Beiträge von Kazik

    Hallo Ihr,

    ich komme gerade von meinem Termin bei meiner Hausärztin und habe mich Ihr mitgeteilt das ich Alkoliker bin, einen kalten Entzug gemacht habe und von jetzt an dauerhaft abstinent bleiben möchte. Das war gut.

    Da ich im Frühjahr diesen Jahres einen Checkup bei Ihr gemacht bei dem alles in Ordnung war, ist Ihre Einschätzung das organisch bei mir alles in Ordnung ist. Das ist gut.

    Für meine Magenprobleme habe ich eh schon ein Magenschutzmittel verschrieben bekommen, dessen Dosis jetzt für vier Wochen erhöht wird und dann schauen wir weiter. Bezüglich der Schlaflosigkeit/ Probleme hat Sie ähnlich wie Seeblume schrieb das dies eine Folge meiner Sauferei ist und das mit der Zeit besser wird und wir uns das von Termin zu Termin zukünftig anschauen. Medikamentös hat Sie nichts vorgeschlagen hätte ich aber auch nicht gewollt.

    Insgesamt war dies ein guter Termin, der mich erleichtert und mich beruhigt hat. Ich fühle mich bei Ihr gut aufgehoben.

    Zu dem Termin hat mich meine Beste Freundin begleitet, der ich am Samstag geschrieben hatte das ich Alkoholiker bin, das ich kalt entzogen habe und von jetzt an dauerhaft abstinent leben möchte. Sie selbst ist Alkoholabstinent. Von Ihr habe ich am selben Abend eine ganz tolle Nachricht zurückbekommen nach der Ich vor Rührung weinen musste. Sie hätte es eigentlich verdient hier veröffentlicht zu werden, was ich aber natürlich nicht machen werde.

    Gleich mache ich noch einen Termin mit der Suchtberatung aus und nachher bringe ich mit der gleichen Freundin eine Ladung Leergut weg.

    Insgesamt geht es mir gerade ganz gut und vielleicht schlafe ich heute Nacht ja auch ganz gut.

    Seeblick , danke für Deinen Hinweis bezüglich Depressionen. Ich bin zur Zeit nicht in therapeutischer Behandlung aber medikamentös okay eingestellt. Und ich würde mich aber sofort wieder in Behandlung begeben wenn die Depressionen zu schwierig werden. Ich habe damit inzwischen, wenn auch ungewollt, dreissig Jahre Erfahrung.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    zunächst einmal Danke für die Beiträge zu mir und die Hinweise das hilft.

    Heute geht es mir den dritten Tag besser. Heißt einige seelische (innere Unruhe, Angespanntheit,Gefühlschaos und Gedankenchaos) körperliche Symptome (Übelkeit, Schmerzen, Schwäche) werden besser. Das ist gut. Weil einige davon ziemlich unerträglich waren.

    Andere Symptome wie nicht schlafen können, Nachttagrhytmus und feste Struktur sind noch eine Großbaustelle. Allerdings kenne ich das auch Depressionszeiten und es wird besser weil ich zumindestens manchmal auch erschöpft gut schlafe.

    Soweit erstmal, ich gehe jetzt mal Einkaufen, dabei etwas Leergut wegbringen und danach in ein Fastfoodrestaurant.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Stern,

    danke für Deine Nachricht. Ich bin für heute langsam erschöpft und muss mir meine Kräfte ein wenig einteilen.

    Deshalb nur kurz. Ja mir ist bewusst das ich Alkoholiker bin und das bis zum Ende meines Lebens bleibe und das ich durch nur durch dauerhafte Abstinenz meinen Alkoholismus stoppen kann.

    Meine Wohnung und auch mein Keller ist alkoholfrei. Allerdings befindet sich in Beiden noch Leergut. Das will ich natürlich entsorgen aber dafür brauche ich auch etwas Unterstützung/Hilfe. Um diese zu bekommen werde ich mich an meine Freund*innen wenden denen ich mich aber vorher bezüglich meines Alkoholismus mitteilen möchte (auch wenn die meisten es im Grunde wissen). Aber ich möchte es Ihnen trotzdem noch einmal explizit sagen und auch das ich das Ziel habe von jetzt an abstinent zu leben.

    Ja, ich lese mich hier schon seit einigen Tagen ein und lerne. Und ich versuche mich Schritt für Schritt vor zu arbeiten und mich gleichzeitig nicht zu übernehmen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Ihr,

    mein Name hier ist Kazik, ich bin mänlich, 58 Jahre, alleinstehend und lebe alleine.

    Ich bin Alkoholiker. Das ist mir auf einer bestimmten Ebene meines Bewußtseins schon sehr lange klar. Aber eben klar wie klar und am Ende musste ich Erst so richtig in den Schacht fahren um an meinen jetzigen Punkt zu kommen. Und selbst dann hat es noch mindestens zwei Jahre gedauert bis es trotzdem es mir seelisch und körperlich hundeelend ging, ich erst an den Punkt kommen musste an dem es für mich mit dem trinken nicht mehr weiterging und ich auch nicht mehr wollte. Ich war am Ende.

    Mein Wunsch, Wille und Ziel ist von jetzt an Alkoholabstinent zu leben, deshalb habe ich mich jetzt hier angemeldet.

    Ich habe seit dem 10.12.2024 keinen Alkohol mehr getrunken und bei mir Zuhause einen kalten Entzug gemacht. Ich habe inzwischen hier gelesen das hier im Forum davon dringend abgeraten wird und dieses in keiner Weise unterstützt wird weil es lebensgefährlich ist. Das verstehe ich jetzt und würde dazu heute auch niemand raten. Aber ich war verzweifelt.

    Ich habe am 30.12. einen Termin bei meiner Hausärztin, die eine Zusatzausbildung für Suchtbehandlung hat und die mir auch meine Medikamente gegen meine Depressionen verschreibt. Sie weiß um meinen Alkoholkonsum was Art, Menge und Häufigkeit angeht und ich war auch "ehrlich". Bei dem Termin werde ich Ihr sagen das ich Alkoholiker bin und kalt entzogen habe und mich dann beraten lassen und auch ein Blutbild machen lassen. Was Sie mir ziemlich sicher auch von sich aus anordnen wird. Außerdem werde ich Sie darauf ansprechen ob wir für eine Zeit eine engere Taktung der Termine planen können, damit Sie im Bilde ist.

    Ich werde auch noch in diesem Jahr versuchen einen Termin bei der Suchtberatung zu vereinbaren, auch wenn dieser dann erst Anfang des Jahres ist.

    Der Zeitpunkt wann ich Alkoholiker geworden bin ist rückblickend eigentlich nicht relevant, weil ich seit dem den ersten Malen wo ich in der Jugend Alkohol getrunken habe ein riskantes Konsumverhalten habe. Heißt ich habe oft, häufig sehr viel getrunken. Eigentlich nie bis zum Vollrausch und dem völligen oder totalem Kontrollverlust. Aber ich bin eben auch oft nahe an diese "Grenze" gegangen. Filmrisse hatte auch fast nie und die nur zu Beginn meines Konsums. Mein Konsum in den letzten neun Jahren, nach zwei längeren Klinikaufenthalten (2005) wegen schweren Depressionen war, das ich wahlweise entweder 8 - 9 (0,5 L) Bier oder eine halbe bis zweidrittel Flasche Wodka oder Gin als Mischgetränk getrunken habe. Selten mehr aber auch fast nie weniger. Ich habe Abends zu Hause alleine getrunken. Im Schnitt habe ich jeden zweiten Abend getrunken, öfters auch jeden dritten Abend und fast nie an zwei aufeinanderfolgenden Abenden.

    Eine Sache möchte ich noch mitteilen weil diese eine Verbindung zu meiner Alkoholsucht hat. Aufgrund einer traumatischen Kindheit und Jugend in der ich durch meine Eltern körperlich und seelisch missbraucht (misshandelt) wurde habe ich über mindestens 30 Jahren eine (chronische) Krankheit entwickelt. Ich bin in den Worten meiner letzten Therapeutin ein Überlebender. Die Diagnose in meinen eigenen Worten lautet häufig wiederkehrende teils inneinander übergehende schwere depressive Episoden und eine Persönlichkeitsstörung. Ich habe (musste) mich deshalb schon mehrmals in unterschiedlichen Kliniken aufnehmen lassen. Meist akut. Ich habe auch zwei ambulante Therapien mit unterschiedlichen Ansätzen abgeschlossen. Plus einige ambulante Therapien die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht beendet habe. Aktuell bin ich nicht in ambulanter Behandlung bin aber medikamentös okay eingestellt und nehme meine Medikamente durchgängig regelmässig.

    Mir geht es im Moment sehr wechselhaft weil sowohl einige Symptome die nach dem Entzug aufgetreten sind noch nicht ganz abgeklungen sind und sich einige depressive Symptome wieder in den Vordergrund schieben. Die Symptome sind körperlich und seelisch. Aber heute geht es mir ganz gut. Und es fühlt sich ganz gut an mir das von der Seele geschrieben zu haben.

    Somit ist zunächst alles geschrieben, ausser das nicht alles geschrieben ist sonst hätte ich mich hier nicht angemeldet.

    Liebe Grüße

    Kazik