Beiträge von Matrix

    Rennschnecke

    Ja bei der Familienberatung war ich schon und gehe ich auch nochmal hin.

    Ich komme eher nicht drum herum, mich beim Jugendamt zu melden, egal wie. Weil ich auch den Erzieherinnen und Leiterin von meiner Situation erzählt hatte, habe ich auch da nochmal ein Gespräch, was ich tun kann, damit er nicht mehr alkoholisiert oder bekifft bei mir ist. Wenn ich nichts mache, dann müssen Sie das dem Jugendamt melden, aber würden mich unterstützen und gut für mich reden, denn sie bekommen mit, dass ich mich gut um mein Kind kümmere, was er natürlich auch macht, soweit es geht, nur dass er nicht nüchtern oder klar im Kopf ist.

    Ich wünschte, meine Mutter hätte sich damals getrennt. So sollte kein Kind aufwachsen müssen. Ich finde das so bitter.

    Anthurie

    Auch ich erkenne mich in ein paar Dingen aus deiner Geschichte wieder. Und auch ich hätte mir im Nachhinein gewünscht, dass meine Mutti sich schon eher trennt. Obwohl ich meinen Papa sehr lieb hatte, aber er war leider nur körperlich anwesend, weil er fast täglich mehr als weniger betrunken war.

    Nur dass es bei mir Zuhause so war, dass ich als Kind schon nach der Schule dachte, wie Mama wieder drauf sein wird und dass ich, weil ich es nicht wusste, aber mir das für mich schlimmste dachte, erst garnicht nach Hause wollte. Daher könnte dein Satz von mir sein! Es war meistens eine unangenehme Atmosphäre Zuhause und selbst mein Papa wollte nicht nach Hause zu seiner Frau und das hat schon was zu heißen. Ich bin immer erst zu meinem Papa nach der Schule und habe ihn tatsächlich gefragt, ob er weiß, wie Mama drauf ist.. aber ich musste ja nach Hause, wo auch sonst hin als Schulkind.. das trieb mich schon früh von Zuhause weg zu meiner damals besten Grundschulfreundin und dann schließlich auch in den Alkohol..

    Ich kann die Zerrissenheit förmlich spüren, das ist so schrecklich, dieses Gefühl und natürlich auch Hilflosigkeit usw., das möchte man keinem zumuten.

    Vielleicht hilft ja meine Kurzfassung ein bisschen, das würde mich freuen 😊

    Rennschnecke

    Ich habe echt die Ruhe und das alleine sein genossen, abgesehen davon, dass mein Kind richtig krank ist gerade, konnte ich es gestern und heute trotzdem ein bisschen, weil er viel schläft.

    Also es geht mir so gerade echt besser, weil ich entspannen kann, ich weiß, dass er erstmal nicht mehr betrunken her kommt, nur wie lange das ist, das weiß keiner, die Unberechenbarkeit sitzt mir auch dabei im Nacken, das nervt und zieht auch Kraft.

    Ach ja, selbst wenn ich ihm nur mitteilen möchte, dass ich ihm noch keine Antwort auf bestimmte Fragen geben kann, weil ich geschafft bin und mich die letzten Wochen und Monate belastet hatten, denkt er, dass er Schuld ist..

    Hallo zusammen,

    ich überlege echt oft hin und her, ob ich hier noch schreibe, aber ich muss es gerade mal loswerden und würde mich über eure Meinungen freuen.

    Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber heute zum offiziellen Ausgang war mein xy bei mir für ein paar Stunden.. er kam eigentlich wieder fast nur mit Kommentaren wie z.B. dass er sich nicht so leicht von mir "vertreiben lässt",(sehe ich irgendwie bisschen als Drohung an, der we sehr ihr das? Oder dass ihn die Frauen da in der Klinik alle anstarren, wenn sie ihn sehen, nur ich nicht mehr.. waren seine Worte zu mir (abgesehen davon, dass er ein schicker Mann ist(und auch charmant, hilfsbereit einfühlsam ist ) aber aussehen ist nicht alles und es ist meiner Meinung nach zu viel passiert und seine unbewusste?! Respektlose Art mir gegenüber..

    Ich danke euch fürs Lesen und Eure Meinungen ❤️

    Liebe Laura,

    ich kenne dieses Verhalten auch von meinem XY, und es löst bei mir immer eher eine Art Mitleid aus, und ich kann ihn doch jetzt nicht alleine oder hängen lassen usw... Aber wenn du jetzt wieder nach gibst, wird es euch beiden nicht helfen, er müsste eh erstmal nüchtern werden, bevor ihr euch unterhalten könnt! Ich konnte bzw. kann es auch immer schwer aushalten, wenn mein xy ein häufchen Elend war.. aber am Ende solltest Du eher auf Dich gucken, damit es Dir besser geht! Ich bin zwar auch noch voll drin in meiner co- Abhängigkeit, aber war gerade so mein Impuls, dir das zu schreiben, vielleicht kann es dir irgendwie helfen?!

    Hallo ihr lieben, ich wollte euch mitteilen, dass ich meinen xy heute zum Termin in die Entgiftung gebracht habe. Bin jetzt wieder bei mir Zuhause angekommen und muss bzw. kann mich erstmal etwas ausruhen. Obwohl ich nie weiß, ob nicht doch wieder irgendwann eine Nachricht von ihm kommt, wo es heißt, dass er entlassen wurde oder er wegen irgendwas ( also wo ich schon auch den Suchtdruck als Grund sehe, den er nicht als Grund sieht) selber gegangen ist.... da gab es ja schon verschiedene Gründe... Er hatte mir die Situationen immer beschrieben und es war meistens irgendwie mit Stress verbunden bei ihm

    Jetzt möchte er, wie er sagte, das durchziehen, also erstmal die 3 Wochen Entgiftung und dann wäre er erstmal wieder bei mir, wahrscheinlich weil er nicht gleich nahtlos zur Langzeittherapie aufgenommen werden kann.. ja.. aber ich sehe da eher die sehr große Gefahr, dass er dann wieder trinken würde, wegen irgendeiner Situation von äußeren Einflüssen.. da findet auch er irgendeine "verrückte" Sache, was dann der Grund war.. was aber einfach nur Ausrede ist, damit er trinken konnte..

    Naja, ich kann nur hoffen, dass es bei ihm jetzt wirklich klick gemacht hat und ihm bewusst geworden ist, dass er jetzt einen Weg da raus finden MUSS... Was natürlich ordentlich Arbeit ist, kenne ich ja selbst.. Natürlich aber als erstes für ihn selbst und dann für seinen Sohn, alles weitere wird sich zeigen... Aber ich brauche erstmal Abstand zu ihm

    Und ich werde mich jetzt erstmal erholen und hoffen, dass ich bald wieder weniger schnell gereizt und mehr geduldiger werde, auch was meinen Sohn angeht. Und mal sehen, wie es jetzt Zuhause so wird..

    Euch noch einen hoffentlich angenehmen Tag und Danke, dass ihr meine Geschichte Lest❤️

    Hallo Kazik,

    deine Nachricht finde ich auch sehr interessant und ich denke drüber nach, wie es bei mir ist mit der Angst, momentan versuche ich sie von mir weg zu drücken, aber dadurch wird sie wie bei der Angsterkrankung nur größer. Das kenne ich so von mir, konnte ich damals in Stationärer Behandlung das schlimmste überstehen. Das hast Du alles toll beschrieben. Ich habe die Diagnose der Angsterkrankung auch, aber anscheinend noch nicht überwunden, oder dadurch, dass ich wieder in solch eine unschöne Beziehung geraten bin, also zumindest was die psychische Dynamik angeht, ist es doch wieder anders als damals zum Vorschein gekommen 🤔

    Achja, was ich noch mitteilen wollte: nächsten Mittwoch hat er wieder einen Aufnahme Termin für die Entgiftungsbehandlung. Er möchte dann auch die Langzeittherapie hinterher gleich machen. Darauf bin ich eh gespannt, ob das so machbar wäre, dass er gleich nahtlos von der Entgiftungsstation in die Langzeittherapie über gehen kann.. Das löst auf der einen Seite Freude bei mir aus, weil ich endlich mal Ruhe habe und genießen kann, aber auf der anderen Seite auch tausend Fragen im Kopf...

    Aber sollte er nächste Woche Mittwoch nicht zu dieser Aufnahme ins Krankenhaus gehen, muss er seine gepackten Sachen nehmen und zu sich gehen, bzw. kann seine Mutti seine Sachen und ihn gleich zu sich fahren, oder er geht zum Kumpel oder wohin auch immer. Das ist natürlich eine sehr gute Gelegenheit, den Tag gleich als Entscheidungstag anzusehen.

    Ich danke euch fürs Lesen ❤️

    Erstmal zu Alexas Nachricht:

    Vielen Dank für Deine Nachricht!

    Naja, es schwankt so ziemlich mit der Kraft, aber ja, mir fehlt die Kraft insgesamt. Aber ich habe eher vor seinem "auf mich einreden bis ich einknicke" Angst. Oder auch mich verantwortlich machen für die Trennung von seinem Sohn, bzw. meinem Kind seinen Vater weg nehmen usw... 🙄

    Herzlichen Glückwunsch!

    Ich habe zwar hier keinen Beitrag als trockene Alkoholikerin, aber irgendwie steckt es an und ich wollte daher gerade mal meine Jahre des trocken seins mitteilen: bei mir sind es mittlerweile ca. 4½ Jahre. Wie schön, und so soll es weiter gehen, das Wünsche ich Dir und natürlich auch allen anderen hier!

    Er redet so sehr auf mich ein, dass ich es doch nicht schaffen werde mit den Kindern alleine (bin jetzt auch ständig alleine gewesen) das wir alles sind was er hat, er kann nicht ohne uns. Ich kann den Kindern nicht die Familie wegnehmen, es wird diesmal zu 100% alles anders usw.

    Liebe lily,

    auch ich kann dich total verstehen und mitfühlen und bekam bzw. bekomme diese Sprüche auch so ähnlich zu hören, von wegen ich "sollte", ihm doch eine letzte Chance geben es zu beweisen, dass er seine Sucht diesmal stoppt und dann wieder ganz anders ist und solle zu ihm halten bzw. für ihn da bleiben, obwohl ich nicht mehr kann und auch nicht mehr möchte, dieses hin und her gerissen sein, schlechtes Gewissen haben usw. ist echt sehr kräfteraubend und nicht normal, bin ich mittlerweile der Meinung.

    Ich stecke gerade in einer ähnlichen Situation wie du, auch ein gemeinsamer Sohn ist mit im spiel, nur dass mein xy nicht MEINE Wohnung verlässt, obwohl ihn sogar die Polizei aus meiner Wohnung begleitet hatte, hatte er mich vor denen sogar noch versucht umzustimmen, "nur noch für ein paar Tage bleiben zu können" obwohl er eine eigene Wohnung hat... Er müsste sich nur kümmern, dort wieder wohnen zu können.

    Ich hoffe, dass dir die Beiträge hier weiterhelfen und gehe weiter deinen schon mutig begonnenen Weg. Ich würde ihn auch gerne bald machen können.

    Hallo liebe Rennschnecke,

    wenn auch nicht pünktlich zum 1 jährigen, aber ich möchte dir auch zu deiner einjährigen Abstinenz gratulieren, Respekt!💪🏼 Und noch viele weitere tolle trockene Jahre! Ich weiß selber was das für psychische Arbeit ist..

    Liebe Grüße

    Matrix

    Doch, ich finde es selbst auch total erschreckend. 😔🙈

    Aber ich weiß nicht, warum ich noch nicht weiter komme, also woran es genau liegt.. ich habe das Gefühl, dass ich es eher alles so verdränge und hinnehme, weil es mich sonst richtig fertig machen würde, jedesmal wenn ich das mit dem kiffen anspreche, dann heißt es, dass ist das kleinste Problem, was aber nicht stimmt, da er das eher nicht wirklich weg lassen möchte und mittlerweile auch nicht mehr weg lassen kann.. aber das ist sein Problem.. ich will mich garnicht lange mit seinen Themen beschäftigen, muss für mein mich und mein Kind die Energie sparen und auch Handeln, so schwer es mir auch fällt.. ich kenne da ein Beispiel, wie die Angst immer größer wird und wie man sie auch wieder kleiner bekommt, aber da wird der Elefant gerade eher immer größer.. das Beispiel des ankämpfen bzw. zulassen der Angst, falls das jemand kennt?! und damit auch vor der Situation, die wieder ähnlich vorkommt, wenn ich in nächster Zeit Handele.

    Was braucht es denn noch, damit Du auf den Tisch haust und Deinem Partner sagst, dass er sofort seine Sachen packen und in seine Wohnung gehen soll?

    Das Frage ich mich ehrlich gesagt auch... 🤔 😔

    Als ich letztens von meinem Termin bei der Familienberatung wieder zu mir nach Hause kam, fragte er mich ob ich mit der Polizei gekommen bin, die Frage kommt noch manchmal von ihm, wenn ich ihm vorher nicht jeden Grund nenne, warum ich hier und da einen Termin habe.. oder ob ich mit unserem Sohn bei einem anderen "Papa" war... Wenn ich spontan mit Sohnemann auf den Spielplatz gegangen bin oder eine bekannte getroffen habe... Boaahh wie mich diese Aussage von ihm nervt.. und das merkt er auch..

    Da kann ich leider auch mitreden, meine Mutti machte mir ein warmes Bier bei einer ordentlichen Erkältung, (ich glaube sogar als ich dazu noch Fieber hatte) als ich noch ein kleines Kind war, damit kann ich besser schlafen hieß es... aber es hatte natürlich ordentlich gedreht und ich hatte diese beschwippsten Momente schon kennen gelernt. Das könnte meinen Anfang mit 12-13 wöchentlich bzw. am Wochenende leichter gemacht haben.