zu widerstehen. Aber da sind wir wohl alle auch keine Experten.


    Aber worauf ich hinaus wollte. Hätte es denn was für dich geändert?

    Außer das du mehr Verständnis hättest? Und das... Brauchst du um es besser auszuhalten, oder?

    Wenn ich wieder so Gedanken habe versuche ich oft genau den selben Gedanken nochmal zu denken aber streiche jedes er und ersetze es durch ich. Für mich passt es oft richtig gut, mir fallen dann Dinge auf die offensichtlich scheinen, die ich vorher überhaupt nicht an mir gesehen habe.

    Danke für eure Antworten.

    Ich weiß nicht mal ob ich ein Pfändungs Schutz konto habe. Das Wort höre ich zum ersten Mal...gehe mal davon aus dann hab ich auch keins😅

    Ich muss mich wohl beraten lassen.... Gerade habe ich so viele Dinge anstehen und immer das Gefühl irgendwas vergessen zu haben....

    Wenn ich aber jetzt schlösser tauschen und Pfändung lese, ist es ja nochmal gut wenn ich alles raus hole.


    Also dass sich die Trenung nicht auf die Kinder bezieht sondern nur auf die Eltern untereinander.

    Genau das ist ja der Knackpunkt der mir Sorge macht... Seine großen Kinder aus vorheriger Beziehung haben über ein Jahr nichts von ihm gehört.

    Ich fürchte, dass es meinen Kindern auch so gehen wird, auch wenn er das nicht plant. Ich denke das wird sich schon sehr so anfühlen, als bezieht sich die Trennung auch auf sie.

    Aber ich versuche beim thema "da sein" auch nur bei mir zu bleiben.


    Alexa tut mir leid das du dich da so alleine gelassen fühlst.

    Eigentlich solltest du deine Wohnung gerade einrichten, und die alte Wohnung wäre nur noch seine. Klar, dass du von einem Partner auch Unterstützung möchtest, wenn es darum geht sich um diese Wohnung zu kümmern.

    Aber das ist wahrscheinlich genau so eine Situation, die du meinst wo das Wort Partner eben gar nicht zu dem Mann mit dem du zusammen bist passt.

    Ich würde das Verhalten noch eher verstehen wenn bereits eine körperliche Abhängigkeit bestehen würde, aber so nicht!


    Hierüber habe ich mich gewundert.

    Ist das wirklich so? (ernst gemeinte frage)....


    Ich verstehe das so, ja er ist liebenswert, er hat wunderbare Eigenschaften, aber er ist süchtig. Wäre er nicht mein Partner, würde ich mich nicht so in den negativen Anteilen seiner Sucht verstricken? Ich denke so ist es wohl..


    Ja die sucht als ein Beispiel, aber im Grunde schon.

    Ich meinte es so ganz allgemein.

    Ich sehe ihn hauptsächlich als meinen Mann, nicht mehr so als unabhängigen Menschen, hieß bei mir dann das der Fokus auf der paarliebe war, die eben an Erwartungen, etc geknüpft ist. Also war ich sehr dazu geneigt, sein Verhalten mit meinen Erwartungen zu vergleichen, sozusagen. Und immer wenn es nicht gepasst hat, habe ich es persönlich genommen.

    Statt sein Verhalten einfach als sein Verhalten (und unabhängig von mir) zu betrachten.

    Weiß nicht obs so gut beschrieben war. Bekomme das was ich dazu fühle gerade schwer in Worte gefasst.


    Mit fällt gerade ein, mal kurz hatten wir eine Paartherapie und die begann mit einzelstunden.

    Und dieser Therapeutin das direkt aufgefallen das ich immer von 'meinem mann' sprach, statt seinen Namen zu nennen.

    Sie bat mich ihn bei Namen zu nennen, weil 'mein mann' eine gewisse Distanz zu ihm als Menschen schaffen würde.

    Ich glaube die Mutter kind kur ist eine total gute Sache! Wie oft hatte ich das vor abee nicht mal Energie übrig mich darum zu kümmern... Stark, dass du da schon an dich selber denkst!

    Ich rede immernoch häufiger mit ihnen darüber. Ich war auch ratlos, wie ich das alles erklären soll. Meine kleinen sind wohl auch noch etwas kleiner (3 und 1).

    Bei uns ist die Situation auch etwas anders, wir haben ja noch kein richtiges Zuhause sondern sind bei einer bekannten untergekommen, Mietverhältnis gekündigt etc.

    Ich habe ihnen gesagt, dass in das Haus bald eine andere Familie einziehen möchte, dass wir ein schönes Zuhause für uns finden werden. Das Papa krank ist, und er sich Hilfe braucht. Das Papa das alleine machen muss. Das sie ja wissen, dass es uns auch oft nicht gut ging im alten zuhause, und das ich alles tue damit es uns in zukunft immer gut gehen wird. Das ich sie sehr lieb habe, und für sie da bin.


    Hier wohnt ja noch ein kleiner Junge im Alter meiner großen. Die beiden spielen viel zusammen, im Garten gibt es Sandkasten, Schaukel, rutsche,.... Erdbeeren wachsen überall.

    Ich versuch halt viel diese positiven Dinge zwischendurch hervorzuheben. Also hast du Lust heute ein sandburg zu bauen, oder sollen wir mal nach leckeren Erdbeeren suchen,...

    Nicht in Momenten in denen sie traurig ist, aber im Alltag halt.


    Klar hängen sie am Papa, aber das hat nichts damit zutun, dass Papa ihnen gut tut. Sie müssen ihre Eltern ja lieben, sie sind ja 100% auf sie angewiesen.

    Es wird schon. Ich bin überrascht - obwohl Papa zeitweise sehr innig mit ihnen war, freut sich vor allem die große immer, wenn wir zurück ins neue "Zuhause" gehen und ist wirklich sehr selten irgendwie traurig.

    Manchmal sagt sie sogar sie möchte nicht zu Papa (müssen aber viel hin, weil wir noch mitten drin sind den Hausstand aufzulösen).


    So war jetzt viel von mir geschrieben, aber ich hoff es hilft dir etwas optimistischer auf diese Option zu schauen.

    Die Kinder merken die grundstimmung, die ständige Angst, die Mama selbst in guten Zeiten immer begleitet,....

    Liebe Ehefrau 91,

    Du hast auch 2 kleine Kinder, wie ich.

    Ich habe lange genau so gedacht, keine Kraft zu haben - und die hatte ich auch nicht. Keine Kraft für ihn, für mich, für die Kinder, für irgendwas schönes im Leben.

    Du hattest vor seinem Entzug geschrieben du freust dich 10 Tage aufatmen zu können.

    Und nun schreibst du von druck auf der Brust und Angst.

    Meine Erfahrung, ich bin vor 3 Wochen ausgezogen - dieser druck auf der Brust, den ich auch sehr gut kenne, der hält einem am Boden raubt deine Kraft. Gefühle die nur mit seiner Abwesenheit in Verbindung stehen.

    Hast du mal versucht, dir vorzustellen dieses aufatmen wäre nicht zeitlich begrenzt, vielleicht wie du den Alltag in einem eigenen Zuhause gestalten würdest? Wie eine eigene Wohnung aussehen könnte, was für Rituale und Routinen du für dich und die Kinder einführen könntest etc.?

    Das sind ja erstmal nur Gedanken, die zwingen dich ja noch nicht zu entscheiden. Versuch es vielleicht mal, mir hats sehr geholfen eine Entscheidung zu treffen.

    Alles Liebe für dich.

    Ach, ich wollte noch eine andere Sache hier lassen. Aber da waren Stöckchen,und Steinchen,...


    Eine Veränderung die ich an mir selbst bemerkt habe und nicht gut finde, jetzt wieder versuche dahin zu kommen:

    Ich möchte mein Verhalten gar nicht von meinem Gegenüber abhängig machen.

    Meine bisher glücklichste Zeit war als das was ich sagte und machte viel mehr damit zusammen hing was für ein Mensch ich sein will, als damit, wie sich mein Gegenüber verhält.

    Auch im Alltag ging es mir damit viel besser. Jeder noch so flüchtige Kontakt ist so viel angenehmer irgendwie... Schwer zu beschreiben.

    Aber das will ich wieder schaffen.

    Hallo zusammen,


    Und danke euch für die Antworten ❤️

    Ja, dass Papa krank ist und sich nicht helfen lassen möchte, ist eine gute Erklärung. Ihr habt recht, das versprechen kann ich auch einfach für mich geben.

    Danke!


    Elly Ja ich weiß was du meinst und habe lange darüber nachgedacht, wie weit ich mich wegen des Hausstandes überhaupt bemühen sollte.

    Der leichteste Weg wäre sicherlich, nur das was ich brauche raus zu holen und den Rest ihm zu überlassen.

    Aber dazu hatte ich gemischte Gefühle und Gedanken.


    Ich glaube das wichtigste für mich ist: Ich bin ein sehr ehrlicher und zuverlässiger Mensch, und da bin ich stolz drauf. Solche Dinge, wie nach Beendigung eines Mietverhältnis das Haus nicht ordentlich abzugeben, widerstrebt mir total.

    Ich finde es unfair der vermieterin gegenüber, es gehört sich einfach nicht und ich möchte so nicht sein.

    Also, packe ich nur meinen Kram und kümmer ich mich nicht weiter, Handel ich komplett gegen meine Werte.

    Räume ich alles raus was geht, dann kann ich wenigstens in den Spiegel schauen, und auch meiner vermieterin unter die Augen treten und ehrlich sagen: ich habe mein möglichstes getan.

    Dazu kommt (ich habe keine Vorstellung wie sowas abläuft inwieweit das wirklich Einfluss haben könnte) ich hoffe darauf, dass meine Bemühungen auch gesehen werden, wenn die ganze Sache vor Gericht landet, und es mir in irgendeiner Weise helfen wird.

    Das nächste ist: ihm ist egal was ich mit nehme oder nicht. Er will sich nur nicht damit befassen müssen. Er ist vom Typen, das weiß ich, auch nicht jemand, der sich irgendwie daran stören wird, wenn ich alles mit nehme - er denkt ja nur an den Moment und nicht daran irgendwann wieder Möbel in einer anderen Wohnung zu brauchen.

    Also wir hätten einiges, was in einer Wohnung sicherlich zu groß /zu viel wäre und verkauft werden kann. Er wird das nicht tuen, und selbst wenn wäre das Geld bei mir besser aufgehoben😜

    Also ist das irgendwie noch eine Möglichkeit, ein paar Tage länger über die Runden zu kommen.


    Und ja, es ist definitiv nicht meine alleinige Verantwortung. Wie so vieles nicht, um das ich mich doch alleine kümmere.

    Vor meinem Auszug lief es deutlich besser. Das heißt er war uns gegenuber viel zugrwandter und aufmerksamer. Er hatte nicht mehr getrunken, nichts genommen. Aber er hat sich nicht um Aufgaben gekümmert.

    Unsere gemeinsamen Verantwortungen trage ich also schon eine Weile alleine, und habe mich lange geärgert und fand es so unglaublich unfair.

    Er macht es aber nicht mal mit böser Absicht. Er ist jetzt wie er jetzt ist und tut sicher was er kann. Also worüber ärgern?

    Also sag ich mir wieder... Das einzige was falsch ist ist meine erwartungshaltung. Und sie ändert nichts an der Situation, außer das mich die Enttäuschungen immer wieder meine Energie kostet.


    Also mein Plan: 1 Bett, 1 Regal, 1 Fernseher, das Geschirr, dass ich eh nicht mehr sehen kann 😇 lass ich im Haus.

    Küche ist von der vermieterin drin. Dann hat er alles was er braucht.

    Meine Schwägerin übrigens, ist ein echter Schatz, sie hat angeboten sich über Lagerräume zu informieren, mit mir alles, was ich behalten will zu transportieren und einen Lagerraum zu bezahlen, bis ich eine eigene Wohnung habe. Dann können wir schauen was passt und was verkauft wird.

    Und das als Studentin mit Minijob.

    Sie hat mir schon im letzten Jahr, als alles so schlimm war, immer wieder geholfen. War für mich und die kinder einkaufen, hat bezahlt und es uns gebracht, wenn er wieder ewig mit allem verschwunden war etc.

    Keine Ahnung wie ich es ohne sie geschafft hätte. Diese Einstellung, immer für die Familie (und enge Freunde) da zu sein, und überhaupt keine Unterschiede zu machen zwischen angeheirateter Familie und blutsverwandtschaft, war etwas, was ich früher an meinem Mann so bewundert hatte. Ich kannte aus meiner Familie gar keinen zusammenhalt und in dem Moment wo wir ein Paar waren, war es auf einmal selbstverständlich, immer ihn und auch seine Familie hinter mir zu haben.

    Für diese Erfahrung bin ich dankbar. Es hat mir erst gezeigt wie ich Familie leben will. Vor ihm wollte ich nie Kinder. Weil Familie nichts schönes für mich war.


    Wo ich das so schreibe... Fällt mir auf, früher hätte ich an die tollen alten Zeiten gedacht und das zum Anlass genommen es doch nochmal zu versuchen.

    Aber irgendwie fühlt es sich gar nicht so an als hätte das früher was mit dem heute zutun. Als würde ich von einem längst verflossenen schreiben, und nicht von der Beziehung, die ich erst vor wenigen Tagen beendet habe.

    Vielleicht ist ja endlich noch in die letzte windung meines Hirns die Info, dass ich das mit ihm nie wieder haben kann, durch gesickert 😄


    Ich wünsch euch eine gute Nacht

    Hallo, und danke für deine Antwort.


    Ich hatte gehofft meine Vermieterin würde mich aufgrund meiner Bemühungen aus dem Mietvertrag nehmen. Aber sie hat jetzt deutlich gemacht, dass sie das nicht wird.

    Er bestätigt mir nochmal, dass er sich nicht um eine vorübergehende Bleibe kümmert bis er eine Wohnung gefunden hat oder raus geklagt wurde.

    Ich hab keine Ahnung was genau da auf mich zu kommt, aber werde da wohl durch müssen.


    Ja Gelassenheit empfinde ich phasenweise auch. Gestern war ein schlechter Tag für mich.

    Seine Schwester kam um auf die kinder aufzupassen, damit ich eben ausräumen kann. Er ist inzwischen auch da.

    Er liegt auf der Couch und schaut fern. Beachtet seine Kinder nicht, hilft mir nicht.

    Ich habe das Gästezimmer leer geräumt, also Matratze und Bett auch runter in die Garage gebracht (da kommt jetzt der ganze Sperrmüll erstmal hin) und er schaut dabei zu und bleibt auf der Couch.

    Hinterher Schwester weg gebracht, nochmal kurz ein paar Sachen geholt fing er an mir Märchen wegen der affäre zu erzählen.

    Er sagt ein Freund von ihm hatte von seinem Handy aus geschrieben und eigentlich auch nicht mit ihr, sondern ihrem Freund, der ihr Handy hatte.

    Ich kenne lügen, und auch sehr schlechte Lügen von ihm, aber trotzdem ich war so wütend. Hatte mir eigentlich vorgenommen gar nicht erst zuzuhören, macht ja auch keinen Sinn.

    Aber habs mir doch angehört und ihm hinterher paar Sachen an den Kopf geworfen. Darüber hab ich mich später echt geärgert. Ich wollte ich wäre da distanzierter. Alles sprudelte so raus. Dabei macht es überhaupt keinen Sinn. Dann bin ich gefahren.

    "zuhause" hab ich es dann geschafft wieder runter zu kommen und nicht mehr auf ihn zu reagieren.

    Ich sag mir jedes Mal: das einzige was falsch ist, ist meine erwartungshaltung ihm gegenüber.

    Irgendwie hilft mir das. Dann werd ich auch wieder gelassener. Ich arbeite dran konstant gelassen zu sein.


    Bei der caritas habe ich schon sämtliche Stationen durch, es gibt ja für alles einen Bereich. Von suchthilfe, frauenhilfe, obdachkosenhilfe,.... Wow!

    Ich wollte die rechtliche Beratung der frauenhilfe bald in Anspruch nehmen. Das sind nur wenige Termine im Monat, und sehr begrenzte Zeit.. aber eben eine kostenlose rechtsberatung...

    Ich hab darüber gelesen, wie man Kindern altersgerecht von der Trennung erzählt.

    Man soll ihnen sagen, sie haben keine Schuld. Und das Mama und Papa sie beide lieb haben und immer für sie da sein werden.

    Das hat mich so traurig gemacht. Er hat 2 große Kinder, die er über ein Jahr nciht gesehen hat. Ich glaube nicht, dass er immer für unsere Kinder da sein wird. Und das sie irgendwas von seiner Liebe mitbekommen werden. Es fühlt sich falsch an, solche Versprechungen zu machen. Aber keine Ahnung wie man DAS kindgerecht erklären soll.

    Nochmal hier...

    Klingt etzt furchtbar aber ich erzähl es trotzdem.

    Ich habe heute sein Büro auf den Kopf gestellt.

    Alle meine Unterlagen zusammen gekramt und alles von ihm von dem ich dachte es könnte wichtig sein abfotografiert. Alles lag überall verteilt nichts war mehr in den Ordnern. So wars schon ne Weile, seit er die Unterlagen fürs Amt fertig gestellt hat.

    Als ich ins Büro kam musste ich erstmal über einen großen Karton steigen voller vakuumier Folien. Alle in der selben Größe. Ein paar hundert Stück.

    Oh oh dachte ich mir.... Ich ahne schon, was das bedeutet...

    Ich war auch an seinem Rechner denn ich wollte die zugangsdaten "seines" habdyvertrags raus finden.

    Der ist genau genommen mein Vertrag, läuft auf meinem Namen und ich möchte ihn kündigen, da auch der nie bezahlt wird und nur auf meinen Schuldenberg drauf kommt. Auserddm sehe ich auch nicht ein, Verträge für ihn weiter aufrecht zu erhalten. Ist aber alles nur online. Keine Briefe dazu gefunden. Keinen einzigen.

    Ich muss dazu sagen, dass man Zugriff auf seinen Rechner vom TV aus hat. Einfach kurzwahl 1 drucken (sagt man da kurzwahl?!) und schon ist man drin.

    Der rechner wurde nicht runter gefahren und er hatte als 1. Fenster WhatsApp auf. Einen Chat mit einem Namen der mir noch sehr bekannt vorkommt.

    Sie. Die affäre, die er letztes Jahr hatte.

    Offenbar treffen sie sich wieder.

    Mir das Herz in die Hose gerutscht und die Gelassenheit der letzten Tage war dahin.

    Ich hab auf den Bildschirm gestarrt und konnte es nicht glauben. Meine alten "das kann doch alles nicht wahr sein" Gedankenschleifen waren voll aktiv.

    Ich wollte hoch scrollen und weiter lesenAber ich habe es nicht getan. Darauf bin ich unglaublich stolz.

    Jaaa das ist seine Privatsphäre und selbstverständlich das ich da nicht rein lese, und eigentlich kein Grund stolz zu sein.

    Aber es war so einfach und so verlockend... Aber ich wusste es ändert nur eine einzige Sache - undzwar das ich mich da rein steigere.

    Naja darauf hin hab ich meine Suche nach den vertragsdaten fortgeführt und bin leider nicht fündig geworden. Ich schätze ich werde die Woche einen Laden aufsuchen und das persönlich klären.

    Jedenfalls war es komisch was das ausgelöst hat. Ich war plötzlich komplett unkonzentriert und neben der Rolle. Hab mir vorgestellt wie ich ihm das alles an den Kopf knalle, Vorwürfe und so weiter.

    Ich machte dann die Katzenklos (meine lieben Katzen konnte ich nciht mitnehmen da die Freundin allergisch ist), und dachte einfach den Inhalt in seine Ach so geliebte schuhsamlung zu kippen. Da musste ich selber kurz über mich lachen, was war da los mit mir?!

    Natürlich hab ich das gelassen 😅

    Naja. Jedenfalls habe ich mich dann gefangen und mir edacht: Ich wusste ja schon, dass er abgestürzt ist. Er war seit Tagen auf sauftour, meldete sich nur sporadisch und versetzte mich.

    Das ist ja der Grund warum ich ihn verlassen habe.

    Wieso habe ich also erwartet, dass das eine Grenze für ihn sein wird? Zumal, wenn man es jetzt mal ganz objektiv betrachtet, macht es Sinn. Er verliert ja auch sein Zuhause. Und hat seine Frau verloren.

    Sie war wohl damals verliebt und bei ihr hat er eine mögliche bleibe, wenn alle stricke reißen. Und sie passt auch zu seinem derzeitigen Lebensstil viel besser als ich. Also... Warum eigentlich nicht?

    Ich habe jedenfalls gemerkt, dass irgendwo doch noch Erwartungen an ihn in mir stecken - und das obwohl ich seit Tagen ganz alleine versuche unseren gemeinsamen hausstand aufzulösen. Ab morgen kommt etwas Hilfe.

    Ich glaube meine Erwartungen sind eigentlich eher Gewohnheit. Sie passen gar nicht mehr zur aktuellen Situation. Das ist wohl menschlich, und nicht nur typisch Co, oder? Wichtig ist ja nicht dran fest zu halten sondern zu verstehen, dass ich meine er erwartungshaltung anpassen muss.

    Wie der zufall so will, rief auch die vermieterin an. Wo ich bisher so tat, als wüsste ich nicht was los ist, war ich jetzt ehrlich zu ihr. Habe ihr gesagt ich versuche mein bestes aber bin damit alleine und weiß nicht wie er handeln wird. Ich hoffe auf einen sauberen Abschluss aber kann ihr nichts versprechen. Begeistert war sie nun nicht. Aber sie hat verstanden, dass ich nicht mehr als das tun kann.

    Das erste Mal das ich klartext redete mit ihr und nicht versucht habe seinen Mist zu decken.

    Die 2. Sache auf die ich heute stolz war.


    Er rief dann auch noch an. Wollte fragen, ob wir heute Abend telefonisch "alles bereden" können. Im gleichen Atemzug sagte er mir auch, er habe noch keinen Plan ob er auszieht, oder sich raus klagen lässt,oder wie er sich das vorstellt.

    Da wir die Kündigung seit Wochen vorliegen haben und definitiv Zeit war einen Plan zu schmieden, habe ich ihm bis morgen eine Frist gesetzt sich zu überlegen wie er in der Sache vorgeht und das mit mir zu besprechen. Anderenfalls werde ich einfach das Haus leer räumen, ob er da ist oder nicht.

    Große Worte, das wird organisatorisch hart. Aber ich schaff das auch. Mir ist klar, dass ich mich auf seine plan, wenn er einen hat, nicht verlassen kann, dazu ist er zu ambivalent. Keine Ahnung, ob es schlau war, ihm da nochmal die Gelegenheit zu geben irgendetwas mit zu entscheiden. Oder ob das eine echte Gelegenheit dazu ist, oder ich das nur so daher sagte... Denn meine to Do liste steht ja schon, und die werd ich so umsetzen.

    Guten Morgen,


    Ich hab gar nicht viel Zeit aber wollte es hier lassen.


    Ich habe meinen Mann verlassen. Ich erzählte ja er würde mit dem Auszug rückfällig und mit dem Rückfall unzuverlässig.

    Wir waren verabredet, aber er kam von seiner sauftour nicht wieder.


    Wie oft das früher schon der Fall war, wie oft wir drüber geredet haben, wie oft ich ihm verziehen hab. Das war diesmal meine Option.

    Ich trauere momentan nicht um unsere Beziehung, aber habe Sorge um ihn.

    Ich erlaube mir das auch, aber nur zeitlich begrenzt. Die sorgen sollen nicht den Tag füllen.

    Praktische Probleme stehen an. Ich muss mich ummelden, brauche aber seine Unterschrift.

    Haus alleine leer räumen, schwierig mit 2 Kindern. Meine Güte ist das Haus groß. Keller, Alter schweinestall, Dachboden, alles steht voll mit Kram.

    Wir stammen definitiv von Sammlern ab 😂

    Immer wieder ruft seine Mutter an.

    Sie hat Angst ihren Sohn zu verlieren. Versucht mir zu erklären was ich ihm alles drohen soll, damit er Angst kriegt und sich "berappelt". Das hat mich immer genervt. Aber sie tut mir auch leid.

    Ich wusste nicht wie ich es überleben sollte, wenn eins meiner Kinder so einen Weg einschlägt.

    Ich höre zu, aber tue natürlich nichts von dem was sie vorschlägt.

    Ich hab ein ganz tiefes Gefühl in mir, dass diese Türe nun endgültig zu ist.

    Einen schönen Tag euch allen

    Hallo Alexa,

    Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, ich kann mir kaum vorstellen mit welcher angst das verbunden war... Ich bin froh, dass ihr es da noch heil raus geschafft habt, auch wenn die überschwemmte Wohnung natürlich eine Katastrophe ist.

    Ich schick dir ganz viel Kraft ❤️

    Momo,

    Ich glaube hier liegt mein Problem gerade..

    Also wegen TV verurteile ich dich nicht. Bei uns macht TV an es schwieriger als wenn er aus bleibt. Meine Töchter lieben sich sehr und beschäftigen sich gerne miteinander.. Läuft der TV, ist die große wie gebannt und die kleine hat Langeweile und macht Terror 😅

    Nun bin ich auch in einem recht chaotischen Haushalt, der nicht für Babys ausgelegt ist. Es liegen Messer und Werkzeuge, mini Lego Teile auf dem Boden, überall klettermöglichkeiten,.. Das ist nicht mal wertend gemeint, für sie und ihren Sohn passt das ja so. Da sind - anders als bei meinem Mann zuhause - 15 Minuten mal ein Kaffee trinken und die Kinder alleine lassen nicht mehr möglich. Vorher ging das.

    Dann wohne ich jetzt noch weiter weg. Die kürzeste Strecke zu bekannten / Verwandten ist jetzt über eine Std Fahrzeit. Da bieten sich wenig Möglichkeiten an.

    Aber wenn es sich anbietet dann regel ich Dinge. Ich mach Fotos von Sachen die ich verkaufen möchte, Räume rum, mach dies und jenes. Fahr hin und her.

    Auf der einen Seite denke ich, ich sollte tatsächlich mal was liegen lassen, um mir Zeit für mich zu nehmen... Dann denk ich wieder nein, jetzt ist nicht die Zeit dafür. Alles ist ja an fristen gebunden. Ich will mein möglichtest tun das Haus leer und ordentlich zur Frist zu übergeben. Vielleicht ist jetzt einfach Augen zu und durch dran und in einer eigenen Wohnung wird es ganz sicher leichter.

    Mal sehen. Ich werd aber versuchen auf meinen Körper zu hören, ich bin sicher ich kann meine Aufgaben eigentlich effektiver erledigen, eine to Do Liste wäre gut... Dann bleibt vielleicht für beides Zeit 🤔


    Alexa, ja ich verstehe das. Ich fühle das auch: wir waren sehr verliebt und haben uns jahrelang sehr achtsam und gut behandelt, dafür bin ich dankbar.

    Und ich sehe auch, er tut was er kann gerade. Und ich ebenso.

    Ich finde das der Gedanke sehr hilft, gelassener auf die Situation zu blicken, die Dinge zu nehmen wie sie sind und vor allem auch die Gefühle dazu zu akzeptieren (also früher: er gibt sich mühe, aber das Ergebnis passt mir nicht = ich versuche mich damit zu arrangieren, denn mehr als es versuchen kann er ja nicht vs heute : er gibt sich mühe, aber ich fühle mich trotzdem nicht gut, dann muss ich trotzdem etwas ändern )

    Ich bin die letzten Tage ein bisschen beim Thema Liebe und Paarliebe. - auch durch Lanananas Post über bedingungslose Liebe.

    Bevor ich in diese Beziehung ging war ich Jahre Single. Und davor in einer schlechten Beziehung.

    Und in meiner Single Zeit habe ich irgendwann angefangen mich ein wenig mit mind setting und eben mir selbst zu befassen.

    Und konnte mich ein ganzes Stück besser lieben als zuvor und konnte allhemein auf Menschen (das Leben, Dinge, etc.) mit Liebe blicken. Unabhängig davon, was sie Taten, sagten, oder so. Also ich habe viel weniger negativ oder überhaupt gewertet. Das war irgendwie bedingungslose liebe für mich. Die wollte ich geben, ohne sie zurück zu fordern, einfach weil es sich so schön anfühlt voller Liebe zu sein.

    (Ich glaube mein größter Fehler war, als ich mit allem glücklich war, aufzuhören, mich mit der Thematik zu befassen. Ich glaube die alten denkmuster und glaubenssatze, sind so tief drin, dass man ein Leben lang achtsam mit sich sein muss. Im Falle meiner Beziehung mit meinem Mann war es so, dass wir lange sehr glücklich waren, und es nur noch uns gab. Kein ich kein er nur uns. Ich war nicht mehr achtsam mit mir und dann kam ein großer trigger, der mir gar nicht so bewusst war, und der hat mich wieder in meine alten Muster rutschen lassen.

    Darüber ein andermal mehr..)

    Jedenfalls ist Paarliebe immer an Bedingungen, und Erwartungen geknüpft. Sie ist immer auch mit Enttäuschungen und Geduld aufbringen müssen und Auseinandersetzungen verknüpft. Und wenn es nur im kleinsten ist.

    Und ich habe mit dem wieder-in-alte-Muster-fallen auch aufgehört, diese allgemeine Liebe für meinen Mann zu empfinden. Also ihn einfach wie jeden anderen Menschen lieben zu können. Nur noch meinen Partner in ihm gesehen. Dieser trigger hatte mich damals in ein tiefes Loch geworfen, das hatte gar nichts mit ihm zutun, und plötzlich war alles dahin und er musste mir quasi von heute auf morgen meinen Wert beweisen.

    Unabhängig jetzt von den anderen Problemen, die wir dann hatten, wünsche ich mit sehr das ich das in Zukunft schaffe anders zu machen, weil es sich für mich selber einfach so viel besser angefühlt hat.

    Und ich will nie wieder auf einem so hohen Ross sitzen, zu glauben, weil gerade alles gut ist, könnte ich Unachtsam werden.

    Lananana - ich bin auch gespannt auf meine Antwort darauf 😅 gerade stecke ich da fest... Und möchte mich darum auf einen anderen Lebensbereich konzentrieren, wo ich leichter weiter komme. Ein wenig erfolgserlebnisse sammeln, stolz auf mich sein, wachsen.

    Und irgendwann, ganz sicher, ist es viel leichter die Antworten zu finden.

    Danke euch für die Antworten und den Zuspruch! ❤️

    Liebe Alexa

    Ich habe immer viel zu lange in schlechten Beziehungen verharrt. Aber ich denke mir so, wenn ich alles gesagt und getan habe und es wird nicht besser, dann ist es auch mal gut. Dann habe ich konsequent einen Schlussstrich gezogen, dann gibt es kein Zurück und dann bin ich auch emotional kühl.

    Ich weiß was du meinst und zum Zeitpunkt der Trennung fand ich es auch immer gut, wie ich reagieren konnte, aber der erste Satz... Viel zu lange in schlechten Beziehungen verharrt... Das ist für mich der Knackpunkt.

    Andere wissen vom Kopf her das es zu nichts gutem mehr führen kann, und beenden es und schaffen es trotz der Emotionen die man dann noch hat, standhaft zu bleiben.

    Das ist der Punkt, den ich bei mir ungesund finde. Mein Kopf sagt mir schon, was los ist, ich fühle es irgendwie auch schon - so im Unterbewusstsein, aber schiebe es weg so lange es geht und dann verarbeiten ich es während der Beziehung. Und in der Zeit geht es ja weiter - weitere vertrauensbrüche, weitere schlimme Situationen, weitere Lügen, oder was auch immer.

    Das wäre vermeidbar, wenn man eher gehen würde.


    Ob es nur Verlust oder Trennungängste sind? Ich weiß es nicht, warum sollen die so viel stärker ausgeprägt sein, als bei anderen? Ich weiß es wirklich noch nicht. Aber daran arbeite ich.


    Zur Zeit ist es echt stressig. Ich denk oft an den Ratschlag der hier im forum gegeben wird, sich etwas Gutes zutun. Und frage mich, wie schaffen das alleinerziehende Mütter? Selbst Duschen ist gerade eine organisatorische Herausforderung...


    Naja. Ich hoffe sehr das ich bei der wohnungssuche bevorzugt werde. Es ist immernoch sehr schwer, und ich bin für meinen Geschmack immernoch viel zu abhängig. Aber wenigstens nicht mehr von ihm.


    Ich hab außerdem oft an dich gedacht, seit letzter Woche. Wie läuft der Umzug denn? Du solltest ja bald soweit sein, endlich die Türe hinter dir schließen zu können, und zu gehen. Ich freue mich immernoch sehr für dich, dass alles jetzt so greifbar und nahe ist.

    Hallo zusammen 🙋🏻‍♀️

    Ich wollte mich also doch mal wieder melden.

    In der Zwischenzeit bin ich ausgezogen.

    Ich hatte schon vor einer Weile den Entschluss gefasst mich räumlich zu trennen und das auch kommuniziert.

    Wie sich raus stellte passen Armut und selbstbestimmung aber eher mäßig zusammen🙈😅

    Das möchte ich mal eben genauer beschreiben, denn ich hatte vorher niemals mit irgendwelchen Ämtern oder Hilfen zutun und fiel aus allen Wolken..

    Mein Mann hatte wohl im Januar schon einen Bürgergeld Antrag abgeschickt, aber sich bis letzte Woche nicht um die benötigten Unterlagen gekümmert. Jetzt geht es drum, dass wir als bedarfsgemeinschaft evtl. Nachzahlungen von Januar an bekommen könnten (was auch dringend nötig wäre, denn seit einem halben Jahr beschränkt sich das Einkommen aufs Kinder- und Elterngeld, was gerade zum Essen kaufen reicht, aber nicht um Rechnungen zu zahlen). Das vor ab.

    Also Termine bei Beratungsstellen haben ergeben, ich brauche vor der Wohnhngssuche einen wbs. Um den beantragen zu können brauche ich den Bescheid vom jobcenter als Einkommens Nachweis. Außerdem muss ich beim jobcenter nachfragen ob ich ausziehen darf (WOW!)

    Tja also Fazit: Wenn ich ausziehen will, dann muss erstmal mein Mann seinen Antrag ordentlich ausgefüllt haben. Vorher geht nichts.

    Und dann muss das Amt eben auch noch einverstanden sein.

    Das war wie gesagt schon überraschend für mich.


    Also mein Mann trank zwar nicht mehr ich schätze seit März? Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau. Aber ich konnte nicht bleiben, einfach weil ich zu anhängig von ihm war.

    Naja ein zwei Wochen verbrachte ich damit ihn sozusagen ins Büro zu sperren bis der Antrag ordentlich ausgefüllt war😅 und zu der Zeit kam die Kündigung des Mietshauses.

    Also, mein erster Instinkt war: wir setzen uns jetzt zusammen und besprechen ALLE möglichen Optionen da bestmöglich raus zu kommen.

    Überlegen uns was.

    Ich suchte also das Gespräch und alles was ich hörte war: mach dir keinen Kopf, das wird schon alles.

    Also war klar ich muss das jetzt auf meine weise für mich regeln und er muss es auf seine weise für sich regeln. Ich habe

    Kontakt zur obdachlosenhilfe geknüpft, mich über Mutter kind heime informiert. Schlimme Optionen... Und nebenbei jedem geschrieben, wirklich jedem. Habe alle gefragt ob sie auf irgendeine art helfen können. Kartons im Keller lagern, sachen verkaufen, was auch immer.

    Ganz unerwartet antwortete eine Bekannte. Wir haben durch die Kinder Kontakt. 3 Jahre nur playdates, kaum geredet. Erst als sie sich vor einem halben Jahr trennte, haben wir zwischen durch mal geredet. Ich hab ihr immer angeboten, auf ihren kleinen aufzupassen, wenn sie mal Zeit für sich möchte. Hat sie aber nie in Anspruch genommen.

    Naja, sie sagte sie könne uns ein Zimmer frei machen. Wir haben in ca. 3 WhatsApp Nachrichten geregelt das ich 5 Tage drauf einziehe. Völlig chaotisch und unorganisiert. Also nahm ich erstmal das nötigste - Bett und einen Schrank, und zog mit den Kindern aus.

    Dazwischen war keine Woche. Mit meinem Mann war das eine sehr emotionale aber schöne Zeit. Wir waren zusammen glücklich, dankbar, traurig,... haben geweint, gelacht, viel geredet...

    Er baute mir alles ab und dann wieder auf.

    Ich war so glücklich. Er läuft sonst vor unangenehmen Situationen immer weg. Er hatte ein wenig Sorge, was alle über ihn denken, aber er sagte er macht das für mich und was wäre er noch für ein Partner wenn er mich nicht unterstützen würde.

    Und an dem Abend an dem ich auszog trank er zum ersten Mal wieder.

    Und seit dem immer mal wieder.

    Und das war eine überraschende Erfahrung für mich.

    Ich hatte mir über die Möglichkeit, dass er wieder trinkt in den Wochen zuvor natürlich Gedanken gemacht. Und ich hatte gedacht, ich würde zusammen brechen. Nach den Monaten, wo er nüchtern war und jeden Tag bei uns war und endlich wieder erreichbar war. Es war nicht alles nur toll, aber so viel besser...

    Ich dacht ich kriege Panik, befürchte gleich, dass sich alles wiederholen könnte...

    Aber dem war nicht so. Ich fand das schade, das er wieder getrunken hat. Aber es hat mich nicht weiter beschäftigt. Ich hatte auch kein schlechtes Gewissen. Kurz habe ich gedacht ob es meine Schuld ist... Aber mir war im selben Moment schon klar - wenn seine Abstinenz abhängig von mir ist, wäre ein Rückfall nur eine Frage der Zeit.

    Erst Tage später viel mir auf... Warum mach ich mit eigentlich keine Gedanken mehr über seinen Konsum?

    Und ich glaube, die Antwort war, dass meine existenzängste und die finanzielle abhängigkeit größer war als die emotionalen Abhängigkeit.

    Ich habe niemals erwartet das eine bekannte mir ein Dach über denk Kopf anbietet. Mir und meinen zwei kleinen Kindern. Ich war überzeugt in einem Eltern Kind Heim zu landen und nur meine Sachen unterbringen zu müssen..

    Meine Angst davor, nicht mal für mich, aber für die Kinder, war einfach riesig.

    .. Und wie er anfing zu trinken, war seine Verlässlichkeit auch wieder dahin.

    Also hatten wir unseren 1. Streit nachdem ich auszog.

    Und wieder so eine Erfahrung:

    Vorher war es so, ich musste immer Frieden schließen. Er ging Konfrontation aus dem Weg also hatte ich die Wahl: entweder ich versuche die Wogen zu glätten, egal was passiert war, oder ich ertrage es tagelang schweigend aneinander vorbei zu schleichen. In schlechtester Stimmung. Und das kannte ich aus meiner Kindheit zu gut, das komplett ignoriert werden und die dicke luft, und kann es nicht ertragen.

    Aber dieses mal war es anders. Es gab Option 3: einfach die Tür hinter mir zu Machen und gehen.

    Tat ich also. War super. Ich hatte trotzdem einen schönen tag. Habe einfach nicht mehr dran gedacht.

    Als er dann das Gespräch suchte hatte ich gar nicht viel zu sagen, nur, dass wir nur dann unseren Weg gemeinsam beschreiten können, wenn wir in die selbe richtung gehen. Und unzuverlässigkeit, wie lügen etc, nicht mehr zu meinem Leben gehören.


    Ich musste beim schreiben an Lananana denken, sie schrieb sinngemäß neulich, dass manchen es leichter fällt, nach der Trennung nach vorn zu blickenund los zu lassen. Und das es manchen sinnvoller erscheint Energie in die Beziehung mit einem nassen Alkoholiker zu stecken als in sich selbst.

    Ich wollte darauf reagieren, aber kam nicht dazu..

    Aber ein paar Gedanken dazu wollt ich noch hier lassen.

    Ich glaube wenn man erkennt, in welcher Situation man da steckt und das sich das ändern muss, dann muss man verschiedene Prozesse durchlaufen...verarbeiten, was passiert ist, und auch den verlust einer Liebe, wieder zu sich finden, etc... Und ich glaube einige durchlaufen schon viele Prozesse noch während der Beziehung während andere sich schneller trennen und dann das verarbeiten etc. danach beginnen.

    Natürlich ist bei jedem auch das Fass unterschiedlich schnell voll.

    Wie ein persönlicher tiefpunkt beim Alkoholiker ja auch sehr unterschiedlich aussehen kann.

    Zum anderen ist es eben auch nach Lebensumständen oder Verstrickungen mit dem Partner (finanziell, familiär,..) eben schneller gemacht oder eben langwieriger eine bessere Alternative zu finden.

    Darum denke ich von außen kann man das alles nur bedingt beurteilen, wenn man überhaupt vergleichen und werten sollte.

    Mir jedenfalls ist aufgefallen, auch wenn ich noch nur räumlich getrennt bin, dass ich auch vorherige Beziehungen sehr spät beendet hatte, es dann mit dem aussprechen aber eigentlich schon abgeschlossen war. Also es war sozusagen mein letzter Schritt. Warum das so ist, dass weiß ich noch nicht. Aber das es nicht gesund ist, das ahne ich schon.

    Lange Rede, gute Nacht 🙋🏻‍♀️

    Danke ❤️ ich wollte deinen thread gar nicht für meinen Kram benutzen,

    Ich wollt dir nur sagen, wir sind wirklich nicht alleine. Unsere Situation gerade ist so ähnlich, und wollte dir ein bisschen positive Energie rüber schicken. Ich fand es schade von der Entwicklung deines partners zu lesen. Seine Situation ist auch traurig. Aber du startest jetzt durch, und das ist großartig, das hast es so sehr verdient!

    Liebe Alexa, ich les immer still mit - wollte meinen thread auch schon wieder aufleben lassen, aber bin im Chaos versunken, denn letzte Woche ausgezogen.

    Ich denke wie du auch, sein Verhalten wird sich zuspitzen, und freue mich riesig für dich, dass du die Schlüssel jetzt bekommen hast, und nun ein großes Stück Freiheit zurück gewinnst. Ich hab mich auch erstmal für eine räumliche Trennung entschieden und war erstaunt, wie schnell ein riesen Stein vom Herzen gefallen ist und wieviel mehr Energie mir am Ende eines Tages bleibt, und auch wie viel gelassener ich auf die Möglichkeit Blicke, dass er eventuell abstürzen wird.

    Du hast da eine ganz große tolle Sache vor dir, konzentrier dich auf die Vorfreude und mach es dir schön in deinem neuen Reich. Alles andere läuft nicht davon. Jetzt bist endlich du dran. Das ist so gut!

    Alles Liebe

    Hallo :)

    Ich lese zwischendurch noch vor allem bei euch beiden momo und wardasalles mit :)

    Mir geht es gut soweit - ich bin noch an ganz andere Themen gelangt nachdem ich mich hier verabschiedet habe, die ich bearbeiten muss. Einen ersten arzttermin hab ich schon gemacht.

    Mein Mann ist viel zuhause, hat seit immerhin 3 Wochen nichts getrunken... Mir fällt es auch schwer meine Gefühle damit unter einen Hut zu kriegen.

    Aber ich war ewig gedanklich nur bei ihm. Als ich hier aktiv war, war ich gedanklich viel bei dem forum hier (irgendwie das Bedürfnis alle zufrieden zu stellen) und jetzt bin ich endlich mal viel bei mir.

    Dadurch das er nur zuhause ist und sich zum 1. Mal seit ewigem wirklich im Haushalt und mit den Kindern einbringt habe ich aber auch plötzlich viel mehr Zeit und Ruhe für mich. Ich nutz die Tage, solange sie dauern und freu mich einfach das es gerade alles leichter ist.

    Es ist immer wieder schön von euch und eurer Entwicklung, Gedanken, etc. zu lesen ❤️ liebe Grüße!

    Ein kleiner Nachtrag... Ich find hier keine Option meinen Account zu schließen. Falls das über die Moderation laufen muss - dann danke für die Mühe im voraus 🤪 ansonsten bin ich hier nochmal für Tipps offen :)

    Hallo,

    Heute etwas ganz anderes von mir.

    Ich habe hier gestern etwas gelesen, das hängen geblieben und mir wieder und wieder durch den Kopf ging.

    "Ich fühle mich nicht mehr frei und ungezwungen im Austausch"

    Das mir das nicht aus dem Kopf geht liegt daran, dass ich das auch so empfinde.

    Ich habe das Gefühl, es darf nur einen Weg für alle geben, und links oder rechts schauen ist falsch. Und nur gewisse Gedanken, die ich haben darf, und weichen die Gedanken mal ab, und selbst wenn es nur Gedankenspiele sind die nichts mit meinem tuen zutun haben, möchte ich mich gar nicht mehr mitteilen, weil ich das Gefühl habe, anschließend verurteilt zu werden, mich rechtfertigen und erklären zu müssen, gegenhalten zu müssen.

    Das betrifft auch andere Fäden die ich lese, wo mein erster Impuls ist, antworten zu möchten, ich es aber doch sein lasse.

    Das Gefühl habe ich seit einigen Tagen, dass hat nicht unbedingt was mit den letzten Antworten in meinem Faden zutun.

    Wo ich mich vor einer Woche noch gefreut habe, hoffentlich bald im geschlossenen Bereich noch viel freier schreiben zu können, habe ich inzwischen gar nicht mehr das Bedürfnis dazu.

    Das ist kein Vorwurf gegen euch, und auch nciht gegen einzelne Mitglieder hier. Vielleicht kann ich mich auch einfach nicht ausreichend abgrenzen. Wie dem auch sein, für mich passt es einfach nicht mehr, und daher verabschiede ich mich auch im guten, und gehe meinen Weg trotzdem weiter. Viele von euch sind mir auch ans Herz gewachsen, und ich wünsche euch allen vom Herzen, dass ihr es schafft euer Leben so zu gestalten, dass ihr glücklich damit seid. Und auch wenn es für mich nicht mehr passt, habe ich hier eine gute starthilfe bekommen und möchte mich bei euch allen dafür bedanken ❤️