Es klingt ein bisschen so als würde hier die Verantwortung für das Wohl der Kinder auf den Co-Abhängigen abgeschoben. Er soll dafür sorgen, dass die Kinder in Sicherheit kommen und nicht mit einem Alkoliker-Elternteil aufwachsen müssen.
Der Alkoholiker selbst kann ja die Verantwortung nicht übernehmen, der ist ja suchtkrank.
Aber sind die Cos nicht mit krank- wie der Name schon sagt? Ist es für sie nicht genauso hart wie für uns aus dem Sucht-System auszusteigen?
Einer muss handeln, ja. Und hier sind es in den allermeisten Fällen die Cos die das Handeln übernehmen. Aber es sind die Cos die sich hier melden- die also den ersten Schritt schon getan haben.
Muss nicht noch mehr das Umfeld in die Pflicht genommen werden? Freunde und Familie, die sehen was läuft und nur den Kopf schütteln? Das Dorf, das sich das Maul zerreißt über den ständig besoffenen schlägernden Vater aber keiner bietet der Mutter und den Kindern z.B. eine Zuflucht an? Diese Familien gab es doch schon immer. Warum zeigt man mit dem Finger auf sie statt zu helfen?