Beiträge von Cat-Mom

    Das habe ich noch nie so gelesen, was sich hinter dem Begriff Helfersyndrom versteckt. Ich hab das auch schon von mir gesagt, bzw. gesagt bekommen, aber so ist das bei mir definitiv auch nicht.

    Das hast du toll geschrieben, danke!

    Auf diese Idee sollte eigentlich ER kommen, nicht Du.

    Im Augenblick sagt er das auch, ich denke der Wille ist da.

    Nur habe ich die Erfahrung machen müssen dass es nicht lange anhielt, darum bin ich noch skeptisch.

    Es geht mir darum ihm klar zu sagen, dass das Haus ohne Alkohol bleiben wird, entweder mit ihm oder ohne ihn.

    Ich habe den Tabak von seinem Geld gekauft und ihm gebracht, es war so okay für mich.

    Heute hat mir meine Tochter geholfen weiter auszumisten und zu putzen, ich genieße es gerade sehr dass alles so schön ist hier.

    Ich möchte nicht mehr in einem Haus leben in dem überall Bierdosen rumstehen. Wenn er nach Hause kommt, werde ich ihm das noch einmal deutlich sagen.

    Dieses Haus ist jetzt frei von Alkohol, und das soll in Zukunft so bleiben!

    Besondere Lebensmittel, die nur er isst, kauft er selbst von seinem Konto.

    Ebenso Alkohol und Tabak, das kaufe ich nicht.

    Und bei den Lebensmitteln die für beide sind lasse ich mir immer mal wieder seine Karte geben, sodass es aufgeteilt ist mit dem Bezahlen.

    Ich verdiene mehr als er, und sehe auch nicht ein dass ich alle seine Eskapaden finanziere.

    Vielen Dank euch allen, ich werde nachher nochmal mit ihm telefonieren und dann entscheiden.

    Wenn er sich dann wegen Tabak rausschleichen würde, wäre das ja auch kontraproduktiv.

    Wenn er wieder raucht, ist es ja immerhin besser als Trinken.

    Ich brauche mal eure Meinung, ob ich spinne und übertrieben reagiere.

    Für morgen hatte ich zugesagt in der Klinik vorbeizukommen, und Wäsche und etwas Geld zu bringen.

    Jetzt hat er angerufen, und gesagt ich soll einen Beutel Tabak kaufen und mitbringen, er hätte von einem Kumpel 3 Zigaretten gedreht und der will die zurück haben. (Er hat eigentlich gerade mit Rauchen aufgehört, hatte er zumindest behauptet)

    Das hat mich gerade total getriggert, ich hab ihm gesagt ich will das nicht, und will auch nicht mehr reden, und melde mich morgen.

    Übertreibe ich gerade? Denn gleichzeitig mit Trinken und Alkohol aufhören ist vielleicht zu viel auf einmal?

    Was ich damit sagen will ist, dass sie mir ihre Grenzen deutlich aufgezeigt hat und ich gespürt habe, dass sie mehr und mehr ihren eigenen Weg geht. Das war die Hilfe, die sie mir gegeben hat

    Ich denke Grenzen hatte ich die letzten Jahre nicht gezeigt, auch wenn ich schon lange nicht mehr die Flaschen gezählt habe hab ich doch deutliche Co-Züge.

    Erst in den letzten paar Wochen hab ich selbst meine Grenzen erkannt, und erstmals gezeigt.

    Der Grund warum er sich zur Entgiftung entschlossen hat liegt aber sicher nicht an mir.

    Bei ihm sind durch den Alkohol in den letzten Wochen einige sehr schlimme Dinge passiert, die ich hier nicht schildern kann, da es nur ihn betrifft. Das hat ihn aufgerüttelt, und er weiß dass er so nicht weitermachen kann.

    Darf ich mal fragen, ob die Kinder mit dem Spiel sind? Weil wenn ja, so wie bei mir, ist das schön daher gesagt. Ich habe keine Chance mein Leben so aufzubauen wie ich möchte, da ich durch die Kinder doch recht eingeschränkt werde. Mein Mann nicht, da er weg ist und ein neues Leben aufbaut.

    Liebe Lolli,

    falls du mich mit dieser Frage meinst, meine Kinder sind erwachsen, ich bin Ü60.

    Allerdings kann man auch mit Kindern ein eigenes Leben aufbauen, ich habe meinen Ex-Mann wegen Fremdgehen rausgeworfen, da waren meine Kinder noch klein. Es war die absolut richtige Entscheidung damals.

    So, für heute hab ich schon einen Plan. :)

    Ich wollte eigentlich sein Bad putzen, da das furchtbar aussieht, damit es ordentlich ist wenn er aus der Klinik kommt. Normalerweise mache ich das nicht, er hat das Gästebad als sein eigenes Bad, und ich putze nur mein eigenes.

    Und gerade kam meine Mutter, sie will dass ich sie heute in die Stadt zum Schuhe kaufen fahre.

    Jetzt hab ich beschlossen, er darf sein Bad selbst putzen, und meine Mutter fahre ich, aber ich koche nicht, sondern dafür darf sie mich heute schön zum Essen einladen.

    Das kann man jedem auch nur wünschen. Wichtig ist Dich aber, daß Du liebe Cat-Mom anfängst Dich um Dich zu kümmern. Dich unabhängig davon machen, ob er es schafft. Ich glaube auch, dass es nur eine Zukunft hat, wenn beide Partner an Igren Themen für sich arbeiten. Typisch Co ist doch, dass sich Gedanken gemacht wird wie man ihn unterstützen kann, anstatt zu fragen, ob und wie jemand ggf Unterstützung braucht.

    Was machst Du jetzt für Dich Liebe Cat-Mom?

    LG Momo

    Liebe Momo,

    ich merke jetzt nach einer Woche schon dass es mir besser geht.

    Unterstützen will ich ihn natürlich, aber nicht mehr die Mama spielen. Er ist erwachsen und so will ich ihn auch behandeln in Zukunft.

    Ich habe ein eigenes Leben, wenn er weiter ein Teil davon sein möchte, muss er sein Leben ändern.

    Hast du das Vertrauen, dass er das für sich hinbekommt? Es ist nämlich seine Verantwortung

    Liebe Lütte,

    ich bin skeptisch, das resultiert aus den früheren Erfahrungen.

    Aber ich schließe es auch nicht ganz aus, denn bei ihm hat sich gerade einiges getan. Anscheinend ist sein gutes Karma aufgebraucht, das ihn immer straffrei durch die Jahre gebracht hat, in denen er betrunken gefahren ist.

    Er ist jetzt zweimal kurz hintereinander erwischt worden, und wird die Konsequenzen tragen müssen. Das hat ihn ganz schön erschüttert. ;)

    Vielleicht rüttelt ihn das genug auf.

    Und wozu bist du selbst hochmotiviert? Dein eigenes Wohlbefinden davon abhängig zu machen, dass er es schafft? Oder für dich selbst zu sorgen?

    Liebe Jump,

    ich versuche für mich selbst zu sorgen, indem ich bei meinem Entschluss etwas zu ändern bleibe.

    Also nicht wieder in alte Verhaltensmuster falle, wenn er es nicht schafft, dieses Leben will ich definitiv nicht mehr!

    In meinem Haus werde ich keinen Alkohol mehr dulden, wenn er wieder trinken will, muss er ausziehen.

    Jetzt komme ich endlich ein wenig zur Ruhe. Ich war ja die ganze Woche unterwegs, auch weil ich nicht Zuhause sein wollte. Und merke jetzt wie sehr mich das angestrengt hat

    Liebe Jump,

    so ging es mir auch, als er weg war habe ich erst die Anspannung und Anstrengung richtig gespürt.

    Jetzt ist eine Woche rum, und ich werde langsam ruhiger.

    Es ist toll dass du dich mit deiner Wohnung beschäftigen kannst, das ist etwas Schönes zum Freuen.

    Liebe Grüße

    Cat-Mom

    Mein Partner ist gerade hochmotiviert, er sagt er möchte es jetzt unbedingt schaffen und lebenslang abstinent werden.

    Ich versuche jetzt für mich eine gesunde Einstellung dazu zu finden.

    Wenn er nach Hause kommt will ich ihn natürlich unterstützen soweit möglich, aber ich bin auch sehr skeptisch ob er es schafft.

    Ich möchte realistisch bleiben, um nicht zu enttäuscht zu sein, falls es nicht klappt. Aber ich möchte auch nicht zu negativ sein, bei ihm bewegt sich etwas und das ist ja super!

    Cat-Mom, das ging mir ganz genauso. Ich war vor Jahren in der Reha meines Mannes in einem Angehörigen-Seminar dabei und ich würde sagen, dass mir das regelrecht geschadet hat.

    Oft hatte ich sowieso den Eindruck egal was ich mache, es ist verkehrt. Entweder war ich angeblich zu wenig rücksichtsvoll. Oder zu viel. Auf jeden Fall war ich "verdächtig".

    Wir mussten auch viele Übungen machen oder Fragestellungen diskutieren ohne dass das dann am Ende nochmal aufgefangen oder zusammengefasst worden wäre. Das war einfach ein "Programmpunkt". Fertig.

    Danke für deine Antwort, das bestätigt mein Gefühl von damals, das es nicht hilfreich war.

    Vielleicht hat sich da ja über die Jahre was gebessert.

    Aber ich werde mich auf sowas nicht mehr einlassen, und mich aus der Therapie soweit wie möglich raushalten.

    Und falls doch gemeinsame Termine stattfinden, werde ich achtsam sein und mir nicht mehr den schwarzen Peter zuschieben lassen.