Beiträge von Kazik

    Hey Leonie,

    ich freu mich richtig, dass Du Dich meldest! Und noch mehr freue ich mich für Dich, dass Du denn Klinikaufenthalt gut für Dich nutzen kannst.

    Ich fand Klinikaufenthalte auch immer anstrengend, vor allem weil ich da ja immer schon auf dem Zahnfleisch angekommen bin.:( Nicht die blendensten Voraussetzungen um voller Tatendrang mein innerstes um zu krempeln.;)

    Deshalb noch einmal von mir der Hinweis, setz Dich nicht zu sehr unter Druck, was die Zeit nach der Klinik angeht. Nimm mit, was für Dich passt. Probier einiges schon in der Klinik aus. Und dann schaust Du, wenn Du wieder draußen bist, wo Du stehst. Manches braucht seine Zeit, um sich zu setzen. Vielleicht stellst Du auch fest, dass Du ambulant noch Hilfe brauchst. Schritt für Schritt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    da ich in meinen Schritten oft zu schnell vorausdenke und annehme, dass alles sofort verstanden wird.

    Das mag jetzt etwas verwirrend klingen, aber das finde ich tatsächlich die größte Qualität Deiner Beiträge. Oder anders gesagt, gerade, wenn ich kopfmässig nicht so gut aufgestellt bin, würde mich das Wissen um die ganzen Schritte nur verwirren.;) So habe ich das komprimiert, kann mir vor allem, was das praktische angeht, mitnehmen, was für mich passt. Und das theoretische kann ich dann zusammenpuzzeln, wenn mein Kopf wieder besser funktioniert. LG Kazik

    Nun werde ich das weiter verfolgen.

    Hi Hartmut,

    aktuell bin ich nicht der Form dazu, aber mich würde sehr interessieren was dabei so rauskommt. Schon aus Eigeninteresse.;) Und vielleicht gibt es ja irgendeine Möglichkeit, sich darüber auszutauschen?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Hartmut und Ihr,

    zunächst einmal möchte ich Dir danken, dass Du Dir nach gestern noch einmal die Mühe gemacht hast zu erklären, was Du meinst. Das finde ich wichtig, weil Du viele Dinge geschrieben hast, die ich für mich praktisch, aber auch für das eigene Verständnis von meinen Depressionen mitnehmen konnte. Und auch für den Zusammenhang von meiner Alkoholsucht und meinen Depressionen konnte ich Dinge mitnehmen. Das war für mich gestern zunächst schwierig, weil ich mich aktuell in einer Depression befinde und die Zahnräder in meinem Kopf in Zeitlupe drehen. Außerdem bin ich dünnhäutig und fühle mich gerade von wirklich allem sehr leicht angegriffen. Aber wie geschrieben konnte ich gestern doch daran vorbeischauen und bin zu dem eben geschriebenen Schluss gekommen. Ich persönlich würde mir wünschen, dass Menschen, denen es ähnlich wie mir gegangen ist, sich das, was Du geschrieben hast, noch einmal anschauen. Es ist es wert.

    Aber ich wundere mich schon, was da alles hineininterpretiert wird. Einfach nur das das lesen, was tatsächlich dort steht, und nicht irgendwelche Dinge willkürlich hineininterpretieren, nur weil man sich selbst angegriffen fühlt.

    Es wurde nichts verboten, und selbst wenn du das für dich siehst, solltest du keine unnötigen Anschuldigungen aufstellen.

    Für mich persönlich erfordern Deine Beiträge öfters einen hohen Grad an Abstraktion und Abstand. Und beides habe ich nicht immer zur Verfügung. Ich stehe noch am Anfang meiner Abstinenz und befinde mich aktuell in einer Depression. Mein Abstand ist gefühlt diesbezüglich zero. Und manche Dinge, die Du schreibst, sind komplex, auch wenn sie Dir einfach erscheinen mögen. ;) Zudem verboten, ich habe es nicht so verstanden, dass Du in Deinen Beiträgen irgendetwas verboten hast.

    Wie war das bei dir, war dein Trinkverhalten auch mal ein Thema bei deiner Behandlung wegen deiner Depressionen? Und hat mein Psychologe auch recht damit, wenn er schreibt, dass es gewisse Mechanismen gibt, die sich auf eine Sucht auswirken oder ähnlich sind ? Hast du da Erfahrungen damit?

    Die ehrliche Antwort auf die erste Frage ist Nein. Diese Antwort mag hier in der SHG verwundern aber mein Trinkverhalten war "lediglich" ein weiteres selbstschädigendes Verhalten von mir, zu denen ich neige, wenn ich eine Depression habe oder depressiv bin. Ich spreche jetzt allerdings von den Jahrzehnten, wo ich nicht abhängig war. Als ich dann vor ca. neun Jahren begann ernsthaft zu trinken war mir allerdings schon klar, dass ich eine Sucht entwickeln werde und dass ich dieses selbstschädigende Verhalten nicht mehr kontrollieren oder "einfach" abstellen kann. Allerdings habe ich mich in dieser Zeit auch nicht speziell wegen meiner Depressionen in therapeutische Behandlung begeben. Ich habe in dieser Zeit eine Traumatherapie abgeschlossen. In der konnte ich einiges für mich erreichen. Hätte ich dort meine Sucht thematisieren sollen? Ja. Hätte ich dort trocken mehr für mich erreichen können? Ja.

    Ich bin analog zu dem funktionierenden Alkoholiker ein weitestgehend funktionierender Depressiver. Das ist für mich notwendig, weil ich versuche mich von meinen Depressionen nicht mehr aus dem Leben kegeln zu lassen als unbedingt nötig. Da bin ich stur, ich will leben.;)

    Und hat mein Psychologe auch recht damit, wenn er schreibt, dass es gewisse Mechanismen gibt, die sich auf eine Sucht auswirken oder ähnlich sind ? Hast du da Erfahrungen damit?

    Auf beide Fragen lautet meine laienhafte Antwort Ja. Und über meine eigenen Erfahrungen habe ich hier auch schon geschrieben. Zwei Beispiele. Alkohol beeinflusst Botenstoffe im Gehirn, die bei meiner Depression gestört sind. Die gleichen Verhaltensänderungen, die geeignet sind, um meine Depression zu bewältigen, sind geeignet, um meine Alkoholsucht zu stoppen. Und das ist kein Zufall, sondern zeigt mir, dass beide Krankheiten Gemeinsamkeiten haben.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hey Hartmut,

    ich habe mir das jetzt noch ein parmal durchgelesen und verstehe so langsam Deine Argumentation.

    Ich entschuldige mich auf jeden Fall schon einmal für das keine Ahnung.

    Ich habe mich persönlich angegriffen gefühlt, obwohl Du das überhaupt nicht getan hast.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Selbst bei schweren Depressionen bin ich nicht vollständig handlungsunfähig.

    Woher weißt Du das? Ernsthaft Hartmut, Du hast keine Ahnung was eine Depression mit einem machen kann. Meine Depressionen beeinflussen mein Fühlen, Denken und Handeln, wenn sie in full swing sind und dem kann ich manchmal nur wenig entgegensetzen und muss es manchmal nur aushalten. Es gibt keine Medikation, die schnell wirkt. Und selbst die beste psychotherapeutische intensive Akutbehandlung braucht meist eine ganze Zeit, bis ich wieder so weit wieder stabil bin.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Hartmut,

    ich vermute, dass Du das nicht schreiben würdest, wenn Du Dich in einer Depression befinden würdest.

    Es ist nichts grundsätzlich falsch an dem, was Du schreibst, aber Du schreibst es mit dem Mindset eines Gesunden.

    Zwar weiß ich was Depressionen sind, doch wenn ich sie ständig analysiere, lebe ich sie aus, anstatt einmal aktiv etwas zu unternehmen

    Depressionen sind eine Krankheit von mir, die lebe ich nicht freiwillig aus, sondern ich muss sie durchleben. Und sie dauern eben die Zeit, die sie dauern, da kann ich nur sehr wenig daran ändern. Zu Aktivität und Inaktivität. Wie geschrieben Du bist gesund, Du hast keine Ahnung wie es ist vor einer Aktivität zu verharren und so im Eimer zu sein das die einfachsten Dinge zu einer Mammutaufgabe werden. Und komm mir jetzt bitte nicht damit das das Entschuldigungen sind.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    hier noch einmal einige Praxistipps, die sich bei meinem Umfeld im Umgang mit mir und meinen Depressionen bewährt haben. Zunächst einmal die eigenen Grenzen kennen und beachten. Es ist mir überhaupt nicht geholfen, wenn plötzlich zwei Depressive da sitzen.;) Wenn es ernsthafte Bedenken gibt, dass ich zu instabil bin und keine Anstalten mache, um mir anders zu helfen oder anders helfen zu lassen. Direkt unmissverständlich ansprechen und darauf drängen, dass ich mir professionelle Hilfe hole. Ist mir aber bisher noch nie passiert. Einen praktischen Vorschlag machen. Lass uns nachher zusammen kochen. Hast Du Lust, einen Spaziergang zu machen? Etc. Meistens entwickelt sich aus so etwas dann auch noch weitere Dinge, die gerade hilfreich für mich sind. Manchmal aber auch gar nichts. In diesem Fall unter Beachtung der eigenen Grenzen möglichst nicht abschrecken lassen. Und ruhig immer mal wieder probieren. Entscheidend ist für mich, dass ich etwas mit anderen Menschen mache, weil mich das aus meiner Isolation bringt und ich gleichzeitig etwas tue, was mir hilft. Das ist für mich das eigentliche Problem daran, wenn Menschen mir gutgemeinte Ratschläge geben, die ich dann alleine umsetzen soll. Könnte ich sie alleine umsetzen, dann hätte ich keine Depression.;) Vielleicht hilft das ja anderen im Umgang mit anderen Depressiven weiter?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Alex und Ihr Mods,

    vielen Dank für die neue Startseite. Ich finde sie super.

    Leider bin ich selbst aktuell nicht so super aufgestellt, dass ich konstruktiv Vorschläge machen kann. Ich versuche das nachzuholen, wenn ich wieder in der Lage bin.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    hier ist ja was los.;)

    First things first. Mir geht es heute ganz okay und die Nacht war es auch. Ich kann die ganze Zeit meine notwendigen Aufgaben erledigen, ohne dass ich mich "gefühlt" überfordere. Das ist gut und heißt, dass es aktuell nicht weiter in den Keller geht und ich auf diesem Niveau stabil bin.

    Zu der obigen Diskussion. Mir ist seitdem ich hier bin niemand unangemessen gegenüber getreten, egal, ob es um meinen Alkoholismus oder meine Depressionen geht. Dafür bin ich sehr dankbar. Wenn mir Menschen hier etwas zu meinen Depressionen geschrieben haben, die erklärter Weise noch nie eine selber hatten, dann war das bis jetzt für mich stets in Ordnung. Sollte das einmal anders sein, bin ich groß genug, um mich zu melden.;)

    Und zum Schluss noch einmal an alle (besonders R/no), ich freue mich über Eure Beiträge. Zeigt es mir doch das Ihr an teilnehmt. Jede auf Ihre Weise. Daran ist für mich nichts Falsches oder gar böses. Und ich würde es bedauern, wenn Eine das denken würde.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Danke der Nachfrage, Wichtelmama.

    Heute geht es mir gut! Mal schauen, wie es weitergeht. Meine Depressionen sind leider immer ein wenig beratungsresistent, heißt die prüfen so ein Angebot auf Urlaub immer sehr genau.:roll:

    Aber ich achte so gut ich kann auf mich und letztendlich sind sie dann immer zumindest weitestgehend auf Urlaub gegangen. Das wird schon.

    Liebe Grüße Kazik

    Hi Wichtelmama,

    ich wollte Dir nur kurz schreiben, dass ich mich sehr für Dich freue, dass es für Dich und die Kinder bald in die neue Wohnung geht. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wirklich alles für Euch besser werden wird. Vielleicht noch ein Gedanke zu den Kindern, die Kindheit ist davon geprägt, dass Kinder lernen, mit der Welt, um sie herum klarzukommen. Und das können sie am besten, wenn Ihr direktes Umfeld in Ordnung ist und das war es jetzt durch den Vater überhaupt nicht. Deshalb haben sie jetzt die besten Voraussetzungen, weitestgehend ohne die negative Prägung des Vaters und dessen negativen Verhaltensweisen in Ihre Zukunft zu gehen. Ich drück Euch die Daumen, das alles gut wird.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Esteban,

    ich persönlich beschäftige mich nicht mit einem Rückfall. Das wäre für mich eine Hintertür. Ich beschäftige mich bewusst überhaupt nicht damit, wieder Alkohol zu trinken. Verschwendete Lebensenergie, die ich für andere Dinge brauche.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    heute geht es mir ein bisschen besser. Nacht war okay.

    Bono59 Medikamentös bin ich seit Jahrzehnten gut eingestellt. Sonst wäre ich jetzt schon eine Zeit richtig im Schacht.

    Kadett, danke für Deine guten Wünsche. Es dauert bei einer Depression leider immer die Zeit, die es dauert. Ich sorge so gut ich kann für mich und bin stabil trocken. Mehr kann ich nicht machen. Und was meine Trockenheit angeht, fühlt sich das stabil an. Ich weiß zu einhundert Prozent, dass Saufen gerade jetzt keine Option mehr ist und nie mehr sein wird.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich hab dich jetzt hoffentlich nicht schlecht drauf gebracht, das wollte ich auf jedenfall nicht, sorry...

    Hey R/no, mach Dir keinen Kopf. Wenn ich depressiv bin, dann ist das eine Krankheit wie unser Alkoholismus. Da trägst Du keine Schuld dran, wenn ich schlecht drauf bin. Mach einfach Dein Ding. Ich sag’ Dir schon Bescheid, wenn Du mir auf die Nerven gehst.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Und noch einmal zu Deiner Idee Deinem Freund den Kopf zurechtzurücken, was sein Alkoholkonsum angeht. Du hast mir erst vor einigen Tagen geschrieben, dass wir Frischlinge alle Kraft für uns selbst brauchen. Sorry, das ich gerade so ernst bin.

    LG

    Kazik