Liebe Janine,
Schön dass du da bist. Ich habe mich hier am Anfang auch völlig missverstanden gefühlt.
Ich hatte 4 Monate keinen Alkohol getrunken, trank alkoholfreies Bier und ging auf die gleichen Veranstaltungen wie vorher.
Ich war mächtig stolz auf mich- auch weil die Leute um mich rum gar nicht merkten, dass ich das Bier gegen Alkoholfreies eingetauscht hatte.
Ich berichtete hier stolz, wie toll ich das hinbekomme. Ich wollte Lob, denn es kostete mich viel Kraft.
Aber das Lob blieb aus. Im Gegenteil- mir wurde knallhart und offen mitgeteilt, dass mein Weg so auf Dauer nicht funktionieren wird und ich mich an den Grundbausteinen orientieren solle.
Ich reagierte sauer und abwehrend, kam mir belehrt vor und dachte ‚die spinnen hier doch‘ oder manchmal ‚ich werde doch wohl selbst wissen wie das geht‘.
Nach und nach änderte ich aber doch was. Der Alkohol verschwand als erstes aus der Wohnung, dann ließ ich ‚mal zum Test‘ das alkoholfrei Bier weg und behielt das so bei.
Meine Freizeitaktivitäten veränderten sich. Nicht mehr die üblichen Runden wo alle trinken- statt dessen viel Natur.
Ich setzte also nach und nach die Grunbausteine um. Heute denke ich, dass ich es nur so schaffen konnte jetzt über ein Jahr nüchtern zu sein.
Und ich bin sehr sehr glücklich darüber.
Ich wünsche dir dieses Gefühl auch.
Deine Anna