Hallo ihr lieben, es ist nun viel Zeit vergangen und ich hatte mich aus dem Thread zurück gezogen, weil ich irgendwie trotz eurer Nachrichten und meiner anscheinend erhofften Ermutigung, bzw. dachte ich, dass es mich hätte ermutigen können, nicht mein erwünschtes Ergebnis bekommen hatte. Ich war bzw. bin immernoch niedergeschlagen, weil sich meine bescheidene Situation seit meinem letzten Beitrag hier nicht geändert hat.
Aktuell ist meine Situation so, dass ich seit Ende Juli im Kinderschutz-Bereich beim Jugendamt eingetragen bin.
Es war echt crazy, warum es überhaupt dazu kam.. nun habe ich aber gleichzeitig ein haushaltsorganisationstraining und ein Clearing an meiner Seite wo mein immernoch Trinkender Erwachsener junge auch mit drin ist..
Also das JA weiß von seinem Problem, und weiß aber auch, dass es den einen Fall von häuslicher Gewalt vor fast 2 Jahren gab.
Ich bekomme nun in nächster Zeit 2x wöchentlich eine Trainerin und muss gleichzeitig zum Clearing, wo ab Ende August auch eine Multifamiliengruppe stattfindet.. wo eigentlich wir zu dritt hin gehen sollten und nicht nur unser Kind und ich..
Auf jeden Fall versucht er alles, um seinen Konsum vor denen zu verbergen und ist natürlich freundlich.. obwohl er vergangene Woche beim 1. Hausbesuch der Trainerin dabei war.. und das überhaupt nicht nüchtern und er hatte sich zusammen gerissen vor denen..
Es wird aber irgendwann die Frage an ihn kommen, warum er nicht mitkommt, bzw. Werden sie ihn auf sein suchtproblem ansprechen und nach seiner Krankheitseinsicht fragen. Davor habe ich die meiste Angst, obwohl ich mir denke, das er es so hinstellt, als wenn es nicht so schlimm ist.. aber es sieht absolut anders aus. Er war bis zum 21.7, für drei Wochen in der stationären Entgiftung, und das war die härteste für ihn, das wusste ich schon vor Beginn. Und zum letzten stationären Tag hatte er aus einigen ausreden heraus den Aufenthalt beendet und glatt weiter getrunken, obwohl er zumindest die Motivation hatte anfänglich die Unterlagen für den Antrag auf die eigentlich geplante Langzeittherapie zu besorgen..
Naja, Ende vom Lied, jetzt geht's weiter wie vorher mit dem Konsum, nur wir reden jetzt nicht mehr drüber, was er vorhat, ob er noch was vorhat usw.
Es ist eher so, das ich ihn nicht mehr darauf anspreche, weil ich entweder eh keine Antwort oder nur eine ins lächerliche gezogene oder eine pampige Antwort bekomme und er wird fast aggressiv bzw. wurde einschüchternd, wenn ich ihn auf seinen Konsum in meiner Wohnung anspreche..
Also Kommunikation ist sehr anstrengend und allgemein ist die Atmosphäre nicht gerade angenehm durch die Umstände. Unser Kind ist nun auch gerade wegen Kita-Schließzeit Zuhause und hat auch nicht wirklich tolle freie Zeit.. obwohl ich es versuche für ihn ein bisschen angenehmer zu machen, zumindest glaube ich das, dass es klappt.
Ich habe gerade echt überhaupt keine Lust mehr bei mir zu bleiben, obwohl es ja meine Wohnung ist, aber ich kann es ihm einfach nicht sagen, dass ich möchte, dass er geht.. ich denke, dass ich das auch noch mit den Fachkräften bespreche, aber erst, wenn unser Kind nicht dabei ist..
Ich musste das alles mal los werden, obwohl es noch lange nicht alles war.. aber ich muss noch einen Weg finden, wie ich ihn entweder aus meiner Wohnung bekomme oder ich gehe selber für eine bestimmte Zeit woanders hin.. reden bringt ja null Komma nichts.. vielleicht hat der ein oder andere von euch noch Ideen oder so.
Ansonsten danke ich euch für's lesen und wünsche euch einen schönen Abend