Danke dass du das alles so klar schreibst und nichts bagagtellisierst.
Beiträge von Jump!
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Du solltest dringend das Jugendamt informieren. Die Kinder sind stark gefährdet.
Normalerweise würde ich deiner Schwester raten mit den Kindern in ein Frauenhaus zu gehen, weil die Adresse geheim ist. Aber wenn sie selbst trinkt, dann wird das nicht gehen.
Du kannst selbst nichts machen. Aber du kannst das Jugendamt einschalten. DAS ist deine Pflicht.
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Meine Frau hat oft gejammert, wie schlimm es ihr geht. Aber es wurde erst so richtig schlimm für sie, weil sie sich nicht trennen wollte. Am Ende habe ich noch gesagt, wenn sie eine Spur Selbstachtung behalten will, soll sie sich das nicht länger antun.
Ich hole dieses Zitat mal zu dir. Das will ich so nicht stehen lassen. Ich erlebe das als Provokation, als Verachtung und als Verdrehung, "Schuld"-Umkehr. Es ärgert mich!
Wenn ich dich lese, dann hört es sich immer so an, als sei deine Saufzeit unheimlich lustig und toll gewesen und als es dann gekippt ist, hast du dich entschlossen aufzuhören, was auch alles gar kein Problem für dich war. Du hast immer gemacht was du willst. Dich nicht abhängig gefühlt und den Begriff Alkoholiker auch nur benutzt, damit für andere klarer ist, um was es geht.
Mit deiner Frau lachst du über frühere Anekdoten deiner Saufzeit und du bereust nix. Alles ganz easy.
Obiges Zitat hat zum ersten Mal auch eine andere Perspektive gezeigt. Aber hey, ist ja ihre eigene Dummheit gewesen sich nicht zu trennen. Jeder kann sich verhalten wie er will, muss sich ja niemand gefallen lassen.
Das finde ich - ja wie? Es löst am ehesten Ekel bei mir aus.
Als Angehörige achte ich genau auf das was du so zu deiner Frau schreibst. Mal sagst du sie sei sehr klar und gar nicht Co gewesen und habe sich getrennt und ihr hättet erst wieder zusammen gefunden, nachdem du sicher trocken warst. Ihr seid euch ebenbürtig, gebt untereinander leidenschaflich Contra.
Dann hast du einmal geschrieben du hättest sie damals in Therapie geschickt, damit sie an sich arbeitet. So eine schwache Person wolltest du nicht an deiner Seite.
Als du deine letzten Tage mit Alkohol geschildert hast (Danke dafür), war sie allerdings da. Hat das alles miterlebt. Und ich habe das, was du geschildert hast aus IHRER Perspektive betrachtet. Und sie hatte mein ganzes Mitgefühl.
Fertig.
Jump! 🏵️
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Heidelberg finde ich auch gut!
Worüber ich mir aber Gedanken mache ist, wo wir uns dann gemeinsam treffen könnten, wenn jede woanders wohnt und wir keinen "Gemeinschaftsraum" haben? Wir bräuchten ja einen Ort wo wir zwanglos zusammen sein könnten 🤔
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Also wenn er einen epileptischen Anfall hatte, dann KANN er den Notarzt auch nicht mehr anrufen, dann ist er nämlich nicht mehr bei Bewusstsein.und kann auch keinen Videocall mehr machen. Dann stößt er einen Schrei aus, wirft das Handy weg, zappelte mit Händen und Füßen. Und einige Zeit später krampft er, hat Schaum vorm Mund, Blut läuft ggfls. aus dem Mund (Zungenbiss), du siehst nur noch das Weiße seiner Augen und er ist weiterhin bewusstlos.
Ein Notarzt ist hier unbedingt SOFORT notwendig. Es besteht die Gefahr eines Hirnschadens. Eines Delirs. Und auch die Gefahr weiterer Anfälle.
Also ich weiß nicht was du da gesehen hast im Video-Call? Vielleicht "nur" heftiges Zittern?
Wenn ich bei bei einem Alkohliker einen epileptischen Anfall mit bekomme, sollte ich jedenfalls immer den Notarzt holen!
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Du liebe wieweiter, es ist gerade mal drei Monate her. Das ist gar nichts. Gib dir Zeit.
Am Anfang ist da der Schock. Dann musstest du so viel organisieren. Und langsam sickert immer mehr durch, dass es nun wirklich für immer ist. Unumkehrbar. Das dauert.
Du hast ja geschrieben, dass du eigentlich eine Macherin bist, eine taffe Frau. Diese Hilflosigkeit zu akzeptieren und wirklich zu verinnerlichen, dass du absolut nichts tun konntest, um das alles aufzuhalten ist schwer.
Zu erleben, dass du jetzt auch deine Trauer nicht beschleunigen, stoppen oder kontrollieren kannst, ist vielleicht auch etwas was dich hilflos macht. Das ist aber normal. Dieser unfassbare Schmerz. Das muss auch nicht begründet oder erklärt werden. Deine Gefühle sind da und sind berechtigt. Ohne Ablaufdatum.
Ich hoffe du schaffst es dennoch immer wieder den Blick nach Außen zu richten. Jetzt im Frühling blüht alles und erwacht zum Leben. Vielleicht empfindest du das auch als Affront. Als meine Mutter (vor 25 Jahren) gestorben war, fand ich, dass doch jetzt die ganze Welt stehen bleiben müsste. Aber es geht nun mal weiter. Immer. Das "wie" war ja damals deine Frage wieweiter. Das bekommt jetzt nochmal eine andere Bedeutung.
Es ist gut, dass du das Schöne in Erinnerung hast. Aber vergiss nicht, dass es am Schluss für eine lange Zeit auch sehr schlimm war. Der Mann, in den du dich verliebt hast, der war schon länger tot, glaube ich. Aber dieser Prozess war schleichend. Wie, ab wann, soll da getrauert werden? Da ist noch Wut, irrationale Hoffnung, Verzweiflung, Zorn, Fassungslosigkeit - ein Gefühlsmatsch. Und dann ist der Mensch wirklich tot. Das muss doch alles verarbeitet werden. Das dauert.
Drei Monate sind gar nichts.
❤️ Jump!
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Ach Silberstreifen, nimm' dir das doch selbst nicht so übel. Du warst überrascht. Du wolltest keinen Lärm wegen den Nachbarn. Und eigentlich warst du ja auch entschlossen ihn direkt ins Taxi zu setzen.
Mit einem betrunkenen 100 Kilo Mann, der nur schlafen will, ist bestimmt nicht mehr zu diskutieren. Nächstes Mal weißt du, dass du ihn gar nicht mehr rein lässt. Das weißt du jetzt. Auch wenn es peinlich wird, wenn er dann Krach macht...das ist aber für ihn peinlich, nicht für dich, du kannst nichts dafür.
Ich weiß nicht ob es etwas nützt ihm nochmal klipp und klar zu sagen, dass das kein zweites Mal so laufen wird.
Jetzt bist du vorbereitet.
Ich wünsche dir Ruhe und Frieden, alles Liebe, Jump! 🏵️
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Liebe Alexa, wie geht es dir?
Ich musste die letzte Zeit an dich denken, wegen deinem Dilemma mit deinem Hund.
Mein Lieblingskater müsste vor zwei Wochen notfallmäßig in die Tierklinik, weil er kaum noch Luft bekommen hatte. Mein Mann hat es mir geschrieben als er dort im Wartezimmer saß.
Es ist schlimm, denn der Kater hat eine unheilbare Herzkrankheit und wir dachten wir müssten ihn erlösen. Stell' dir vor, wir hatten sogar schon einen Termin zum Einschläfern - und dann ist der wilde Kerl abgehauen und als er wieder kam war er plötzlich wieder quietschfidel. Die Tabletten haben dann doch noch geholfen.
Jedenfalls habe ich dann entschieden im Haus bei ihm zu bleiben - und somit auch bei meinem Mann. Es ist wirklich ein Dilemma! Da musste ich an dich und deinen Hund denken.
Mein Kater hat sich aktuell stabilisiert, wird aber nicht mehr lange leben 😭. Jetzt bin ich trotzdem gestern wieder zurück in meine Wohnung, denn ich wollte mich auch nicht wieder im Haus einnisten. Fällt mir schwer.
Das wollte ich dir nur mal schreiben. Und hoffe du kommst klar und bleibst selbst stabil. Ich verstehe jedenfalls deinen Zwiespalt mit deinem Hund.
Alles Liebe! 🏵️
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Liebe Laura, ich drücke dir Daumen für deine Prüfung!! 🍀
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Danke Marie! Ich habe mich von dir immer sehr unterstützt und verstanden gefühlt. Es ist toll, dass du dich mit deiner einfühlsamen und direkten Art nun auch als Moderatorin engagierst.
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Hey, du arme liebe wieweiter, ich kann gut verstehen, dass du so sehr trauerst. Vielleicht auch um all die verpassten Möglichkeiten und um das was nicht mehr war. Nicht mehr sein konnte.
Es heißt, dass die unglücklichen Beziehungen, sei es zu Partnern oder auch zu Eltern, ein besonders Loch hinterlassen, weil es dann auch so endgültig ist, dass es nie mehr besser geworden ist. (Ich hoffe ich drücke mich verständlich aus).
Zu denken, dass du irgendwie doch noch etwas hättest verhindern können, ist tatsächlich Hybris. Du hattest keinerlei Möglichkeit. Du konntest nichts machen. Und es war eine extrem schwere Zeit für dich selbst. Was du mitgemacht hast, was du gesehen und miterlebt hast, das war schlimm.
Ich hoffe du bist achtsam und gut zu dir selbst. Wenn du kannst, dann sei dankbar für die guten Momente. Das wünsche ich dir. Den Menschen hinter der Sucht wieder zu sehen und ohne Bitterkeit loszulassen.
Ich hoffe ich bin heute nicht zu pathetisch. Ist gerade irgendwie so meine Stimmung. Dir alles Liebe!
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Liebe Sonnenschein, Wut ist ja auch unfassbar anstrengend. Vor allem, wenn sie nicht kanalisiert werden kann in dir selbst brodelt. Da finde ich es verständlich, dass du dich so ausgelaugt fühlst.
Und einsam - ja, du verlierst ja auch was, selbst wenn es hauptsächlich nur noch Hoffnung war oder ein Ringen um etwas, was ohnehin verloren ist. Aber diese Illusionen aufzugeben hinterlässt ja trotzdem eine Lücke.
Dann fühlt sich die Wohnung nicht so an, als würde ein Mammut hier sitzen.
Genau! Es ist gefühlt ein riesiges Mammut. Das kenne ich. Ich hab versucht es schrumpfen zu lassen, indem ich sonstwas versucht habe. Geht nicht. Aber wenn du es erst mal erkannt hast, dann nimmt die Dynamik ihren Lauf, bei manchen schnell bei anderen Stück für Stück.
Ich habe so eine Postkarte. Da ist ein Entenküken drauf auf einem Sprungbrett über dem Wasser. Und da steht: Wann, wenn nicht jetzt?
Jump! 🏵️
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Für mich klingt das nicht wunderbar sondern schräg
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Hallo Zoe,
der Hund muss da raus. So wie du es beschreibst muss das doch schlimm sein und dein Ex kaum in der Lage ihn richtig zu betreuen. Wenn er erst so kurz da ist, dann lieber eine neue Familie finden.
Vielleicht könntest du dich an die Beratungsstelle eines Frauenhauses wenden? Bei uns gibt es auch "Frauen helfen Frauen". Die Frauenhäuser holen ja auch die Sachen der geflüchteten Frauen und ich glaube die haben da eine Kooperation mit der Polizei, die dann mit kommen.
Wer ist eigentlich dieser 12jährige Junge?
Alles Gute dir, Jump! 🏵️
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Das heißt ja, dass du deine Zeit in Deutschland dann ebenfalls gut überstanden hast. Das freut mich.
Und ist Spanien jetzt für immer?
Ich war kürzlich auf Gran Canaria und die Staudämme waren erschreckend leer.
Dir liebe Grüße, Jump! 🏵️
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Liebe RH,
jetzt ist es schon recht lange her, dass du geschrieben hast.
Wie hast du denn den Umzug gemeistert? Wie geht es dir?
Ich würde mich freuen wieder mal von dir zu lesen... Du gehörst zu denen, die mich gerade am Anfang hier begleitet haben und ich denke öfter an dich ❣️
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Hallo Sebi,
nimm' die Beine in die Hand und lauf!
Ihr seid erst ein Jahr zusammen, wenn ich es richtig erinnere. Du hast ein Kind. Du kannst dir mit Kind keine Experimente leisten. Du hast noch viel Leben vor dir.
Zu sagen sie habe wegen der Beziehung angefangen zu trinken zeigt, dass sie null Einsicht in die eigentliche Problematik hat. Sie bagatellisiert.
Zu sagen: "ich will aufhören" bedeutet erst mal gar nichts. In dem Moment meint sie es vielleicht so. Ist völlig typisch: Morgen hör' ich auf! Daraus wird eine Endlosschleife. Denn sie ist ja süchtig.
Ernsthafte Schritte sind: Vorstellung und Outing beim Arzt. Terminvereinbarung in einem Suchthilfe-Zentrum. Dort weiteres Vorgehen planen. Und vor allem radikale Ehrlichkeit.
Du hast genau die richtige Wahrnehmung. Vertrau' dir selbst!
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Ach, noch was. Wegen der Damentoilette. Das hat mich sehr angerührt.
Ich finde es in erster Linie erniedrigend für sich selbst sich in die Damentoilette zu schleichen und im Müll zu wühlen.
Bei mir löst das keine Empörung aus, sondern Mitleid. Es zeigt wie weit du schon im Sumpf drin steckst. Und dass es höchste Zeit ist für den Absprung.
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Hallo Sebi,
ich bin jetzt erst auf deinen Faden aufmerksam geworden.
Ich kenne das von mir auch, dass ich auf alle mögliche Weise versuche irgendwie die vermeintliche Kontrolle über die unkontrollierbare Alkoholsucht (meines Mannes) zu bekommen. So habe ich das auch eingeordnet, als du geschrieben hast, du fandest es auch "spannend" den Verlauf zu beobachten.
Für mich ist das ein Versuch sich dadurch innerlich zu distanzieren, eine Vogelperspektive einzunehmen - um es dadurch eher aushaltbar zu machen und die eigentlichen Emotionen nicht zu spüren. Nämlich die unfassbare Hilflosigkeit und das Entsetzen, die mörderische Wut und gleichzeitig Mitgefühl. Das alles hat mich völlig überfordert. Ich habe mich dann zeitweise in Ironie geflüchtet, in "wissenschaftliche Betrachtung" oder sonstige Gedanken-Fluchten, um dadurch einen zumindest flüchtigen inneren Halt zu finden.
Das war nie von oben herab, oder entwürdigend gemeint - es ging da um mich selbst und den Versuch irgendwie diesen Wahnsinn auszuhalten und eben nicht verrückt zu werden, wie dein Titel ja auch sagt.
Flaschen wurden gesucht, um die eigene Wahrnehmung zu stützen und eben auch wieder, weil es mir dieses Gefühl gegeben hat: du kannst mich nicht verar...en. Weil ich durch das Lügen schon ganz kirre war. Und durchdringen wollte durch diese Wand. Diese Realitätsverleugnung. Die Flaschen können nicht weg diskutiert oder verleugnet werden, das sind Fakten, die kann ich anfassen, sehen.
Mein Verhalten war auf mich selbst gerichtet. Ich betone das, weil ich oft den Eindruck habe, dass alles was Angehörige machen aus der Sicht des Alkoholikern interpretiert wird. Mein Verhalten hat vor allem etwas über mich selbst ausgesagt. Über den Grad meiner eigenen Verunsicherung, meiner Verzweiflung, meiner Hilflosigkeit.
Es tut weh zu erkennen, dass der einzige Weg wieder Kontrolle über das eigene Leben zu bekommen die Trennung ist.
Ich wünsche dir viel Kraft und Entschlossenheit,
Jump! 🏵️
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Wow! 🥳 Das freut mich. Ein bisschen überrascht bin ich schon. Ich hoffe Kopffuessler bekommt das noch mit.
Ich mag deine Beiträge sehr. Hoffe du bleibst gold genauso grün 🙃