Beiträge von Pingu_001

    Liebe Laura,

    auch ich rate dir zum Blockieren. Du kannst gerne für dich noch vorher darauf antworten z. B. "Freut mich, dass du dir und deinem Körper Gutes tun willst. Ich kann und werde dich bei deinem weiteren Weg nicht mehr begleiten können. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. "

    Bestenfalls keine Antworten abwarten und blockieren und dabei bleiben. So würde ich es wahrscheinlich machen, einfach, weil da ja Liebe war bzw. ist, aber man eben für sich den besten Weg finden muss. Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft.

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo Laura,

    Tut mir leid, dass du das gerade alles zwei Tage wieder neu erlebst.

    Es ist aber leider so wie Dorothea sagt, es ist seine Entscheidung. Wenn selbst sein Körper komplett rebelliert und er es immer noch nicht wahrhaben will, dann kannst du daran auch nichts ändern.

    Warum seht ihr euch derzeit alle 2 Tage? Ich kenne dass mit dem Mitleid sehr gut. Aber warum sollst du leiden, wenn er nichts ändern will? Du kannst auch nur so lange mit ihm leiden, wie du es zu lässt. Also lasse los. Denke an dich und nicht an ihn. Er denkt doch wahrscheinlich auch nur an sich und den Alkohol.

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo Leute,

    Das Wochenende ist vorbei und ich hatte einen schönen Tag mit xy, weil *Trommelwirbel* er nichts getrunken hatte. Den Tag drauf wurde das natürlich nachgeholt. Ich habe ihn gebeten nach mir ins Bett zu gehen, damit ich eingeschlafen bin, bevor er kommt. Hat er nicht gemacht, aber dank Doku konnte ich trotzdem einschlafen. Wenn mir viel im Kopf rumgeht brauche ich Hörbücher usw. um friedlich schlafen zu können.

    Heute früh habe ich dann die Bierdeckeln gesehen die offensichtlich liegen gelassen wurden und passiv aggressiv drapiert (ich weiß, war nicht erwachsen von mir) als ich lüftete. Er meinte, ich hätte sie wegräumen, statt zählen sollen. Beim Zählen gebe ich ihm recht, wegräumen nope. Das darf er machen.

    In der Nacht habe ich vom Schwimmen im dunklen Wasser geträumt, dass im Keller oder einer Tiefgarage war. Laut Traumdeutung sind da ungelöste Gefühle und Probleme, die bereits erkannt wurden und vielleicht noch etwas Zeit brauchen. 8| passt ganz gut oder? Ich hatte auch keine Angst im Traum, das versuche ich positiv zu sehen. Ich weiß es kommt noch Arbeit auf mich zu. Aber ich werde das große Unbekannte schon irgendwie, irgendwann schaffen.

    Nochmal zu dem Wochenende Pingu. Sprich mir nach: Du sollst dein Glück nicht davon abhängig machen, ob er getrunken hat. Mach auch deinen Selbstwertgefühl nicht davon abhängig.

    Ok, ich sage das noch ein paar mal. Danke Pingu. - Gerne Pingu.

    Manchmal helfen Selbstgespräche :D

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo Leonie,

    Ich bin nicht von der Alkoholikerseite, aber mir Depressionen und den schlauen Sprüchen von außen kenne ich mich etwas aus 😂

    Ich liebe es auch, wenn dann kommt, man solle einfach mal mehr lachen. Gerade depressive Personen, lachen meistens sehr viel und bringen gerne andere zum lachen. Zumindest ist das meine Erfahrung.

    Klar das alles hilft, wenn man gerade eine nicht so gute Phase hat, aber wenn man gerade im Überlebensmodus ist, fühlt sich duschen und Zähne putzen schon nach zu viel an.

    Morgens ist mein Tief auch immer am schlimmsten, wenn man es erstmal geschafft hat aufzustehen, ist das schon ein kleiner Sieg, dann das Zähneputzen, Anziehen usw. Und dann hat man doch schon voll viel geschafft und darf sich das auch gerne mal sagen ❤️ Das darfst du dir auch gerne sagen. Irgendwann glaubt man das dann wieder und irgendwann später weiß man dann auch, dass man ein Held bzw. eine Heldin ist 😊

    Liebe Grüße Pingu

    Tja und kurz nachdem ich das geschrieben hatte, konnte ich nicht einschlafen und hatte das Gefühl zu ersticken.

    Das Gefühl, dass mir was im Hals hängt, habe ich jetzt schon länger. Ärztlich alles abgeklärt, also wird es wohl der bekannte "Kloß im Hals" sein.

    Mir ist als würde ich gleich weinen müssen, aber es kommt nichts.

    Seit Montag ist es schlimmer und beim einschlafen am schlimmsten. Es nervt und macht mir auch Angst, ich bekomme mich zwar immer irgendwann beruhigt, aber ich würde gerne weinen, damit es sich löst. Aber es geht nicht.

    Thema Grenzen. Ich hatte gestern einen Tag frei und meine Mutter meinte, wir könnten uns dann ja wieder sehen. Ich habe hin und her überlegt. - Nur kurz hin, beide brauchen Hilfe und vermissen dich usw. - Aber ich habe dann doch geschafft zu sagen, dass ich etwas Ruhe für mich brauche. Ohne Entschuldigung oder tiefere Rechtfertigung. Auch das fiel mir schwer. Ich komme am Wochenende zum Kaffee vorbei, damit bin ich ok.

    Hallo in die Runde,

    ich bin derzeit immer mal wieder kleine Mäuseschritte gegangen in unserer Beziehung.

    Aber:

    Mein zweites Gespräch mit der Therapeutin lief gut. Ich finde es super spannend, dass ich im Alltag nicht weine und da liefen die Tränen obwohl ich sie ja nicht kenne. Verrückt.

    Wir konnten schon mal klar das Thema "eigene Grenzen" erkennen. Ich nehme sehr gut die, der anderen wahr, aber meine eigenen übergehe ich regelmäßig, damit andere sich gut fühlen können.

    Ich habe ganz naiv gefragt: Und wie mache ich das jetzt? - Als wäre ich 5 und wüsste nicht, wie man Fahrrad fährt 😅 Daran arbeiten wir jetzt.

    Ich arbeite gerade auch meine Finanzen durch, damit ich freier bin, wenn ich mich entscheide mich zu trennen.

    Ansonsten habe ich ein paar schöne Tage mit meinem Hobby und Freunden gehabt. Wir waren z. B. im Kino und haben "Wunderschöner" geschaut.

    Liebe Grüße Pingu :)

    Hallo Laura,

    das finde ich ganz toll, dass du es jetzt durchziehen willst.

    Vielleicht hilft es dir auch eine Liste zu führen, was dir in einer Beziehung wichtig ist. Und dann fällt einem auf, was die Person erfüllt hat und was nicht. Fand ich bei mir sehr krass, denn oh wunder, viel war da (nicht) mehr dabei, die er erfüllt.

    Wenn du wieder schwankst, dann schreibe hier oder ruf eine gute Freundin an oder lese deinen Faden <3

    Liebe Grüße

    Pingu

    Ich schau jetzt nach vorne, behalte ihn in meinem Herzen und weine wenn mir danach ist.

    Das hört sich gut an.

    Die Rentenpunkte aufgrund der Pflege haben nichts mit dem verheiratet oder verwandt sein zu tun. Da geht's nur darum, dass die private Pflege etwas honoriert wird, aber auch da gibt es Voraussetzungen. Man muss mindestens 10 h pro Woche an mindestens 2 Tagen pro Woche pflegen, noch keine Altersrente haben und max 30 h die Woche arbeiten. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen.

    Aber man kann das auch noch später beantragen bei seiner Pflegekasse. Du hast ja gerade ganz andere Dinge im Kopf, aber ich wollte dir die Info mal mitgeben.

    Hallo wieweiter,

    ich denke auch, dass es völlig normal und ok ist um den sinnlosen Tod zu weinen. Aber wahrscheinlich haben die wenigsten Tode einen wirklichen Sinn. Man trauert um das was war und hätte sein können. Und das wird noch eine Weile so bleiben und manchmal auch nach Jahren in Wellen immer mal wieder kommen.

    Zum Bescheid der Pflegekasse: Je nachdem wann der Pflegegrad eingereicht wurde, würdest du auch rückwirkend das Pflegegeld von Grad 3 bekommen, wenn kein Pflegedienst involviert war (oder eben anteilig, falls doch einer dabei war). Und auch Rentenpunkte kann man unter bestimmten Voraussetzungen geltend machen. Schließlich hast du dich ja um ihn gekümmert und ihn gepflegt und daher steht es dir auch zu.

    Ich hoffe dein Berg an Aufgaben, die mit ihm zu tun haben wird stetig kleiner und dass du bald wieder mehr für dich da sein kannst.

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo ihr Lieben und danke für eure Worte.

    Ich weiß, dass solche Gedanken in Ordnung und vor allem verständlich sind. Ich merke meine Wut immer aufkommen, aber ich weiß eben auch dass ich in seinem Zustand mit ihm nicht streiten und diskutieren brauche. Also schlucke ich das runter und ziehe auf die Couch zu den Haustieren und am nächsten Tag versucht er dann vieles wieder gut zu machen. Gestern hat er zum Beispiel nichts getrunken (sagt er zumindest) und dann versucht mir ein paar Dinge abzunehmen.

    Ich habe von Kindheit an erlernt was ich für Liebe halte und meine Liebe zu bekommen.

    Ich darf jetzt ein anderes Leben führen wo ich mich selbst lieben darf und das erlerne ich jetzt.

    Ja das trifft es leider sehr gut. Mit meiner Mutter war es auch so. Hat sie zu viel getrunken, dann habe ich es sofort bemerkt und versucht so wenig Probleme wie möglich zu machen. Aber ich habe mich zurück gezogen in den Momenten und das passte ihr nicht, weil sie in Selbstmitleid baden wollte und ich sie nur halbherzig tröstete. Dann hat sie mir gesagt wie kalt ich bin und viele andere Dinge, dann tat es ihr Leid und am nächsten Tag (ohne Erinnerungen) hat sie versucht wieder die liebe Mutter zu sein. Und dann ging das ganze bald wieder von vorne los.

    Auch wenn es sich hier nicht so anhört, aber ich arbeite an meiner Selbstliebe und auch daran, dass ich nicht immer alles mache und tue. Aber es ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.

    Ist da die Liebe oder sind da schöne Momente?

    Keine Ahnung. Wir waren vor Ewigkeiten schon einmal getrennt und nach einem halben Jahr habe ich ihn wieder in mein Leben gelassen, da er an sich gearbeitet hat (Thema Alkohol war damals für mich nicht im Vordergrund, weil es andere Baustellen gab und wir uns nur am WE gesehen haben) und mich das gleiche gefragt. Ist es Liebe oder Gewohnheit? Ich muss nachdenken.

    Danke für die Denkanstöße von euch <3

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo ihr Lieben,

    Danke für deine Worte BuyMyselfFlowers. Ich habe mir das danach auch gleich zu Herzen genommen und etwas mehr interagiert und auch mal meinen Senf bei anderen dazugegeben. Zuletzt habe ich dann aber nur noch gelesen, weil ich irgendwie nicht mehr konnte.

    Ich habe kurz wieder gehofft bzw. einfach ausgeharrt und mich einer Illusion hingegeben. Ich weiß das alles eigentlich. Und das Wort "eigentlich" nervt.

    Das "blöde" ist ja, das er auch meistens ganz lieb ist und derzeit viel im Haushalt macht und da meine, seine, unsere Liebe ist. Andernfalls wäre es für mich vielleicht leichter. Wieder so ein doofes Wort "vielleicht". :D

    Ich war Wochenende kurz bei meinen Eltern zum Kaffee und meine Mutter fragte gleich wie es mir geht. Ich sehe so müde aus. Kurz vorher habe ich im Keller wieder eine leere Kiste gesehen. Ich bin selten unten und habe versucht nichts zu kontrollieren und er war für die Verhältnisse normal. Nur im Hinterkopf war hin und wieder der Gedanke, hmm er kommt mir heute komisch vor, aber ich habe wieder nicht darauf gehört. Oder es nicht gewollt? Keine Ahnung. Jedenfalls fühlte sich nach der Kiste wieder alles so dumpf an. Man ist einfach traurig, müde und enttäuscht.

    Naja weg von ihm zu mir.

    Ich hatte neulich mein erstes Gespräch mit meiner Therapeutin. Erstmal sind nur 2 weitere Sitzungen geplant und da wird geschaut, ob es passt und ob sie mir helfen kann. Aber es war gut und auch sie hat gleich erkannt, dass ich gerade die Verantwortung auf ihn lege, damit ich nicht handeln muss. Also er soll noch Sache xy machen, damit ich handeln muss, weil es sonst ja noch ertragbar ist. Und ja sie hat recht.

    Naja gestern war es dann so, dass er lallent aus dem Keller kam. Ein Glas ging kaputt, ist natürlich nicht weiter schlimm. Also das kaputte Glas. Schlimm finde ich aber das Gerülpse, Geschnarche und die Fahne. Ich merke richtig, wie es bzw. er mich anekelt und dann fühle ich mich schlecht, weil ich diese Gedanken habe.

    Ich lese gerade auch die alten Faden von den "alten Hasen" hier und sehe, dass es ein Prozess ist und das macht mir auf jeden Fall Mut früher oder später ins Handeln zu kommen. Hoffentlich natürlich früher.

    Wochenende steht wieder mein Hobby an und darauf freue ich mich sehr. Das bringt mich immer auf andere Gedanken und ich kann da entspannen und ganz viel lachen.

    So viel zu dem aktuellen Stand.

    Liebe Grüße

    Pingu :)

    Hallo Laura,

    ich kenne das, was du beschreibst sehr gut. Wahrscheinlich schnarchte er gerade glücklich vor sich hin während in dir ein Sturm aus Gefühlen tobte. Bei mir waren und sind es Wut und Traurigkeit.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wohnt ihr noch nicht zusammen. Ich habe damals mal in einem nüchternen Moment angesprochen, dass es mir weh tut, wenn er betrunken zu mir kommt und ihm gesagt, dass ich ihn so nicht abhole/ reinlasse. Daran hat er sich dann auch gehalten und mir ging es besser. Allerdings habe ich damals nicht gedacht (oder denken wollen), dass mein Partner so ein großes Problem hat.

    Dein Partner sagt dir klipp und klar, dass er alkoholabhänig ist und daran nichts ändern will, aber lullt dich wieder damit ein, dich nicht verlieren zu wollen. In einem nüchternen Moment würde ich ihm sagen, dass Taten Konsequenzen haben. Du bist nicht für ihn verantwortlich. Und dass seine Sucht zwangsläufig zur Trennung führen wird. Als ich das ausgesprochen habe, fühlte ich mich schon erleichtert. So wurde diese Möglichkeit für mich realer.

    Ich denke in deinem Kopf arbeitet gerade viel.

    In den leider immer weniger nüchternen Momenten ist es der liebste Mensch

    Damit lässt sich keine gute Beziehung führen. Aber den Satz kenne ich gut, weil ich ihn auch oft benutzt habe.

    Ich habe mich emotional die letzten Monate immer mehr von meinem Partner distanziert. Den "Absprung" habe ich zwar auch noch nicht geschafft, aber ich konzentriere mich mehr auf mich und das tut mir gut und stärkt mich.

    Deshalb die Frage, was kannst du für dich tun? Wie wäre es mit einem Date mit dir selbst? Z. B. mit Duftkerzen einen schönen Film zu Hause schauen? Hast du Hobbys die dir gut tun oder kannst du Zeit mit Freunden verbringen?

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo Micaela,

    ich glaube auch das ist ganz normal. Wir Menschen neigen dazu alles immer wieder zu durchdenken und häufig auch dann in positiven Erinnerungen zu schwelgen. Und auch davon zu träumen. Ich verarbeite da auch vieles.

    Das ist auch okay. Leider musst du das jetzt aushalten und diese Gefühle fühlen (darin bin ich auch schlecht).

    Du kannst auch versuchen, dich mit einigen anderen Dingen etwas abzulenken. Vielleicht hilft dir ja der Beitrag mit dem Notfallkoffer für Cos?

    Wichtig ist aber dass du versuchst dir wieder bewusst zu machen, dass es aber langfristig richtig war und du nicht einknickst.

    Ich habe bei meiner letzten Trennung vor Jahren auch diese Träume gehabt und mir haben Hörbücher mit angenehmer Stimme geholfen. So konnte ich wenigstens ohne Gedanken an ihn und die Beziehung einschlafen. Und die Träume hörten irgendwann auf.

    Ich hoffe für dich, dass du bald wieder ruhig schlafen kannst.

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo in die Runde,

    nach Krankheit und Feiertagen wollte ich mich auch mal wieder melden. Seht es als Art Tagebuch, denn ich habe nicht wirklich was gemacht sondern nur existiert?

    Mir geht es ok. Ich bin körperlich da, aber emotional und geistig viel woanders. Es kommen deshalb hin und wieder Spitzen, aber die ignoriere ich derzeit gekonnt.

    Wir spielen wohl beide gerade das Spiel, wer es länger aushält mit dem anderen und der Beziehung.

    Ich habe hier viel gelesen, aber ich traue mich nicht außerhalb von Reaktionen/Emoticons zu interagieren, denn was ich kann ich anderen schon raten, wenn ich es doch selber nicht mache? :rolleyes:

    Meine beste Freundin war hier (wohnt weiter weg) und das war ein schöner Abend für mich und ich lese gerade eines der Bücher, die einige empfohlen haben "Familienkrankheit Alkoholismus". Es macht viel "Aha" in meinen Kopf, sowohl was meine Kindheit mit suchtkrankem Elternteil, als auch mein Jetzt mit süchtigem Partner betrifft.

    Ich versuche nicht zu kontrollieren, aber im Kopf weiß ich natürlich genau wie viel wann getrunken wurde, also klappt das eher semi gut.

    Weihnachten und Silvester wurde sich nach seinem Verständnis zusammengerissen. Es wurden auch andere Drogen von ihm konsumiert, "weil er das ja nur da machen konnte, weil es eben da war". Ich meinte vielleicht nimmt man sowas halt gar nicht? Aber das gab es nicht in seinem. Kosmos. Es war keine wilde Party, sondern ein Familienfest und der gute Mann ist auch keine 20 sondern 40. Naja demnach endete es im kühlen Streit und ich bin resigniert auf die Couch gegangen. Dann sind wir wieder zum Prozedere "totschweigen" übergegangen. Kommt mir alles bekannt vor von früher. Nicht konfrontieren, weil es noch zu bequem ist und zwischendurch ein Schimmer Hoffnung durchsickern will.

    Silvester habe ich mich richtig hübsch gemacht und hübsch gefühlt, weil ich dachte ich lasse mich ja sonst zu Hause so gehen und er ist vielleicht so, weil ich ja zugenommen habe. (ich weiß, dummer Gedanke, finde selbst raus;)). Er kam nach einiger Zeit wieder mit klappernem Beutel voll Bier, "damit er nachher meinem Vater etwas anbieten kann". Tja wir suchen uns beide Gründe für unsere Welt und damit sie ja so bleiben kann.

    Er kam den Tag auch zu mir und meinte sein bester Kumpel würde ihn unterstützen, wenn er aufhören würde zu trinken. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Hat er auch gemerkt, denn es war ja nur ein Scherz. Schließlich sind das seine letzten Biere für dieses Jahr. Haha witzig.. Selten so gelacht.

    Tja, da steh ich nun.

    Ich bin morgen mit Freunden verabredet und kann mal wieder meinem Hobby nachgehen.

    Liebe Grüße Pingu

    Es ist meine Wohnung. Ich glaube das habe ich eher bildlich gemeint. Emotional "gehe" ich bereits einige Wochen von ihm weg und ich glaube er merkt es auch. Das passiert eigentlich rückblickend seit Jahren immer mal wieder. Dadurch reißt er sich immer mal wieder Monate zusammen und versucht "kontrolliert" zu trinken. Und dann gehe ich wieder auf ihn zu. Ich weiß jetzt durch das Forum, dass es kontrolliertes trinken für Alkoholiker nicht gibt. Aber ich dachte sonst eben ich übertreibe, weil ich mit dem Wort Alkoholiker eben was anderes verstanden habe. Obwohl ja meine Mutter auch funktioniert hat und trotzdem trank.

    Die Liebe und Hoffnung hält mich gerade noch. Die Illusion gemeinsam eine Zukunft zu haben. Ich wanke gefühlt stündlich und bin immer mal wieder sehr klar, dann ist mir alles egal, denn das aushalten kenne ich ja schon seit meiner Kindheit sehr gut.

    Eigentlich sehr witzig. Ich habe früh für meine Eltern Verantwortung übernommen und habe das als Teenie immer als Kompliment verstanden, aber jetzt wünsche ich mir jemanden, der für mich einsteht? Einen Erwachsenen, der erwachsener ist als ich quasi.

    Ich habe aber schon angefangen mein Schweigen zu brechen. Meine direkten Arbeitskollegen und die engsten Freunde wissen Bescheid. Auch mit meinen Eltern habe ich kurz darüber gesprochen, dass ich am Ende bin.

    Ich habe auch gute Neuigkeiten, denn ich habe einen Termin für ein Erstgespräch beim Psychologen. Natürlich erst im nächsten Jahr, aber das gibt mir Hoffnung für mich zukünftig besser einstehen zu können.


    Was brauchst du, um die Entscheidung für dich und dein Leben zu treffen bzw was hält dich noch davon ab?

    Ich habe da nochmal drüber nachgedacht und muss weinen, als ich das hier schreibe. Ich glaube ich warte auf den "großen Knall". Dann kann ich ja nicht anders und muss, kann, darf gehen. Noch bin ich ja stark genug und halte das aus. Totaler Quatsch, ich weiß das.. Mein Herz muss dir Zeilen, die mein Verstand formuliert hat, glaube ich noch mal lesen und auch verstehen. Also, danke für die Frage ❤️

    Dankeschön fürs Aufnehmen 😊

    Ich denke in letzter Zeit viel nach und wenn ich in den Spiegel schaue, dann leuchten meine Augen nicht mehr. Das tut mir weh.

    Er war anfangs mein Anker und ich seiner. Ähnlicher familiärer Hintergrund. Beide aus Suchtfamilien und es war tröstlich nicht alleine zu sein und sich verstanden zu fühlen. Wir sahen uns hauptsächlich am Wochenende.

    Seit wir zusammen gezogen sind ging ich wie auf Zehenspitzen durch unsere Wohnung. Was könnte ihn aufregen, weil ich etwas nicht da hinräume, wo er es hin haben möchte? Meine Wohnung war immer mein Rückzugort und jetzt will ich manchmal nicht mehr nach Hause kommen.

    In dem Gespräch am Donnerstag, sagte er mir, dass er niemals trockener Alkoholiker werden wird. Und warf mir vor, dass ich das doch alles vorher wusste und warum ich jetzt so einen Aufriss mache. Dann war ich still, denn irgendwo hat er ja recht. Aber die Hoffnung war da, dass er sich ändert oder ich wollte glauben, dass er kein Alkoholiker ist? Keine Ahnung.

    Warum bin ich also noch da? Ich will irgendwann Mutter werden, aber ich will nicht, dass ein Kind, mein Kind, in einer Suchtfamilie aufwachsen muss. Ich "spiele" gerade irgendwie mit, weil ich gerade kein Kraft habe wieder darüber zu reden. Hobby macht mir kein Spaß und eigentlich will ich mich nur verkriechen.

    Liebe Grüße Pingu

    Hallo,

    Ich bin Pingu und Ich lese hier nun schon seit ein paar Tagen mit und habe jetzt den Mut gefunden, mich hier anzumelden.

    Ich bin Tochter einer ehemaligen alkoholabhänigen Mutter und seit ich 15 bin, bin ich mit meinem Freund zusammen, der eigentlich seit Beginn unserer Beziehung schon ein Alkoholproblem hat.

    Er und ich kommen aus ähnlichen Verhältnissen nur haben wir beide quasi unterschiedliche Richtungen eingeschlagen.

    Ich habe immer mal wieder über meine Probleme mit seinem Konsum gesprochen und dann schraubt er es eine Weile runter, aber wir sind eigentlich immer wieder am gleichen Punkt.

    Wir sind dieses Jahr zusammen gezogen, weil ich es mir gewünscht habe und wir bereits seit über 10 Jahren ein Paar sind. Und seitdem sehe, höre und rieche ich, dass er fast täglich Bier trinkt.

    Es ist nur Bier und manche Tage sind es nur 2 Stück, sagt er mir dann und dass er ja nicht aggressiv wird. Naja er wurde schon verbal ausfallend.. es belastet mich zunehmend.

    Letzte Woche war er wegen einer Erkältung krankgeschrieben und ich dachte dann "schön, so kann er dann ja nichts trinken, denn wir haben kein Bier hier". Dienstag kam ich nach einem langen anstrengenden Tag nach Hause. Und er wirkte betrunken. Ich fragte ihn, ob er Tabletten bekommen habe, die ihn so machen. Eigentlich eher im Spaß. Nach ca 20 min berichtete er von sich aus, dass er beim Saubermachen der Wohnung wohl etwas mit dem Bier übertrieben hätte.. Den Tag vorher habe er auch eins getrunken, aber morgen könne er ja nicht, weil ich da im Homeoffice arbeite. Ich sagte ihm dann, dass ich nicht seine Kontrolleurin bin und musste das erstmal verarbeiten.

    Er arbeitet auf dem Bau und sagte, dass er den Kasten Bier aus dem Transporter geholt hat. "Schließlich hat er den bezahlt und sein Kollege soll das nicht trinken, wenn er alleine ist." Er trinkt nun schon mittags auf der Arbeit Bier.

    Mittwoch also zu Hause gearbeitet und ich dachte mir ok, ich fahre jetzt zu meiner Mutter und rede mit ihr darüber und genieße dort ein Bad und dann werde ich ja sehen, ob er nach dem Gespräch gestern, die 2 Stunden nutzen würde. Hat er natürlich. War nur ein Bier und ich übertreibe jetzt total, bide mir was ein usw. Er reagierte sehr aggressiv. Er schlief auf der Couch und versuchte mir ein schlechtes Gewissen zu machen.

    Donnerstag blieb ich länger bei der Arbeit und fing auch früher an, weil ich ihn nicht sehen konnte. Freitag auch. Samstag haben wir geredet und für ihn scheint wieder alles gut zu sein. "Er weiß, dass er ein Problem hat, aber er braucht Zeit um auch was zu ändern" und ich weiß nicht, warum ich mir noch länger was versuche vorzumachen. Ich weiß doch eigentlich, dass es für mich nicht länger tragbar ist.

    Danke fürs Mitlesen bis hierhin und

    Liebe Grüße Pingu