Hallo Stern,
Danke für deine Nachricht. Der Auslöser war der permanente emotionale Beziehungsstress. Ich wollte tatsächlich einfach kurz "abschalten", diesen inneren Druck vorübergehend und kurzfristig ausblenden.
Die Trennung war für mich traurig, aber gleichzeitig befreiend. Ich habe mich vor längerer Zeit komplett verloren 😐 ich habe die Zeit nach der Trennung erst fürs Verarbeiten genutzt und später dann in mich investiert, endlich. Wer bin ich überhaupt? Was mache ich gerne? Was macht mir Freude? Was sind meine Grenzen? Ich dachte ernsthaft, dass nur andere Menschen Grenzen haben. Das war gut und wichtig und brachte mir wieder Freude und Perspektive. Und das wiederum den starken Wunsch, nicht mehr trinken zu müssen. Noch einmal nach dem Ausstieg zu suchen.
Ich hatte mich nicht getraut hier zu schreiben, weil ich mir selber irgendwie nicht getraut habe. In den 2 Monaten sind ein paar Situationen gewesen, die vorher nur mit Alk durchzustehen waren, zumindest in meiner vorherigen Wahrnehmung (unter anderem ein Todesfall einer mir nah stehenden Person). Es fühlte sich gut an, diese Gefühle nüchtern zu spüren und zuzulassen und zu verarbeiten und nicht wieder stumpf weg zu betäuben.
Über das "aber" werde ich nachdenken, danke.