Beiträge von Ino

    Hallo Simsalabim,

    Genau um das Manipulative ging es mir in meinem Text, Sonnenschein CoA hat es gut beschrieben. Und dazu folgende Gedanken habe ich, muss sie loswerden:
    Ich fühle mich legitim zu erwarten, dass mein Partner sich seinen Problemen stellt. Wenn derjenige sich nicht darum kümmert, sehe ich meine Enttäuschung als ein reaktives Verhalten auf ein Fehlverhalten. Weil mein noch Ehemann ein Alkoholiker (krank) ist, macht das seine Handlungen nicht weniger schlimm in dem Ergebnis,

    Hallo Simsalabim,

    Ich kenne Paare, ohne Suchtproblematik in der Beziehung/ Ehe, welche ebenso Streit-Themen haben: was wurde versprochen, was wurde „ausgehandelt“, warum bricht der eine Partner die Regeln ab, etc. Und ich hab noch nicht ansatzweise mal gehört, dass einer der Partner sagt „dein Problem, dass du mit meiner Geldverschwendung (z.B) nicht zurecht kommst und trotzdem bleibst, du kannst ja gehen“. Das ist ja Schuldumkehr der feinsten Sorte.

    Ansonsten bin ich einverstanden mit der Idee, dass es keinen Sinn macht, einen toten Pferd reiten zu wollen. Und dass der Ausstieg der bessere Weg ist.

    Liebe Grüße Ino

    Guten Morgen,

    Ich glaube, dieses Dilemma zwischen bleiben und gehen bleibt kaum einem erspart. Und diese Zerrissenheit kosten an sich auch viel Kraft und blockiert erfolgreich. Retrospektiv betrachtet, gab es bei mir viele kleine und große Momente mit „ich gehe Potenzial“ welche ich negligiert habe. Eventuell war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit die Situation zu akzeptieren, und habe der Hoffnung einen sehr großen Raum gestattet. Dann gab es Momente, welche eine andere Qualität der Zerstörung/ Grenzüberschreitung hatten und dort bekam ich das Gefühl, ich habe keine andere Wahl als Schluss zu machen, mit all den Konsequenzen. Wenn Kinder im Spiel sind, geht es auch um deren psychische Gesundheit, wir als Vorbild etc.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Cocoolee19,

    Ich kann dir lediglich meine Gedanken und Erfahrung sagen.
    Die Situation mit dem Alkoholproblem ist nicht statisch, wenn nicht im Stillstand gebracht. Metaphorisch ausgedrückt: morgen ist schlimmer als heute, übermorgen schlimmer als morgen. D.h. - du stehst dann nur vor der Frage, wann du dein Lebensstandard verlierst, nicht ob das passiert. Es klingt eventuell sehr hart formulier, aber wer gibt dir die Garantie, dass es bei nur 2 Wochen im Jahr bleiben wird?
    Heute hast du vielleicht mehr Kraft und Energie die Situation in Griff alleine zu bekommen, als später wenn du ausgelaugter bist und vor einem Berg Problemen stehst, im Vergleich zu dem heutigen Tag.

    Liebe Grüße Ino

    Die psychische Gewalt ist schwer zu beweisen. Mein Anwalt hat gemeint, auch wenn ich z.B. eine Ohrfeige bekäme, und es dabei bleibt, würde kein Gericht mein Mann rausschmeissen.
    Es gibt eine riesige Kluft zwischen Recht und Gerechtigkeit, und dass ich nicht vorstellbar bevor man es nicht auf der eigenen Haut erlebt.

    Liebe Sonnenschein,

    Er verliert die Kontrolle über die Situation, daher handelt er emotional. Sammele alles an Nachrichten, er macht sich dadurch schwächer vor dem Gericht, sollte es soweit kommen.
    Ich musste Stromabschalten abwehren gestern, da meiner Mann die Briefe einsteckt und nicht bezahlt hat. Beweisen kann ich das nicht, jede Woche kommt etwas stressiges dazu und zährt an meinen Finanzen. Ihm ist es egal, ob das Kind Strom hat.
    Das sind Sachen, die haben nichts mehr mit gesunden Menschenverstand zu tun. Es fühl sich wie ein Krieg an,

    Probiere dich innerlich zu distanzieren, damit du deinen klaren Kopf behalten kannst. Hast du einen Anwalt?

    Guten Morgen liebe Sonnenschein,

    Schlimm, was bei euch passiert. Ich habe keinen guten Ratschlag gerade, wollte mich trotzdem mit einer virtuellen Umarmung bei dir melden. Schreib dir, bitte, alles auf. Das ist wichtig, wenn es gerichtliche Begegnungen gibt.
    Ich erlebe es selbst aktuell , dass ich permanent gestresst bin, da ich nicht weiß welche die nächste Aktion sein wird. Das ist ja kein Zustand, ein Zuhause muss sich sicher anfühlen.
    Was denken sich denn diese Menschen, so mit den eigenen Kindern und Ehepartner umzugehen!

    Ganz liebe Grüße Ino

    Hallo liebe Aliceinwonderland,

    Meine Beobachtung nach wird es mit der Zeit noch schlimmer, die Respektlosigkeit nimmt zu, irgendwann geht es ausschließlich darum zu kämpfen, nicht beleidigt zu werden. Nicht normale Verhaltensmuster sind Normalität . An der Stelle bin ich bereits der Überzeugung, dass viele von uns nicht wirklich realisieren worum es dabei geht und wie vorprogrammiert schlimm das ist. Wenn ich im Krieg wäre, würde ich nicht um den hübschen Pullover weinen, weil er ein Loch abbekommen hat. Ich würde rennen um mein Leben zu retten und der Pulli ist an der Stelle egal.
    Welche sind deine Wünsche für deine Gegenwart und deine Zukunft? Sind diese mit diesen Mann realistisch? Wenn nein, dann überlege es dir, was hindert dich etwas zu verändern, was konkret macht die Angst. Zerstückele die Themen in greifbaren Teilen und schau was du brauchst, um die einzelnen Themen zu bedienen. Mit dieser Vorgehensweise hast du kein Monster mehr vor dir, sondern ein Plan was zu tun ist.
    Ich bin mir sicher, du hast genug Wille darauszukommen!

    Liebe Grüße Ino

    Guten Morgen,

    Irgendwie wird es komplizierter.
    Über die aktuellen Verhältnisse mit meinem Mann hab ich bereits geschrieben- keine Kommunikation, somit kein Austausch. Jetzt, aus dem Nichts heraus, kommt er mit dem Satz „heute erfahre ich, ob ich einen bösartigen Krebs habe“.
    Ich habe mir so viel Mühe gegeben, die letzten Monate, mich emotional abzugrenzen und meinen Weg zu gehen.
    Dieser Satz erreicht mich schon und ich weiß nicht, was das mit mir macht. Musste es hier loswerden…


    Liebe Grüße Ino

    Liebe Hiiumaa,

    Ich glaube zutiefst, dass normale Erklärungen in eurer Situation schlicht und einfach fehl am Platz sind. Warum solltest du jemandem erklären müssen, dass Beleidigungen keine beziehungsfördernde Aktion sind? Hoffnung auf Einsicht - da bist du wieder in der Co Falle. Hoffnung auf Veränderung- Co Falle.
    Dazu kommt deine Info über seine NPD Diagnose - dann braucht er das letzte Wort und die Kontrolle. Keine Chance mit deinen Worten etwas produktives zu erreichen! Tu ihm diesen Gefallen nicht.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Hiiumaa,

    Warum rechtfertigst du dich in deiner Nachrichten, welche du ihm schickst? Gemeint hier ist deine Erklärung für dein Verhalten. Gehe raus aus der Opferrolle, gib ihm keine Brücke, welche er nutzt, um weiter verbal auffällig zu sein.

    Liebe Grüße Ino

    Ich habe mich erst neulich mit dem Thema beschäftigt. Ich habe kurzfristig eine therapeutische Unterstützung in Anspruch genommen. Der Dame habe ich meine Familiengeschichte erzählt, die Jahren ohne und die Jahren mit Alkohol. Sie hat mich aufmerksam darauf gemacht, dass aus ihrer Sicht gewisse Verhaltensmuster nicht ausschließlich dem Alkohol geschuldet sind. Dann fiel im Raum ein Satz „es hört sich an wie eine typische Beziehung zwischen einem Emphaten und einem Narzissten“
    Ich finde, das Thema Narzissmus wird sehr inflationär behandelt die letzten Jahre. Und ich bin kein Profi.
    Nun ist es auch wahr, der Satz und die tatsächlichen Paralelle haben mich sehr beunruhigt.

    Liebe Grüße Ino