Beiträge von Sonnenschein CoA

    Hallo Hiiumaa,

    was Deinen Noch-Mann angeht, fällt mir sofort Blame-Shifting bei seiner Reaktion auf die Unterhaltsforderung ein. Er scheint in keinster Weise in der Lage und / oder Willens zu sein, mal ein bisschen Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen.

    Davon hatte ich vorher noch nie gehört. Ich hab mich dazu heute etwas belesen und du hast 100pro Recht. Das ist wie auf ihn zugeschnitten.
    Verrückt…. Mir sind die letzte Tage so viele Dinge oder Momente eingefallen, wo ich bereits schon lange kontrolliert und manipuliert worden bin. Ich würde von mir behaupten, dass ich eine emanzipierte Frau bin, aber er hat es tatsächlich geschafft mich in gewisse Bahnen zu lenken. Und ich hab es nicht gemerkt. Alleine heute haben mich zwei Freundinnen auf einige Momente aufmerksam gemacht, wo er unangemessen reagiert hat. Ich hatte das schon ganz vergessen.

    Im Nachhinein wird mir so vieles bewusst. Ich durfte zwar weggehen mit Freundinnen, aber das wurde im laufe der Jahre immer weniger, weil er es mir immer mit einer Szene versaut hat. Ich konnte nicht zu Wellnesswochenenden fahren, wie andere. Obwohl er ständig unterwegs war. Er hat scheinbar immer mein Handy kontrolliert.

    Ich habe mich heute vor einem Jahr hier angemeldet. Das Forum und ich haben so zu sagen Jahrestag. 😍

    Damal habe ich meinen Login fürs Handy geändert, damit er nicht mitliest was ich hier schreibe. Nach einem Tag wusste er schon, dass ich den Code geändert hatte. Nach ein paar Tagen hat er mich über die Geburtstage meiner Eltern ausgefragt, in der Hoffnung den richtigen Code zu finden. Und dann ging es los mit den Betrugsverdächtigungen. Ich war immer sein Besitz mit dem er angeben konnte. Die Eifersucht war schon immer da und jetzt überrollt sie ihn.

    Hallo ihr da draußen,

    ich hatte heute ein gutes und ein schlechtes Erlebnis, von dem ich berichten möchte. Ich fange mit dem schlechten an. Dann kommt das Gute zum Schluss.

    Ich war gestern länger beim Jugendamt wegen dem ganzen Unterhaltsdurcheinander und musste feststellen, dass man selbst da sich scheut meine Anträge zeitnah zu bearbeiten, da mein Noch-Mann sich versteckt. Frustrierend ist das, zumal ich jetzt den 2. Monat ohne Unterhaltszahlung mit 2 Kindern und 2 Katzen klarkommen darf. Dann setzt das Jugendamt mich noch ein, dass ich Kontakt aufnehme, damit ich den „Ablauf“ einhalte. Und das alles nachdem ich berichtet habe, wie mich das psychisch belastet und in welcher Situation ich bin. Das interessiert scheinbar niemanden. Also gesagt, getan. Und ich habe ihn per WhatsApp zwei Schreiben zur Forderung von Unterhalt zukommen lassen. Eines von mir für meine jüngere Tochter und eines von der großen Tochter für ihren Unterhalt. Sie hatte große Angst vor der Reaktion und fühlte sich schlecht, deswegen hat sie ihn erst einmal blockiert und ich hab die Zustellung übernommen.

    Heute bekam ich dann einen Anruf vom Finanzamt, dass man meinen Antrag auf Steuerklassenwechsel zum 01.01.2026 auch erst einmal nicht bearbeitet, trotz Beschluss zur Wohnungszuweisung, weil er noch bei mir gemeldet ist. Das Einwohnermeldeamt würde ihn auf meinen Antrag hin und mit Vorlage des Beschlusses jedoch als unbekannt verzogen abmelden und dann passt es von Seiten des Finanzamtes.

    Das geht nur leider nicht, weil sowohl das Jugendamt, als auch meine Antwältin die Meldeadresse als rechtliche Zustellmöglichkeit nutzen wollen. Und wenn ich ihn abmelde, dann kann nichts mehr zugestellt werden und ich hab die A…. Karte.

    Nachdem ich meinen Noch-Mann die beiden Unterhaltsforderungen hab zukommen lassen, ging des Bombardement mit wüsten Beschimpfungen per WhatsApp sofort wieder los. Und das ist nun der Gipfel:

    Nachdem ich über 10 Jahre lang mich ihm und seiner Sucht untergeordnet habe, bin jetzt nicht nur eine Hure, sondern ich setze die Kinder als Waffe gegen ihn ein, bin geldgeil und ich habe ihn fast in den Tod getrieben. Und nach der Klinik habe ich ihn nur wieder einziehen lassen, weil ich wollte, dass er alles zahlt. ICH HABE IHN FAST IN DEN TOD GETRIEBEN. 🫣

    Ich weiß, dass das nicht wahr ist und ich lasse mir das auch nicht einreden, aber ich habe immer gedacht, dass er irgendwann einmal anerkennt, welche Opfer ich für ihn gebracht habe und das ich versucht habe sein Leben zu retten. Und jetzt sowas……

    Drei Mal tief durchatmen und jetzt zum schönen Teil des Abends:
    Ich habe meine kleine Tochter heute das 1. Mal zu ihrer eigenen SHG gebracht. Früher hätte ich alleine und frierend die 1,5 Stunden im Auto gewartet und gelesen. Heute habe ich etwas getan, was ich noch nie getan habe. Ich habe mir ein schnuckeliges italienisches Restaurant in der Nähe gesucht und bin mit mir alleine zum Abendessen gegangen. Ich kam mir gar nicht komisch vor. Und ihr werdet es nicht glauben: Der Inhaber des Ladens hat mich die ganze Zeit umsorgt, mit mir kommuniziert und mich angeflirtet. Und das in meinem Alter! 😳😂 Nach 23 Jahren Beziehung habe ich geglaubt, ich sei für das andere Geschlecht unsichtbar. 🤣

    Das hat richtig gut getan. Vielleicht wird das jetzt das neue Mittwochsritual. 😊😂

    LG ☀️

    Hallo Regenbogenmaus,

    schön, dass du hergefunden hast.

    Du hast bereits einen der größten Schritte geschafft, die räumliche Trennung. Das schaffen hier viele nicht nach vielen Jahren unglücklich sein. Auch ich habe viel zu lange zugeschaut. Du bist also bereits einen großen Schritt gegangen und hast dich befreit.

    Jetzt kommt das ABER:

    Kann ich den von ihm verlangen das er hier nicht trinkt den es widert mich wirklich an. Aber dann würde er wahrscheinlich garnicht mehr her kommen und ich dürfte mir wieder anhören ich bestimme alles so wie es mir grade passt.

    Das KANNST du nicht nur. Das SOLLTEST du sogar. Und für deine Kinder MUSST du genau das tun. Nur du bist ein funktionierendes erwachsenes Elternteil und kannst sie schützen.

    auch wenn er bei uns übernachtet hat überall standen die Fläschen rum mit Resten drin

    Das würde ich auf keinen Fall zulassen. Du nimmst dir und deinen Kindern den sicheren Raum. Du lässt das Problem in die Rückzugsarea. Das ist für Kinder ganz schwer auszuhalten. Dich belastet das ja schon.

    Aber ich habe Angst das er kommt und die kleine mitnehemne will, es ist ja auch seine Tochter und ich weis nicht ob sie in dem momend den Mut hat nein zusagen, zumal sie ja auch ein Kind ist und auch in sein Auto eingeschtiegen ist als er betrunken war weil sie natürlich noch garnicht bewerten kann wie gefährlich die situation sein kann.

    Deswegen musst du dringend zum Jugendamt. Die können dir da helfen und auch rechtlich einen Beistand vermitteln. Ansonsten kann man dich belangen, weil du das zugelassen hast, wenn mal was passiert. Dein Kind wird es irgendwann verstehen. Du musst nur sehr deutlich machen, dass du es aus Liebe zu ihr tust. Du musst die Verantwortung übernehmen, weil du erwachsen bist. Punkt aus.

    Fang an ganz klare Grenzen zu setzen. Er darf sein Kind sehen wenn er nüchtern ist. Sollte es Vorkommnisse geben, hat er meiner Meinung nach das Recht verspielt. Da kann er dann gerne dem Jugendamt oder Polizei erklären, warum er säuft und Auto fährt, wenn er eine 10-Jährige beaufsichtigen soll. Und dann wird sein Interesse an den Kindern bestimmt weniger, schließlich ist es nicht mehr kuschelig bei dir. Und deine Kinder werden schnell merken, dass der Alkohol über ihnen steht. Das ist auch bitter für sie, aber so ist es leider.

    Meine Meinung…..

    War das zu hart?

    Okay releaseme,

    ich denk das mal kurz durch. Ich denke du solltest dir eine Wohnung suchen und das Kinderzimmer bei deinen Eltern als Notfallplan sehen, fallst du vor der Wohnung ins Handeln kommen musst. Kopiere/fotografiere Papiere ab, die du brauchen wirst oder bring sie schon mal in Sicherheit. Geburtsurkunden usw.

    Er wird dich vielleicht nicht ernst nehmen, wenn du zu deinen Eltern gehst. Das fühlt sich als Drohung ihm gegenüber an, aber nicht als ernste endgültige Entscheidung. Und du solltest dir über folgendes im Klaren sein: Tust du das, weil es endgültig aus ist oder um ihn zur Einsicht zu bringen? Das eine solltest du ernst meinen, wenn du es in Angriff nimmst, sonst wird er dich nie mehr ernst nehmen. Und bei dem anderen solltest du darauf gefasst sein, dass es auch sein kann, dass das nicht eintritt und nur alles noch schlimmer wird. Dann brauchst du einen Plan B.

    Hallo Hopeless,

    hab ich ihm schon gesagt, dass er alles nach und nach verlieren wird, wenn er so weiter macht. Die Frau die ihn wirklich liebt und mit ihm alt werden wollte ist mittlerweile weg. Das nächste wird vermutlich Job, Auto oder das Haus sein. Seine Antwort im betrunkenen Zustand war da noch, dann ist das so.

    Das hab ich auch immer voraus gesagt. Nach und nach ist alles eingetreten und er hat trotzdem nichts geändert. Denk mal deinen Gedanken zu Ende! Was ist, wenn er Job, Auto und Haus verliert? Wie wäre dann seine Lebenssituation? Wie würde es dir damit gehen? Würdest du dann gerne an seiner Seite stehen mit den Gefühlen eine unerwiderten Liebe? Oder wärst du lieber da, wo du jetzt bist?

    Eine Möglichkeit mit ihm in nüchternen Zustand zu reden, gab es ja nicht mehr. Da er jeden Tag getrunken hat, gab es keinen Tag mehr wo er nüchtern war.

    Das kenne ich auch. Aber Reden bringt nichts. Ich habe geredet, gebettelt und geweint vor lauter Verzweiflung. Mir wurde zugestimmt und ich wurde beschwichtigt. Und zack, ging es weiter wie gewohnt. Da kommt nichts an am anderen Ende. Ich hab mich immer gefühlt wie so ein nerviges Plüschtier, was vor sich her quatscht.

    Außer in den Trinkpausen, aber auch die Trinkpausen hat er mit kiffen kompensiert, was ich eines Abends zufällig herausgefunden habe.

    Auch das kenne ich. Anfang das Jahres kam dann Kokain dazu. So konnte er den Arbeitstag ohne Fahne absolvieren und die Nacht zum Tag machen, um zu trinken. Das hätte ich ihm niemals zugetraut. Ich hab ihn damit konfrontiert und er hat alles abgestritten. Eines Tages hat er mir einen Ort gezeigt wo er Geister sieht, die Kontakt mit ihm aufnehmen und er hat sie auch gefilmt. Es war außer dunkler Nacht natürlich nichts zu sehen. Und da hab ich wirklich Angst bekommen. Er hatte Wahnvorstellungen und sonst war ihm nichts anzumerken. Da war mir klar, ich muss mich und die Kinder vor ihm schützen und ich hab ihn am nächsten Tag vor die Tür gesetzt.

    Aber den Kampf für unsere Beziehung vielleicht schon.

    Das ist kein Kampf. Bei einem Kampf agieren beide Seiten. Hier kämpfst nur du. Und so etwas kann niemand gewinnen. Du verschenkst deine Energie. Bleib bei dir und deinen Kindern. Dann wird alles leichter.

    gesehen. Anrufen tut er nicht. Aber und zu kommt eine Nachricht.

    Ja. Er hält dich warm und du bist empfänglich. Schau mal was passiert, wenn du nicht mehr reagierst.

    Zwischen lieb haben und jemanden lieben liegt für mich ein Unterschied.

    Das sehe ich genauso. Und da steckt für mich Manipulation drin. Du funktionierst nicht so wie er es sich vorstellt und schon gibt es Liebesentzug. Du fühlst dich schlecht und machst dir Gedanken. Und schon hat er mit so einer ganz kleinen Nachricht ein großes Rad ins Rollen gebracht.

    Einerseits denke ich, ich bin ihm nicht egal und wir haben noch eine Chance und andererseits denke ich haben wir das wirklich noch...

    So nicht, nein. Vielleicht in einem Jahr wenn er jetzt sein Problem jetzt ernsthaft angeht. Hartmut kann dir da ganz viel über Wahrscheinlichkeiten einer Rückfalls usw. sagen. Das öffnet noch einmal ganz anders die Augen. Und dein XY ist ja noch nicht einmal einsichtig. Also wo soll dann die Reise hingehen? Seine geht weiter bergab und du gehst bergauf.

    Guten Morgen Bella,

    beim lesen deiner Vorstellung gestern hatte ich folgenden Gedanken:

    Dieses Mädl ist 19. Sie sollte voller Leichtigkeit durchs Leben fliegen und Spaß haben. Statt dessen schreibt Sie wie eine erwachsene Frau mit viel Lebenserfahrung und einem schweren Rucksack.

    Bella, du bist im Alter meiner Tochter und es tut mir so leid, dass der Start in dein Erwachsenendasein so belastet ist. Wenn du weiter so machst, wirst du irgendwann zerbrechen oder selbst in einer alkoholbelasteten Beziehung landen. Du opferst dich auf.

    Ich war auch so in deinem Alter, obwohl meine Mutter nie getrunken hat. Aber auch ich habe sehr jung viel Verantwortung übernommen oder übernehmen müssen, weil ich das Gefühl hatte es tun zu müssen um meiner Mutter zu helfen und mich zu befreien.

    Ich kann dir nur raten den Kontakt einschlafen zu lassen. Ich bin damals mit 21 (nach meiner Ausbildung) ans andere Ende von Deutschland gezogen (800 km entfernt). Ganz alleine in eine Stadt wo ich niemanden kannte. Ich hatte das Gefühl genau das zutun zu müssen. Ein Neuanfang. Das war am Anfang sehr schwer auch emotional, weil ich auch fast alle Freunde zurück gelassen hatte, aber es war meine Bestimmung.

    Ich schicke dir eine Umarmung und ganz viel Kraft.

    Hallo releaseme,

    auch ich kenne beides. Das eine ist Manipulation und das 2. ist nicht nur sehr schlimm für dich, sondern auch für die Kinder. Ich konnte meinen Mann irgendwann nicht mehr ansehen, weil es mir das Herz zerrissen hat. 62 kg bei 1,85 m und dazu die Motorik eines 80 Jährigen und das mit nicht einmal 50 Jahren. Was meinst du, welche Angst und Unsicherheit so etwas bei den Kindern auslöst. Eine meiner derzeit größten Ängste ist es ihn sehen zu müssen. Ich kann das gar nicht beschreiben und ich weiß, dass er selbst schuld ist, aber ich will mir das Elend nicht mehr ansehen. Er tut mir dann leid und das ist das letzte was jetzt gebrauchen kann.

    aber ich habe das Gefühl, dass ich meinen Kampfgeist wieder gefunden habe - nicht den um ihn zu bekehren, sondern den um auszubrechen...

    Das klingt richtig gut. Nutze diese Stimmung und mach etwas draus. Einen Schritt nach dem anderen.

    Ich weiß, dass ich so nicht ewig weitermachen kann, aber mir gibt es Sicherheit, dass ich all das auch ohne ihn schaffe...

    Du schaffst das. Das machst du bestimmt sowieso schon seit Jahren. Und ja, es gibt auch Tage mit Zweifel und einen Durchhänger, aber das gehört dazu. Sei nicht zu streng zu dir. Der Weg ist das Ziel. Den Weg bin ich auch gegangen. Vor einem Jahr stand ich an der Abzweigung, wo du gerade bist.

    Kennt das jemand von euch, wenn man sich wieder ein bisschen mehr loslöst, dass dann plötzlich vom Partner weniger konsumiert wird?

    Ja, ich. Plötzlich wollte er Dinge tun, die er vorher nie getan oder sogar gehasst hat. Und ich bekam wieder regelmäßig Blumen geschenkt. Solange, bis ich mich wieder in Sicherheit gewogen habe. Dann kam die nächste Klatsche. Er hat mich in die Spur gebracht und dann gleich alles aufgeholt, was in der Zeit nicht ausgelebt werden konnte. Und somit wurde es schlimmer und schlimmer.

    Erst als mich diese Beschwichtigungsversuche nicht mehr beeindruckt haben und ich es solche erkannt habe, ist auch bei ihm eine Erkenntnis eingetreten. Nur nicht die heilsame. Und da habe ich endgültig verstanden. Ich wurde ausgetauscht gegen Alkohol und zwar schon vor sehr langer Zeit. Wir haben 10 Jahre lang eine Dreiecksbeziehung geführt und jetzt ist Schluss. Ich habe ihn frei gegeben.

    Hallo Endless Summer,

    willkommen in der SHG. Auch ich fühle mich manchmal einsam und dann bin ich hier. 24/7 kannst du hier lesen und schreiben. Auch mitten in der Nacht, wenn man mal wieder nicht schlafen kann. So wie ich gerade. 😬

    Wenn du dich hier eingelesen hast, wirst du feststellen, dass sich die Geschichten und Erfahrungen sehr ähneln. Du wirst aber auch Gegenwind bekommen, der beflügeln kann, wenn du ihn annimmt.

    Aufgrund seines Alkoholismus kann ich ihm das Kind nur bedingt geben, was bedeutet, er kommt dann zu mir und säuft hier wie bei sich, nur mit dem Unterschied, daß ich, wie im Hotel, alles mache, während der Herr seinen Gelüsten fröhnt.

    Warum tust du dir und deinem Kind das an? Das musst du nicht tun. Und vor allem solltest du dein Kind schützen. Du hast die Möglichkeit ihn fernzuhalten. Lass dich nicht ausnutzen. Du brauchst deine Kraft für deinen Alltag. Setzt klare Grenzen.

    Wie kann ich mich noch besser von alldem abgrenzen?

    Lies, lies, lies und du wirst es schaffen. Als ich vor einem Jahr hier aufgeschlagen bin, wollte ich nur hören, was ich noch alles tun kann um meinen Mann zu retten. Das ich rein gar nichts ausrichten kann, hatte mir Jahre vorher schon einmal jemand gesagt. Ich war aber bis dahin nicht bereit es zu akzeptieren. Und jetzt hab ich mich aus der Situation befreit. Mich und die Kinder und ich fange mein neues Leben an. Und du wirst es auch schaffen. Du bist schon auf dem richtigen Weg.

    Weshalb lässt er kein konstruktives, helfendes Gespräch zu?

    Weil er krank ist. Reden bringt nichts. Kümmer dich um dich und dein Kind. Alles andere ist Zeitverschwendung. Es gibt bestimmt nichts, was nicht schon 100 Mal gesagt wurde. Er weiß was du möchtest, aber er möchte ein anderes Leben führen. Und solange dein Hotel für ihn offen steht und er sein Kind trotz Konsum sehen kann, braucht er nichts ändern. Aus seiner Perspektive ist doch alles gut.

    Hallo Hopeless,

    ich ziehe den Hut vor dir. Du hast dich und deine Kinder in Sicherheit gebracht, bevor schlimmeres passiert. Du bist toll und reflektiert. Eine starke Mama.

    Viel von dem was du schreibst, habe ich auch so erlebt oder gefühlt.

    Ich möchte dir ein paar Gedanken da lassen, die mir beim Lesen gekommen sind:

    In diesen Momenten denke ich, es ist besser sich ganz zu lösen, aber irgendwie schaffe ich es nicht. Denn immer wieder kommt auch der Gedanke, wenn du ganz aufgibt, weisst du nie ob du es nicht doch geschafft hättest.

    Gib auf!! DU kannst das nicht schaff. Das kann nur ER. Ich habe auch viel zu lange gekämpft. Einen Kampf, den ich nie gewinnen konnte. Und nun versuche ich mit mir ins reine zu kommen. Die viele verschenkte Lebenszeit macht mich fertig. Das ich es nicht früher klar sehen konnte und mich so lange aufgeopfert habe.

    Es kommt mir vor als gibt er ihm die Schuld für die räumliche Trennung?

    Wie alt ist dein Sohn? Kann es sein, dass dein Partner sich ihm gegenüber schämt? Das tut meiner nämlich gegenüber unseren Kindern. Deshalb geht er ihnen aus dem Weg.

    Oder war dieses erste Treffen nach der räumlichen Trennung nur ein Versuch mich wieder auf Kurs zu bringen?

    Sorry, aber ich glaube ja.

    Fang an an dein Leben zu leben. Die Trauer wird weniger werden und du wirst aufblühen. Ich habe plötzlich wieder Zeit für Freundinnen und Hobbys und ich freue mich auf meine neue Zukunft. Vor 2 Monaten hab ich unseren Zukunftsplänen noch nachgeweint und jetzt würde ich die nicht zurücknehmen.

    Die Zeit heilt alle Wunden. Abgedroschen, aber oft wahr. Und je mehr er sich so scheiße verhält, um so leichter macht er es dir.

    Halt durch und lese und schreibe hier so viel du kannst. Das hilft klar zu denken und die Manipulation zu erkennen.

    Hallo Haferflocken,

    Ich würde gern von euren Erfahrungen hören. Haben eure Kinder sich nach der Trennung auch verändert? Zum positiven?

    Ja, meine Mädels sind nun schon groß (15 und 18), aber sie sind ruhiger und ausgeglichener.

    Ich meine, mein Mann war nie körperlich aggressiv uns gegenüber. Er hat "nur" oft rum geschimpft; sehr laut und streng.

    Das reicht schon. Meine Kinder haben viel Unsicherheit gespürt und je älter sie wurden kam die Angst um den Papa dazu. Angst weil er nur noch krank war, Angst weil er betrunken Auto gefahren ist und Angst, dass er sich nicht an Absprachen hält. Das führte dazu, dass meine große Tochter im letzten Jahr eine Angst- und Panikstörung entwickelt hat. Erst jetzt können meine Kinder ihre Gefühle in Worte fassen. Erst gestern hat meine kleine Tochter während eines Gesprächs gesagt: Er benimmt sich nicht wie ein Vater, also ist er nicht mein Vater. Das hat gesessen.

    Und auch du wirst dich positiv verändert haben und die feinen Antennen der Kinder spüren das. Meine Kinder sind da höchst sensibel.

    Eigentlich war ich wohl schon die ganze Zeit Einzelkämpfer.

    Ich hab immer gesagt: ich bin alleinerziehend von 3 Kindern. Oder: Ich bin alleinerziehend verheiratet.

    Sie werden es dir danken. Ich höre mindestens ein Mal pro Woche Sätze wie: Mama, du machst das so toll. Ich weiß nicht, wie du das alles schaffst. Ich bin so stolz auf dich. Du hast deinen Mann verloren und bist trotzdem voll für uns da. Ich wünsche mir, dass du einen neuen Partner findest. Du hast es verdient. Und das gibt Kraft.

    Hallo Shattered,

    ich verstehe dich total. Auch ich war immer in hab Acht Stellung, wenn sich plötzlich was zum positiven verändert hat. Nun, viele Monate später weiß ich, dass das alles zur Täuschung dazugehörte.

    Auch ich habe mir oft die Frage stellt, ob ich jemals verzeihen und wieder vertrauen kann. Heute weiß ich es, NEIN. Ganz klar. Manche Dinge kann man nicht mehr gut machen. Als seine Gesundheit rapide vergab ging wusste ich es ganz sicher. Ich wollte nicht auch noch den Rest meines Lebens seiner Sucht opfern.

    Vertraue deiner Wahrnehmung und deinem Verstand. Dein Herz wird schnell missbraucht.

    Und auch ich habe viel verloren. Meinen Mann, meinen besten Freund und den Vater meiner Kinder. Nur hatte ich keine Wahl, er schon.

    Hallo Ino,

    danke der Nachfrage.

    Heute ging es schon wieder besser. Ich war mit Freundinnen spazieren und hab mir den ganzen Mist von der Seele geredet und gelaufen. Er hat gestern noch bis spät in die Nacht hinein mich zugetextet. Ich hätte nie was geändert und nie an UNSEREM Problem gearbeitet. Und sowieso alles kalt und herzlos weggeworfen.

    Gott sei Dank kenne ich diese Schuldzuweisung von anderen Geschichten hier zur Genüge. Deswegen hat mich das auch nicht wirklich getroffen.

    Ich weiß inzwischen, dass ich diesen Weg genauso gehen musste und nicht schon vor 10 Jahren aussteigen konnte. Nun wünsche ich mir dennoch, ich hätte nicht 10 Jahre meines Lebens mit so viel Leid verschwendet. Immer in der Hoffnung, dass er die Kurve kriegt oder irgendwann einmal zu schätzen weiß, welche Opfer ich für ihn und unsere Beziehung gebracht habe. Pustekuchen…… Nun bin ich nicht nur die Schuldige, sondern grundsätzlich das Problem. Da kann man doch nur lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

    Wie geht es dir Ino?

    Hallo Foxi,

    Bei allem Verständnis: Mit dieser "Generalvollmacht" stellen COs sich selbst eine Falle. Dann geht er ein-, zweimal zur Suchtberatung, und Ihr seid wieder mittendrin in der Hoffnungsspirale?

    Da kann es ich mich Rennschnecke nur anschließen. Ich war vor ein paar Jahren so am Ende meiner Kräfte, dass ich mit einer Therapeutin folgenden Glaubenssatz für mich erarbeitet habe: „Ich achte auf meine Bedürfnisse und sorge gut für mich selber. Wenn ich in der Fülle meiner Kraft bin, kann ich für andere da sein.“

    Dieser Satzt hat mich gerettet und mein Leben verändert. Wenn mir etwas zu viel wird, verpasse ich mir selbst damit eine Gehirnwäsche. Dann kann ich von außen auf das Problem sehen und es auch mal von mir auf andere wegschieben. Ohne schlechtes Gewissen.

    Was könnte dein Glaubenssatz sein?