Beiträge von Ino

    Liebe releasme,

    Ich kann mich den anderen Vorrednern nur anschließen.
    Deine Gefühle kann ich nachvollziehen. Alles was du beschreibst, war auf der Agenda meines Mannes.
    Diese Wesensänderung, die Verantwortung abwälzen und leugnen, Verheimlichen und täuschen.
    Und am Ende - Ich war und bin die Böse,

    Meinerseits an der Stelle ein klares „Nein“. Den Schuh zieheп wir uns, bitte, nicht an. Der Alkoholiker hat eine andere Realität, die Aktionen sind dem Bedürfnis unterworfen weiter trinken zu können. Du und deine Anforderungen, deine Änderungswünsche- das passt nicht in dem Schemata.
    Nimm dir die Zeit, um die Ereignisse zu verdauen und Kraft, um die Situation zu akzeptieren. Es gibt keine normale Logik in dem was passiert, die Suchtkrankheit tickt anders. Du hast gar nichts falsch gemacht oder gedacht. Dieses Gefühl der Ohnmacht kann dir keiner abnehmen, fühl dich gedrückt ❤️

    Liebe Krümel,

    Wenn ein Mann/ eine Frau nicht (mehr) bereit ist, die Prioritäten so zu setzen, dass die Ehe und die Kinder in einem gesunden Umfeld sich bewegen, dann geht es um die Entscheidung des Partners ob er das akzeptieren möchte oder nicht. Und da sind wir wieder bei der eigenen Entscheidung, möchten wir so leben, und Kindern in kranken Verhältnissen aufwachsen lassen. Ich persönlich möchte kein Kollateralschaden sein.
    Ich fühle mich oft kraftlos und innerlich leer, enttäuscht und wütend. Die Entscheidung zu gehen ist verbunden mit einer Verabschiedung von geträumten Zukunftsvisionen und Plänen. Alles ist anders und diese Umstellung ist echt herausfordernd.
    Ich denke, es ist der richtige Weg, auch wenn es weh tut. Mann muss einfach durch.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Josy,

    Ich gönne es euch vom ganzen Herzen, dass dein Partner den Kurs ins positive wechselt.
    Meine persönliche Erfahrung ist geprägt von mehreren solchen Situationen, in welchen ich meinen Mann als einsichtig und motiviert für Veränderung erlebt habe. Auch jetzt, er trinkt seit einiger Zeit nicht. Mir ist jedoch, für mich und mein Kind, zu riskant (mir fällt gerade kein passendes Wort ein) erneut Hoffnung zu schöpfen und später wieder die Scherben sammeln zu dürfen.

    Liebe Grüße Ino

    Ich kann mich nur anschließen, es macht irgendwie gleichzeitig fassungslos, traurig, wütend und es verwirrt, wenn der Partner sich für ein zerstörerisches Lebensstil entscheidet. Von vielen Alkoholikern höre ich hierzu - nimm es nicht persönlich, es ist nicht gegen dich. Ich akzeptiere diese Argumentation schwer, da ich doch glaube, daran kann man arbeiten und es sein lassen. Es gibt Leute hier im Forum, welche es schaffen! Dann ist es doch eine Entscheidung, oder nicht?!
    Diese Gedanken vergiften mich. Deswegen versuche ich seinen Weg zu akzeptieren. Es gibt keine Gewinner, auch wenn ich mobilisiert bin und aussteige. Es wird vermutlich „lediglich“ dadurch der eigene Absturz verhindert, und die womögliche Rettung der Kinder angesteuert. Es ist sehr traurig.

    Liebe Josy,

    Ich bin mir sicher, dass wenn du es schaffst, nach Hilfe zu fragen und diese zu akzeptieren, überrascht sein wirst, wieviel Hilfe entgegen kommt. Es ist nicht angenehm, ich hatte auch gewaltige Probleme überhaupt zu sagen, dass es mir schlecht geht und habe est neulich angefangen, um Hilfe zu bitten. War überwältigt, was für positive Reaktionen ich erleben durfte, und ich bekam nicht nur Trostworte, sondern tatsächliche Unterstützung.

    Liebe Josi,

    Die Schwangerschaft ist eine sehr wichtige Zeit für das Baby, es nimmt Stress wahr und das kann es prägen. Du als werdende Mutter brauchst Ruhe und Konzentration auf dich und dein Bäuchlein. Und das sind keine Luxusgedanken, glaub mir. Ich hatte viel Stress in meiner Schwangerschaft und hab ein Baby dadurch verloren, ich war schwanger mit Zwillingen. Das zweite Baby hat es überlebt. Mit diesen Worten möchte ich nicht erschrecken, sondern darauf hinweisen, dass du und das Baby das Wichtigste seid ❤️ Und du wirst es sehen, das Muttersein verleiht Flügel und Kräfte, die du in dir hast und eventuell noch nicht richtig wahrnehmen kannst, weil du dich mit den Problemen des Vaters mental beschäftigst

    Ganz liebe Grüße und sei mutig, das Leben ist schön. Es kommt etwas grossartiges auf dich zu, lass es nur zu.



    Guten Morgen Releaseme

    Aber das Loslassen des Mannes, der er einmal war ist so schwer.

    Ja, das ist es. Das kenne ich, genau diese Gedanken hatten mich u.a. gebremst zu handeln. Hier kannst du nichts machen, außer zu akzeptieren, dass die Verlustschmerzen dazu gehören.

    letztens ist aus einem Nichts ein Riesenstreit geworden

    das kenne ich auch. Streit aus dem Nichts. Diese Ausbrüche haben meine Tochter verunsichert. Bei mir kam oft die letzten Jahre eine enorme Wut hoch, wenn es soweit war. Und dabei hatte mein noch Ehemann mir Vorwürfe gemacht, dass ich seine Anliegen nicht ernst nehme. Hier lag er tatsächlich richtig. Ich konnte ihn nicht in seiner Streitsucht validieren.

    wenn ich mit den Kindern wirklich gehe, dann kann er sich sofort umbringen, weil er dann niemanden mehr hat in seinem Leben

    Releaseme, sein Versäumnis, soll er sich die Gedanken machen warum er niemanden in seinem Leben hat. Steige aus der Manipulation aus und lass dich nicht beängstigen.

    Er denkt einfach nicht, dass wir wirklich gehen werden- denke ich.

    Es ist möglich. Mein noch Ehemann hat mir das nicht zugetraut. Oder die Konsequenzen waren ihm egal. Oder sogar noch besser - wenn ich weg bin, moniert keiner.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Morgenrot,

    Dankeschön. Tatsächlich überfordere ich mich manchmal, muss lernen die Rastpunkte zu nutzen, und einzuplanen.
    Ich bin noch wie ein Baby diesbezüglich, habe immer gut funktioniert, ohne Rücksicht wirklich auf mich zu nehmen. Jetzt probiere ich es, um mache meine Babyschritte.

    Liebe Grüße Ino

    Dankeschön Sonnenschein,

    Das mit den Projekten kenne ich! Rein in das Tun. Mache ich eigentlich permanent. Habe uns ein Zelt gekauft, davor waren wir in Italien, um Legenden-Ortschaften zu besichtigen. Jetzt ist der Schrank dran, muss repariert werden. Habe eine zweite Wohnung gemietet, meine erste gebe ich nicht auf. Wenn er später raus MUSS, ist diese wieder nur für mich (Ende nächste Woche hab ich nochmal Termin mit dem Anwalt hierzu) Die zweite Wohnung ist noch leer, also muss dort auch gewerkelt werden.
    Weißt du, ich bin glücklich, dass ich nicht im Kopf irre, ob ich das richtige mache. Genug ist genug.
    Ich sehe das ganze so - am Ende der Straße will ich hin. Kann nicht fliegen, also muss ich laufen. Alles was unterwegs ist, bis zum Ende der Straße, muss ich managen. Und das macht alles erträglicher.

    Liebe Sonnenschein,

    Du hat gekämpft und Kräfte mobilisiert, welche du dir selbst vielleicht davor nicht zugetraut hast. Das hat mit deinem persönlichen Wachstum zu tun, und bleibt dir wie ein Schatz in der Kiste.
    Ja, das ist eine andere Realität wie diese deines Ehemannes. Er braucht (vermutlich) etwas und jemand, um sich dahinter verstecken zu können, um je die Verantwortung nicht übernehmen zu müssen. Dass du das nicht mehr akzeptierst, ärgert und macht wütend.
    Eine dicke Umarmung Ino

    Guten Morgen ☀️

    Ich habe gestern eine Sitzung gehabt mit meiner Therapeutin. Sie gab mir Feedback, sie sei imponiert wie gut mich mich um die „Sachen“ kümmere und darum, mit meiner Tochter eine gute Beziehung zu haben. Da hab ich sie gefragt, was ich machen kann um mich nicht so oft verloren zu fühlen. Einen Plan zu haben, meinte sie, wäre gut. Wenn ich spüre, ich verliere meine Balance, die Liste rausholen mit den Punkten, welche ich zu erledigen habe - mich umarmen, einen Tee machen, eine Freundin anrufen… Das hat mich an dem Notfallkoffer in diesem Forum erinnert. Dadurch ist mir erneut klar geworden, wie wichtig dieses Forum hier eigentlich ist und wieviel mir dadurch geholfen wurde, lesen und schreiben zu dürfen.
    Meine Reise fühlt sich oft sehr anstrengend und teilweise frage ich mich, wo und wann werde ich ankommen? Was macht das ganze mit mir, welche Version meines Ich werde ich dann sein?
    Viel ❤️ euch allen, und ein schönes Wochenende

    Hallo hiiumaa,

    Ich schließe mich Sonnenschein CoA an. Irgendwann ist genug genug.
    Welches standing hat man vor anderen, wenn man keine Wertschätzung gegenüber sich selbst zeigt. Es klingt eventuell hart, ist jedoch meine ehrliche Meinung ( sage zu mir den selben Satz, immer wieder).Und in deinem Fall hat derjenige NPD.
    Ich würde mir diese Person nicht noch mal in meinem Leben holen.

    Liebe Grüße Ino

    Guten Morgen Simsalabim,

    Wie es aus den Beispielen von Sonnenschein CoA und Wichtelmama ersichtlich ist, geht es bei dem Thema Schuldumkehr weniger darum, dass dem Süchtigen eine Schuld gegeben wird. Vielmehr geht es darum, wie der Süchtige sein Fehlverhalten auf dem Co projiziert.
    Beispiel aus meinem Leben: mein noch Ehemann wollte zu Hause einen kalten Entzug machen. Ich war damit nicht einverstanden, er sollte m.E. zum Arzt gehen. Dann hat er gemeint, ich sei nicht motiviert, dass er mit dem Trinken aufhört. Somit ist er sauer auf mich gewesen, ausgegangen und getrunken.

    Liebe Grüße Ino