Beiträge von wieweiter

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich feiere heute Weihnachten bei meiner Freundin. Morgen dann bei meinem Sohn mit Frau, Enkelinnen und meiner Tochter.

    Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest ohne Angst in friedlicher Umgebung mit lieben Menschen.

    Vielen Dank für Eure Denkanstöße, ich konnte schon einige umsetzen, auch wenn es manchmal etwas dauert.

    Liebe Grüße Wieweiter, Schritt für Schritt

    Es klingt so gut. Ich habe es geschafft. Aber so einfach ist es nicht. Er ist in der Wohnung für die ich einen Mietvertrag habe. Er schläft den ganzen Tag bis auf die Zeit wo er sich Alk besorgt . Fragt mich nicht wie es im Badezimmer aussieht. Er braucht eine neue Wohnung, wo hernehmen? Wer vermietet einem Alkoholiker eine Wohnung?

    Ich bin aber auch in einer privilegierten Situation. Ohne eine kleine Erbschaft hätte ich nicht die Möglichkeit mich in diese kleine Wohnung zurück zu ziehen. Was ich sagen will, es ist sehr schwierig aus so einer Situation zu kommen. Hilfe gibt es nur auf dem Papier. In Wirklichkeit bist du ganz schön allein

    Es war die richtige Entscheidung, ich habe immer noch Berührungspunkte mit ihm,die gemeinsame Wohnung ist noch nicht aufgelöst. Das gehe ich noch an.

    Aber ich habe meinen Seelenfrieden in der kleinen Wohnung gefunden. Es hat gedauert, aber es war oder ist richtig. Es lohnt sich das Leben neu in Angriff zu nehmen. Soviele Jahre gehofft und hingehalten worden. Klar, war auch mein Fehler, ich dachte ich könnte ihn heilen. Ich habe einen Brief meiner Vorgängerin gefunden, könnte zu 100 Prozent mein Text sein.

    Es ist traurig, aber wir können nur unser eigenes Leben leben. Es ist seine Entscheidung

    Für das rechtliche "Wie" gibt es Experten und kostenlose Ersteinschätzungen.

    Hab ich nicht den Eindruck.

    Ich fühle mich eher alleingelassen.

    Jeder sagt er hat das Recht sich todzusaufen. Welches Recht habe ich?

    Tut mir leid, aber mein Gefühl ist, ich kann warten bis er sich todsäuft. Vorher gibt es keine Hilfe. Und das kann dauern

    Nein, ich will die Wohnung nicht mehr beziehen.

    Die Palliativentscheidung ist schwierig, da er zwischendurch fitter erscheint.

    Ich weiß selbst nicht mehr das alles einzuschätzen. Ein Tag Einsicht, dann wieder Absturz. Ich kann das nicht einschätzen. Ich rechne immer mit dem Schlimmsten und dann regeneriert er sich wieder. Ich geh daran kaputt, nicht er.

    Ich trau manchmal meiner eigenen Intuition nicht mehr. Übertreibe ich?

    Ich weiß nur, dass ich das nicht mehr will.

    Ich erzähle Euch mal was, war vor 2 Jahren.

    Wir wollten seine Familie besuchen, sind so fast 600 Kilometer.

    Da ich nicht soweit auf einmal fahren will und auch die Fahrt mit Zwischenübernachtungen gut finde, hatte ich eine wunderschöne Unterkunft in E..... gebucht. Wir hatten eigentlich einen schönen Tag, aber dann meinte er er möchte Fußball schauen. Ich sagte er kennt doch den Weg in die gebuchte Wohnung nicht, aber er war stur.

    Ich bin dann alleine in die wunderschöne Unterkunft gefahren und nachts rief er mich an, weil er nicht mehr zurück fand. Ich hab ihn dann an einer Bushaltestelle betrunken gefunden und in die Wohnung gebracht. Dort hat er sich eingenässt und ich hab die ganze Nacht gewaschen und getrocknet. Ich habe mich so geschämt. Es ist wie ein Alptraum. Ich wünschte mir einen Partner mit dem ich schöne Dinge erleben kann. Aber es ist seit Jahren nur ein Alptraum. Jetzt bin ich alleine in einer kleinen Wohnung und ich bin froh dass es so ist. So hatte ich mir aber das Leben nach 50 Jahren Arbeit nicht vorgestellt. Aber es ist gut so, obwohl es noch keinen Abschluss gefunden hat. Er ist immer noch in der von mir gemieteten Wohnung und ich weiß nicht wie ich das beenden kann

    Mit Spaß und Geselligkeit hat das bei meinem xy schon lange nichts mehr zu tun. Das ist nur noch Betäubung und Flucht vor dem Leben.

    Für mich waren und sind Menschen, die keinen Alkohol trinken keine Sonderlinge. Ich respektiere das und hab noch nie den Grund hinterfragt. Ich hab auch nie jemanden bedrängt doch ein Glas zu trinken. Ich selbst hab gerne Wein oder Sekt getrunken. Hatte aber auch nie Probleme wenn ich bei einem Umtrunk nur O-Saft wollte.

    Aber ich habe oft erlebt, wie Menschen andere zum Alkoholtrinken gedrängt haben, obwohl sie genau wussten, dass diese ein Alkoholproblem haben. Und sich dann über den oder die Berauschte amüsierten. Unterste Schublade.

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich habe die letzte Zeit ganz viel hier im Forum gelesen, vieles gleicht meiner Situation. Oft möchte ich auf Beiträge schreiben aber dann fühle ich mich wie gelähmt. Soviel Elend durch dieses Nervengift.

    Ich denke viel nach, freue mich aber auch über schöne Erlebnisse. Gestern mit zwei Bekannten bei einem wunderbaren Weihnachtlichen Chorkonzert. Heute singt meine Enkeltochter, da will ich hin.

    Warum ziehen Menschen ein Leben in Betäubung und Sucht dem schönen im Leben vor? Es ist so traurig.

    Innerlich hänge ich noch an der Vorstellung wie schön das Leben mit ihm hätte sein können. Vom Verstand her weiß ich, dass es nicht möglich ist. Es braucht Zeit das alles zu realisieren.

    Ich wünsche Euch einen schönen 3. Advent.

    Wieweiter, Schritt für Schritt nach vorne

    Ich wünsche ihm sehr, dass er los kommt und hoffe (leider) insgeheim auf einen Restart mit einem trockenen Alkoholiker. Es ist nicht gesund, ich weiß das.

    Das kenne ich auch. Diese Hoffnung.

    Aber wenn ich ehrlich zu mir bin, es ist zuviel passiert, zuviele Lügen, zuviel Enttäuschung, zuviel Verletzung.

    Eine erfüllende Beziehung braucht Vertrauen.

    Liebe API,

    Die Ärztin hatte mir den Vorschlag gemacht da xy ein Tag vorher in der Praxis war und einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen hat. Am gleichen Abend hat er 2 x versucht bei mir anzurufen. Beidemale hatte er vergessen das Telefon auszuschalten und es lief die Mailbox. Als ich die abgehört habe, durfte ich mir die ausgiebigen Gespräche von ihm und der Nachbarin in meiner Wohnung anhören.

    Das hat mich so wütend gemacht, ich frage mich, wann er wen verarscht. Eben liegt er noch todsterbenskrank auf der Couch, im nächsten Moment zieht er sich an und geht aus dem Haus. Dass er sich dann von der Nachbarin trösten lässt, weil ich ja so böse bin und mich immer aufrege das schlägt dem Fass den Boden aus.

    Jedenfalls habe ich nichts unternommen. Ich habe ihm nochmals klargemacht, dass er sich eine neue Bleibe suchen soll.

    Ich bin so froh meine kleine Wohnung zu haben. Und ich habe seit drei Wochen keinen Alkohol getrunken. Statt einem Abendweinchen einen leckeren Wintertee. Corona habe ich auch gut überstanden. Ich komme langsam zur Ruhe.

    Wünsche eine gute Nacht

    Ich war gerade bei meiner Ärztin weil ich nicht mehr kann. Ich bin fix und fertig. Er liegt wieder auf der Couch, betrunken und übergibt sich wieder.

    Ja er hat das Recht sich todzusaufen. Aber warum in meiner Wohnung.

    Meine Ärztin wird eine Betreuung in die Wege leiten. Das dauert aber.

    Ich sitze hier und heule weil ich es nicht mehr ertragen kann. Ich kann nur wegbleiben und hoffen, dass es irgendwann zu Ende ist.

    Auch ich lebe mit dieser Angst, dass es bei meinem ExMann so enden wird. Seine Schwester befürchtet bereits seit Jahren diesen "einen Anruf". Die Angehörigen sind absolut machtlos.

    Genauso geht es mir auch.

    Liebe Katharina, ich fühle mit Dir. Ich habe meinen xy jetzt schon 4 mal noch rechtzeitig gefunden und den Notarzt gerufen. Einmal hat er schwallartig Blut erbrochen und mich mit großen Augen angesehen. Ich hatte jedesmal das Gefühl, dass er nicht mitbekommt was mit ihm passiert. Durch den Blutverlust ist es wie ein betäubt sein. Hätte ich ihn nicht gefunden, wäre er einfach weggedämmert.

    Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Frieden finden kannst. Alles Liebe

    Ich bin seit Mittwoch Corona positiv, es geht mir aber soweit ganz gut.

    Xy wurde heute von der Medizinischen Klinik in die Psychiatrie verlegt, jetzt ruft er an und meint der Arzt dort hat gemeint, er weiß gar nicht warum er da sei und wenn die Blutwerte so sind kann er morgen nach Hause.

    Es ist nicht zu fassen.

    Ich habe das Gefühl ich kämpfe gegen Windmühlen.