Beiträge von beebee

    Heute ist Tag fünf:

    Bin Emotional empfindlich und hab Kopfschmerzen. Arbeiten lenkt ab, aber macht auch Stress.

    Hausarzt hab ich wieder niemand erreicht.

    Erkenntnis des Tages: in einem Jahr geht's besser.

    ...ja, ich fürchte, das muss ich im Moment auch lernen. War schon zwei Jahre raus aus dem Konsum und dann kam so ne kleine Situation und dann die Naivität... So dämlich, als ob bei mir das Suchtgehirn anders funktionieren würde als bei anderen...

    Ich hatte mich damals echt gut informiert, viel gelesen...und es ging mir gut. Ich hätte es besser wissen müssen.

    D.h. seid zwei Jahren trinke ich wieder.

    Ich weiß dass ich es da wieder raus schaffe, aber halt ich durch? Will es dieses Mal besser machen. Aber ich weiß auch wie schwer es wird.

    Ganz lieben Dank euch beiden.


    Das Gespräch ist bereits am 17.04.. Hab nicht so schnell damit gerechnet, aber das ist natürlich gut.


    Beim Hausarzt kam ich heute nicht durch... Aber ich bin dran (auch wenn mir das echt schwer fällt).


    Letzter Alkohol war am Sa. Hab etwas Kopfschmerzen und bin müde. Emotional bin ich empfindlich. Ansonsten bin ich okay und hab auch die Klinik weiterhin für den Notfall im Hinterkopf.


    Ich schätze mich so ein, dass ambulant oder teilstationär für mich möglich sein könnte. Meine Rückfälle kamen immer erst nach Monaten, ich muss also dafür eine Lösung finden (und wahrscheinlich für vieles andere auch).


    Danke, dass ihr mir hier im öffentlichen Bereich trotzdem so schnell und wertschätzend antwortet. Hilft mir gerade sehr...

    Einen schönen guten Morgen zusammen.


    Ich habe ein Vorgespräch in einer teilstationären Klinik vereinbart.

    Ich bin mir unsicher was das "Richtige" für mich ist.


    Welche Erfahrungen habt ihr mit ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten gemacht?Welche Vor- und Nachteile seht ihr?


    Viele Grüße beebee

    Liebe Elli, vielen Dank für deine Worte und Infos.

    Das stimmt so nicht, beebee. Du hast scheinbar damals ohne ärztliche Begleitung aufgehört zu trinken. D.h. wie ich herauslese, Trinkpausen eingelegt.

    Ich hab damals meinen Hausarzt konsultiert, leider gab es da keine Hilfe.

    Hab mich dann stark auf meine Psychologin gestützt.


    Aber jetzt ist wohl der Zeitpunkt neu zu schauen.

    Hoffe ich komm am Di weiter.

    Da ich in Gesellschaft eigentlich nie getrunken habe, ist das vielleicht gar nicht so verkehrt morgen zur Familie zu fahren. Evtl fahren wir auch wieder vor dem Abendessen, dann werde ich mit Alkohol gar nicht erst konfrontiert. Ich versuche das Ganze schon wohl überlegt anzugehen und mir ist völlig bewusst, dass mich der Suchtdruck triggern wird.

    Hab jetzt auch zwei Kliniken gefunden, sollten sich Entzugserscheinungen andeuten und mein Freund weiß bescheid.

    Ich versuch das schon mit Verstand anzugehen und ich glaube, dass jeder auch etwas anderes braucht. Mein größtes Risiko ist Zeit Zuhause...

    Ich hab tatsächlich keinen Alkohol im Haus, weshalb ich wohl einen kalten Entzug machen muss. Wüsste gar nicht wo ich heute Alkohol her bekommen könnte... und morgen auf dem Familienfest habe ich meinen Freund dabei. Er kennt mein Problem und unter seinen Augen werde ich nichts trinken. Hab immer heimlich getrunken.

    Es wird auch nicht so sein, dass ich am Di meine Psychologie anrufe und sie direkt einen Termin hat. Mir ist bewusst, dass ich sicherlich eine Wartezeit von mehreren Monaten habe.

    Ich schau gerade nach Allgemeinmedizinern, will jemand mit dem ich das Vorgehen besprechen kann, aber es haben so viele Aufnahmestopp....

    Danke für deine Offenheit, ich weiß genau was du meinst. Dieses "sich selber etwas vormachen" kennen wir Alkoholiker wohl alle und beherrschen die (Selbst-)Lüge wohl par excellence😕

    Aber wenn ich an die Öffentlichkeit gehe (und das bedeutet für mich auch dieses Forum), dann werde ich aktiv.

    Ich weiß wie gut ich mich gefühlt habe ohne Alkohol und ich weiß, dass mir ich das wieder erreichen kann. Aber alleine schaffe ich es scheinbar nicht.

    Ich hab nur Angst, weil ich natürlich auch versagt habe und rückfällig geworden bin und ich weiß auf welch wackeligen Beinen eine Abstinenz steht (auch nach Jahren).

    Ich lese hier schon fleißig und bin sehr froh und dankbar für den Austausch hier!

    Liebe Iwona.


    Ganz herzlichen Dank für deine Nachricht, ich weiß das so sehr zu schätzen!

    Wir wohnen sehr ländlich und hier gibt es wenig Angebote.

    Als ich das erste Mal aufgehört habe war ich in einer Suchtberatung, aber irgendwie habe ich mich nicht wohl gefühlt.

    Aber ich blättere gerade schon durch die Seiten der DHS ob ich evtl. noch andere Angebote finde.


    Überleg mir ob ich bei der Rentenversicherung einen Antrag zur ambulanten oder stationären Entwöhnung stellen soll...


    Liebe Grüße beebee

    Ja, ich bin Suchtkrank und somit Alkoholikerin.

    Ich will eine dauerhafte Abstinenz und meine Selbstbestimmung zurück. Ich will keine Heimlichkeiten mehr, Flaschen verstecken, Berge an Altglas, die Nächte wach da liegen, Kopfschmerzen und Übelkeit am Morgen,...

    Ich mach mir Vorwürfe, weil ich schon so viel weiter war und eigentlich wusste, dass das erste Glas zu viel ist. Ich weiß, dass ich ein lebenslanges Problem habe und nicht moderat trinken kann, wie ein "gesunder" Mensch und trotzdem habe ich es getan.

    Ein liebes Hallo in die Runde.

    Ich weiß nicht mehr wann es begann, aber vermutlich vor gut 10 Jahren wurde der Wein für mich alltäglich...

    In den Jahren 2018 bis 2020 hatte ich eine trockene Zeit. Dies habe ich mit psychiatrischer Hilfe erreicht und war damals auch schon für den Austausch in einem Forum dankbar.

    Dann kam der Tag meiner Selbstüberschätzung und ganz schleichend ließ ich den Alkohol wieder das Zepter übernehmen.

    Es gab seither Phasen der Abstinenz, aber mehr als einige Monate habe ich seither nicht ohne Alkohol geschafft.

    Gestern war leider mal wieder ein Tag des Totalausfalls und mit einem fetten Kater melde ich mich nun hier an: ein erster Schritt.

    Nach den Feiertagen werde ich versuchen bei der Psychologin wieder einen Termin zu vereinbaren. Nun denke ich aber auch über andere Therapieformen nach... Bin mir unsicher was das Richtige für mich ist. Und evtl. werde ich mich auch krankschreiben lassen (leider habe ich aber keinen Arzt zu dem ich ein Vertrauensverhältnis habe).


    Danke für die Möglichkeit sich hier auszutauschen und viele Grüße