Beiträge von Jump!

    Hallo Johanna,

    das was du beschreibst ist wirklich heftig. Für mich hört es sich an, als verdichtet sich da immer mehr eine Gefahr für dich und dein Kind. Bei solchen Mengen ist er doch kaum noch zurechnungsfähig.

    Dann noch die narzisstische Persönlichkeitsstörung. Wenn das diagnostiziert wurde, dann gibt es da ja vermutlich auch einen Befund-Bericht?

    Vielleicht kannst du alle nötigen Unterlagen schon sicher stellen? Mein Impuls wäre auch, dass du dich ans Jugendamt wendest. Wegen deiner Sorge mit dem Umgangsrecht. Das bedeutet dann aber natürlich auch, dass es dann so nicht mehr weiter gehen kann. Aber das sollte es ja auch nicht.

    Gehst du arbeiten? Wenn du dir die Wohnung alleine nicht leisten kannst, dann ist das so. Deshalb dieses Leben zu ertragen ja verrückt. Eine Anwältin wäre vermutlich wichtig. Du hast dann ja auch Anspruch auf Unterhalt. Vielleicht kannst du Wohngeld bekommen? Du hast eine andere Steuerklasse. Also lass dich beraten. Hier mehr Planungssicherheit zu bekommen ist wichtig, um sich zu trauen sich abzugrenzen, finde ich.

    Bin mal wieder auf den Antwort Button gekommen, statt Zitate 🤦🏼‍♀️...daher konnte ich meinen Beitrag auch nicht mehr gegenlesen. Also entschuldige, wenn manches zu pushy rüber kommt... Ich höre dann auch lieber mal auf.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Mein Ziel ist es, dass sie ihr Alkoholproblem endlich als das erkennt, was es ist

    Tja, mit diesem Ziel mühen sich hier viele Cos Jahre um Jahre vergeblich ab.

    Ich fürchte ein realistisches Ziel wäre, dass DU selbst erkennst, "was es ist". Nämlich vermutlich hoffnungslos, solange sie weiter trinken will. Bei manchen gibt es eine winzige kleine Chance, wenn der Partner sich trennt. Bei vielen nicht. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand trocken geredet werden kann.

    Was hat dich denn damals selbst überzeugt aufzuhören?

    Ja, das war früher bei meinem Mann auch so, dass es im Winter am schlimmsten war. Und er hatte übrigens jahrelang überhaupt gar keine Abstürze, er ist Spiegeltrinker. Filmriss auch fast nie.

    Mein Mann hatte auch schon zig kalte Entzüge Zuhause gemacht, nix passiert, bis er irgendwann dann doch, scheinbar aus dem Nichts, einen epileptischen Anfall hatte. Dann erst hatte ICH gemerkt, dass es für mich so nicht weiter geht. Dass ich trotz allem Meckern und Klagen, Ignorieren, ins Gästezimmer umziehen - das Ganze ja dennoch irgendwo toleriere. Und ein Feigenblatt der Normalität bin.

    Abstinenzphasen waren eher Trinkpausen. Die ihm wohl das trügerische Gefühl vermittelt haben, dass es jetzt ja wieder geht, dass er diesmal ja aufpasst. Der Kopf war ja immer noch nass.

    Ich hab mal in einem wissenschaftlichen Bericht gelesen, dass der Abbau der weißen Substanz im Frontalhirn auch mindestens sechs Wochen nach dem Entzug noch weiter geht. Und damit auch die große Rückfallgefahr in den ersten Wochen erklärt wird. Keine Ahnung. Aber wenn du hier liest bei den Alkoholikern, dann wird jedenfalls klar, dass zwischen nüchtern sein und wirklich trocken sein ein großer entscheidender Unterschied ist.

    Du scheinst finanziell auf eingenen Beinen zu stehen. Wieso ziehst du nicht zumindest in eine eigene Wohnung?

    Und sicherlich wisst Ihr auch, wie schwer man sich tut, wenn am nächsten Morgen der Mann zurück, in den man sich verliebt hat. Gestern war er total betrunken und unausstehlich, heute macht er Frühstück, bespielt den Hund und redet wieder ganz normal

    Da sagst du was!

    Ich glaube das ist ein ganz wesentlicher Punkt: dieses hin und her. Mir kam dann später immer alles vor wie ein böser Traum, so Unwirklich. Nachts hab ich noch vor Verzweiflung wach gelegen. Und morgens wirkt alles wieder normal.

    Und weil es dann ja aber auch immer wieder "gut" war, war es so schwer trotzdem zu gehen. Weil ich immer dachte es ist doch "so unnötig", so offensichtlich falsch, dass er trinkt. Und er muss doch selbst merken, dass das der pure Wahnsinn ist so weiter zu machen. Denn eigentlich wäre doch alles super, wenn nur nicht diese vollkommen überflüssige Sauferei wäre.

    Tja. Nur irgendwann war dann gar nix mehr gut zwischendrin. Da konnte er überhaupt nicht mehr aufhören. Dann war er morgens heftig auf Entzug. Da musste er nachts rum geistern, um den Pegel zu halten. Es wird nämlich immer schlimmer.

    Ich hab viel drüber nachgedacht und aus meiner Sicht ist DAS der Hauptgrund gewesen zu bleiben. Dieses Switchen. Und weil ich nicht alles verlieren wollte, was wir aufgebaut hatten, wegen etwas, was doch so offensichtlich krank ist, dass er das doch raffen muss. Hat er auch. Aber vier Rehas später und keine Ahnung wie viele stationäre Entzüge (9?), nach SH-Gruppe und pipapo trinkt er trotzdem noch.

    Ich hab hier auch schon öfter gelesen, dass dieselben Frauen, die es jetzt nicht schaffen sich zu trennen, dies aber plötzlich sofort können, wenn er fremd geht.

    Das ist dann was anderes. Auch schlimm, aber trotzdem klar.

    Beim Alkoholiker ist da immer diese Hoffnung er schnallt es doch noch; dieses Wissen, es ist ja eine Krankheit; diese zwei Gesichter, die sich zeigen und die nicht übereinander passen.

    Ich kann nur sagen, dass es mir um Welten besser geht, seitdem ich ausgezogen bin.

    Liebe releasme, jetzt hast du eine Weile nix geschrieben...ist ja auch völlig okay... Ich hoffe nur, dass du dich jetzt hier nicht derart "unter Druck" fühlst ausziehen zu müssen, dass du dich dann hier zurück ziehst, weil du dich anders entscheidest oder deine Ambivalenz dir unangnehm ist oder so?

    Vielleicht liege ich völlig daneben.

    Ich will dir nur sagen, dass es ja dein Leben, deine Entscheidung und deine eigene Verantwortung ist. Das kann dir hier niemand abnehmen. Und von Außen sind natürlich alle "schlauer". Weil wir nicht drin stecken.

    Ich bin ja selbst "nur" ausgezogen und gar nicht getrennt und mach' hier die schlauen Sprüche. Ich weiß aber, dass die Katze aus dem Sack ist. Verleugnen und Schön-Reden geht jedenfalls nicht mehr. Und ich glaube so geht es vielen, wenn die Pakete hier erst mal auf dem Tisch liegen.

    Also ich will eigentlich nur sagen: Du bist mit deinen Gedanken und Gefühlen willkommen - auch mit deiner Zerrissenheit.

    Alles Liebe, Jump! 🎄

    Hallo Co-Pilot,

    ich bin eben auf deinen Faden aufmerksam geworden, weil du woanders etwas gepostet hast.

    Deine Beiträge wirken sehr bitter, fast schon hasserfüllt. Du schreibst zwar, du seist längst über die Co-Abhängigkeit hinaus gekommen, aber so liest es sich für mich ganz und gar nicht.

    Du klammerst an der Wohnung und findest anscheinend Gründe nicht auszuziehen, obwohl du weißt, dass sie kaum ausziehen wird und obwohl dich ihre gesundheitlichen Folgen des Alkohols anwiedern. Was hält dich was wichtiger ist als dein Seelenheil? (Ist eine rhetorische Frage, du musst nicht antworten).

    DU bist klar im Kopf, du kannst planen, handeln, für dich sorgen - dort zu bleiben ist deine Entscheidung. Das hat nichts mit Schuldumkehr zu tun, sondern damit sein Leben in die Hand zu nehmen, anstatt alles davon abhängig zu machen, dass jemand anderes dies das jenes macht.

    Ich habe den Eindruck du hast selbst auch nicht verstanden, dass es sich hier um eine schwere grauenhafte Krankheit handelt. Ja, die den Betroffenen irgendwann auch die Würde nehmen kann. Zum Beispiel indem im Internet darüber erzählt wird, dass man einkotet.

    Dein Anwalt hat in dieselbe Richtung argumentiert:

    3 gescheiterte Entzüge sind nicht tragbar, das sei eine selbst herbeigeführte Hilfebedürftigkeit

    Ist es nicht. Es ist Sucht. Und das meine ich nicht als Entschuldigung, sondern als sachliche Tatsache. Das Ergebnis für dich ist aber natürlich das gleiche: wenn du nicht zu einem verbitterten, rachsüchtigen Menschen werden willst, dann geh' da raus. Das ist jedenfalls mein Impuls, wenn ich dich lese. Was hält dich? Die schönste Wohnung ist das doch nicht wert.

    Und nicht, dass das jetzt falsch rüber kommt. Ich kenne das zu gut, dass ich irgendwann so wütend war und wirklich voller Hass und sogar schon gebrüllt hatte: "dann bringe dich doch um! Hau ab, lauf runter an die Gleise, dann ist endich Schluss. Ich ertrage dich nicht mehr."

    Und da wusste ich, ich muss unbedingt was machen, weg gehen, sonst kann ich mich bald nicht mehr im Spiegel anschauen.

    Und ich bin ausgezogen aus unserem schönen eigenen Haus. Also ich weiß was das bedeutet.

    Alles Gute, Jump! 🏵️

    Die Tatsache, dass er unbedingt will, dass du mit kommst zeigt sehr deutlich, dass er mitnichten einen echten Tiefpunkt hat.

    Du musst auf dich aufpassen, dich aus dieser Dynamik lösen und dazu gehört dich raus zu ziehen und ihm alleine die Verantwortung zu übergeben. Mit zu gehen ist das Gegenteil.

    "Suchtklinik" heißt Rehaklinik für stationäre suchtbezogene Langzeit-Therapie? Dann kommt er da auf die Warteliste und wenn ihr so tolle Connections habt, dann kommt er schneller dran.

    Aber, das heißt gar nix.

    Mach' dir nix vor, das Ganze ist noch überhaupt nicht an dem Punkt, um überhaupt von einer zukunftsweisenden Veränderung zu sprechen.

    Ich kenne das von mir, dass ich in meinem Co-Kopf dann alle möglichen Hinweise entdecke, weshalb es JETZT aber ganz anders ist, es diesmal klappen wird...war bei mir alles Wunschdenken.

    Und selbst wenn es aktuell ernst gemeint ist, schaffen es ja trotzdem die allermeisten nicht.

    Releaseme wo liegt das Problem jetzt erst mal auszuziehen und alles aus sicherer Position zu beobachten?

    Weißt du, wenn du alleine wärst, dann würde ich vielleicht denken: okay, sie muss noch eine Runde drehen... Aber du hast Kinder. Da kannst du dir keine Experiment erlauben.

    Eine eigene Wohnung ist erst mal ein sicherer Rückzugsort. Es gibt auch Paare, die leben aus anderen Gründen getrennt, obwohl sie eine gute Beziehung haben. Du musst jetzt nichts entscheiden, außer, dass du kein Risiko eingehst. Alles weitere kommt.

    Hey Karlotti,

    du hast geschrieben, dass du die einzige bist, die wirklich weiß wie schlecht es ihm geht. Dazu will ich sagen es gibt noch mindestens zwei, die das wissen: er selbst und sein Arzt bei dem er war. Und das sind auch die Einzigen, die da was machen können. Du nicht.

    Mich hat es sehr traurig gemacht in aller Tragweite zu realisieren, dass ich nichts machen kann. Aber es hat mich auch insofern erleichtert das wirklich zu kapieren, weil es diese gefühlte Verantwortung von mir genommen hat.

    Als ich vor etwas mehr als einem Jahr ausgezogen bin, da dachte ich jetzt säuft er sich in null komma nix zu Tode. Einmal hab ich die Rettung gerufen, nachdem er geschrieben hatte er stirbt. Die haben ihn dann in die Entgiftung gebracht. Das war Nothilfe, das war was anderes.

    Jedenfalls lebt er immer noch.

    Was ich nicht verstehe und hier aber immer wieder lesen ist, dass Angehörige tatsächlich versuchen mit einem komplett intoxiniertem Menschen noch vernünftige Gespräche zu führen. Oder sich so viel Mühe machen zu verstehen. Oder die Nachrichten ernst/persönlich nehmen und so.

    Ein Besoffener mit drei Promille oder so, ist komplett neben der Spur. Manche werden aggressiv, andere heulen, drohen, machen plötzlich Komplimente, Versprechungen, entwickeln einen Eifersuchtswahn...halt alles mögliche was so ein Nervengift anrichten kann. Sich da den Kopf zu zerbrechen oder gute Antworten zu überlegen oder empört zu sein...ist alles für die Katz. Denn der Empfänger ist auf Droge.

    Dir wünsche ich einen klaren Kopf und dass du dich selbst an erste Stelle stellst.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Ich bin ausgezogen. Er lebt im Haus. Wir haben keine Kinder.

    Er wäre bereit gewesen selbst auszuziehen. Aber erstens war das in seinem Zustand unrealistisch. Und zweitens wollte ich dann lieber in die Stadt in der ich arbeite und mein soziale Umfeld habe.

    Ich wusste damals: ich muss das jetzt sofort durchziehen. Und mein Motto war nur noch: Kopf einschalten, Gefühl abschalten und auf Autopilot alle Schritte einleiten.

    Ich hatte unfassbare Panik. Hab innerlich gezittert. Aber ich war fest entschlossen.

    Liebe releasme, ich bin damals ausgezogen. Obwohl ich bis heute den Eindruck habe, dass mein Mann tatsächlich abstinent sein möchte, in seine SH Gruppe geht und damals auch seine (dritte) Reha anstand.

    Und das war absolut richtig und notwendig. Jetzt ist es so, dass ich den Kontakt sofort abbreche, wenn er auch nur das kleinste Fitzelchen getrunken hat. Aktuell ist er nüchtern, wenn wir uns sehen. Ich würde aber den Teufel tun und wieder einziehen. Obwohl wir gemeinsam ein sehr schönes Haus haben. Denn ich bin mir sicher, dass es dann wieder anfängt bzw dass er nie aufgehört hat. Und dann habe ich keinen Rückzugsort. Und kann nicht sofort den Kontakt abbrechen.

    Medikamenten-Namen dürfen ja nicht genannt werden. Aber sicherlich gehören zu einem Entzug mehrere Medikamente und manche machen selbst abhängig. Alleine das zeigt, dass er null kapiert hat. Es stellt sich auch die Frage woher er solche verschreibungspflichtigen Tabletten her hat (rethorische Frage).

    Ich kann dir nur raten auf jeden Fall auszuziehen. Schon allein der Kinder wegen.

    Liebe releasme, du bist bei deinen Eltern doch erst mal gut aufgehoben. Du hast ja keinen Handlungsdruck. Nimm den Druck raus.

    Ich würde mich nicht wundern, wenn seine Wandlung sowieso die nächsten Tage oder Wochen wieder in sich zusammen bricht.

    Ich glaube nicht mal, dass er bewusst manipulativ ist - er glaubt sich ja vielleicht sogar selbst. Aber es gehört ja soviel mehr dazu dauerhaft trocken zu werden. Mach dir keinen Kopf über ungelegte Eier. Schau wie es weitergeht. Was du selbst willst. Suche dir Unterstützung. Male dir aus wie du leben willst. Du selbst.

    SummerSun hat das sehr gut beschrieben finde ich. Auch der Vorschlag deinen Faden nochmal zu lesen.

    Bis jetzt redet er nur. Geht er Montag zum Arzt, macht er einen Termin in der Suchtberatung, beantragt er eine Reha ("am liebsten stationär"), geht er in eine SHG...oder kommen lauter wenn's und abers?

    Wird sich in den nächsten Wochen klären. Und vielleicht willst du sowieso nicht mehr. So hört es sich für mich nämlich an.

    Wie heißt es: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

    Ich verstehe nicht, was das mit höheren Stühlen, fehlender Augenhöhe oder Unterschätzung zu tun haben soll. Also mir ist es jedenfalls ein Rätsel wie du auf solche Zuschreibungen kommst.

    Unterschätze mich nicht, ich merke mehr als Du denkst.

    Ich denke gar nichts. Und ich schätze dich auch nicht ein. Anscheinend hast du meine Frage anders wahrgenommen, als sie gemeint war.

    Nix für ungut. Wünsche dir alles Gute,

    Jump! 🏵️

    Liebe c.o.ma,

    vielleicht vermischst du das was, kann das sein?:

    Du hast einen so großen Verlust erlebt und dich immer wieder gefragt, ob du doch irgendwie hättest verhindern können dass dein Partner gestorben ist.

    Und jetzt liest du hier im Vorstellungsbereich von Alkoholikern, die in deiner Wahrnehmung abgeschreckt werden sich zu retten.

    Merkst du was?

    Du hast geschrieben, dass es dir sehr schlecht geht. Ich hoffe du findest einen Weg raus aus deinen Ängsten.

    Und weder du, noch sonst jemand konnte den schlimmen Verlauf damals aufhalten. Das geht nur mit radikaler Einsicht des Betroffenen. Und genau darum geht es bei der Bezeichnung Alkoholiker.

    Das bedeutet aber auch etwas für uns Angehörige. Mein Mann ist Alkoholiker. Er hat nicht nur ein Problem. Das geht niemals weg, wird nicht irgendwann von selbst besser. Er hat eine tödliche Krankheit. Das weiß niemand besser als du. Das habe ich selbst erst so richtig kapiert als mein Mann neben mir einen heftigen epileptischen Anfall hatte. Ich wusste es schon lange vorher - aber erst in dem Moment wurde es mir in seiner tödlichen Dimension wirklich klar.

    Ich verstehe total was du meinst. Aber ich glaube das ist sowas ähnliches wie, wenn ich als Angehörige immer wieder Kompromisse mache, anstatt klare Kante zu zeigen. Nicht weil ich glaube, dass ich damit etwas ausrichten kann, sondern um mich zu positionieren.

    Das wiederum ist dann eher mein eigenes Thema. Mache ich Rumeiern mit. Oder setze ich klare Grenzen.

    Für mich hat diese klare Regel hier im Vorstellungsbereich daher Vorbildfunktion.

    Alles Liebe dir! von Jump! 🏵️

    Liebe Foxi, ja, ich finde es absolut verständlich und richtig, dass du dich abgrenzt. Und ich habe mich auf die anderen Kommentare bezogen. Ich fand es gut, dass du bei dir geblieben bist, geantwortet hast, dass du keine innere Kapazität mehr für das alles hast.

    Das geht ja ganz ohne zu spalten. Hast du auch nicht. Du bist bei dir geblieben.

    Und klar ist es ein Unterschied, ob ich es den Geschwistern mitteile, oder mich an eine selbst völlig aufgelöste Mutter wende, die klar gesagt hat, dass sie Abstand braucht. Ich weiß ja nicht was "dringend" heißt. Was ihr vereinbart habt.

    Ich selbst hätte es gar nicht ausgehalten nicht zu erfahren was genau jetzt so dringend ist. Das entsprechende Kopfkino wäre schlimmer gewesen, als es zu wissen. Es sei denn natürlich, das kommt dauernd vor und ist immer dieselbe Leier.

    Vielleicht wart ihr auch ihre Traum-Schwiegereltern. Die Familie meines Mannes hat mir gesagt, dass ich für sie immer Teil der Familie bleibe. Aber er eben nicht, wenn er nicht die Kurve kriegt. Und da sind die knallhart. Okay, die wissen auch genau von was sie reden. Und es geht um über 25 Jahre.

    Alles Gute dir, liebe Foxi... von Jump! 🏵️

    Guten Morgen,

    mich wühlt es sehr auf das zu lesen.

    Die Schwiegertochter hat nur geschrieben es ist dringend und sie bittet um Rückruf, oder? Alles andere ist Spekulation. Sie meldet sich auch nicht andauernd. Hat sich eine eigene Wohnung gesucht.

    Klar, ich bin identifiziert mit ihr. Wenn das "unterste Schublade" war, dann bin ich auch unterste Schublade. Ich habe mich in meiner Verzweiflung damals auch an die Geschwister meines Mannes gewandt und die fanden das richtig und gut. Ohne dann selbst in eine Co-Rolle zu gehen, sondern sie haben mich unterstützt.

    Hier sind schon öfter abwertende Kommentare über die Schwiegertochter gefallen. Sie ist genauso im Suchtstrudel gefangen wie ganz viele hier im Forum. Wie ich.

    Angeblich haben es Partner*innen ja "leichter" als Eltern. Pustekuchen. Die Verstrickung ist anders, aber beides ist schlicht nicht vergleichbar.

    Das ist pure Verzweiflung bei ihr und keine Schublade oder Manipulation. Dennoch verstehe ich, dass ihr euch abgrenzt. Und dass das bestimmt schwer ist.

    Ich habe 7 Jahre gebraucht um die Erkenntiss zu gelangen, dass es so nicht mehr weitergeht und die Trennung durchzuziehen.

    Dann warst du fast vier Mal so schnell wie ich. Und ich bin noch nicht mal getrennt, sondern nur ausgezogen.

    Ich war oft sehr unzufrieden mit mir, besonders wenn ich hier im Forum gelesen habe wie manche Co's das verhältnissmäßig schnell durchgezogen haben. Ich habe ihre Konsequenz und Klarheit bewundert und mich gleichzeitig so schwach und minderwertig gefühlt

    Hmm, wüsste jetzt auf die Schnelle nicht wer das sein soll. Es ist ja alles ein schleichender Prozess, zuerst bis es immer schlimmer wird, dann das Eingeständnis, dass es nicht mehr besser wird, dann die ganzen Wenn's und Aber's, bei manchen Versprechungen, Manipulation, Hoffnung, finanzielle Sorgen und und und.

    Ich habe den Eindruck wer ins Forum kommt holt die Katze aus dem Sack. Und der Rest kommt Schritt für Schritt.