Beiträge von Lebenskuenstler

    Sehr unterschiedlich, was zum Aufhören führt. Ich wusste am Tag vorher noch nichts davon..

    Von mir gibt es das da:

    Lebenskuenstler
    7. Januar 2025 um 17:46

    Kannst Du lesen, wenn es Dich interessiert.

    Hi orangeblau,

    ich kann mir schon vorstellen, dass er einfach weiß, dass er nicht mit dem Trinken aufhören wird und dass eine Beziehung mit Dir so aber nicht glücklich werden wird. Egal, ob er nicht aufhören kann oder nicht aufhören will.

    Grenzüberschreitend wäre, wenn er Dir sagt, er will keine Beziehung, und Du ihn aber bearbeitest, dass Du es ohne ihn nicht aushältst. Anziehend oder nicht ist ja nicht alles, es müssen auch beide wollen.

    Positiv betrachtet könntest Du es als Herausforderung sehen, ihn Seins machen zu lassen und Dich von ihm zu lösen.

    LG LK

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man trinkend immer ganz viele Argumente findet, warum man trinken will oder muss.
    Obwohl ich das selbst alles durch habe, kann ich niemanden vom Aufhören oder Reduzieren überzeugen, der das selbst nicht will.

    Ne, ich hab keinen Rat außer denen, die Du schon gehört hast, mehr Abstand etc.

    Als meine Frau anfing, sich ernsthaft wegen meinem Konsum zu beschweren, habe ich einfach angefangen, auf dem Heimweg von der Arbeit einen halben Liter Schnaps zu trinken.
    Zu Hause sofort ein Bier aufgemacht und meine Fahne damit erklärt.
    Und wenn es darauf hin zum Streit kam, aus Trotz, weil es dann ja so blöde lief, erst recht gesoffen.

    Im Grunde ist er der liebevollste, empathischste junge Mann, der mir jemals begegnet ist. Das ganze Umfeld nimmt ihn so wahr.

    Ich glaube nicht, dass irgendein Mensch nur gute Seiten hat. Vielleicht traut er sich nüchtern nur nicht, sich unbeliebt zu machen, und unter Alk kommen die anderen Seiten erst raus. Vielleicht trinkt er sich Mut an, um sich so zu zeigen, wie er wirklich ist, da wäre er nicht der Erste, der das macht.

    Und auf jeden Fall ist er nicht hier, um sich Hilfe zu suchen. Und wie Du sagst, kann er sich ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen. da würde ich an Deiner Stelle mal davon ausgehen, dass er sich nicht ändern will und auch nicht ändern wird.

    Na ja, ich hab das früher auch nicht gesehen, dass ich zu viel gesoffen habe. Und ich habe auch nicht verstanden, was meine Frau für ein Problem damit hatte, dass ich getrunken habe.

    Ich glaube, dass Deine Vorstellung von einer glücklichen Familie eine Andere ist als Seine. In seiner Vorstellung gibt es Glück wahrscheinlich nur, wenn er dabei auch trinken kann. Ganz normale Trinkerdenke, sag ich mal.

    Ich seid doch eh schon im Scheidungsprozess. Da kannst Du sowieso nur gucken, wie Du Dich möglichst schadlos hältst.

    Abgesehen davon will ich ja keinen Kontaktabbruch. Er ist mein Kind und ich liebe ihn.

    Ich schätze, dann wirst Du weiter mit Deiner Verzweiflung leben müssen. Denn reinprügeln kannst Du ihm die Einsicht nicht.
    Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man das Gefühl hat, ohne Rausch ist das Leben sowieso was, bei dem nur der Henkel zum Wegwerfen fehlt. Mit mir war es auch sinnlos, darüber zu diskutieren. Ist halt so.

    Mit 21 muss er ja normalerweise nicht mehr machen, was Mami sagt.
    Lass ihn ziehen.

    Er muss selbst draufkommen. Und entweder er kommt drauf oder nicht.

    Meine Eltern und ich haben uns damals, ist Jahrzehnte her, nicht zuletzt wegen meinem Drogenkonsum so verstritten, das wir überhaupt nichts mehr miteinander zu tun haben wollten. Jeder gegen jeden.

    Damit hat meine Mutter nicht mehr mitgekriegt, was ich getrieben habe, und konnte sich ein neues Leben einrichten. Wäre das für Dich auch eine Option?

    Die Situation "Wir könnten doch mal ein Bierchen zusammen trinken" habe ich hin und wieder. Ich lerne auch öfter neue Leute kennen, die gar nichts von mir wissen, und der Spruch ist relativ üblich.

    Ich sag in der Regel, wenn es sonst passt, können wir machen, nur für mich gibt es Saft.
    Manchmal kommen dann Nachfragen, ob ich noch nie getrunken habe, die meisten Leute halten mich eher für einen Antialkoholiker als für einen Trockenen. Das liegt vielleicht an der Dauer und an meiner Ausstrahlung.
    Manche interessiert es wirklich, andere gar nicht.

    Und meine Erfahrung ist außerdem die, dass ich mit denen, die immer was trinken wollen, auf Dauer nicht mehr sehr viele Gemeinsamkeiten habe, und von daher ist es mir sowieso egal, was die von mir denken.

    Auf der anderen Seite denke ich wenn mann ihm machen lässt dann wird er ja bestätigt und es wird sich nie was ändern.

    Ich glaube, es ist Dir noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen, dass es völlig egal ist, was Du tust. Du hast keinerlei Einfluss darauf, ob er jemals zur Einsicht kommt.
    So, wie du ihn beschreibst, ist er noch Jahre davon entfernt, über das Aufhören ernsthaft nachzudenken.

    Ich habe die ersten Jahre meiner Trockenheit auch auf dem Land gewohnt und da habe ich mich ewig mit niemandem getroffen. War auch relativ egal, da wir zugezogen und sowieso Pendler waren. Mein Bedürfnis nach abendlicher Gesellschaft war da nicht so groß.

    Irgendwann bin ich genau deswegen in der benachbarten Großstadt in einen regionalen Selbsthilfeverein gegangen, wo in den Gruppen nicht nur Probleme gewälzt wurden, sondern es auch mal lustig war. Da wurde auch gefeiert, Gartenfeste, Weihnachtsfeier, Geburtstage. Und es waren alle nüchtern. Das Problem, das Du hast, haben ja mehrere.

    Inzwischen treffe ich mich auch mit anderen Leuten, die sowieso kaum trinken und bei meiner Anwesenheit nie.

    Moin,

    ich hatte eine ziemliche Anfangseuphorie und das war gut so, denn sie überzeugte mich davon, dass ich gerne nüchtern bin.

    Aber die Trockenheit löste längst nicht alle Probleme.
    Ich musste noch viel arbeiten und an meinem Leben ändern, bis ich nicht nur zufrieden trocken (damit meine ich, ich habe diese Entscheidung nie in Frage gestellt), sondern auch zufrieden mit meinem Leben war. Mehrere Jahre, falls Du mich fragst.

    Und trotzdem wäre das alles nicht möglich gewesen, wenn ich weiter gesoffen hätte. Erstens hätte ich das vermutlich gar nicht überlebt, und zweitens hätte ich vermutlich eine Menge Schnapsideen gehabt, was ich zur Lösung meiner Probleme anstelle.

    Fälle die richtigen Entscheidungen, damit meine ich die, mit denen Du leben kannst. Das wünsche ich Dir.

    LG LK

    Wir haben hier alle irgendwann aufgehört. Und jeder musste durch seinen Entzug durch.

    Wenn du zum Arzt oder in eine Entgiftung gehen würdest, würdest Du Medikamente kriegen, wenn der Entzug zu schlimm wird. Aber Deinen Hintern musst Du schon selbst bewegen.

    Was glaubst Du, was hier jemand machen könnte, wenn Du irgendeinen Krampfanfall oder so kriegst? Und glaubst Du ernsthaft, dass sich hier oder in einem anderen Forum jemand das Gejammer anhören will, wenn es Dir - wegen deiner eigenen Bequemlichkeit - dann im Entzug schlecht geht?

    Vielleicht hast du ja Glück und schaffst es alleine. Aber dazu wurden Dir ja auch die Möglichkeiten genannt. Komm wieder, wenn Du nach ner woche durch bist.

    ääh...zu meinem Verständnis. Sorry, bin ein bisschen geistig minderbemittelt. Bitte drüber hinwegsehen.

    Meinst Du, Du suchst ein Forum, in dem Du weitertrinken kannst und darüber philosophieren, wie schön es wäre, damit aufzuhören?

    Gibts an jeder besseren Kneipentheke. Da reden viele drüber, das es besser wäre, aufzuhören.

    Und wenn Du wirklich aufhören willst, bist Du hier genau richtig.