Beiträge von Matrix

    Nein, ich habe mir meinen Faden noch nicht wieder durchgelesen, aber ich weiß auch so, dass ich mich leider in einer elenden Endlosschleife noch ohne Ausweg befinde..

    Die Hilfen kamen erst nachdem er ca. 2 Wochen nach seiner fluchtartigen Beendigung wieder bei mir war.. reden bringt einfach nichts mehr, das muss nun auch seine Mutter unvorstellbarer Weise feststellen..

    Achja, und ich bin ja total dumm, dass ich dem Jugendamt das alles vorallem auch von ihm bzw. seinem Problem erzählt habe.


    Und eigentlich soll jetzt unter anderem beim Clearing besprochen werden, ob er wirklich eine Krankheitseinsicht hat..

    Und nun müsste ich den Fachkräften noch erzählen, dass ich schon 2-3 Jahre mindestens drin hänge.. und dass ich mich seit dem Vorfall von vor knapp 2 Jahren nicht mehr traue, ihm gegenüber Grenzen zu setzen.. und bei meinem Kind ist es verständlicher Weise ähnlich, bzw. schwer es durchzusetzen bzw. dabei zu bleiben..

    Ich habe mich ehrlich gesagt freier gefühlt, als er die 3 Wochen weg war.. endlich keine Stories mehr von den abhängigen hier aus meiner Gegend.. und keine Bekloppten Kommentare mehr zu irgendwas und ich konnte zu unserem Kind etwas ruhiger reagieren.. obwohl ich leider trotzdem bei bestimmten Situationen sehr schnell ungeduldig bin und anders reagiere als wie ich es eigentlich möchte.


    Er peilt einfach absolut nicht mehr den Ernst der kompletten Situation... Es ist so frustrierend, unendlich traurig, voller Verzweiflung und Hilflosigkeit..

    Hallo ihr lieben, es ist nun viel Zeit vergangen und ich hatte mich aus dem Thread zurück gezogen, weil ich irgendwie trotz eurer Nachrichten und meiner anscheinend erhofften Ermutigung, bzw. dachte ich, dass es mich hätte ermutigen können, nicht mein erwünschtes Ergebnis bekommen hatte. Ich war bzw. bin immernoch niedergeschlagen, weil sich meine bescheidene Situation seit meinem letzten Beitrag hier nicht geändert hat.

    Aktuell ist meine Situation so, dass ich seit Ende Juli im Kinderschutz-Bereich beim Jugendamt eingetragen bin.

    Es war echt crazy, warum es überhaupt dazu kam.. nun habe ich aber gleichzeitig ein haushaltsorganisationstraining und ein Clearing an meiner Seite wo mein immernoch Trinkender Erwachsener junge auch mit drin ist..

    Also das JA weiß von seinem Problem, und weiß aber auch, dass es den einen Fall von häuslicher Gewalt vor fast 2 Jahren gab.

    Ich bekomme nun in nächster Zeit 2x wöchentlich eine Trainerin und muss gleichzeitig zum Clearing, wo ab Ende August auch eine Multifamiliengruppe stattfindet.. wo eigentlich wir zu dritt hin gehen sollten und nicht nur unser Kind und ich..

    Auf jeden Fall versucht er alles, um seinen Konsum vor denen zu verbergen und ist natürlich freundlich.. obwohl er vergangene Woche beim 1. Hausbesuch der Trainerin dabei war.. und das überhaupt nicht nüchtern und er hatte sich zusammen gerissen vor denen..

    Es wird aber irgendwann die Frage an ihn kommen, warum er nicht mitkommt, bzw. Werden sie ihn auf sein suchtproblem ansprechen und nach seiner Krankheitseinsicht fragen. Davor habe ich die meiste Angst, obwohl ich mir denke, das er es so hinstellt, als wenn es nicht so schlimm ist.. aber es sieht absolut anders aus. Er war bis zum 21.7, für drei Wochen in der stationären Entgiftung, und das war die härteste für ihn, das wusste ich schon vor Beginn. Und zum letzten stationären Tag hatte er aus einigen ausreden heraus den Aufenthalt beendet und glatt weiter getrunken, obwohl er zumindest die Motivation hatte anfänglich die Unterlagen für den Antrag auf die eigentlich geplante Langzeittherapie zu besorgen..

    Naja, Ende vom Lied, jetzt geht's weiter wie vorher mit dem Konsum, nur wir reden jetzt nicht mehr drüber, was er vorhat, ob er noch was vorhat usw.

    Es ist eher so, das ich ihn nicht mehr darauf anspreche, weil ich entweder eh keine Antwort oder nur eine ins lächerliche gezogene oder eine pampige Antwort bekomme und er wird fast aggressiv bzw. wurde einschüchternd, wenn ich ihn auf seinen Konsum in meiner Wohnung anspreche..

    Also Kommunikation ist sehr anstrengend und allgemein ist die Atmosphäre nicht gerade angenehm durch die Umstände. Unser Kind ist nun auch gerade wegen Kita-Schließzeit Zuhause und hat auch nicht wirklich tolle freie Zeit.. obwohl ich es versuche für ihn ein bisschen angenehmer zu machen, zumindest glaube ich das, dass es klappt.

    Ich habe gerade echt überhaupt keine Lust mehr bei mir zu bleiben, obwohl es ja meine Wohnung ist, aber ich kann es ihm einfach nicht sagen, dass ich möchte, dass er geht.. ich denke, dass ich das auch noch mit den Fachkräften bespreche, aber erst, wenn unser Kind nicht dabei ist..

    Ich musste das alles mal los werden, obwohl es noch lange nicht alles war.. aber ich muss noch einen Weg finden, wie ich ihn entweder aus meiner Wohnung bekomme oder ich gehe selber für eine bestimmte Zeit woanders hin.. reden bringt ja null Komma nichts.. vielleicht hat der ein oder andere von euch noch Ideen oder so.

    Ansonsten danke ich euch für's lesen und wünsche euch einen schönen Abend

    ich weiß das ich ihm schon dabei helfe wenn ich am Telefon bin

    Liebe Laura,

    Mir stellt sich bei deiner letzten Nachricht die Frage, wie Du ihm dabei hilfst, wenn Du am Telefon bist, obwohl er anscheinend nur noch total besoffen ist? Also wenn es ihm wirklich helfen würde mir dir zu telefonieren, dann würde er sich doch anders verhalten bzw. versuchen weniger zu trinken. Also ich verstehe gerade nicht, was ihm da hilft oder wie du ihm da hilfst.

    koda

    Ja ich weiß ja auch, dass er mit dem saufen im Prinzip alle unangenehmen Gefühle betäubt und verdrängt! Und ich weiß, dass mein xy auch noch weiter oder mehr konsumiert, wenn ich ihn rausschmeißen sollte.. aber das ist dann sein Problem, wie du ja auch schon schreibst, ist es seine Sucht bzw. Sind es seine Probleme..

    Also ich merke es jetzt psychisch sehr mit einer Art Überreizung, also selbst, wenn ich mich mal Versuche zu entspannen mit einer Entspannungstechnik, klappt es irgendwie nicht, dass ich mich beruhigen kann, kennt das jemand von euch? Wenn ja, was kann man da sonst machen? Ich merke es aber auch schon immer wieder körperlich, also psychosomatische Beschwerden.

    Auch wenn es so wahrscheinlich nicht kommt und es dazu noch bekloppt ist, aber ich hoffe es irgendwie, dass er derjenige ist, der sich trennt.. keine Ahnung warum, vielleicht damit ich nicht die böse bin? Ich weiß nicht, was genau da dahinter steckt.. aber ich möchte es mit der Therapie herausfinden. Die beginnt allerdings erst gegen Ende März, hat sich aus organisatorischen Gründen nach hinten verschoben.

    Ich möchte auf jeden Fall mehr zu mir finden und auch bleiben und habe zumindest mein beachten seines Konsums vor ein paar Monaten endlich sein lassen können.. aber dafür sehe ich wieder nach kurzem, in welchem Zustand er ist, egal, wann ich ihn sehe..

    Hallo Hobbes

    mich interessieren ja auch echt die Erfahrungen von den trockenen Alkoholikern, wie in deiner letzten Nachricht. Da finde ich auch deine Fragen sehr gut und werde mich auf jeden Fall für den Notfall damit beschäftigen bzw. Mit einer Suchtberaterin als Angehörige besprechen, vielleicht hat sie noch Ideen.

    Und ja, sie hat mir auf jeden Fall einen Podcast zur nervlichen regulation empfohlen, worüber ich sehr erstaunt war, (weil sie mich nicht kennt und nur aus meinen Erzählungen her) und mir auch eine psychosomatische Therapie empfohlen bzw. gemeint, dass das auch was für mich sein könnte.

    Er macht sehr viel mit sich selbst aus, leider, wie ich finde, obwohl er eigentlich ein sehr intelligenter und gebildeter Mann ist, aber deswegen ist er auch an dem Punkt bzw. in dem jetzigen tiefen Loch, wo er immer schwerer wieder raus findet, umso länger ich ihn bei mir lasse (dulde).

    Ich habe ehrlich gesagt auch keine gutes Gefühl, dass er es schafft, nach der Langzeittherapie trocken zu bleiben, wenn er wieder ins alte Umfeld zurück kommt. Er meinte selbst zu mir, dass es auch sein kann, dass wir dann getrennte Wege gehen und er irgendwo hin zieht, wie er zumindest schon mehrmals sagte... Glaube ich aber nicht..

    Hallo Hobbes,

    also geplant ist es so nicht von ihm, er kann nicht mehr wirklich anders, deswegen muss laut seinen Worten die Langzeittherapie so schnell wie möglich beantragt werden und dann so schnell wie möglich beginnen. Er wird wohl zumindest nochmal die Entgiftung für die kurze kurze Bewilligungszeit machen müssen, bevor er zur Langzeittherapie geht.

    Und zur 2. Frage: ja, davon weiß sie, sie hatte gefragt und er hatte ehrlich geantwortet. Also dass er wieder jeden Tag trinkt.. vielleicht hat sie es auch gerochen...

    Guten Abend zusammen,

    kurzes Update zu meinem aktuellen Stand:

    Ich war heute mit meinem XY beim letzten Termin bei der Suchtberatungsstelle vor seinem beantragen der Langzeittherapie. Es fehlen eigentlich nur noch Kleinigkeiten, die er aber selbst holen muss.. was aber schnell gehen würde.. ich bin gespannt.

    Ich war auch wieder mit drin, sie leitete ein Gespräch aus meiner Sicht bzw. Gefühls- bzw. Bedürfniswelt ein bzw. fragte mich dann erstmal ein paar dinge. Zusätzlich mit meiner Vorgeschichte, und als EKA und dem damit leider sich wiederholenden, vertrauten, aber auch total belastenden mustern..und sie hat ihm damit versucht zu erklären, wie ich mich derzeit fühle usw. Ewiger Teufelskreis hat sie es noch genannt..

    Ich fand das Gespräch eigentlich so ganz gut, aber das ungünstige war, dass mein xy nicht nüchtern und klar war.. ich hoffe leider trotzdem, dass es vielleicht ein bisschen angekommen ist, was wohl eher unmöglich ist in seinem derzeitigen Zustand.

    Hallo Kazik

    Oh entschuldige 😅🙈

    Das war nur ein Beispiel, aber es hat gut getan zu lesen, dass sich jemand freut wenn ich schreibe.(und es auch schreibt)

    Ich habe eher gerade depressivere Gedanken, die sich aber am Ende zum Glück nicht immer bestätigen. Ist halt die enorme psychische Belastung gerade, die nochmal zugenommen hat, also vorallem zusätzlich, seitdem ich diesen Zettel im Briefkasten hatte..

    Ich danke euch für eure Nachrichten!

    Ich Versuche zusammenfassend auf alle Nachrichten zu antworten.

    Vielen Dank für deine Zusammenfassung von deiner Mutter Kind Kur, liebe Wichtelmama! Es war ganz gut, dass du dazu geschrieben hattest, dass es ja auch Arbeit ist, ist ja auch klar! Deswegen möchte ich es ja auch machen, um eine bessere und ruhigere Zeit zu erarbeiten, Aber momentan bin ich echt darauf aus, wo ich Entspannung her bekommen kann 😅

    Mir hat kazik's Nachricht gefallen, dass es sie freut, dass ich hier wieder schreibe. Klingt vielleicht komisch,.wenn ich dass hier von Kazik so schreibe, aber momentan bringen mich selbst z. B. solche Kleinigkeiten wieder schneller und leichter zum weinen..

    Aber ich bleibe dran und werde mich nicht abbringen lassen, dass ich für mein Kind und mich was ändern möchte.

    Liebe Elly

    Naja, ich habe es mal versucht mich wegen Selbstwertgefühl steigern im Internet durch zu lesen, aber irgendwie noch nicht richtig durch gesehen oder vielleicht auch noch nicht ganz verstanden. Möchte ich aber gerne. Ich überlege mir ein Arbeitsbuch zu holen, was das angeht, da gäbe es auf jeden Fall ein paar.

    Ich habe leider keinen so richtig, der mir den Rücken stärken kann, oder ich stecke in der Co Abhängigkeit zu tief drin?! Ich verstehe es selber nicht wirklich, warum ich nicht handeln kann, obwohl mir per Tipps oder auch durch gelesene Erfahrungsberichte von hier schon irgendwie "geholfen" wird..

    Also die Familienberaterin ist der Meinung, dass die Sache mit meinem XY nicht als direkte Aufgabe des Ja zählt, aber natürlich und auch ziemlich schnell im Sinne des Kindes gehandelt werden würde! Sie denkt, dass es bei uns nicht "schlimm genug" ist, das ich eine Familienhelferin gewährt bekommen würde.

    Ich fühle mich so zwischen den Stühlen gefangen, das kann sich vielleicht keiner vorstellen, aber ich merke auch, dass es mir nicht gut tut, deswegen Versuche ich dagegen "anzukämpfen" indem ich immer wieder hier mitlese! Ich bin auch so sehr depressiv zurzeit und in letzter Zeit, und dann noch zumindest für mich gefühlt das trotzigste bzw. schlimmste trotzige Kind auf der Welt! Ich weiß, dass Kinder das spüren, wenn es den Eltern oder am ehesten der Mama nicht gut geht.. es ist so mies, wenn sie es dann noch sozusagen ausreizen...

    Ja, er ist leider sofort wieder rückfällig geworden, was mir aber auch sowas von klar war..(war ja nur knapp eine Woche Pause und das nach dem fast täglichen Konsum) aber er hat sich zumindest jetzt die Langzeittherapie vorgenommen, ich war mit ihm beim Termin wegen dem Antrag auf Langzeittherapie, seinen Teil muss er jetzt ausfüllen und dann zum nächsten Termin damit hin, weil die Beraterin auch noch ihren Teil ausfüllen muss. Wenn das vollständig ist, will er sofort den Antrag stellen.

    Ich werde ja sehen, wie lange und wie genau er alles mitmacht, ich kann es eigentlich schon jetzt ungefähr einschätzen, wie es kommen würde, aber das ist seine Sache!

    Ich Versuche mich auf mich zu konzentrieren, damit ich wieder Kraft für mich und meinen Sohn bekomme.

    Vielen lieben Dank fürs Lesen ❤️

    Welche Art Beratung für die Kur hast du gemacht?

    Guten Morgen liebe Wichtelmama,

    Über die Internetseite das Müttergenesungswerk kann man sich eine passende Beratungsstelle in der Gegend suchen. Allerdings dauert es leider bis zu 4 Wochen, bis sich dann jemand von der Beratungsstelle meldet. Habe aber per E-Mail angefragt. Und dann ein erstes Telefon Beratungstermin bekommen.

    Ich habe übernächste Woche den nächsten Termin zum ausfüllen des Antrags. Mir dauert das eigentlich zu lange, aber die Anfragen sind halt sehr hoch. Es gibt auch Mutter Kind Reha, die etwas länger als nur 3 - 4 Wochen gehen würden und wohl intensiver in der Behandlung sind, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Da du berufstätig bist, wäre für dich eventuell eine Reha möglich, informiere dich einfach mal.

    Liebe Grüße

    Matrix