Beiträge von Krümelmonster

    Hallo Baggerschen :) ...

    Was Du da sagst leuchtet ein...
    Zu Wissen, dass man falsch tickt ist zumindest schon mal ein Anfang. Sich zu ändern bedeutet viel Arbeit und Geduld haben mit sich selbst. Ich übe schließlich schon fleißig 8) ... Das ist mehr, als ich vor wenigen Monaten erwartet hätte.

    Schönen Abend noch euch allen, Gruß KM

    Hy nochmal...

    Zu meiner Überraschung war meine Mutter gut drauf, als ich heute unangemeldet hineinschneite bei Ihr. Ich war richtig glücklich und konnte mich gut unterhalten mit ihr, was heißt, dass ihr Pegel im Bereich des "erträglichen" war. Von ihr kam auch nichts negatives mehr rüber, weil ich sie letzte Woche zweimal versetzt hatte. Das freut mich sehr, denn eigentlich kann sie immer ganz gut sticheln. Aber das tut sie meist nur, wenn sie zu viel hatte. Glück gehabt. So war es ein echt guter Tag...

    Skye
    ...Und wie vermutet war der Brief nicht mal annähernd so katastrophal wie ich es mir am Sonnabend so schön ausgemalt hatte :roll: Eher im Gegenteil. Es war eigentlich sogar eine gute Nachricht. ... Natürlich bin ich jetzt unendlich erleichtert (und auch ein bisschen traurig, weil ich dadurch fast das letzte Wochenede total versaut hätte...) und ich hoffe, dass ich nun endlich meine Lektion gelernt habe 8) ...

    Ich wünsche mir von mir selbst, solche Situationen besser unter Kontrolle haben zu können. Ich möchte mich und meine Umwelt in Zukunft nicht schon Ewigkeiten vorher verrückt machen bei Dingen, die noch nicht entschieden oder noch völlig offen sind. Ich möchte die gute Gegenwart genießen können, ohne sie mit Wahnvorstellungen von der noch nicht geschriebenen Zukunft gleich zu versauen... Meinen Seelenfrieden, wenn man so will. :wink:

    Einen schönen Abend euch allen noch! Lieben Gruß, KM

    Hallo Aileen!

    Ich erinnere mich auch nicht nur mit "guten Gefühlen" an die Beerdigung meines Vaters vor fast genau zehn Jahren (mir kommt es vor, als wäre es erst gestern gewesen...).
    Er starb auch an den Folgen seiner Alkoholkrankheit (Lebertumor war nur ein Faktor...) und ist nur 53 Jahre alt geworden.
    Besonders, weil sein ungeliebter älterer Bruder auf der Beerdigung auftauchte und dadurch Stress aufkam.
    Mein Vater hat sicher in seiner Urne routiert... Später sagte auch ein Bekannter ein paar unschöne Dinge über meinen Vater, wobei ich demjenigen heute noch am liebsten eins auf die Nase geben würde, aber was solls. :roll:
    Ändern könnte ich es eh nicht.
    Behalte die guten Erinnerungen in Deinem Herzen und versuche das Kapitel abzuschließen (was natürlich nicht einfaach ist...).
    Ich wünsche Dir noch viel Kraft, Gruß KM

    Danke Skye,...
    ...für Deine aufbauenden Worte. Es ist immer wie Balsam für mich, wenn mir andere die Augen für das wesentliche öffnen können. Sicher hast Du recht mit meinem Signaturspruch, und ich habe ihn schon bewusst gewählt, weil ich ihn selber öfter anwenden sollte...

    So wie Du die Situationen beschreibst, die Gefühlswelt in der ich mich "verfangen " habe, trifft es mein Innerstes schon auf den Punkt. Gerade was Du über Neid und Missgunst gesagt hast...

    Wiegesagt, wir Alki-Kinder haben zwar auch jeder eine individuelle Geschichte, aber im Prinzip haben wir mehr oder weniger alle die selben "Schäden" davon getragen.

    Da Du in Deinen Fortschritten schon weiter bist als ich, finde ich es toll wie Du mir Mut zusprechen kannst mit dem, was sich für Dich innerhalb des letzten Jahres geändert hat, weil Du es gewollt un dauch umgesetzt hast.
    Deine Tipps kann ich gegen Gold gar nicht aufwiegen und bin froh für die Hoffnung die Du mir machst.

    Zumindest bin ich schon mal von dem Trip runter, dass ich "unverbesserlich" bin :wink: . Das muss ich schon mal als Teilerfolg anerkennen. Und den Spruch von den AA's sollte ich mir am besten irgendwo aufmalen, wo ich ihn immer sehe :shock: ... Er beinhaltet genau das, was mir immer so schwer fällt. Gelassenheit ist dabei das größte Problem...

    Aber ich werde mir jetzt vornehmen, bewusster mit Stresssituationen umzugehen. "Ändere ich jetzt was damit, nur weil ich ausflippe? Oder sollte ich ruhig bleiben und abwarten was passiert?"
    ...Heute hole ich im übrigen die besagte Post bei meiner Mutter ab..., es sei denn ich verpenne es wieder hinzufahren :roll: ... Na, diesesmal werde ich es wohl hinbekommen. Mal sehen, was die Post so beinhaltet... Immer cool bleiben 8) !


    @ girasol

    Das Buch ausleihen? Na ja, im Prinzip hätte ich nichts dagegen, aber ich habe es gerade an meine ältere Schwester ausgeliehen, die auch in therapeutischer Behandlung ist. Ich dachte, sie könnte dieses Buch im Moment am besten gebrauchen. Dafür hast Du sicher Verständnis :wink: ... Aber ich kann Dir nur empfehlen, es ganz anzuschaffen. Denn ich habe festgestellt, dass wenn man hin und wieder darin liest nicht so schnell in seine alten Muster verfällt.
    Mit Sicherheit kannst Du es günstig gebraucht bei Amazon erwerben. Einfach mal reinschauen...

    Lieben Gruß, KM

    Hallo liebe Skye...

    Ja, was Du sagst ist total richtig.
    Ich habe mich in letzter Zeit auch oft gefragt, was für verschrobene Denkweisen ich eigentlich habe... Es ist schon wie Du sagst; Mein Vermieter verdient sich als Psychologe seine Brötchen und weiß selbst am besten, dass eigentlich praktisch jeder zweite Ottonormal-Verbraucher zum Therapeuten geht, und deswegen noch lange nicht mischugge ist :roll: ...
    Nur frage ich mich halt, wie ich zu solchen Denkweisen komme! Was ist bei mir falsch gelaufen, dass ich nicht wie jemand "normales" denken kann? Das soll jetzt nicht abwertend mir gegenüber gemeint sein, sondern als ganz nbormale Frage in den Raum hineingestellt sein: Warum bin ich so? Und was für mich jetzt viel wichtiger geworden ist, ist die Frage: Wie kann ich das ändern?? Dazu gleich noch mehr... Aber ich danke Dir sehr, für Deine klärenden Worte. Es tut immer furchtbar gut, wenn einem von jemand anderem gesagt wird, das im Grunde alles wieder gut werden kann, wenn man es nur selber auch wirklich will :P ... Ich muss wirklich lernen, mehr die positiven, als die negativen Dinge zu sehen...

    Hallo girasol!

    Ja, wie den Selbstwert stärken... Das frage ich mich heute selbst auch manchmal noch, denn auch ich stehe noch ziemlich am Anfang meines neuen Lebens.
    Doch ich muss zugeben, dass ich langsam lerne bewusster auf das zu achten, was MICH eigentlich ausmacht -ES zu achten, DAS ICH-. Es gibt genug Dinge, die ICH kann, und sei es nur die Fähigkeit Kaffee ohne zu kleckern aus einer Kanne auszuschenken, wo andere sich grundsätzlich einsauen :wink: ... Es können ganz banale Dinge sein, bzw. Dinge die jemanden "normalen" als banal vorkommen würden.
    Und eines der ersten Tatsachen, die ich mir bewusst vor Augen führen musste war: Es gibt nichts "Normales". Es gibt nur die Realität. Jeder hat seine Macken, ob er nun Frau oder Mann, Alkoholiker, Kind eines Alkoholikers, Psychologe oder Hausmeister ist... 8) Jeder ist nur Mensch. Es gibt nicht schwarz oder weiß, gut oder böse. Lerne als erstes Dich selbst zu respektieren (was mir auch immer noch schwer fällt :roll: ).

    Wie Skye es schon oft sagte, entschuldige Dich nicht für Dinge für die DU nichts kannst. Du bist wertvoll, auch wenn es Dir selbst im Moment nicht so vorkommt. Gib Dir nicht die Schuld an Dingen, die Du eh nicht ändern kannst und ich weiß seit dem Tod meines Vaters genau, wovon ich hier spreche... Er hat sich damals für den Alkohol entschieden und ich bin mir sicher, dass er mir (woimmer er jetzt auch sein mag :) )keine Vorwürfe macht, dass ich ihn davon nicht abgehalten habe oder besser abhalten konnte...
    Du bist dabei Dein Leben, wie es bisher war in Frage zu stellen. Das bedeutet: Du selbst bist Dir nicht egal. Du bist Dir selbst etwas wert und Du möchtest Leben, vor allem richtig Leben, genau wie ich. Ohne ständiges Selbstmitleid und der Frage, warum? Warum bin ich so? Warum bin ich anders? Warum liebt mich keiner? Warum bin ich so schlecht? Warum habe ich an allem die Schuld?
    Du, ich und millionen (!) andere haben sich ihr bisheriges Leben lang immer wieder die selben Fragen gestellt ohne darauf je eine Antwort bekommen zu haben. Nämlich die Antwort, dass sie nicht Schuld daran sind. Du bist nicht daran Schuld. Aber Du bist erst Schuld, wenn Du nichts daran änderst :wink: ...
    Lese Dich durch die einzelnen Threads durch, wenn es Dir wirklich wichtig ist etwas zu ändern, und Du wirst nach und nach verstehen warum Du so bist, und was Du tun kannst um Dich selbst zu befreien und Dich zu ändern damit Du Deinen Frieden mit Dir selbst schließen kannst. Nichts anderes versuchen die anderen hier auch. Und ich spüre jeden Tag etwas mehr, das mir durch meinen Willen und die Hilfe und guten Worte der anderen, mir immer ein weiteres Stück von meinem richtigen Leben geschenkt wird.
    In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Kraft um das zu erreichen, was Du Dir wünschst.


    ...So, dann mal zu meinem alten "Problem" :( ...
    Gestern gabs mal wieder perfekte Beispiele, und ich bin sehr froh, dass ich einen wirklich sehr verständnisvollen und aufmerksamen Partner habe, der sich auch intensiv Mühe gibt mir bei meinen Problemen zu helfen.

    Es war wie immer; Es kam wieder eins zum andern und ich fiel in mein berühmtes "Loch", wie ich immer so schön sage. Dabei hätte alles wunderbar sein müssen. Wir hatten kinderfreies Wochenende, wollten gestern zum Fußball ins Stadion und ich konnte ausschlafen....
    Dazu kommt; Mein Partner wird in den nächsten zwei Wochen nach langer Zeit seinen Führerschein wiederhaben (das hat er gestern erzählt), darüber sprachen wir, gleich nachdem ich aufgestanden war, und ich freue mich wirklich für ihn...
    Aber er sagt selber, dass er auch spürte wie mich dabei der Neid packte, als er davon sprach. Ohne das ich es wollte wohlgemerkt, denn ich freue mich WIRKLICH für ihn. Es ist, als bestände ich aus zwei Personen, wovon die eine immer das Gute, die andere aber das Schlechte will :evil: .
    Aber er spürte regelrecht, dass ich mit seinem Erfolg nicht umgehen kann. Er erzählte mir halt, dass er bald seine praktische Fahrprüfung machen wird und obwohl ich ihm sagte, dass ich es toll fände, zog es mich schon wieder runter...

    Das nächste Ding war (es lief wirklich ab wie in einem schlechten Hollywoodfilm...), dass meine Mutter anrief (ich musste zum Glück nicht mit ihr sprechen) und meinem Mann verkündete, dass ein Behördenbrief für mich bei ihr angekommen wäre. Und irgendwie noch ein zweiter. Zu diesem Behördenbrief muss ich dazu sagen, dass der mit einer unangenehmen Erinnerung und Geld zusammenhängt. Davon ließ ich mich dann endgültig in den Keller ziehen, denn ich machte mir wieder einen Kopf und kam vom hundertste ins tausendste, obwohl ich überhaupt nicht weiß, was in diesem Brief steht (!) und ich am Wochenende eh nichts daran ändern könnte...

    Es dauerte ziemlich lange, bis ich und mein Partner durch ein längeres (mal wieder :roll: ), analytisches Gespräch dann irgendwann darauf kamen, dass ich mit seinem Erfolg nicht klarkomme. Ich komme mir halt so vor, als ob ich mich auf der Standspur mit Tempo 6 KMH fortbewege (der Brief hat dann nochmal 3 KMH gekostet :wink: ), während er sein Leben jetzt in der trockenen Phase super im Griff hat, und einen Erfolg nach dem nächsten einheimst. Es ist einfach so, dass er keinerlei Niederlagen eingesteckt hat und nichts wirkliches im Weg stand, was man als Hindernis bezeichnen könnte.
    Ich stehe mir halt immer irgendwo selber im Weg; Habe das Gefühl wenn ich ein Hindernis (natürlich dank seiner Unterstützung, wofür ich auch ganz dankbar bin...) aus dem Weg geräumt habe, fällt mir das nächste in den Schoß und lähmt mich wieder... Ich drehe mich im Kreis. Er hat seinen Weg genau vor sich und schafft es dabei noch mein Leben zu ordnen. Wenn ich ihn nicht hätte, wäre ich vermutlich schon in der Geschlossenen...

    Er selber sagt auch immer wieder, dass ich meine Fortschritte nicht zu sehr unterbewerten soll. Das ich zu dem stehen muss, was ich schon geschafft habe. Und mein Leben nicht mit seinem vergleichen kann. Aber warum ist das so verdammt schwer? Ich komme mir vor, wie bei den Bundesjugendspielen, wo so viele eine Ehrenurkunde und Siegerurkunden abkassierten und ich meist mit einer langen Nase dastand, obwohl ich mir die größte Mühe gegeben hatte.
    Ich habe stets das Gefühl, das was ich für mich erreiche ist nicht gut genug. Und ich weiß auch, dass es wohl mit diesen traumatischen Kindheitserinnerungen zusammenhängt. Es waren ja nicht nur die Bundesjugendspiele. Ich könnte tausende von Beispielen nennen. Deswegen fällt es mir so schwer es als "kostbar" anzuerkenne, was ich schon geschafft und erreicht habe. Alleine wenn ich höre, dass ich tolle Kinder habe verdrehe ich innerlich die Augen, weil ich denke dass ich sie nicht gut genug erzogen habe und so weiter und so fort. Dabei sind sie wirklich toll und das versuche ich ihnen jetzt auch so oft es geht zu zeigen :) ... DAS ist zumindest ein Erfolg, den ich auch mittlerweile anerkennen kann. Bei mir ist halt viel gutes Zureden immer noch nötig und wenn ich genug Bestätigung von verschiedensten Seiten erhalten habe, kann ich auch einen Erfolg annehmen. Aber ihn sofort anerkennen? EIn Kompliment auf der Stelle annehmen ohne es zu hinterfragen und nach dem schwarzen Fleck an der Sache zu suchen? FEHLANZEIGE! Da habe ich noch viel Nachholbedarf :wink: ...

    Was mir aber allgemein an meinen Ausbrüchen und Gefühlsschwankungen stinkt ist, dass ich damit alles mies mache. So wie den Tag gestern, der im Grunde so gut anfing und dadurch fast ins Wasser gefallen wäre, nur weil ich etwas einfach nicht als gegeben hinnehmen konnte. Daran muss ich noch arbeiten 8) ...

    Ich danke Euch fürs "zulesen" und wünsche Euch noch einen schönen Restsonntag :)

    Hy... :(
    man, gehts mir dreckig... Dabei war es so ein guter Tag! Auf der Arbeit war es trotz Streß lustig und nett, dann noch mein Nebenjob und schnell nach Hause...
    Und natürlich wieder die Hälfte vergessen! Da sollte ich doch heute (gestern eigentlich schon) zu meiner Mutter fahren, um was abzuholen, was ich natürlich (wieder) vergessen habe...

    Gestern war meine Mutter schon lallig am Telefon und heute war sie auch pissig und "drauf", so wie ich es am Telefon mitbekommen habe. Gut, ich verstehe ja, dass sie sauer ist wenn sie auf mich wartet und ich dann nicht komme, aber ich habe momentan sowas von den Kopf voll (von wegen Therapiesuche und so...), dass mir selbst mein reaktiviertes Notizbuch nicht geholfen hat. Aber das sie dann trinkt finde ich natürlich besch...eiden.

    Jedenfalls war ich dann so mies drauf nach dem Telefonat heute Abend, dass ich mal wieder in eins meiner berühmten Löcher gefallen bin. Ich kann meiner Mutter nicht sagen, warum ich den Kopf so voll habe (natürlich hat sie mich vorwerflich gefragt, was ich denn bitte alles zu tun hätte und darüber hinaus sie vergesse :evil: ...), denn im Grunde hat sie mit meinen Problemen ja auch viel zu tun, ohne es zu wissen. Ich fühle mich heute mal wieder total mit mir selbst überfordert...

    Meine Gefühle schäumen über und jede Kleinigkeit bringt mich auf die Palme! Dabei hatte ich diese Gefühls-"Ausbrüche" so gut im Griff.
    Jetzt, nach dem neuerlichen Absturz heute habe ich mittlerweile den Verdacht, dass sich das alles nur aufgestaut hat und ich praktisch heute geplatzt bin... Mein Mann leidet auch darunter, weil er weiß dass er mich da nur schlecht trösten kann...
    Es ist zu Mäuse melken. Hoffentlich sind die 13 Tage bis zu meinem Termin schnell um. Hauptsache es bringt auch was...

    Trotzdem allen noch einen schönen Abend noch!
    Gruß, KM

    Hallo Skye!

    Ich habe mich mal durch Deinen Thread gelesen und bin innerlich echt aufgewühlt.
    Das ist eine gute Frage, die Du da stellst und ich habe drüber nachgedacht.
    --Was ich gerne wissen würde, wie soll ich mich bei solchen Gesprächen verhalten? Auf der einen Seite ist es ihre Sache und allein ihre Entscheidung, was sie mit ihrem Leben macht. Auf der anderen Seite betrifft es mich auch, wenn sie solche Gespräche mit mir anfängt. Sie kann doch nicht erwarten, dass ich stumm zuhöre, während sie sich selbst fleißig belügt. Ich meine sie ist mir nicht egal, es interessiert mich ja wenn sie trocken werden will. Aber doch nicht so. Ich bin doch keine Mülleimer in den man fleißig alles werfen kann, Deckel drauf und gut is’. --

    Eigentlich tiffst Du es selbst auf den Punkt.
    Es ist ihre Sache.
    Niemand hat sie dazu gezwungen Alkoholiker zu werden, und Dir jetzt dafür die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen ist für mich eine Art Armutszeugnis ihrer Selbst. Denn das zeigt nur, dass sie sich ihr Problem noch nicht eingestanden hat. Auch das besagte "offen lassen von Hintertüren" macht deutlich dass sie sich selbst nicht als Auslöser für ihre Krankheit anerkannt hat.

    Mach Dir bei solchen Vorwürfen immer deutlich: Niemand hat sie dazu gezwungen den ersten Schluck Alkohol zu trinken, also ist es glattweg eine Lüge von ihr, allem anderen (natürlich nur nicht sich selbst) die Schuld zuzuschieben.

    Und es mag sich zwar blöd anhören, aber zieh Dir einfach nicht diesen Schuh an, wenn Deine Mutter ihn Dir aufzwängen will! Sie macht das nur, um von ihrer eigenen Schuld abzulenken, um sich besser zu fühlen. Alkoholiker haben nunmal starke Schuldgefühle, und da wird Deine Mutter auch reichlich von haben... Aber bitte lass Dir diesen Müll nicht anheften. Vielleicht will sie ja, dass Du auch Schuldgefühle hast. Einfach nur um sich besser zu fühlen, oder zumindest tut sie dies in der Hoffnung.

    Versuch ihr einfach klar zu machen, wenn es wieder zu solchen "Ausbrüchen" kommen sollte, dass sie nicht damit anfangen kann die Schuld bei anderen (bei Dir z.B.) zu suchen, ohne erstmal bei sich "aufgeräumt" zu haben.
    Ich denke, euer gegenseitiges Versprechen nicht darüber zu reden, bis sie wieder in Therapie ist, könnte ein Anfang sein. Aber verlassen kannst Du Dich natürlich nicht darauf, aber das weißt Du selbst am besten, so wie ich es aus Deinen Berichten herausgelesen habe. Warte einfach ab was weiterhin passiert, und lass Dir nicht einfallen Dich von Deinem Vater "quälen" zu lassen, wenn Du die Blumen giest und Wäsche machst...

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

    Lieben Gruß, KM

    Hallo nochmal! :)

    ...Die Nummer, die mir mein Vermieter gab, hat mich heute endlich etwas weiter nach vorne gebracht.
    Heute morgen rief ich dort an und habe mit der Therapeutin dort gleich einen Termin in zwei Wochen vereinbart. Zwischenzeitlich könnte ich noch Kontakt mit der Leiterin einer Selbsthilfegruppe aufnehmen, deren Nummer mir die Therapeutin am Telefon gab... Aber da überlege ich noch. Ich glaube, ich werde erst einmal den Termin mit der Therapeutin abwarten und dann mit ihr besprechen, was wir für mich tun können.

    Bin einerseits ganz froh, dass ich endlich mal voran gekommen bin... Andererseits muss ich mich schon wieder mal in Geduld üben... 14 lange Tage wieder warten... grrr :wink: ...
    Aber das soll mich nach 30 Jahren jetzt auch nicht mehr kratzen :!: ...

    Lieben Gruß an alle, KM

    So, ich nochmal :) ...

    Es gibt ein paar Neuigkeiten von mir, und da ich diesen Thread habe, schreibe ich hier einfach mal davon 8) ...

    Ich hatte ja letzte Woche eine Sprechstunde für erwachsene Kinder von Alkoholikern besucht (...hatte mich auf dem Hinweg bestimmt 26,5 mal verfahren und war völlig mit den Nerven fertig als ich endlich bei denen vor der Tür stand...) und der Therapeut dort, der sich meiner angenommen hatte war sehr sympathisch und sehr nett.

    Er stellte mir einige Fragen, ich erzählte ihm was mir auf dem Herzen liegt (...wie das halt so ist bei Erstgesprächen...) und am ende (so nach rund 30 Minuten) erklärte er mir, dass eine Therapie für mich auf alle Fälle angebracht wäre. Allerdings nicht bei ihm (weil es vom Weg her einfach zu weit weg wäre).
    Er gab mir dann ein paar Nummern, wo ich aber nicht weiter kam sondern auf die kassenärztliche Vereinigung verwiesen wurde, wo ich mir Therapeuten in der Nähe meines Wohnortes suchen sollte... An diesem Punkt stand ich praktisch wieder am Anfang, denn welcher Therapeut wäre denn der richtige für mich?? Es gibt so viele, aber welcher ist auf welches Fachgebiet spezialisiert? Und welcher hat gerade mal Platz für mich??
    Denn es ist leider wahr, dass praktisch jeder Therapeut mit Patienten vollgestopft ist wenn man so will...
    Daraufhin hatte ich allen Mut zusammen genommen und meinen Vermieter um Hilfe gebeten (er ist zufällig selbst Psychologe), der den Abend zufällig zu uns hoch kam. Er war sofort hilfsbereit und kam am nächsten Tag mit einer Telefonnummer von einer Therapeutin, die eine Selbsthilfegruppe von Betroffenen in einer nahen Nachbarsstadt leitet. Diese hat morgen Früh eine halbe Stunde Telefonsprechstunde und ich hoffe, dass ich sie erreiche und nicht dauernd besetzt ist :roll: ... Naja, mal abwarten... Geduld heißt die Devise und ich sitz schon seit einer Woche wie auf heißen Kohlen!
    Ich möchte endlich voran kommen, auch wenn ich heute das erste mal das echte Gefühl habe, wirklich "ruhiger" geworden zu sein. Ich kann es nicht genauer beschreiben. Aber ich fühle mich gut; Besser als noch vor zwei Wochen!

    In diesem Sinne lieben Gruß, KM

    Hallo nochmal Timster :) ...
    Stümmt... Wo Du sagtest, dass die Menschen die sich helfen lassen eigentlich stärker sind als die, die immer alles alleine bewältigen wollen, ist mir eingefallen wie toll ich die Geschichte von meinem Mann fand.
    Er war Quartalstrinker und hat am Ende eingesehen, dass er sein Leben neu beginnen muss und hat sich dafür alleine Hilfe gesucht.

    Niemand hat ihm in der Zeit beigestanden oder bei der Suche nach Hilfe unterstützt (ich kannte ihn damals noch nicht...). Aber wenn man das selbst erst nicht versteht, und alles alleine bewältigen will, kommt man sich selber meist verdammt lasch vor, wenn man beginnt zu begreifen dass man fremde Hilfe benötigt.

    ich hatte halt Manschetten davor meinen Vermieter zu fragen, weil ich dachte: Was denkt der denn dann bitte in Zukunft von mir?! ...Dabei könnte es mir im Grunde ja egal sein, denn ich tue es ja für mich um mein Leben zu ändern. Und jetzt, nachdem ich ihn gefragt habe weiß ich auch, dass ich da keine Befürchtungen zu haben brauche ;-)... Es war dumm von mir sowas zu denken.

    Übrigens fand ich das Krümelmonster auch immer toll. Aber den Nicknamen habe ich mir für dieses Forum eigentlich nur deswegen ausgesucht, weil mein Vater mich (auch als ich schon erwachsen war) immer so mit Spitznamen gerufen hat :wink: ...

    Schönes Wochenende noch und lieben Gruß, KM

    Hallo Marjel!

    Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, Du wirst immer mit der unterschwelligen Angst leben müssen, dass ein trockener Alkoholiker rückfällig wird. Doch das Vertrauen wird wachsen, wenn er denn trocken bleibt. Eine gewisse Angst wird jedoch wohl immer da sein... Nur das Vertrauen überwiegt schließlich.

    Gut dabei ist, dass er es wohl jetzt eingesehen hat, was er mit seiner Alkoholsucht für ein Dilemma angerichtet hat. Auch gut ist, dass ihr jeder für sich wohnen bleiben dürft, so ist er mehr für sich selbst verpflichtet. Das Alleinsein wird er dabei schon lernen müssen, denn das Problem mit dem Alkohol hat er sich "selbst" eingebrokt. Also muss er es auch wieder "ausbaden". Du kannst zwar für ihn da sein, aber Du kannst ihm dabei nicht helfen, diese Suppe auszulöffeln.
    Er muss es wiegesagt selbst und für sich ganz alleine machen.

    Lieben Gruß, KM

    Hallo nochmal Teichlinchen!

    Es ist schön zu hören, dass es Dir jetzt etwas besser geht als heute morgen :D ... DAS meinte ich damit, mal ein bisschen hier im Forum zu lesen und Kraft aus den Worten zu tanken, die man hier von anderen Teilnehmern erhält.
    Als ich hier das erste mal "hineinschneite" hätte ich nie gedacht, dass sich in so kurzer Zeit so viel verändern kann, wenn man es nur "zulässt".
    Ich freue mich für Dich und kann Dir ebenfalls nur den Rat geben, weiter nach Hilfe zu suchen.
    Das Problem mit der SHG kenne ich auch. Ich hätte wohl viele Möglichkeiten eine auszuwählen, bin mir aber auch noch nicht schlüssig. Doch ich bin schon mal weiter als am Anfang. Da wollte ich nämlich gar nicht in eine SHG, also habe ich mich da schon weiterentwickelt... :wink:

    Auch ich wünsche Dir die Kraft, die Du benötigst um Deine Ziele zu erreichen. Lieben Gruß nochmal, KM :D

    Hallo Teichlinchen und herzlich willkommen hier im Forum!

    Ich habe gerade Deinen "Hilferuf" gelesen und finde es toll, dass Du die Kraft und den Mut aufbringst ein neues Leben anfangen zu wollen. Besonders, da Du gerade in eine neue Stadt umgezogen bist.
    Hier im Forum kannst Du für Dich sicherlich auch viel Hilfe erfahren, wenn Du Dich durch die einzelnen Bereiche arbeitest. Jedenfalls ging es mir so, obwohl ich davor immer dachte ein "Einzelfall" zu sein.
    Gut, jeder hat wirklich sein individuelles Problem, Du natürlich auch, es gibt aber immer wieder Paralelen zu anderen "Fällen", aus denen man gut Rückschlüsse ziehen und Hilfe für sich selbst gewinnen kann.
    Mir hat es sehr geholfen und hilft mir auch immer noch. :)
    Als erstes möchte ich Dir sagen, dass Du nicht die Hoffnung aufgeben darfst. Hoffnung gibt es immer, man muss sie nur "zulassen" :wink: . Das man zeitweise traurig, verwirrt und (so wie auch ich oft...) hilflos einer Situation oder Problememn gegenübersteht ist da ganz normal. Auch wenn es natürlich nicht schön ist... Aber dann zu kapitulieren ist auch kein Ausweg.
    Du bist stark! Das hast Du damit bewiesen, dass Du den ersten Schritt gemacht hast und Dir Hilfe gesucht hast. Jetzt musst Du konsequent einen Schritt nach dem anderen machen. VORWÄRTS natürlich. Und Dir jeden kleinen Erfolg BEWUSST machen, auch wenn er auf den ersten Blick noch so unbedeutend erscheint. Das muss ich auch jeden Tag neu an mir selber ermahnen, ich falle nämlich auch gerne in alte "Strickmuster" zurück, in denen ich Gefahr laufe wieder einmal die Kontrolle über meine Gefühle zu verlieren. Gefühle sind normal, man muss aber wissen wie man sie zu nehmen hat ;-)...
    Lass es zu, dass man Dir hilft und wir (das Forum) haben immer ein offenes Ohr für Deinen Kummer oder Fragen, selbst wenn sie Dir im ersten Moment wahrscheinlich banal erscheinen. Scheue Dich nicht über Deinen Kummer zu reden. Ich habe erfahren, dass es gut tut offen darüber zu reden.
    Ich freue mich schon darauf, mehr über Dich zu erfahren! 8)
    Ganz lieben Gruß, KM

    Hallo Timster!

    Danke für Deine Worte.
    Das mit dem mangelndem Selbstwertgefühl scheint bei mir extrem ausgeprägt zu sein. Und; Ja. Ich spiele die Selbstmordgedanken immer gleich herunter. Das ist vielleicht um mich selbst zu beruhigen, aber wenn ich dann manchesmal beim Auto fahren so mit den Gedanken spiele erschreckt es mich selbst :( ... Aber ich bin auch schon zu weit voran gekommen, als das ich jetzt alles "hinschmeißen" könnte.
    Heute habe ich einen ganz neuen Schritt geagt. Und zwar ist mein Vermieter Diplompsychologe...
    Ich hatte bisher immer "Manschetten" ihn mal zu fragen, ob er nicht "jemanden" wüsste... Heute hab ich es getan und er war sofort hilfsbereit und wollte sich darum kümmern, dass ich ein paar "Fachleute" nach einem Therapieplatz fragen kann... Das hat mir sehr viel Mut gemacht.
    Es geht voran! Liebe Grüße, KM

    Hallo Teaser!

    Vielleicht legst Du ja auch nur alles ein bisschen zu sehr auf die Goldwage, weil Du die Beziehung von mir und meinem Freund nur von meinen schriftlichen Erzählungen kennst und sie selbst nicht "objektiver" verfolgen kannst :wink: .

    Ich denke mal, vieles was vielleicht wichtig wäre für Dich dabei zu wissen, lass ich einfach automatisch weg. Würde mein Freund hier im Forum schreiben, könntest Du zwei Seiten betrachten und beurteilen.

    Auf meine Impulsivität könnte ich im Übrigen gut verzichten, denn sie bricht immer nur dann stark aus, wenn mich "schwächere" nerven. Sprich; Meine Kinder bekommen das meiste ab :cry: . Auf der Arbeit werde ich gerne auch "als gute Seele" oder als die Frau "mit Nerven wie Drahtseile" bezeichnet, weil ich im Umgang mit Kunden und unausstehlichen Arbeitskollegen eine unglaubliche Engelsgeduld aufbringe... Aber Zuhause habe ich für diesen "Kraftakt" meist keine Energie mehr übrig, und Kinder können einen auch "anders" nerven als Erwachsene (behaupte ich jetzt einfach mal so ;-)).
    Also, ich denke schon dass ich vieles durch Deine Erläuterungen besser verstehe. Keine Bange.

    Lieben Gruß und fühl Dich auch von mir dankbar gedrückt, KM

    Hallo Dannilein, Teaser & Skye..

    Hallo Teaser. Du magst zwar vielleicht ein Miesmacher sein, aber ich habe noch nie einen Miesmacher kennengelernt, der so nett war wie Du 8) ...

    Aber mal im Ernst; Es geht nur darum, dass ich die Unterschiede zwischen meiner letzten und meiner jetzigen Partnerschaft nicht bewusst wahrnehme.
    Mein jetziger Parnter ist nicht mein EX_Partner... Trotzdem lege ich noch Verhaltensweisen an den Tag, die fünf Jahre lang in der alten Beziehung "Normal" waren. Verstehst Du? Mein Ex hat sich einen feuchten Dreck um meine persönlichen Bedürfnisse gekümmert, geschweigedenn dass ich mal Zeit für mich selber brauchte. Damals musste ich mir sowas "rausreißen", was ihm auch oft nicht gepasst hat...

    Und mein jetziger Partner entlastet mich so sehr in allen möglichen Situationen, besonders was die Kinder angeht, dass ich es nicht nötig habe mir wieder Zeit "rauszureißen", obwohl ich (als Beispiel jetzt...) eine Stunde später sowieso genug Zeit hätte. Ehrlich gesagt habe ich oft das Gefühl, dass er hart an die Grenzen des möglichen geht und ich ihn wohl schon zum Teil ausnutze :oops: .

    Und es ging eigentlich bei unserem "Disput" genau um dieses Problem. Warum ich Sachen sofort machen muss, obwohl ich sie genauso gut später machen könnte... Da muss ich mal auf Dein Buch zurück kommen, Teaser (Um die Kindheit betrogen). Dieses Verhalten ist auch typisch für Kinder von Alkoholikern, weil sie (und ich ebenfalls) ständig das Gefühl haben jetzt sofort etwas tun oder haben zu müssen. Bedürfnis nach "sofortiger Befriedigung"... DAS hat er auch verstanden, dass es im Grunde nicht meine Schuld ist, da ich dieses Verhalten gar nicht beabsichtige und es für mich normal ist.

    Das er und besonders meine Kinder darunter leiden, weil ich ihnen nur wenig Aufmerksamkeit schenke, ist DABEI das Hauptproblem. Ihm ging dabei der Hut hoch, weil er mir schon so viel Freiraum gibt in dem ich meinen Interessen in Ruhe nachgehen kann und dann doch wieder in mein altes Verhaltensmuster "hineinfalle" ohne es zu merken, Dinge auf der Stelle zu tun. Vor allem unwichtige Dinge.

    Oder ist es falsch, wenn ich mit meinen Kindern Zeit verbringen kann und statt dessen vor dem PC hocke? Und DAS, OBWOHL ich das auch in Ruhe machen kann, wenn sie im Bett sind? Immerhin gehen sie ja schon um halb sieben ins Bett und nicht wie wir gegen 10/ 11 Uhr... Ich weiß, für Dich hört sich das jetzt sicher wieder so an, als ob ich ihn in Schutz nehme (...oder? :P ), aber ich kann Dir versichern, seit ich ihn kenne weiß ich es was es heißt "füreinander" dazusein... Und doch muss ich es immer noch lernen :wink: ...

    Skye

    ...Ich wünsche Dir gute Besserung! Ich hab meine Erkältung gerade hinter mir :roll: , aber was erwartet man schon von seiner Gesundheit bei dem bekloppten Wetter??

    @Dannilein

    ...Stimmt, es ist schwer damit umzugehen, aber jetzt nach und nach lerne ich es zu genießen ;) Und eigentlich weiß man solche Fürsorge auch erst dann zu schätzen, wenn man sie vorher nicht hatte, oder?

    Lieben Gruß an alle von KM

    Hallo Skye und Rest!

    Danke erstmal für Deinen ausführlichen Beitrag :) ...
    ...Es ist schon seltsam, dass man von so vielen Leuten hier eigentlich schnell "durchschaut" wird, und man aber dabei selber so "willentlich" blind für die Lösung seiner Probleme ist... Ich hatte es irgendwo anders mal kurz erwähnt; Man läuft seinen Träumen und Wünschen ein Leben lang hinterher, dabei liegen sie so nahe. Und dann wundert man sich auch noch warum man zu dusselig ist, sie zu greifen.

    Ich habe gestern auch noch mal lange mit meinem Mann über mein "gestörtes", scheuklappenartiges Handeln geredet. Und Du hattest recht, er hat mir auch meinen Fehler verziehen und sieht ein, dass ich daran etwas länger "zu knabbern" habe, bis ich da dauerhaft etwas dran ändern kann. Doch der Anfang ist zumindest schon mal erreicht. Ich weiß jetzt wo das Problem liegt... Er hingegen weiß nun, dass er und ich vor allem Geduld dabei haben müssen.

    Es ist schlichtweg ein altes "Muster" wenn man so will, nach dem ich mich verhalte. Wir haben es einmal auseinander genommen und es versucht zu analysieren... Vieles davon liegt in meiner Kindheit und einiges ist durch die letzte Beziehung "hervorgetreten", wenn man so will. So zum Beispiel ein "Tick" von mir, alles auf einmal machen zu wollen um ja am Ende genug Zeit für eigene Interessen zu haben. Allerdings lässt sich das schwer im "neuen" Alltag von meinem jetzigen Partner und mir umsetzen, vor allem musste ich erkennen, dass das überhaupt nicht nötig ist... Und ich habe dieses egoistische Verhalten, kann mich schwer "hinten anstellen"...

    Es geht auch um folgendes Problem, dass ich meinen Kindern zu geringe Aufmerksamkeit schenke. Und ich bin auch oft was sie angeht ungeduldig. Das sind beides Verhaltensweisen, die auch meine Eltern mir gegenüber an den Tag gelegt haben, und die schlichtweg auf mich abgefärbt sind. Ich will ihnen nicht die Schuld für mein Verhalten in die Schuhe schieben, sie haben es mit Sicherheit damals nicht bewusst gemacht (ich ja auch nicht ...), aber mein Vorteil ist, dass ich dieses Problem nun endlich erkannt habe und das ich daran arbeiten kann und es auch meinen Kindern zuliebe MUSS.

    Mein Mann wünscht sich auch von mir, dass ich mich bewusster um die Kinder kümmere, ihnen einfach mehr Aufmerksamkeit schenke und ich habe mal für mich nachgedacht, warum mir das eigentlich so schwer fällt ihnen mehr zu geben, als das "Pflichtprogramm".
    Ich vermute, dass ich meine Kinder einfach mit in den "Topf" der allgemeinen Menschen die mir nahe stehen, geworfen habe, die mir auf irgendeine Weise die Zeit gestohlen haben (und manchmal auch heute noch stehlen), dass ich bewusst lernen muss meine Zeit zu "verschenken", für wen sie kostbarer und wichtiger ist und wem ich sie nicht geben muss.
    Ist ja ganz klar, dass da meine Kinder im Vordergrund stehen. Schön, dass ich das endlich kapiert habe... :roll:

    In meiner letzten Beziehung war ich im Grunde auf mich alleine gestellt und war froh, wenn ich meinem Ex irgendwo Zeit "abknapsen" konnte, damit ich endlich mal meine eigenen Bedürfnisse befriedigen konnte. Und sei es nur gemütlich einen Manga lesen zu können, und selbst dabei habe ich mich noch um die Kinder und den Haushalt gekümmert, alles immer irgendwie zwischendurch erledigt. (Heute nutze ich es automatisch aus, wenn mein Mann sich mit den Kindern beschäftigt, und mache "für mich" irgendwelche Dinge, obwohl ich mich genauso gut daneben setzen und mitmachen könnte...)
    Und mich stört dieses ständige "irgendwie" und vor allem das "zwischendurch". Deine Idee mit dem Zettel finde ich toll! Ganz ehrlich! Ich habe von Kathrin schon den Tipp bekommen einen individuellen Notiz-/ bzw. Terminkalender zu basteln, wo man den Einband mit Bastelkram und Fotos von lieben Menschen verzieren kann, damit er etwas "schönes" und halt etwas "persönliches" wird. Die Idee fand ich auch toll, und ich glaube ich werde nachher mal in die Stadt fahren und gucken, ob ich einen dafür geeigneten "Rohling" finde.

    Ich hatte bis vor einem halben Jahr auch einen Terminkalender, den ich ständig brauchte (aus beruflichen Gründen), allerdings habe ich auch meine provaten terminde dort eigetragen und Dinge, die halt "wichtig" waren. Nur habe ich den Job mittlerweile gewechselt und mache seit August etwas völlig anderes, wo ich auch feste Arbeitszeiten habe und ein und den selben Ort wo ich hin muss. Mein letzter Job hatte mich nervlich sehr fertig gemacht, was auch der Grund war, warum ich nun etwas anderes mache und war froh darüber, dass ich ihn nicht mehr brauchte. Er verstaubt jetzt fröhlich in der Ecke :D:D:D , allerdings sehe ich den privaten Nutzen jetzt mehr hervortreten (vor allem dank Euch allen :wink: ), von daher werde ich Deinem und Kathrins Vorschlag nachkommen.

    Drückt mir heute bitte die Daumen, dass ich bei der Therapiestelle mit meinem Problem "gehör" und weitere Hilfe bekommen kann. Bin schon ganz kribbelig :) ...

    Vielen lieben Dank und lieben Gruß von KM

    Hallo und Willkommen!

    Mein Vorschlag wäre auch, sich noch einmal mit versammelter Mannschaft zusammenzusetzen, wenn ihr sicher sein könnt, dass Euer Vater nüchtern ist.
    Ihr könnt ihm dann sachlich Eure Ängste und Sorgen bezüglich seines Alkoholproblems und seiner dadurch maroden Gesundheit darlegen und mit Sicherheit wird er es auch verstehen, wenn ihr geschlossen alle das selbe zu ihm sagt.
    Der nächste Vorschlag von mir wäre auch eine Art Erpressung. Es ist aber eine gute Möglichkeit, damit sich der Betroffene ein Eigentor schießt. Schlagt ihm vor, das er doch mit einem von Euch zu einer Suchtberatung gehen soll, damit man dort eine mögliche Abhängigkeit von Fachleuten ausschließen kann (...). Der Sinn dahinter ist ja ganz klar.

    Wenn er einwilligen sollte habt ihr ihn zumindest schonmal halbwegs dort, wo ihr ihn haben wollt. Nämlich dort, wo ihm Fachleute die Augen öffnen können. Wenn er allerdings nicht zur Suchtberatung will kann man ihm auch daraufhin direkt ins Gesicht sagen, dass er nur Angst davor hat, dass man dort recht haben könnte und wenn er von sich selber behauptet kein Alkoholproblem zu haben, müsse er sich doch schließlich nicht vor einem Besuch beim Suchtberater drücken wollen, oder??

    Die Idee ihn anzuzeigen, wenn er besoffen Auto fährt finde ich persönlich gut. Meine Ex-Schwiegermutter hat das auch mit einem meiner Schwager getan, als der besoffen Auto gefahren ist. Ihm haben sie dann den Lappen weggenommen. Ihr ging es zwar in dem Fall auch darum, dass ihr Sohn sich dabei selbst gefährdet hat. Allerdings hatte sie betont, dass sie nicht mit dem Gewissen leben wollte, dass er bei einem Unfall vielleicht auch Unschuldige verletzen oder gar töten könnte... Darüber solltet ihr bei aller Vaterliebe auch mal denken :wink: ...
    Lieben Gruß, KM

    Hallo Teaser!

    Danke, für Deinen Trost.
    Ich habe über Deine Worte nachgedacht und einiges davon hat mir auch mein Freund schön öfter gesagt, von wegen "mangelndes Selbstbewusstsein".
    Doch ich muss meinen Freund jetzt mal zum größten Teil in Schutz nehmen (...keine Angst, ich schwöre ich übertreibe nicht! ich erzähle es jetzt mal objektiv!).

    Erstens: Er ist die Geduld in Person.
    Er weiß um meine Probleme, die ich aufgrund meiner Vergangenheit habe und er nimmt wirklich, WIRKLICH sehr viel Rücksicht auf mich!
    Dazu ein kleiner Vergleich...

    Mein Ex hat sich so gut wie gar nicht um den Haushalt und die Kinder gekümmert. Er lebt und hadelt so in etwa nach dem Motto: Ich bin der Chef, ich schaffe die Kohle ran (ob ich arbeiten gegangen bin hat ihn herzlich wenig interessiert) und wenn ich zu Hause bin mache ich nichts mehr. Das einzige, was er hin und wieder gemacht hat war zu kochen.

    Und ich war fast fünf Jahre mit ihm zusammen und ich habe ihn in der ganzen Zeit weder einmal staubsaugen, geschweigedenn putzen sehen. Ich kann an zwei Händen abzählen, wie oft er unseren gemeinsamen Sohn die Windel gewechselt hat und es sogar dabei geschafft hat mir obendrein deswegen auch noch ein schlechtes Gesissen einzureden.

    Wenn unser Sohn nachts gebrüllt hat bin ich in 99,99 Prozent aller Fälle aufgestanden und es gab jedes mal Höllentheater, wenn ich mal am Wochenende ausschlafen wollte. Und das beste daran war, vor Bekannten hat er sich immer als Musterpapa aufgeführt :evil: ...

    Mein jetziger Freund ist da schon das krasse Gegenteil...
    Ich werde nie vergessen, wie er mich bei einer seiner ersten Übernachtungen bei mir in der alten Wohnung "dazu nötigte", mitten in der Nacht liegen zu bleiben als mein Sohn in seinem Zimmer weinend aufgewacht war, damit er aufstehen und ihn trösten konnte... Und das, obwohl er am nächsten Morgen um kurz vor fünf aufstehen musste, und ich erst um halb sieben...

    Er sagte damals zu mir, als ich mich für die "nächtliche Störung" bei ihm entschuldigte: "Wieso entschuldigst DU Dich eigentlich? Da kannst Du doch nichts für! Und Dein Sohn auch nicht!" Er war regelrecht aufgebracht darüber, dass ich mich "für so etwas normales" überhaupt entschuldigen konnte... Falls mir einer jetzt folgen kann...

    Zweitens: Er kocht (zu meiner Schande) sehr oft, gerne und auch noch gut :wink: !).
    Und das sogar oft in der Woche, und trotz seines harten Jobs...
    Mal abgesehen davon ist er durch eine "harte Schule" gegangen was einen Haushalt zu führen anbelangt; Weiß wie man staubsaugt (oh Wunder, lach), putzt, bügelt, Kinder an und auszieht, Wäsche wäscht, einkaufen geht, mit Geld wirtschaftet... etc., etc. ...

    Drittens: Er geht sehr auf mich ein.
    Ich überteibe wirklich nicht, auch wenn es für einige jetzt vielleicht so aussehen mag, als ob ich ihn in den Himmel loben will um von seinen Schwächen abzulenken. Aber dem ist nicht so. Er hat auch seine menschlichen Schwächen und Fehler und vielleicht habt ihr recht und ich bewerte diese bei mir selbst einfach über... :(
    Er ist der erste Mann in meinem Leben, mit dem ich wirklich über alles reden kann. Und natürlich haben wir über diesen dummen Disput gestern auch lang und breit gesprochen, aber ich saß dann halt in dem besagten "Loch", aus dem ich dann nicht mehr herauskam.

    Er hat auch über sich selber gesagt, dass er auch lernen muss mit meinen (Denk-)Schwächen anders umzugehen. Das er weiß, dass er in solchen Situationen die ihn dann ärgern auch gerne mal überreagiert, seinen Dampf ablässt. Und hinterher tut ihm das auch wieder leid. Meine Überreaktion ist dabei dann aber leider immer (wohl, weil ich ihn so sehr liebe), dass ich dann total hilflos bin. Ich ertrinke in einem Meer von negativen Gefühlen und suche dann nach irgendeiner Lösung, wobei ich allerdings nur immer tiefer falle.

    Ich habe in den letzten Wochen sehr viel über mich selber erfahren. Gerade was meine Impulsiviät, meine Gefühlsausbrüche und dem Empfinden "anders als andere" zu sein angeht... Es ist aber halt im Moment nur so, als ob ich etwas neues in die Hand gedrückt bekommen habe, so nach dem Motto: "Nun mach was draus!", aber niemand hat mir die Gebrauchsanweisung da gelassen.

    Ich will mehr darüber lernen, wie ich handeln kann und dabei die möglichen Folgeschritte berechnen kann. Denn als ich intensiver über mich nachgedacht habe, habe ich gemerkt, dass ich dieses Problem schon so lange wie ich denken kann mit mir herum trage. Aber vermutlich ist das Materie, die sich wohl besser ein Therapeut mal ansehen sollte :? ...

    Hallo josu...

    Danke auch Dir! Ich denke, Deines Vorschlags sollte ich mich auch mal konkreter annehmen. Von wegen; lernen sich selbst zu lieben. Das klingt leicht, aber es ist halt verdammt schwer auch kleine Schritte zu akzeptieren. Da ist dann wieder dieser Perfektionismuss (der ja gar nicht not tut :!: ). Und selbst Geduld zu haben muss ich wohl noch mühsam lernen... Aber mit dem GEdanken kann ich mich zumindest schon mal anfreunden (auch ein kleiner Schritt vorwärts :-)).

    Liebe Grüße an alle und ganz lieben dank, KM

    Hallo an alle, die sich für mein Problem interessieren! Danke, dass Ihr Euch meines Problems annehmt. Ich wäre dankbar für jede Hilfe, die ich kriegen kann...

    Kurz erzählt...
    Ich bin die Tochter von Alkoholikern (...wer meine Geschichte lesen möchte, kann dies unter meinem Thread im Forum "Wer ist wer im Alkoholikerforum" gerne tun.
    Ich habe aber folgendes Problem:
    Ich komme mit mir selbst nicht klar. Alles was ich tue (und sei es auch noch so eine banale Kleinigkeit) ist irgendwie falsch. Ich kann auch nicht über eine Entscheidung hinaus, die ich einmal getroffen habe, abschgätzen, was ich genau mit meiner Handlung auslöse. Es ist schwer zu erklären...
    Irgendwie laufe ich mit imaginären Scheuklappen durch die Gegend. Ich habe zwar Ziele, weiß aber nicht wie ich diese erreichen kann.
    Selbst einen "normalen" Tagesablauf zu planen überfordert mich.
    Ich vergesse Termine, oder auch kleine Erledigungen (komme mir vor, als ob ich schon im Anfangsstadium von Alzheiker stecke...) und überfordere auch meine Umwelt auf diese Weise.
    Gestern ist ein gutes (oder schlechtes???) Beisspiel passiert. Ich wollte noch etwas am PC erledigen. Kurz vorher war mein Ex hier und hat meine Tochter nach Hause gebracht, die heute wieder Schule hat. Dadurch ist mein Zeitplan durcheinander gekommen und als er weg war, wollte ich besagtes am PC erledigen und war auch bisschen sauer, dass mein Zeitplan wieder nicht hingehauen hatte.
    Da kam mein jetziger Partner zu mir und fragte mich, wie das denn mit Essen machen aussähe. (Es war schon halb sechs und eigentlich muss meine Tochter auch rechtzeitig zu Bett, GANZ LOGISCH eigentlich...)

    Da wir eigentlich ein gutes, offenes Verhältnis haben sagte ich ihm ehrlich, dass ich gerade echt kein Bock hätte essen zu machen, und dass ich schon vor einer Stunde am Computer hatte sitzen wollen. Sprich, ich würde es zwar machen, aber etwas später... (was ich dabei allerdings nicht betont habe...)
    JETZT im Nachhinein ist mir klar, dass ich ihn damit auf die Füße getreten habe. Aber in dem Moment wo ich das gesagt habe, war mir nicht bewusst, dass ich ihn damit ärgern könnte. Es war nicht meine Absicht, allerdings bin ich in diesem besagten Moment wieder total von meinen Scheuklappen "behindert" worden und habe nicht mal im Traum daran gedacht, dass ich ihn damit verärgern könnte.
    Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen wie verdaddert ich war, als er eine dreiviertelstunde später an mir vorbei ging und "eine Fresse" zog und ich nicht wusste was los war. Hört sich das jetzt vielleicht etwas naiv an? Könnte sein, dass ich das auch irgendwo bin, aber ich habe es wirklich nicht gewusst.
    Als ich ihn dann zur rede stellte war er total aufgebracht (was ich ja jetzt auch verstehe) und er ist nicht der Typ, der einem Vorwürfe macht. Aber da war es soweit. Ich würde kein Verantwortungsgefühl haben, und er fände es tierisch blöd (was ich an seiner Stelle auch blöd gefunden hätte), dass ich mich so verhalten habe, weil er würde ja auch eine Stunde später essen können aber meine Tochter müsste halt rechtzeitig zu Bett... Allerdings war ich wie vor den Kopf geschlagen. Darüber hatte ich echt nicht nachgedacht und ich bin eigentlich auch ein sehr verantwortungsbewusster Mensch, ich war mir aber nicht über die Konsequenzen klar, als ich mich so egoistisch verhalten habe...

    Ich gerate in solchen Situationen regelrecht in Panik. Mein Herz fängt an zu rasen und ich muss anfangen zu heulen. Fühle mich wie ein Tier in die Ecke gedrängt, weil ich mir meiner Schuld nicht bewusst bin in solchen Situationen. Gestern war es wieder besonders schlimm. In meinem Kopf fängt sich alles an zu drehen. Besonders die Frage "Warum bist Du so??" fängt regelrecht an in mir zu routieren und ich suche und grabe in mir selber, um Gründe und Erklärungen dafür zu finden, warum ich eigentlich nicht beurteilen kann, warum ich so handle.

    Warum kann ich nicht vorausschauend handeln?...
    Wie kann ich es lernen?

    Es ist ja nicht so, dass ich völlig hilflos bin. Aber für längerfristige Entscheidungen fehlt mir irgendwie der Überblick. Ich strebe auch nach sofortiger "befriedigung" wenn ich etwas haben will muss es sofort sein (typisches Alkoholikerkind-Verhalten), und kann nicht nach längerfristiger Befriedigung ausschau halten.
    Meine längerfristigen Ziele kann ich ebenfalls nicht konkretisieren. Ich kann zwar halbwegs planen was ich in zwei Tagen, zwei Wochen und vielleicht in zwei Monaten mache, aber wenn es darum geht längerwierige Projekte in Angriff zu nehmen (z.B: in zwei Jahren Heiraten, in zwei Jahren ein Haus bauen, oder sowas) da hörts bei mir auf. Ich kann mir zwar Ziele wünschen, ich weiß aber nicht wie ich den "langen" Weg bis dahin gehen muss.
    Und so ähnlich scheint es auch mit meinem Kopf zu sein. Ich kann selten vorausberechnen, was ich mit meinen Handlungen eigentlich bewirke. Ich bin in vielen Sachen wohl zu impulsiv, oder wie man das nennt. Ist ja auch schön, dass ich die Gründe kenne und das "Kind" beim Namen nennen kann. Aber HELFEN kann mir dabei irgendwie keiner. Mein Freund ist sehr verzweifelt, weil er nach solchen Aktionen hilfos ist, was mich angeht. Wir reden dann zwar darüber, aber es ist dann so als ob ich in einem tiefen Loch stecke und da auch alleine wieder nur heraus komme. Er kann mir dabei nicht helfen.
    Morgen will ich in eine Therapiesprechstunde für Kinder von Suchtkranken gehen. Ich klammere mich schon seit letzter Woche an diesen "Strohhalm" und habe auch ehrlich gesagt Angst, dass ich mir zu viel davon verspreche.
    Daher wäre ich dankbar für jeden auch noch so unscheinbaren Tipp, wie ich mein krankes Hirn mal "umpolen" kann. Wie kann ich lernen, meine Entscheidungen zu beurteilen und die folgenden Geschehnisse besser abzuschätzen? Mir ist klar, das selbst "normal" tickende Menschen Probleme damit haben können, was ihre Handlungs- und Entscheidungskraft angeht, aber glaubt mir wenn ich sage: BEI MIR IST ES EXTREMER!
    Und es tut mir mittlerweile weh es offen zuzugeben, aber ich schaffe das nicht mehr alleine. Gestern hab ich seit langem mal wieder konkret über Selbstmord nachgedacht :roll: , aber keine Angst. Es war ein dummer Gedanke und ich lebe viel zu gerne um diesen Gedanken jemals wirklich umzusetzen, aber das hat mir deutlich gemacht, dass ich zu schwach bin und zu hilflos (keinen Plan habe) es alleine zu bewältigen.

    Also, rann an die Tastatur! Ich wäre dankbar für Eure Hilfe!!
    Ich zähle jede Minute, bis ich morgen endlich in dieser Angehörigen-Sprechstunde sitze. Bis dahin muss ich noch irgendwie "durchkommen".
    Sorry, wenn das hier alles gerade ein bisschen viel Text war. Aber das musste mal aus mir "raus" :wink: ... Mir gehts echt besser jetzt.

    Lieben Gruß, KM