Hast Du mit D/einem Arzt über Deine Alkoholsucht gesprochen und wie sind Deine Pläne in Bezug auf weitere Veränderungen in Deinem Leben?
Beiträge von Wilma
-
-
Ja, genauso fühle ich auch. Es kann doch nicht so einfach sein ... und auch mich macht das misstrauisch. Denn ich möchte auf gar keinen Fall wieder dort zurück, wo ich war. Ich bleibe achtsam. Glücklicherweise habe ich aktuell keinen Stres oder Probleme weder beruflich noch privat.
Aber ich habe viel mehr Zeit, die alltäglichen Dinge entspannt und mit einer positiven Grundeinstellung zu tun. Haushalt, Kochen, Garten usw. Ich pflege mich wieder und war heute sogar beim Friseur 😊
-
Hallo, vielen Dank für die liebe Begrüßung hier.
Deine Frage Elly, wie es mir geht, ist genau der Punkt für meinen Austauschwunsch mit Euch. Mir geht es gerade einfach nur gut! Ich empfinde keinen Verzicht, keinen Kampf, meine Gedanken kreisen null um das Thema Alk, um so mehr allerdings um das Thema Sucht, Suchtgedächtnis usw. Damit beschäftige ich mich intensiv und natürlich dem Forum hier.
Bereits nach ein paar Tagen der Nüchternheit stellte ich fest, wie klar meine Augen sind. Kannte ich so nicht mehr. Meine Haut ist besser, ich bin fit und habe Energie. Ich schlafe gut und das Gefühl, morgens ohne Kater aufzuwachen begeistert mich jeden Tag aufs Neue.
Und genau das alles macht mich nachdenklich - ist das die Anfangs-Euphorie? Wenn ja, vergeht sie?
Ich bin gerade wieder ICH geworden und ganz ehrlich: ich mag mich gerne so 😊🙈
-
Hallo liebes Forum, ich bin weiblich, Ende 40, verheiratet und Alkoholikerin.
Ich habe mir wohl schon in der Jugend den Kontrollschalter kaputt gemacht. Bereits mit 15, 16 gab es richtige Vollrauschpartys. Der Alkohol war immer präsent in meinem Leben und immer trank ich mehr als die meisten. Das hat sich die Jahre über nie wirklich geändert. Vor einiger Zeit (denke mit Beginn Corona und Homeoffice) hab ich das stille und regelmäßige Trinken für mich entdeckt. Merkt ja keiner. Immer mehr Alk, immer häufiger, täglich.. über Aussetzer, Peinlichkeiten und das Heranschaffen brauche ich wohl nicht groß schreiben, kennen hier sicher die meisten. Ich habe gemerkt und gespürt, dass ich ein Alkoholproblem habe. Ein Gedanke ans Aufhören kam mir irgendwie noch nie, nur die Gedanken weniger oder seltener zu trinken. Ich war jedoch schon längst und tief in der Negativspirale. Seit längerer Zeit merkte ich, wie antriebslos, gereizt, genervt, unmotiviert, isoliert und vielleicht auch depressiv ich wurde (hatte noch nie Depression). Alles fiel mir schwer, das Kochen, den Haushalt zu machen, den Garten zu pflegen usw. So war ich nie.
Vor 19 Tagen war ich wieder komplett betrunken und habe wieder mal betrunken telefoniert, viel Unsinn erzählt. Alle sind böse und ungerecht ... Nächsten Morgen ging es mir sehr schlecht, Kater, Scham.
Das war der Tag, an dem ich wusste, ich möchte nicht mehr trinken. Dann fand ich Euch und habe tagelang und jeder Minute das Forum gelesen. Daher kann ich sagen: ich bin Alkoholikerin und strebe ein abstinentes und zufriedenes Leben an, weil das der einzige Weg ist, um diese Krankheit zu stoppen.
Puh, hab ich viel geschrieben, wollte mich eigentlich mit 2-3 Sätzen vorstellen, sorry


Heute ist Tag 18