Hui da hast du ja ein ganz schönes Tempo hingelegt. Ihr seid 10 Monate zusammen, du kümmerst dich alleine um Haus und Kind und unterstützt ihn finanziell?
Warum genau machst du das? Er scheint ja dabei auch noch sehr schwierig zu sein. Klar im Entzug ist wahrscheinlich niemand besonders ausgeglichen, aber die Frau die gerade alles am laufen hält zu blockieren ist schon ein starkes Stück.Hast du dich mal gefragt warum du der einzige Mensch bist der ihm hilft?
Wo ist die Mutter der Tochter?
Die Mutter der Tochter gibt es nicht, respektive sie hatten noch nie wirklich Kontakt. Die Tochter war bis vor einigen Jahren selbst nicht bei ihm.
Und warum ich die einzige bin, die ihm hilft, weiss ich auch nicht. Bestimmt liegt das teilweise an seinem Charakter, aber nicht nur. Er hat auch eine schwierige Familie und eigentlich ist er derjenige, der immer alle unterstützen muss. Sein Bruder trinkt auch und versucht seit Jahren eine Therapie zu machen, wird aber immer wieder rückfällig und geht dann wieder in die Klinik. Er ist erst vor wenigen Wochen rausgekommen und sollte eigentlich auf die Tochter schauen, doch seit zwei Wochen trinkt er heimlich in seinem Zimmer. Die Mutter fordert auch mehr Unterstützung, als sie selber gibt und eigentlich musste mein Partner da immer alles zusammenhalten. Merkt man jetzt, weil er kanns gerade nicht und von seinen Leuten nimmt ihm das auch niemand ab.
Ist alles gerade nicht leicht und es ist, als wäre die Last der ganzen Welt auf meinen Schultern. Vielleicht wäre es für mich gesünder, die Beziehung zu beenden und auf mich zu schauen, aber das fühlt sich dann so an, als würde ich ihn im Stich lassen und so jemand bin ich eigentlich nicht.
Am Wochenende war er jetzt zuhause für 23 Stunden. Alkohol hat er keinen getrunken, aber glücklich war er auch nicht. Er hat Streit mit Kind und Bruder und ich konnte ihn auch nicht wirklich ablenken. Ich hoffe, die nächsten Wochen werden besser.