Sorry, hab wieder die Absätze vergessen ![]()
Beiträge von Deli
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Danke Euch für die Antworten.
Ich bin immer noch nicht weiter gekommen bzw. mir geht es von Tag zu Tag schlechter. Bin bei meiner Mutter, kann auch hier bleiben, es ist mein Haus nämlich eigentlich, da ist noch ein gemeinsamer Kredit auf dem Haus und bei einer Scheidung müsste ich ihn auszahlen (also finanziell steht mir das über dem Kopf bei meiner Entscheidung).
Ich habe einen festen Job und das würde alles bestimmt irgendwie gehen, aber momentan habe ich richtig eine Depression entwickelt, bin gelähmt, kann gar nichts machen oder tun, nix, es geht gar nichts. Er beschwört mich, dass ich jetzt ja gar nicht klar denken könne und erstmal die Depression weg müsse, bevor ich entscheide ob wir zusammen bleiben oder nicht. Er versteht auch nicht, wo jetzt urplötzlich nach all den Jahren mein Problem her kommt, er würde sich doch ändern wollen und wieso ich nie was gesagt hätte.
Mittlerweile habe ich Angst, einfach nur Verzweiflung und kann wirklich mich zu nix aufraffen und ich komme auch nicht weiter, ich weiß, die Gefühle müssen so sein, ist ja auch eine schreckliche Situation, aber dass es wirklich so schlimm sich anfühlt für mich, das hätte ich wirklich nicht erwartet. Ich kann mir weder vorstellen zurück zu gehen, noch jetzt hier zu bleiben und wenn ich dran denke, dass ich meine Sachen ja irgendwann dann holen müsste, dann schaff ich das nicht.
Allein die Vorstellung, was alles so oder so auf mich zukommt, das macht mich wahnsinnig fertig bzw. gelähmt ist das richtige Wort. Und ich würd ihm auch gern glauben können, dass es nicht wieder mehr wird, aber das kann ich auch nicht.
Ich hab auch Angst, dass ich jetzt voll abrutsche ohne ihn, total psychisch krank werde wegen dieser Situation und dann kann ich ja auch nicht weiter leben, das Haus dann verliere oder sonstwas alles, ich bin gerade absolut fix und fertig.
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Danke Momo
ist halt trotzdem so schwer für mich, es ist alles so ungewiss und ungewohnt, aber die Vorstellung wieder dort zu sein, wäre auch nichts für mich. Auch wie ich es dann sagen soll, wenn es wirklich um Trennung und Scheidung geht, das ist das schlimmste für mich, dieses endgültige irgendwie, wenn ich dann meine Sachen da hole und was da noch alles zu tun ist und seine Reaktion und wie das dann ist, allein zu sein, also wirklich und endgültig. Ich weiß aber ja schon, dass ich mir so keine Zukunft vorstellen kann, wie sie mal geplant war.Ist es eigentlich wirklich so, dass Alkoholiker immer zwangsläufig mehr trinken müssen mit der Zeit? Also kommt es immer dazu, dass sie z. B. immer irgendwann auf Korn umsteigen oder noch mehr Bier trinken werden? Weil bei meinem Mann ist es schon eher weniger geworden mit der Zeit, auch bevor ich da was gesagt hatte. Bzw. am Wochenende ist es gleich geblieben und in der Woche weniger (von ihm aus). Ich höre da immer so Aussagen von ihm, dass er dann ja schon längst viel mehr trinken müsse, aber dass er das ja selber gar nicht wollen würde und es klingt immer alles so logisch und nachvollziehbar und ehrlich gemeint.
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Hallo, ich bin wieder bei meiner Mutter untergeschlüpft, fühle mich hier soweit ganz wohl, ich konnte es bei meinem Mann nicht mehr aushalten, obwohl er wenig nur getrunken hat, sodass man es nicht merkt. Ich denke, ich kann ja letztlich gar nicht anders, als Abstand zu halten bzw. mich trennen, denn ich fühle irgendwie, auf die Dauer würde ich dann selber wieder mittrinken müssen oder aber immer dieses Unwohlsein zu verspüren, ob er trinkt oder mehr trinkt.
Ich hatte gedacht, es würde mich nicht stören, wenn er weniger trinkt, aber tut es doch bzw. scheint bei mir das Gefühl ja dann weg zu sein für ihn, sonst würd ich mich doch nicht so elend fühlen, oder ist das irgendwie zu erklären?
Es würde immer die Angst bleiben, darum kann das nicht funktionieren, das weiß ich auch, dennoch ist es so schlimm diese Situation, alles anders als es mal war und vollkommen ungewiss alles. Wie ist das denn mit diesen Selbsthilfegruppen, Caritas etc. oder AI-Anon, kann mir da jemand sagen, wie das so abläuft und ob mir das was bringen kann? Ich bin absolut überfordert wo ich mich überall melden soll und ich hab mit ihm ja bisher nur besprochen, dass ich Zeit brauche und Abstand um rauszufinden, was ich will.
Er denkt, ich liebe ihn womöglich nicht mehr, aber am Alkohol würde das ja nicht liegen können, da ich ja gesagt habe, ich könnte damit klar kommen, wenn er weniger trinkt und das würde er ja jetzt auch machen und würde für ihn nicht das Problem sein. Aber ich habe ja Angst, dass es mehr wird und das es vor allem mich zum trinken verleitet, was bisher aber nicht der Fall ist. Das versteht er nicht und es hört sich für ihn so an, als hätte ich alles geplant und der Alkohol hat damit nix zu tun bzw. nicht hauptsächlich.
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Hallo, da bin ich wieder, ich war jetzt kurze Zeit bei meiner Mutter, er versprach seinen Alkoholkonsum zu ändern, damit er mich damit unterstützt, weil ich kenne ihn ja seit eh und je, dass er was trinkt und er sagt, er braucht aber sein Feierabendbier und dieses könne er ja trinken, wenn ich schon im Bett bin, etc. etc. So bin ich dann wieder zurück, weil ich dachte, es geht so für mich, er sagte, ist ja auch nicht über die Zeit mehr geworden mit dem trinken sondern eh vorher schon weniger, ob ich das nicht bemerkt hätte. Aber er versteht es überhaupt nicht, dass er ein Problem damit hat, bzw. dieses möge schon sein, hat er gesagt, aber wieso ich nach all den Jahren plötzlich ein Problem damit hätte, ich kann das nicht beantworten. Ich gerate ja nicht in Versuchung, bzw. doch schon, da er quasi für mich ein Trigger ist, weil es immer so war, dass wir zusammen getrunken haben. Bisher will ich nichts trinken und irgendwie weiß ich aber, dass es so kommen würde, und ewig dieses Hin und Her an Gedanken. Ich hab jetzt bemerkt, es ist nicht nur, dass er weniger trinkt, er könnte sogar komplett aufhören wollen glaub ich und mein Gefühl würde sich nicht ändern. Ich habe aber Angst vor der Zukunft, wenn ich wieder zu meiner Mutter gehe für immer (das Haus gehört mir), wir wollten dahin ziehen zusammen und renovieren alles, dieses kann ich mir zur Zeit überhaupt nicht mehr vorstellen, aber auch nicht, wie ich das allein schaffen soll. Ich habe wirklich große große Angst vor alledem, weil ich so gelähmt bin zur Zeit, keine Kraft habe zu nichts. Ich wünschte mir, ich hätte einen Tag mal irgendwie Hoffnung. Ich habe mich schon an den Arzt gewandt, aber eine Psychotherapie ist nicht schnell zu finden, habe schon rumtelefoniert. Ich weiß nicht, wie wo anfangen, ich werde heute wieder zu meiner Mutter gehen um Abstand zu bekommen. Aber da häng ich auch nur rum und drehe durch. Ich verstehe auch nicht, dass er das nicht versteht. Ich hab ihm gesagt, ich hab mich dadurch entfremdet wohl über die Zeit, weil mir gar nichts mehr Freude macht mit ihm. Das versteht er nicht, er meint, dagegen müsse ich doch ankämpfen und und und, er würde ja schon so gut wie nichts mehr trinken und würde gerne wieder mehr mit mir unternehmen, aber ich merke, wie es für mich einfach nicht geht, zumindest zur Zeit und kann mir gar nichts vorstellen. Ich weiß nicht ob es von mir nur eine Phase ist, oder ob ich unterbewusst schon lange gemerkt habe, mich stört das alles nur noch.
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Ein Gespräch bei einer Suchtberatung kann auf jeden Fall sehr hilfreich sein. Mir hat es jedenfalls sehr gut getan, mal mit jemand unbeteiligten über alles reden zu können. Wirklich hilfreiche praktische Tipps gab es da nicht, wollte ich aber auch nicht, eher mit dem Umfang und der Kommunikation mit den Kindern.
Mir ist noch nicht ganz klar, was du wirklich willst. Willst du dich endgültig trennen oder erhoffst du dir, dass er sich durch die Trennung ändert und aufhört zu trinken?Danke schon mal an alle für die Antworten, ich muss gleich mal los und werde aber noch später hier weiter schreiben. Ich möchte dann eine endgültige Trennung, weil ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass er sich dauerhaft ändert, weil es für ihn seit eh und je dazu gehört zu trinken. Ich kenne ihn auch nur so, hab aber damals keinerlei Ahnung davon gehabt, dass es mehr wird mit der Zeit und das die Persönlichkeit sich ändern kann, all das wusste ich nicht. Für mich waren Alkoholiker auch immer die Leute mit dem Schnaps und den ganzen Tag trinken. Er würde wahrscheinlich nur aufhören, wenn ein Arzt ihm sagen würde, wenn du nicht aufhörst, dann stirbst Du demnächst und sein Arzt meinte mal, zwei Tage die Woche nichts trinken, es am Wochenende nicht nachholen, dann können sie "leben" oder so ähnlich. Aber das interessiert ihn ja auch nicht mehr. Da es aber schon mehr geworden ist, außer unter der Woche, stört es mich, insbesondere mit dem Wissen, dass es ja wirklich immer mehr werden wird oder könnte. Also die Angst, dass es mehr wird. Ich habe mich sonst sozial nicht abgekapselt, halt nur von von ihm zurückgezogen, anfangs ja wegen meiner eigenen Problematik, hab gedacht, kann mir doch schnurz sein, wie er mit seiner Gesundheit umgeht, wir verstehen uns ja ansonsten, dass ist das halt so. Aber nein, geht so auch nicht mehr für mich.
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Hallo Rennschnecke,
ich will es jetzt auch nicht sofort ansprechen, ich will nur anfangen irgendwie zu planen, wie es am besten funktioniert für mich. Ich weiß auch jetzt schon, dass ein Gespräch in der Hinsicht nichts bringt, also ich ihm natürlich nicht glauben würde, wenn er sagt, er ändert sich. Ich möchte auf jeden Fall erstmal dann auch Abstand haben und von dort aus dann sozusagen alles weitere bereden mit ihm, telefonisch oder per Mail oder wie auch immer. Ich halte es so hier auch noch aus, also er ist ja nicht gewalttätig sondern ganz normal, nur mich stört es für mein restliches Leben, ich kann mir das so echt nicht vorstellen, er trinkt abends, ist dann nicht betrunken, obwohl er es sein müsste und der Rattenschwanz, der sich daraus ergeben könnte, den will ich nicht. D. h. wenn er was getrunken hat, je nach Pegel, könnte man sich schon schnell mit dem streiten, wenn man wollte und das ist es, was ich ebenfalls nicht mehr will. Aber Zeit lassen kann ich mir damit um es vorzubereiten, ich bin seit ca. zwei Wochen überhaupt erst mit diesem Gedanken befasst, wirklich eine Trennung in Betracht zu ziehen. Vor zwei Wochen hat mich das zwar auch schon gestört, aber da hatte ich noch nie darüber nachgedacht, dass es wirklich am Ende ja immer schlimmer werden kann und damit auch noch schwieriger.
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Hallo Deli,
nur ganz kurz, da ich keine Co bin, aber da schrillen bei mir die Alarmglocken: Wenn du Angst hast, wie er reagiert, warum es jetzt schon ansprechen?
Wäre es nicht besser, die Trennung und alles, was daran hängt, besonders finanziell, erst mal in Ruhe vorzubereiten, bevor du es, am besten in Gegenwart einer vertrauten Person, ansprichst und durchziehst?
Oder was erhoffst Du Dir von dem Gespräch?
Hier gibt es viele Frauen in Deiner Situatiin, da werden sich bestimmt bald welche melden, die aus direkter Erfahrung etwas dazu sagen können.
Alles Gute und pass auf Dich auf!
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Hallo, vielen Dank für die Aufnahme.
Ich hätt die Möglichkeit zu einer räumlichen Trennung, kann zu meiner Mutter.
Mir gehts jetzt erstmal nur darum, wie ich das bloß durchziehen soll, weil ich momentan so extrem Angst vor dem Moment habe, wo ich das sage und wie es dann weiter geht, also das Gefühl, wenn es ausgesprochen worden ist, ich habe da so große Angst vor, es wird dann vielleicht befreiend sein, vielleicht aber auch nicht, es wird eine so schwere Zeit werden, davor hab ich so Angst. Ich denke nämlich, wenn ich das ausgesprochen hab und dann weg bin erstmal, je nachdem wie er dann halt reagiert, was ich eher so einschätze, dass er beleidigt ist oder wütend oder so, dann nagt das dann extrem an mir oder aber, wenn er ruhig reagiert oder verzweifelt oder so, dann werd ich die ganze Zeit dran denken, wie leid er mir tut und ob das alles wirklich so schlimm ist.
Und ich hab nur dieses Gedankenkreisen, wie die Reaktionen ausfallen und wie ich damit selber dann fertig werden soll. Das schlaucht mich jetzt so dermaßen, kann ich nicht beschreiben, es ist so ein fürchterliches Gefühl, man kann sich auf nix konzentrieren. Und ich denke, er wird sich nicht mal dann ändern, wenn ich ihn verlasse, das ist bei dem so manifestiert, er wird niemals einsehen können, dass das ein Problem sein soll und selbst wenn er sagen würde, er trinkt nix mehr und das einige Zeit tut, ich könnte ihm da nie wieder vertrauen, mir würde immer der Glaube fehlen, dass er das schafft, weil er ja sein Leben auch komplett ändern müsste und nicht einfach nur mal aufhört zu trinken. Dazu trinkt der wirklich schon zu lange und hat sich niemals belesen oder reflektiert dahingehend. Der versteckt es ja noch nicht mal und es ist für ihn das Normalste von der Welt. Ich weiß aber ja genau, wie er sich wohl fühlt, wenn man in der Sucht steckt, es geht nicht anders, man kann einfach nicht aufhören wenn man selber nicht will. Also zumindest war es bei mir ja so und ich wollte ja aufhören, ging aber trotzdem nicht per Knopfdruck.
Ich habe einfach von Tag zu Tag das probiert und wollte einfach mal zwei Wochen oder so schaffen und dann war nach diesen zwei Wochen alles so wunderbar, wollte nicht dann wieder auf Tag 0 zurück. Ist es eigentlich besser vorher noch eine Suchtberatung in Anspruch zu nehmen, also Angehörigen-Suchtberatung oder zum Hausarzt zu gehen und seine Probleme dort schildern, dass man irgendwie besser auf das Gespräch vorbereitet ist? Ist es besser sich schon auf einen konkreten Termin festzulegen oder aus der Situation heraus? Alleine das Gespräch und dann weggehen? Oder sollte da jemand dabei sein? Ich krieg Bauchschmerzen, wenn ich nur daran denke und wünschte mir, ich könnte das mal irgendwie kurz ausblenden und wieder fröhlich sein.
Er merkt wohl noch nichts von meiner gedrückten Stimmung, er rechnet jedenfalls schon gar nicht damit, dass ich über eine Trennung nachdenke, ich denke ja auch jetzt erst seit kurzem überhaupt darüber nach, weil ich wirklich der Meinung bin, er wird sich niemals ändern, aber ich kann mir auch schon vorstellen, wie ich mich dann fühlen würde, wenn es wirklich ausgesprochen ist und somit vorbei ist. Und er würd mir dann natürlich auch so unendlich leid tun, wenn er nicht grade mich hochkant aus der Bude wirft oder mich angeht, man kann es ja überhaupt nicht wissen, ich kann es nicht einschätzen, weil dann wäre seine "heile Welt" zerstört, da kann ich es absolut nicht einschätzen, wie er reagieren würde. Und ob dann bei mir gleich dieses Gefühl der Befreiung da wäre, das wird ja auch nicht sein, da wird ja auch erst mal Verzweiflung pur angesagt sein. Ich überlege auch, sollte ich es ihm unter der Woche nach Feierabend sagen, sodass er sich nicht betrinken kann, weil er nächsten Tag arbeiten muss? Oder aber am Wochenende, wenn er noch nichts getrunken hat? Allein die Vorstellung daran, da weiß ich wirklich nicht, ob ich das überhaupt wirklich durchziehe, je mehr ich die Situationsmöglichkeiten durchspiele, desto mehr sehe ich, dass ich es nicht schaffen werde allein. Da müsste schon ein Streit passieren, wo er wieder so ätzend ist und ich dann sage, dass ich erstmal gehe, dann fällts einem vielleicht leichter, aber das wird ja dann evtl. auch so kommen.
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Herzlich willkommen hier im Forum liebe Deli,
es wird sich demnächst ein Moderator um dich kümmern aber ich habe eine Frage. Als Alkoholikerin habe ich die Beschreibung deines eigenen Trinkverhaltens und des Effekts deiner Nüchternheit auf dein Seelenleben aufmerksam gelesen und mich gefragt ob du nicht in einer Doppelrolle hier bist. Was heißt eine ‚Flasche am Abend‘ bei deinem eigenen Konsum. Reden wir von einer Flasche Bier oder einer Flasche Wein?
Solltest du selbst eine Abhängigkeit haben und schon 9 Monate nüchtern sein, gratuliere ich dir herzlich, aber dann musst du dringend Abstand von deinem noch trinkenden Mann nehmen. Da geht es überhaupt nicht um ihn sondern um den Schutz deiner Nüchternheit.
Sich im Zimmer einsperren ist ja keine Dauerlösung. Aber das weißt du ja.
Hast du einen konkreten Plan für eine räumliche Trennung?Hallo Anna, 1 Flasche Wein oder Sekt waren es zum "Schluss". Bis ich einfach aufgehört hab, eigentlich wollte ich damals aber erst mal nur so aufhören, also nicht mit dem Vorhaben, nie wieder was zu trinken begonnen und es hat sich dann auch recht schnell ergeben, dass ich wirklich begeistert war und darum aber zu Anfang wirklich abends von ihm distanziert hab, also quasi, nicht eingesperrt oder so, halt mich nur um mich gekümmert und ihm das auch so gesagt, dass ich das halt deswegen jetzt mal so muss. Und es ist schon so lange so, dass ich nicht den Drang verspüre wieder damit anzufangen - gar nicht, ich hätte da wirklich absolut kein Verlangen danach. Und Bier etc. mag ich auch überhaupt gar nicht.
Denke auch nicht daran, was zu trinken, auch nicht Silvester oder so, nix. Ich für mich selber denke da rein gar nicht mehr dran, aber irgendwie komme denke ich jetzt halt daran, wie es weiter gehen soll, es hat mich vorher gar nicht interessiert, ob er jetzt trinkt oder nicht, weil für mich war wichtig, dass ich nix trinke. Und jetzt wo es mir so gut geht damit, stört mich schon, dass es bei ihm so weiter geht und ich komme so nicht weiter für immer und ewig, ich hab halt Angst mich zu trennen, darum drehen sich meine Gedanken jetzt nonstop (seit 2 Wochen, es kam total plötzlich, dass ich überhaupt so gedacht hab). Und jetzt geht es mir dadurch schlecht, weil ich die ganze Zeit überlege, wie ich das anstellen kann, weil der würde wahrscheinlich durchdrehen und ich lieb ihn ja auch noch. Ich wusste bisher nicht, dass sich das alles mit Alkoholikern so verhält, absolut nicht, hab hier gelesen und nun total die Panik, dass es bei ihm auch immer mehr und mehr wird und Absturz etc. pp.
Herzlich willkommen hier im Forum liebe Deli,
es wird sich demnächst ein Moderator um dich kümmern aber ich habe eine Frage. Als Alkoholikerin habe ich die Beschreibung deines eigenen Trinkverhaltens und des Effekts deiner Nüchternheit auf dein Seelenleben aufmerksam gelesen und mich gefragt ob du nicht in einer Doppelrolle hier bist. Was heißt eine ‚Flasche am Abend‘ bei deinem eigenen Konsum. Reden wir von einer Flasche Bier oder einer Flasche Wein?
Solltest du selbst eine Abhängigkeit haben und schon 9 Monate nüchtern sein, gratuliere ich dir herzlich, aber dann musst du dringend Abstand von deinem noch trinkenden Mann nehmen. Da geht es überhaupt nicht um ihn sondern um den Schutz deiner Nüchternheit.
Sich im Zimmer einsperren ist ja keine Dauerlösung. Aber das weißt du ja.
Hast du einen konkreten Plan für eine räumliche Trennung?Achso und ich hab mich nicht vor ihm verkrochen weil er ja was getrunken hat und ich nicht, sondern um eine andere Situation für mich zu schaffen sozusagen, weil wir halt sonst gemeinsam da gesessen und gequatscht haben (ich aber so oder so immer schon früher zu Bett bin). Also diese Gewohnheit zu durchbrechen und für mich was anderes angenehmes zu machen. Wie soll ich das beschreiben, ich hätte mich auch dann zurückgezogen, wenn er selber jetzt nix getrunken hätte am Abend. Es hat mich nicht verführt, wenn er sein Bier trinkt, weil ich es nicht mag.
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Hallo, möchte mich hier vorstellen, lese seit einiger Zeit hier im Forum.
Mein Mann (50) trinkt seit dem ich ihn überhaupt kenne (20 Jahre ca.) Bier, anfangs hab ich mir da gar nichts gedacht, es war auch eher weniger. Ist über die Jahre doch mehr geworden. Nach der Arbeit gleich ca. 2-3 Bier, dann am Wochenende pro Abend 6-8? Im Urlaub natürlich schon ab dem Nachmittag und dann halt so wie er lustig ist.
Tut es aber immer ab, als sei das gar nix, man merkts ihm auch so gesehen nicht an (außer am Geruch und das er dann halt je nachdem wie schnell getrunken wird, lauter und nerviger ist), mittlerweile hab ich mich auch schon extrem abgekapselt. Ich habe selber bis vor ca. 9 Monaten immer noch mitgetrunken, was sich dann langsam über Jahre auch gesteigert hatte bis zuletzt auf eine Flasche am Abend. Am Wochenende auch mal mehr. Ich hatte aber auch immer zwischendrin in der Woche Tage, wo ich nix getrunken hab, was mir mal leichter, mal schwerer fiel. Auf jeden Fall störte es mich so sehr und so lange, dass ich es irgendwie geschafft hab jetzt 9 Monate nichts zu trinken und er macht aber damit weiter.
Da ich mein Problem erstmal als das angesehen habe, was ich dringend bewältigen muss, hab ich mich halt immer abends verzogen ins Schlafzimmer und er hat sein Bier im Wohnzimmer getrunken. Mir war auch klar, dass er nicht damit mir zuliebe auch aufhören würde, weil er sieht bei sich (denke ich) wirklich kein Problem. Oder sieht eins und denkt sich aber, dass er das nicht zugeben will. Jedenfalls war mir das egal, hauptsache ich komme von dieser Trinkerei weg. Darum hab ich mich abgelenkt und versucht, diesen Situationen wo wir dann zusammen was trinken und zusammen so die Zeit verbringen, zu durchbrechen.
Erstmal halt irgendwie diese Gewohnheit anders zu gestalten, lesen, was leckeres Naschen am Abend anstatt eben Wein oder Sekt. Und jetzt benötige ich es halt gar nicht mehr und es verleitet mich jetzt auch nix dazu, damit anzufangen, obwohl es mir jetzt wieder nicht gut geht (weil mein Mann noch weiter trinkt). Also ich war die letzten Monate richtig glücklich, weil es mir so gut damit ging und ich mich so fit, ausgeschlafen und fröhlich fühlte. Das mein Mann weiter trank, hat mich nicht so gestört, ich dachte, ist seine Entscheidung und seine Gesundheit. Ist es ja auch. Aber in den letzten zwei Wochen ist das irgendwie über mich reingebrochen: Es stört mich so sehr, dass er trinkt, weil ich mir das auf die Dauer mit ihm halt so nicht vorstellen kann und ich auch gelesen habe, dass es früher oder später immer abwärts geht (was ich noch nicht wusste, dass es wirklich auch Persönlichkeitsveränderungen geben kann etc.).
Und seit dem Tag grübele ich ununterbrochen, was ich tun soll, also Trennung muss wohl früher oder später sein, aber ich hab so Angst davor. Ich weiß nicht wie, weil ich ja nicht weiß, wie er reagieren wird, absolut keine Ahnung, er wird ja nicht sagen, achso, ja gut, tschüss. Ich hab einfach Angst, wenn ich es ausspreche, was passiert, wird es eskalieren, wird es ihm egal sein, keine Ahnung. Ich weiss nicht, wie ich mich darauf vorbereiten kann, sodass ich dann gleich wohin gehen könnte. Ich würde dann wirklich wollen, dass ich mit ihm da vernünftig drüber reden könnte, dann aber dennoch mich trennen zumindest erstmal räumlich unbedingt. Ein nasser Alkoholiker ist ja unberechenbar wie ich das gelesen habe hier. Er ist zwar so noch nie gewalttätig geworden oder aber seine Art, wenn er ca. 6, 7, 8 Bier intus hat, ist auch nicht so mein Fall. Ich würde natürlich mit ihm reden, wenn er nüchtern ist, also nach der Arbeit, aber dann kommt ja das irgendwann das Wochenende, wer weiß wie er dann tickt, wenn er sich dann aus Frust volllaufen lässt und ich bin dann noch nicht weg. Bitte um Hilfe, wie ich das angehen kann.