hallo... ist das hier der willkommens Bereich in dem ich als neuling nicht schreiben sollte? dann halte ich meine klappe
Beiträge von alvin straight
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guten abend
danke für den zuspruch. durch meinen kopf rasen immer noch 1000 gedanken. und es sind viel zu viele davon.
das thema und die emotionen die mit der konfrontierung einherher gehen sind viel zuviel.
ich wollte mir ein paar tage pause gönnen mit dem thema.
aber jetzt schreibe ich doch . auch einfach um mich zu sortieren.
ein paar wenige sachen möchte ich loswerden... die wenigen die mir klar erscheinen gerade in dem ganzen chaos.
zunächst erst mal hab ich mir selber 0 promille auferlegt fürs erste.
zum einen wäre alles andere nicht fair wenn ich das von ihr möchte ( is alleine ihren entscheidung ... habe ich verstanden .. ich bin aber noch dabei es auch zu begreifen)
zum anderen um auch einfach zu sehen und abzugleichen ob ich das denn selber so easy schaffe wie ich immer denke
das ist das erste
das nächste ist dass ich ohne kampf nicht einfach aufgeben will.selbst wenn es eine einprozentige chance gibt diese liebe zu retten will ich es versuchen.dass ich aka selfcare dabei die wichtigste rolle spielt hab ich auch verstanden und bin auch hier noch am begreifen. das ist ja auch das einzige was ich aktiv beeinflussen kann.
wenn es nicht funktioniert dann ist das halt der ganz typische normalfall. wenn ich doch einen weg finde wäre das einfach nur geil: zum einen für mich privat zum anderen als positivbeispiel für hier.
aber erst mal muss ich eine idee entwickeln wie das überhaupt klappen könnte.
daher nun meine konkrete frage :: gibt es hier auch menschen mit positivbeispielen.? also tatsächlich beziehungen die eine abgewöhnung also das wirklich trocken werden überstanden haben? das wäre wirklich mal schön zu lesen.
das nächste und letzte für heute ist glaube ich die feststellung dass ich merke wie ich mich emotional löse von ihr . dass ich ihre probleme wieder ganz langsam wieder zu ihren problemen mache.
das legt einen schweren traurigen schatten auf die ganze beziehung.
das fühlt sich an als würde ich sie verlassen und sie merkt den abstand natürlich auch und das macht sie auch traurig .. ich bin es ja auch.
und ich fühl mich schuldig dafür . es fühlt sich an wie verrat.... und genau wärend ich das schreibe merke ich dass ich zu 98 prozent genau das selbe schreibe wie alle anderen CoA hier. die stereotypisch das alles ist was ich hier mühsam formuliere.
deswegen höre ich auch auf hier heute.
es ist halt einfach so unfassbar
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liebe stern liebe aurora.
danke für eure antworten. die schnelle hilfe und die aufmerksamkeit. was für eine mühe und anstrengung immer und immer wieder das gleiche erklären zu müssen und immer ganz geduldig das gefühl zu vermitteln man erklärt das zum aller ersten mal.
danke dafür!
ich werde antworten darauf aber muss erst mal klarkommen und verarbeiten. die einsicht einfach nichts machen zu können macht mich ohnmächtig wütend und unfassbar traurig. und das ist mega hart und mega anstrengend. ich verliere meine liebe obwohl sie noch voll da ist. trennung bei voller präsenz. was für ein abfuck!
ich brauch ein paar tage und melde mich wieder
danke euch
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liebe linde
danke für die so schnelle antwort!
was du schreibst überrascht mich nicht und du sprichst vieles an worum meine gedanken natürlich auch kreisen die ganze zeit. ich will mal versuchen strukturiert auf alles zu antworten.
zunächst stell ich mir die frage ob sie wirklich als alkoholikern einzuschätzen ist - deiner antwort meine ich zu entnehmen dass es für dich daran keinen zweifel gibt. ist das so?
Ich weiss nicht ob ich das hier so schreiben kann aber es gibt eine grosse menge menschen um uns die ihr leben lang in massen moderat alkohol trinken und ein erfülltes leben führen. wo ist da die grenze? ich finde halt dieses trinkverhalten mit den filmrissen und vor allem diesem elend am nächsten morgen so pathologisch.
siehst du / seht ihr das auch so?
ich habe mir den kontakt zu einer suchtberatung organisiert und will versuchen dort ein gespräch mit einem therapeuten zu bekommen den ich um seine einschätzung fragen dazu fragen kann und auch um zu fragen was ich für sie und für mich tun kann. grenzen setzen für mich selbst z.b.
ich habe mich auch zu einer suchttherapeutin in einer entzugsklinik hier in der umgebung durchtelefoniert und ihr die situation aus meiner sicht geschildert .. mit genaueren gewichtsangaben natürlich aber auch sie fand die Toleranzmenge ziemlich eindeutig.
Diese hat mir auch das prozedere erklärt und dass der hausarzt der erste schritt ist.
nach ihrem letzten absturz der jetzt etwa 2 wochen zurück liegt habe ich entschieden das ich proaktiv etwas tun muss . geredet hatten wir genug. ich habe dann auf dem weg zur arbeit in der entzugsklinik angerufen und bin seitdem an dem thema dran. es hat ein paar tage gedauert bis ein gesprächstermin mit der therapeutin zustande kam und ich auch die kontakte zur suchtberatung bekommen habe. ich habe angefangen hier zu lesen.
von all dem weis sie. sie steht also sehr unter druck von meiner seite umd ich will ihr nicht noch mehr machen. sie geht schon auf widerstand mit den klassischen kontrollvorwürfen.
aber sie hat mir heute geschrieben dass sie einsieht dass sie was machem muss wohl und sich beim hausarzt vorstellen will. soweit waren wir noch nie. aber nachdem was ich hier gelesen habe glaube ich das erst wenn sie auch wirklich dort war. mut machen. da sein . ihr ihre zeit lassen will ich auf jeden fall.
und einen weg finden das zu schaffen ohne selbst zu grosse blessuren davon zu tragen.
mit dem gemeinsamen trinken sagst du was.
ich habe ihr gesagt : hey ich weiss du bist tapfer und stark und hast das ganze fast immer gut im griff. aber wenn dann der zeitpunkt kommt wo der suchtdruck zu groß wird und du dich halt abschießen musst dann machs wenigstens mit mir bevor irgendwo irgend eine scheisse passiert weil du überhaupt nicht mehr klar bist und am nächsten tag nichts mehr weisst.
ich hab die therapeutin aus der klinik gefragt ob das eine gute idee ist und sie hatte keine richtige antwort oder sie zumindest nicht ausgesprochen - was denkst du dazu?
du schreibst
Es ist ja auch dein Leben und es kann nicht sein, daß du es komplett nach der nassen Partnerin ausrichtest.
davon sind wir glaube ich ein gesundes stück entfernt. klar geht man aufeinander ein und hört sich zu und versucht zu helfen wenn es schwierig ist gerade aber von einer totalen ausrichtung kann nicht die rede sein. wir können auch sehr unabhängih unsere leben führen.
die gefahr dahin abzurutschen ist nicht ganz abwesend aber da ist es gerade noch lange nicht -
du schreibst
Viele trinken mit, um wenigstens die Illusion einer Gemeinsamkeit zu haben.
auch das ist nicht der fall. wir haben eine menge interessen die wir zusammen machen können und da ist gar kein oder nur sehr wenig alkohol dabei. wir gehen auf konzerte und sie trinkt ein bier und steigt dann auf alkoholfrei um. gar kein problem. wir machen tagsüber einen ausflug und trinken gar nichts- auch absolut normal.
deswegen bin ich ja auch etwas unsicher und deswegen sieht sie natürlich auch gar kein problem.
wobei gar keins stimmt nicht sie sagt ja sie geht zum arzt. mal schauen.
den begriff alkohikerin lehnt sie aber völlig ab für sich bis dato
du schreibst Entgiftung
gibt es eine definition dafür bzw wie wird das auf station gemacht?
ist sie entgiftet wenn sie 2monate keinen tropfen anrührt?
schafft sie - zumindest hier draussen ohne den psychologischen druck einer Therapieeinrichtung
bei 3 monaten wirds kritisch.
danke für deine/ eure antworten
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servus zusammen
tja wie anfangen? soviel schießt durch meinen kopf. es wird wohl erstmal etwas wirr werden eventuell.
und ich habe die letzte nacht kaum geschlafen weil ich mich hier durchs forum gelesen habe vor lauter sorge.
Dabei habe ich von den vielen schönen starken , inteligenten frauen gelesen die eine menge biss haben wenn sie sich was vorgenommen haben und nach aussen super funktionieren und toll dastehen.
Genauso eine ist meine Partnerin auch. Gebildet, eigenständig , mit gutem Einkommen. weit weg also von dem klassischen bild von den jungs und mädels auf dem discouterparkplatz und der bank im park.
Wir haben vor ein paar tagen einen film zusammen gesehen in dem es um alkoholismus geht und ich habe soviel wieder erkannt.
Die feierwut .. dieses trinken bis zum filmriss. die scham am nächsten morgen. das elend das mit dieser scham verbunden ist.... ich habe einfach fürchterliche angst bekommen.
Sie trinkt eigentlich in der menge nicht viel. meistens trinkt sie tatsächlich nichts ( glaube ich wirklich ) aber irgendwann wird der druck zu gross. die belastung des alltags und ihrer eigenen ansprüche an sich selbst und dann gibt es kein halten mehr dann gibts den totalen abschuss.
die frau wiegt zwischen 60 und 70 kg und zieht sich zwei flaschen wein alleine rein.oder mehr wenn noch was da ist. bis sie nicht mehr laufen kann und der länge nach hinfällt.
am nächsten tag fehlen ihr ganze stunden in der erinnerung. stunden in der sie nach aussen noch voll gesprächs und sozialfähig ist . vom hinfallen mal abgesehen.
ich meine ich war ja selber viel feiern früher und habe es auch oft übertrieben dabei.
Und hab mich auch mal gezielt abgeschossen weil ich gar keinen bock mehr auf die ganze scheisse hatte. das kam schon auch mal vor.
Aber solche mengen in relation zum körpergewicht habe ich nie verkraftet. da musste ich kotzen vorher. Sie-nie.
Am nächsten Tag dann ist sie nur noch ein häufchen elend. macht sich unfassbare versagensvorwürfe. traut sich nicht aus dem haus.
Sie ist völlig fertig. das nimmt mich natürlich hart mit emotional.
Aber genau das ist auch das wo ich denke: DAS ist problematisch. sie leidet ja furchtbar selbst darunter.
sie macht sich wahnsinnige vorwürfe ... man merkt richtig dass da kontrollverlust eine grosse rolle spielt.
Das kommt nur aller paar monate mal vor. ich hab mal gezählt.. quartal kommt hin.
den rest der zeit trinkt sie wenig bis gar nicht. auch über wochen und wochenenden hinweg.
das ist das was ich glaube. ob sie heimlich und alleine trinkt und wieviel weiss ich nicht - wir wohnen nicht zusammen. aber mir ist nie was aufgefallen. ich bin mir ziemlich sicher dass sie die aller meiste zeit wirklich nichts trinkt und in der gesamtmenge weniger trinkt als der erwachsene durchschnitt mit seinem feierabend bier oder dem glas wein am abend.
sie kann locker den ganzen freitag abend alkohollfrei bleiben wenn sie sich das so vorgenommen hat und mir zusehen wie ich 2 bier trinke. ( mag sie eh nicht - ihr stoff ist der klassische weiswein)
aber dieses trinkverhalten halt wenn es soweit ist mal wieder.
jetzt stellt sich mir natürlich ob ich in meiner sorge da übertreibe - sie überanalysiere . helicoptere?
ist das gar nicht so problematisch und ich schieb hier nur drama?
vielleicht könnt ihr ja was sagen dazu.
ich merke dass ich eine wahnsinns angst habe. und ich dem ganzen nicht gewachsen bin gerade.
ich habe hier genug gelesen um zu wissen dass alle sagen ich kann wenig machen. der impuls muss von ihr selbst kommen. ich muss mich selber schützen und auf mich achten. das ist sauschwer zu akzeptieren aber ich versuche es. und hab mich hier auch angemeldet um austausch zu finden und so einen weg für mich selbst zu finden damit zurecht zu kommen.
und somit bin ich bei der eigentlichen frage.. ich traue mich kaum sie zu stellen weil wahrscheinlich alle nur müde lächeln. ich muss und werde sie trotzdem stellen.
ich lese hier immer nur dass eine beziehung zu einem menschen mit alkoholproblem letztlich immer zum scheitern verurteilt ist. das man als angehöriger oder partner die beziehung beenden muss. dass es gar keinen anderen weg gibt.
ich liebe diese frau abgöttisch aber ich will mich natürlich nicht selbst kaputt machen dafür - zumal das nicht mal ihr was bringt.aber ich bin bereit sehr viel dafür zu geben wenn es aussicht auf erfolg hat und nicht einfach nur mega naiv ist.
aber dennoch gibt es einen weg diese beziehung zu leben? kann man einen weg finden mit einer alkoholikerin zu leben ? wenn sie trocken ist doch sicher oder ?
und wenn sie nass ist?
kann ich irgendwas unterstützend tun? was kann ich für mich tun um das alles durchzustehen?
vielleicht gibt es hier ja auch positiv beispiele für antworten und links zu den treads möchte ich mich jetzt schon bedanken.
fürs erste reicht das glaube ich erst mal an text.
natürlich ist da noch viel mehr in meinem kopf dazu aber dazu später.