Die Planung und das Vorausdenken sind eins. -Bremst aus und entspricht vieles nicht der Tatsache-
Das Handeln etwas anderes.
Ja, da magst du wohl Recht haben. Jedoch ist es eine Eigenschaft von mir, auf alle möglichen Eventualitäten so gut es geht vorbereitet zu sein.
Du kannst Dich auch vorab schon mal erkundigen, welche Hilfe und Entlastung Du mit Deinem Kind in Anspruch nehmen kannst. Eventuell eine Haushaltshilfe. Oder zeitweise Betreuung in welcher Form auch immer. Vielleicht gibt es auch jetzt schon Möglichkeiten Dich mit der Betreuung zu entlasten und nicht nur von Deinem Mann.
Jedoch weiß ich nicht wo und wie ich momentan Hilfe bekommen sollte. Aufgrund der Erkrankungen von meinem Sohn, unter anderem Autismus, lässt er niemanden anderen Zuhause rein. Pflegerische Aufgaben kann auch nur ich übernehmen. Meine Mama versucht mich so gut es geht zu unterstützen, aber sie sagt, dass sie ihn nur begrenzt betreuen kann. Er hat einfach zu viel Kraft.
Und auch jetzt und wenn Ihr getrennt sein solltet, kannst Du ihm das Kind anvertrauen, wenn er weiterhin soviel trinkt?
Ein Betrunkener oder auch nasser Alkoholiker sind unberechenbar.
Seit dem das so angefangen hat, hat er eigentlich nur wenn es für ihn "Nachmittag / Abend war" getrunken. Also immer bevor es dann irgendwann ins Bett ging. Und was ich "positiv" sagen muss, wenn er getrunken hat, ist er so extrem fast schon unerträglich liebevoll. Er redet ganz viel und ist super lieb. Also in keinster Weise aggressiv. Ja ich habe ihn schon des öfteren mega gereizt und echt nicht nett gewesen, aber von ihm war nichts verletztendes was er gesagt oder unter Alkohol getan hat.
Ja, Du kannst ihm sagen, dass Du den Alkoholkonsum nicht mehr ertragen kannst. Aber es liegt an ihm, ob er wirklich abstinent leben und etwas ändern will.
Da ist glaube ich das größte Problem begraben, ich weiß, dass er nie komplett abstinent leben wollen wird. Denn es gehört ja dazu, wenn sein Kumpel vorbei kommt dann halt auch ein Bier zu trinken, bzw paar mehr.
Die Frage ist, ob und wie lange Du das noch ertragen kannst oder willst. Auch Euer Sohn bekommt mit, wie sehr sich sein Vater verändert, wenn er betrunken ist.
Mein Sohn bekommt es so zum Glück nicht mit. Da er halt echt Blödsinn mit ihm macht und wenn ich merke, dass er kurz vor einer Grenze ist, dann schicke ich ihn in den Keller. Zudem muss ich betonen, dass unser Sohn geistig behindert ist und vom gesamten stand nicht seines Alters entsprechend ist. Außer Größe und Gewicht.
Ja, ich merke selber beim schreiben, dass ich mir einiges echt Versuche schön zu reden und so.
Ich bin einfach noch völlig überfordert wieder in dieser Situation zu sein, zwar noch nicht so schlimm wie damals. Jedoch sind die Lebensumstände anders, was eine ggf Trennung deutlich verschlechtert.
Damals konnte ich einfach ausziehen, er blieb in der Wohnung. Er könnte sich das Haus nicht alleine leisten und selbst wenn ich es hinbekomme, wäre es für uns zwei einfach viel zu groß und zu teuer.
Diese schönen Phasen sind einfach so gemein. Wenn es immer so wäre, wäre es kein Problem.
Ich weiß auch nicht, was ein gesundes Maß an Alkohol ist. Weil ich trinke "zu selten" und er für mich zu viel . Aber das ist ein persönliches empfinden.
Und wenn er jetzt um mich ruhig zu stellen ein paar Wochen nicht trinkt, keine Ahnung was danach kommt. Bekomme ich das überhaupt mit?
Du bist ganz neu im Austausch bei uns in der SHG und alles wird Dich wahrscheinlich erstmal völlig anstrengen.
Gehe das alles in Ruhe an und in Deinem Tempo.