Hi Evo,
Ich kann dich gut verstehen. Bin auch fleißige Punk- und Rockfestival Besucherin und es gehört für mich in den Jahresablauf wie Ostern und Weihnachten. ABER wir beide wissen, wie wir als Alkoholiker da abgegangen sind. Ich wollte es mir auch beweisen und bin gleich zu Beginn meiner Abstinenz aufs Ruhrpott Rodeo gefahren.
Ja nüchtern war die Musik eigentlich geiler und ja es gab auch nüchterne Festivalbesucher und ich habe mich für meine Nüchterngeit gefeiert, ABER es war eigentlich psychisch total anstrengend, ich konnte mich nicht zurückziehen wenn alle so richtig voll waren. Und das waren sie ab einer bestimmten Uhrzeit.
Und dann kamen die Gedanken ‚was mache ich hier eigentlich- alle haben Spaß und ich schließe mich freiwillig aus‘.
Aus heutiger Sicht würde ich es lassen. Es war Sau gefährlich, ich stand kurz vorm Rückfall und so richtig genießen konnte ich es vor lauter ‚Arsch zusammenkneifen‘ auch nicht.
Ich bin jetzt etwas über ein Jahr nüchtern und würde mir ein Festival wieder zutrauen es aber völlig anders planen. Für Rückzug und Auszeiten sorgen indem ich z.B. nicht auf dem Gelände Campe- denn sind wir ehrlich: das macht man nur weil man dann morgens um 5 besoffen ins Zelt fallen kann.
Warte ab. Lerne erst mal Strategien und schau nächstes Jahr ob und wie du hin willst.
Nüchternheit steht an erster Stelle!!!