Beiträge von SummerSun

    Ich kenne das, liebe Sonnenschein. Bei mir ist es mit mehr Zeit einfacher geworden und auch mit viel Arbeit an mir selbst. Heute kann ich ihm gegenüber treten und kann ihn "händeln", weil ich weiß wie er funktioniert. Er war aber nicht handgreiflich. Du wirst das gut schaffen und ich gebe deiner Anwältin Recht, es ist wieder ein Schritt nach vorne.

    Auch ich kenne das. Ich weiß, dass nicht alle hier die gleiche Erfahrung gemacht haben, aber das mit der Drohung um die Kinder war bei mir nur ne Aussage. Was will er letztendlich auch mit den Kindern? Mit denen muss man sich ja beschäftigen und sich um diese kümmern. Er weiß, dass die Kinder deine Schwäche sind. Einfach stark bleiben. Der lässt schon ab, wenn er merkt, dass er dich damit nicht weich bekommt.

    Jetzt heißt es funktionieren! Innerlich darf sich der Sturm ausbreiten, aber ihm gegenüber bist du eine Wand, an der alles abperlt. Das ist nicht einfach, aber du bekommst das hin.

    Ich bin sehr stolz auf dich. Das ist so toll, wie alles in Bewegung kommt und was du alles leistest.

    Das Gehirn spielt uns doch oft Tricks und taucht die Vergangenheit in einem wohligen Instagram Filter.

    Es wird sich alles fügen und es wird sich eine schöne und vor allem friedenvolle Wohnlösung für euch ergeben.

    Guten Morgen ,

    ich kann all deine Ängste und Sorgen nachvollziehen, da ich ja auch in der gleichen Situation war. Wichtig, du lebst jetzt von Tag zu Tag. Es gibt kein Zurück und das weißt du auch. Das ist richtig doof, und das Herz will einem da etwas anderes sagen, aber das liegt nur daran, dass es gerade alles so furchtbar schwer ist und schier endlos vernebelt. Die nächsten Wochen wird sich vieles aufklären, da bin ich mir ganz sicher.

    Du bist jetzt wie ein kleines Kind, das seine ersten Schritte läuft und die gehst du mit Bedacht.

    Es muss oft erst richtig schlimm werden und kaum auszuhalten, bis es besser wird. Du befindest dich gerade in einem Sturm, aber auch der geht vorüber.

    Wenn er äußert, dass er sich etwas antun will, dann sagst du ihm ganz deutlich, ob er das wirklich ernst meint, denn dann würdest du die entsprechenden Instanzen einschalten. Dann siehst du, was passiert.

    Alles andere regelt sich jetzt nach und nach, auch wenn es nicht so aussieht.

    Bleib bei deinen Eltern, sie können dir die Kinder abnehmen, wenn es dir schlecht geht und du wieder Kraft tanken musst. Es fügt sich alles. Das weiß ich.

    Ich habe so das Gefühl, dass man als Co auf ein Ziel hinarbeitet und glaubt, dass es damit getan wäre, nämlich das Nicht Trinken. Allerdings ist es ja so, dass das meistens nicht eintritt und wenn man sich in diesem Forum hier länger anmeldet, der Wunsch nach Veränderung da ist, weil ein Punkt erreicht ist, an dem man einfach nicht mehr wegsehen kann.

    So beginnt das persönliche Wachstum. Und es ist denke ich, egal, ob Alkohol ein Beziehungsthema ist, wenn sich ein Partner auf den Weg macht, um zu wachsen und der andere an Ort und Stelle stehen bleibt, entwächst er dem anderen und es entsteht eine Distanz, die nicht mehr zu ignorieren ist. Man kann dann noch ein paar wenige verzweifelte Versuche starten und dem anderen versuchen ein Seil zuzuwerfen, damit er sich auch auf den Weg macht, aber er tut es oft nicht.

    Fühl dich mal ganz ganz doll gedrückt.

    Ich denke die ambivalenten Gefühle sind absolut normal. Und Aurora hat Recht. Die Woche Abstand wird dir gut tun und du wirst da sicherlich schon viel klarer denken können. Alle Gefühle dürfen jetzt da sein, egal wie widersprüchlich sie sind. Gib dir Zeit.

    Ja, vielleicht ist das der Moment und selbst dann darfst du gehen. Und vielleicht ist es auch dein Moment um die Situation zu verlassen, bevor du seine Pflege übernimmst.

    Das möchte ich so unterschreiben. Und deine Worte zeigen, dass du abgeschlossen hast und bereit bist zu gehen. Du hast ihn nicht in die Situation gebracht und dementsprechend trägst du auch nicht die Verantwortung dafür die Suppe auszulöffeln, die er sich (übrigens ohne Rücksicht auf euch) eingebrockt hat. Das ist sehr sehr schwer, das glaube ich.

    Jetzt bereue ich noch viel mehr, daas ich den Absprung nicht früher geschafft habe! Da waren so viele Möglichkeiten! Ich war nicht so weit und hab es geschoben und geschoben und jetzt wird der Schlamassel immer größer und schwerer... ihr hattet alle recht, dass alles mit ihm untergehen wird! Und jetzt sitze ich mitten in diesem sinkenden Schiff ...:-(

    Du warst noch nicht so weit. Aber jetzt bist du es. Und du sitzt nicht auf dem sinkenden Schiff, zumindest dann nicht, wenn du dich aufrappelst und dir das letzte Rettungsboot greifst.

    Dass er offensichtlich deine Hand nicht nehmen will, die er bräuchte, um sich von seinem Schiff wegzubewegen ist klar, aber du kannst es tun. Der erste Fuß ist schon im Rettungsboot, fehlt nur noch der zweite...

    Ich kenne das auch. Bei uns war es mit der Trennung dann erst einmal mehr Alkohol, was ja irgendwie nachvollziehbar ist, weil mein Noch-Mann trinkt, um sich und seine Emotionen zu regulieren.

    Zu dem Thema körperliche Beschwerden. Ich kenne das auch und hab ihn bei ganz akuten Herzschmerzen gezwungen zum Arzt zu gehen. Danach hat er so weiter gemacht. Jetzt sind wir getrennt, er weiß, dass er körperliche Probleme hat und meint etwas zu ändern, er trinke ja weniger, aber das ist für einen Außenstehenden keine Veränderung.

    Zur Depression: ich kann es nur mit dem Kater nach dem Aufwachen aus einer Party Nacht vergleichen. Da hängt man ja auch den ganzen Tag immer durch. Und ich nehme an, Alkoholiker haben das dauerhaft.

    Du wirst es alleine schaffen. Es wird in vielen Punkten leichter, weil du nicht täglich mit dem Leid konfrontiert bist, weil der Traum von der Familie so oder so ausgeträumt ist, es wird dir nur nicht immer wieder bildlich präsentiert.

    Ich finde es manchmal schlimm alle Verantwortung alleine tragen zu müssen, auch wenn ich das in der Beziehung auch schon getan habe, aber jetzt ist es wie schwarz auf weiß. Am schlimmsten ist aber, dass sich mein Noch-Mann so gut wie nicht für unser gemeinsames Kind interessiert. Und ich glaube das ist eine Sache an der man als Mutter noch lange knabbern wird.

    Liebe releaseme,

    es hat mich schockiert, dass du dich als Frau eines Abhängigen bezeichnest und dir damit selbst die Verantwortung zu schiebst. Ist ja nicht so, dass ich es nicht kenne, aber es war nochmal so plakativ.

    Probiere es doch mal so, du bist releaseme...

    - Ehefrau

    - Löwenmama

    - aufrichtige Freundin

    - Kämpferin

    - Positivgestalterin...

    ich bin mir sicher, dir fallen noch ganz viele andere Attribute ein ...

    Ich glaube dieser Satz, dass der Partner die Familie für den Alkohol opfert, ist vermutlich einer der Sätze, der bei uns Angehörigen am meisten nachhallt. Ich verstehe es auch heute noch nicht. Und vielleicht können wir es auch gar nicht verstehen. Auf der anderen Seite denke ich mir immer, ich hänge ja auch noch an meinem Mann und komme innerlich nicht wirklich los, obwohl ich genau weiß, was er mir und uns angetan hat. Das verstehe ich selbst nicht. Vielleicht verstehen die Alkoholiker es auch selbst nicht, warum es so ist.


    Ich finde es aber sehr gut, dass du nun bereit bist, konkrete Schritte zu gehen. Es ist ein langer Weg und ein Weg der von viel persönlichem Wachstum geprägt ist und das sind die schmerzhaftesten Wege.

    Ich möchte dir ein Zitat mit auf den Weg geben, das ich super finde, den Autor habe ich aber gerade nicht parat: sinngemäß "Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn sich etwas ändert, aber wenn sich nichts ändert, kann es nicht besser werden."

    Wenn er wirklich ernst machen würde?! Ich denke wenn man alles verliert können Personen wirklich andere Gesichter zeigen..

    Dann hast du die Möglichkeit ihm bewusst zu machen, dass du im Notfall die Polizei einschalten würdest. Dann siehst du, ob es ernst gemeint ist oder nicht. Und du bist für dich selbst auf der sicheren Seite.

    Er denkt einfach nicht, dass wir wirklich gehen werden- denke ich

    Und das ist doch der entscheidende Punkt. Er muss ja nichts ändern. Du bist zwar ihm gegenüber nicht positiv eingestellt, tolerierst aber sein Verhalten. Entweder das ändert dann etwas oder eben nicht, aber du kannst so für dich nicht weitermachen.

    Glaub mir, auch ich habe, heute, fast ein Jahr später die gleichen Gedanken an schöne Momente in der Vergangenheit und was wäre wenn, aber letztendlich wird mir, wenn ich mal Kontakt zu meinem xy habe, immer wieder gezeigt, dass sich auf der anderen Seite nichts geändert hat. Bei mir aber tatsächlich schon. Mehr Ruhe, mein Kind ist entspannter, ich bin gelassener und habe mehr Glücksmomente, auch wenn der Verlust meines Mannes bzw. das Scheitern der Ehe immer noch massiv an mir nagt. Ich denke, das ist Teil dea Prozesses, weil man nichts tun kann.

    Liebe releaseme,

    es freut mich sehr, dass du dich wieder meldest. Hast du mal darüber nachgedacht, dass es vielleicht einfach mal den Cut braucht?

    Klar bist du Alleinerziehend verheiratet und wuppst alles alleine, weil du dich ja auf deinen Mann nicht verlassen kannst. Aber du trägst den Ballast von ihm immer noch mit. Auch wenn du nur beobachten würdest, wie er sich verhält, es belastet dich, ergo es belastet auch die Kinder, weil sie die Stimmung von Mama mitbekommen.

    Auch den Gedanken mit dem Haus kann ich verstehen. Aber ein Zuhause ist es auch nur dann, wenn es dort sicher und harmonisch ist. Ich musste im letzten halben Jahr mehrfach den Wohnort wechseln und bin aktuell in einer sehr kleinen Wohnung. Aber diese Wohnung stellt das erste Zuhause für mein Kind dar. Dem Kind geht es so gut, Mama ist entspannt und Kinder brauchen vor allem Liebe und Sicherheit.

    Bei meinem Mann sind nach unserer Trennung ein paar richtig krasse Ereignisse eingetreten, bei denen ich dachte, na jetzt musst du es doch kapieren. Und es ist leider nicht so. Das ist sehr schmerzhaft, zeigt aber umso mehr, dass Hoffnung einen nicht weiterbringt.