Beiträge von Pippilangstrumpf

    Ich hoffe es ist okay, dass ich hier überhaupt schreibe, als nicht-Alkoholikerin. Sonst bitte sagen.

    Jump! 🏵️

    Guter Beitrag. Meine Eltern waren Alkoholiker. So war meine Kindheit geprägt. Trotzdem bin ich keiner. Aber mein Mann ist Alkoholiker. Spät erkannt. Vielleicht schließt sich hier auch wieder irgendwie der Kreis. Als junger Erwachsener habe ich eine Therapie gemacht um das Erlebte zu verarbeiten. Schönen Tag :)

    Sehr gute Zeilen, vielen Dank. Mein Mann versteht,dass er ein Problem hat, nicht aber, dass er Hilfe benötigt. Er denkt, er hat es im Griff. Kann jederzeit aufhören. Evtl hast Du den Satz irgendwann auch mal gehört. Hier gehört vielleicht die verzerrte Selbstwahrnehmung dazu. Ich werde es definitiv ansprechen und sagen, dass er sich Hilfe holen muss. Auch sich komplett ins beinahe jenseits saufen kenne ich leider auch. Wir hatten einige Jahre einen Platz am Campingplatz. Wenn man da nicht abends irgendwo dabei saß, galt man als Außenseiter. So wie ich. Konnte ihn aber überreden den Platz aufzugeben. Er trinkt. Aber solche Abstürze seidher nicht. Aber wenn man je Woche, nach der Arbeit, ca zwei bis drei Kästen Bier braucht und zwei Flaschen Ramazotti, habe ich Sorge, wann er diese Grenze auch überschreitet. Ach was erzähl ich Dir... Meinen Standpunkt klar machen kann ich auch. Führt entweder dazu, dass er sich bedauernswert gibt oder es gibt Zoff hier.

    Ganz wichtiges Thema für mich

    Das meine ich. Genau so lebe ich. Deshalb bin ich hier. Danke für Deine Offenheit. Du hast geschrieben, was ich fühle und denke. Hier gehört auch seine Pornoseite am Handy. Es fühlt sich wie Fremdgehen an. Allerdings hat es tatsächlich auch mit der Suchterkrankung zu tun. Es geht ja schon viele Jahre so. Das verändert den Charakter, manche Eigenschaften bis hin zu Errektionsstörung. Gut, dass ich hierher gefunden habe. Die Fensterscheibe durch die ich schaue wird klarer. Ich schaue nicht nur, ich sehe auch was. Verstehst Du was ich meine? Grüße

    Deshalb hab ich mich hier angemeldet. Ich bin Mitte 50 und ich will keine Zeit mehr verplempern.

    Wir sind einigermaßen im selben Alter :) Das mit dem kalten Entzug, da will ich doch was dazu fragen. Sollte ich es ihm sagen? Mein Mann ist ja nicht erst seit gestern Abhängig. Sein zumindest ' gesagter Versuch' kann also lebensbedrohlich werden. Allerdings sagt er es immer, wenn ich was gesagt habe wie...ein Wochenende alleine wegfahren...usw..

    Aber darauf weise ich ihn besser mal hin. Sag mal, hast Du mit dem Hausarzt darüber gesprochen? Wie geht Dein Umfeld damit um? Liebe Grüße, Pippi

    Heikles Thema, viele reden sicher nicht darüber. Es ist ein " Rotwerde Thema". Und deshalb: jeder Kuss stinkt. Man weicht aus. Excesiver Konsum und die Bude müffelt. Jemand anderes auch entdeckt, das jenen, die täglich ordentlich konsumieren etwas wie Empathie verlieren? Umarmung nie gegeben ist? Kein nettes Wort? Irgendwann fühlt man sich wie Luft. Seks oder wie man das schreibt findet niemals statt weil es nicht funktionieren kann? Man sich ungeliebt fühlt, der andere Verständnis für alles haben will? Ganz sicher bin ich hier auch nicht alleine mit dem Thema Liebe. Liebe beinhaltet so viel. Alkohol kann die Liebe komplett ertränken.

    Mein liebstes Mantra heute.

    Letztes Jahr hing ich noch in: Schaun wir mal...

    Nee, Akzeptanz ist das Zauberwort. Zumindest für mich.

    Zu akzeptieren, dass das Leben sich verändert, dass ich nicht mehr so sehr in der Vergangenheit hängen will.
    Zu akzeptieren, dass nur ich selbst für mich und mein Glück zuständig bin.
    Niemand aus dem Außen kann dafür sorgen, dass ich zufrieden bin. Das muss von Innen kommen.

    Also liebe Pippi. wo siehts du dich denn in Zukunft? Denn mit 54 ist noch überhaupt nichts zu spät! Und selbst mit noch mehr Jährchen ist es nie zu spät für Veränderungen.

    Jawohl so ist es. Der Austausch hier mit Dir und/ oder Jump helfen sehr. Bin also doch nicht allein auf weiter Flur.

    ...und auch die Angst meinen Weg zu gehen werde ich verlieren. Die Erkenntnis, dass es ist wie es ist und man die Situation nicht verändern kann, sich aber selber positionieren kann, ist schon viel. Hier bin ich eben angelangt.... nachdem die Kiddies erwachsen sind, ich mich um meine Diagnose gekümmert habe, selber arbeiten war....Sehe ich klarer. Mit 54 ist gar nichts zu spät. Oder?:S

    Hi Jump, ich weiß nicht was mich hier hält. Vielleicht weil wir ( er gerade ohne Alkohol) ein gutes Team sind. Weil ich ihm ein Versprechen gab, was er aber nicht halten kann? Weil ich ein Mensch mit körperlicher Einschränkung bin und in Frührente und noch nicht weiß, wie weiter? Gestern sagte er, er würde es alleine schaffen, als ich sagte, ich überlege auszuziehen. Klar ist, dass er es alleine nicht schaffen kann. Ideen wo man Hilfe findet will er nicht. Oh, noch etwas..das Dilemma ist so schwer, dass ich noch bisschen brauche, mehr zu erzählen oder so. Tu mir mit Fragen leichter gerade als selber erzählen.

    Mein Pl ist lila....oder so. Hallo, mein Mann ist Alkoholiker. Nehme mir Auszeit und fahre schwimmen oder so. Er trinkt draußen alleine, ich schaue drinnen Krimi etc. Trinkt er, diskutiere ich nicht und sage es auch so. Er schlägt nicht, aber Psychoterror ist es allemal. Mal melancholisch, mal streitsüchtig, gemein. Mal stolpert er und liegt laut Aua schreiend auf dem Fußboden. Zwar schaue ich, ob schlimmeres passiert ist und helfe ihm auf. Aber egal was es vom Verhalten auch ist, es nimmt einen gefangen. Ich mag nicht mit ihm am Abend etwas unternehmen. Weil er mir unangenehm und peinlich ist.