Simsalabim - Raushexen... aus meiner Situation...

  • … liebe Aurora…


    Ja, es macht bei mir immer wieder „Klick“… und dann wieder „Klack“…

    … ich geh in mich… und schau, wen ich mir zu meiner Unterstützung außerhalb vom Forum noch finden kann…

    Grüßle, Simsalabim…😉

  • Hallo Simsalabim,

    Ich kenne Paare, ohne Suchtproblematik in der Beziehung/ Ehe, welche ebenso Streit-Themen haben: was wurde versprochen, was wurde „ausgehandelt“, warum bricht der eine Partner die Regeln ab, etc. Und ich hab noch nicht ansatzweise mal gehört, dass einer der Partner sagt „dein Problem, dass du mit meiner Geldverschwendung (z.B) nicht zurecht kommst und trotzdem bleibst, du kannst ja gehen“. Das ist ja Schuldumkehr der feinsten Sorte.

    Ansonsten bin ich einverstanden mit der Idee, dass es keinen Sinn macht, einen toten Pferd reiten zu wollen. Und dass der Ausstieg der bessere Weg ist.

    Liebe Grüße Ino

  • … 🧐interessant… du meinst, anders übersetzt, derjenige der meint, wenn du das anders willst als ich mich verhalte kannst ja gehen… der macht sich’s leicht incl Schuldumkehr…?! ?

    Kann man bei Alkoholismus/Familienkrankheit von Schuld sprechen…?!

    Danke für deinen Input…

  • du meinst, anders übersetzt, derjenige der meint, wenn du das anders willst als ich mich verhalte kannst ja gehen… der macht sich’s leicht incl Schuldumkehr…?! ?

    Hallo Simsalabim,

    genau so ist es in den meisten Fällen. Die wenigsten hier haben ihren Partner als Alkoholiker kennenlernt. Man heiratet doch nicht einen Kompromiss. Im Laufe der Jahre verändert man sich und dann scheitern Beziehungen eben, ganz klar. Doch bei der Thematik Alkohol sehe ich das ganz anders. Da spielen ganz viele Gefühle und Manipulationen eine Rolle. Da wird jemand nicht abgelehnt, sondern so benutzt, wie man ihn braucht.

  • Hallo Simsalabim,

    Genau um das Manipulative ging es mir in meinem Text, Sonnenschein CoA hat es gut beschrieben. Und dazu folgende Gedanken habe ich, muss sie loswerden:
    Ich fühle mich legitim zu erwarten, dass mein Partner sich seinen Problemen stellt. Wenn derjenige sich nicht darum kümmert, sehe ich meine Enttäuschung als ein reaktives Verhalten auf ein Fehlverhalten. Weil mein noch Ehemann ein Alkoholiker (krank) ist, macht das seine Handlungen nicht weniger schlimm in dem Ergebnis,

  • Guten Morgen Simsalabim,

    mach das.

    Das sind so kleine versteckte fiese Botschaften, die einen an der eigenen Wahrnehmung zweifeln lassen.

    Mein Noch-Mann hat mir vor ein paar Tagen offenbart, dass er seinen letzten Klinikaufenthalt vorzeitig beendet hat, weil er Sorge hatte, dass ich mir einen anderen Mann suche, wenn er so lange weg ist.

    Die Wahrheit ist, dass er sein Problem nicht ernsthaft angegangen ist, sondern weiter Drogen konsumiert und die Regeln gebrochen hat und somit aus der Klinik geflogen ist. Ich kenne ihn seit 23 Jahren und habe ihm nie Grund zur Eifersucht gegeben. Selbst jetzt in der Trennung währe ein neuer Partner das letzte auf meiner Liste.

    Aber so hat er die Schuld für sein Scheitern auf mich abgewälzt und muss sich nicht weiterhin eingestehen, dass er krank ist oder sich damit auseinandersetzen. „Schließlich macht er das ja nur, weil ich einen anderen Mann habe.“ so einfach funktioniert sowas.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag.

  • …Danke Sonnenschein…

    Ich bin gespannt was ich beobachte…

    Diese Erkenntniss wirft mich gerade vom kalten ins warme Becken und wieder zurück… 🙉 muss das echt sacken lassen…


    Dir auch einen angenehmen guten Dienstag… 😉🙏

    LG Simsalabim…

    Einmal editiert, zuletzt von Simsalabim (9. September 2025 um 07:38)

  • Hallo Simsalabim,

    Schuldumkehr, da kann ich dir auch ein Beispiel geben.
    Ich habe dem Mitbewohner bereits vor langer Zeit gesagt, dass ich ihn nicht mehr mitnehme wenn er offensichtlich besoffen ist.

    Wir wollten was mit den Kindern unternehmen und diese haben sich schon riesig gefreut. Leider war der Mitbewohner schon morgens so angetrunken, dass ich die ganze Aktion abgeblasen habe. Bin dann mit den Kindern alleine los(die Unternehmung musste aber leider ausfallen). Die Kinder waren natürlich super enttäuscht und haben geweint.

    Der Mitbewohner hat später angerufen und gefragt was jetzt los ist. Habe ihm gesagt, dass die Kinder enttäuscht sind und weinen, weil die Unternehmung nicht stattfindet.
    Von ihm kam dann:“ Na toll, das hast du ja wieder super hingekriegt!“.
    Null Einsicht seinerseits, ich war selbstverständlich die Schuldige.

    Liebe Grüße

  • Danke, Wichtelmama… für deinen Beitrag/Beschreibung…

    Irgendwie schafft mich diese Erkenntnis grad mächtig… und fühl mich erschöpft…

    Ja, das hatte ich irgendwann mal in unserer langjährigen Ehe gedacht mir gewünscht, dass man sich gemeinsam weiterentwickelt… und ungesunde Verhaltensweisen gemeinsam angeht… sich gegenseitig bestärkt und stützt…

    Ich konzentriere mich jetzt auf mein nächstes „to do“… und schalt mal die Kamera auf meinem Beobachtungsposten ein…😉

    Dir auch einen guten DienstTag… Grüßle, Simsalabim…🧙‍♀️

  • Guten Morgen Simsalabim,

    Wie es aus den Beispielen von Sonnenschein CoA und Wichtelmama ersichtlich ist, geht es bei dem Thema Schuldumkehr weniger darum, dass dem Süchtigen eine Schuld gegeben wird. Vielmehr geht es darum, wie der Süchtige sein Fehlverhalten auf dem Co projiziert.
    Beispiel aus meinem Leben: mein noch Ehemann wollte zu Hause einen kalten Entzug machen. Ich war damit nicht einverstanden, er sollte m.E. zum Arzt gehen. Dann hat er gemeint, ich sei nicht motiviert, dass er mit dem Trinken aufhört. Somit ist er sauer auf mich gewesen, ausgegangen und getrunken.

    Liebe Grüße Ino

  • Hallo Simsalabim,

    ich denke, es geht nicht darum, Schuld hin- und herzuschieben. Das bringt keinen weiter.

    In meinen Augen ist es eher wichtig, diese Manipulation zu erkennen und dazu zu nutzen, selbst in eine neue Handlung kommen zu können. Bei mir haben nämlich solche Aussagen meines ersten Mannes dazu geführt, dass ich mich schlecht und unzulänglich gefühlt habe. Eben schuldig. Und das hat mich dazu gebracht, noch mehr an mir zu " verbessern", mich " zusammenzureißen".

    Ich habe somit gegen mein Gefühl und meine eigene Wahrnehmung gehandelt. Und war wieder ein Stück mehr dabei, alles zusammenzuhalten und zu harmonisieren.

    Damit war das nach außen hin normale Familienbild soweit intakt, ER konnte in Ruhe weitertrinken. Ich glaube für meinen ersten Mann war irgendwie wichtig, dass nach außen alles toll aussah. Er seine Sucht zwar gespürt hat aber eben sagen konnte, funktioniert doch noch soweit. Das ist aber reine Spekulation, in seinen oder irgendeinen anderen Kopf kann ich nicht reingucken.

    Ich habe dadurch aber mehr und mehr Energie da reingesteckt. In eine aussichtslosen Sache. Wurde immer unglücklicher dabei, hilfloser. Ich hab nichts erreichen können von dem, was ich für mich und mein Leben haben wollte. Ich konnte aber nicht aufhören, weiterzumachen. Lange Jahre nicht. Aus vielen inneren Gründen.

    Simsalabim, du möchtest deinen Mann beobachten, auf solche manipulative Situation warten. Aber wäre es nicht besser, wenn du handelst? Pläne machst, wie es weitergehen kann, was du von deinem Leben noch erwartest? Abwarten ist passiv, Tun ist Tun.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • …liebe Aurora,

    ich habe Pläne, für mich, den großen Plan wie es mit mir und meinem Mann weitergeht geht noch nicht…


    Meine Beobachtungskamera ist auf Selfie eingestellt…

    Mein Name, Simsalabim, in Erweiterung mit hex hex… spricht für sich…


    Tief schnauf… und mich um meine heutigen To do‘s kümmern…


    Danke für euer aller Rückmeldungen…


    Grüßle, Simsalabim

  • Huhuhuuu,


    eine Frage nebenbei, mit 12 habe ich mitbekommen wie mein Bruder, 15, in die Alkoholsucht reingerutscht ist…

    Es war heftigst, ohne jegliche fremde Hilfe hat sich unsere damalige 6/5 köpfige Familie durchmanövriert… mehr schlecht als recht… es war heftigst…

    Mein Bruder ist vor 5 Jahren an den Folgen seines Alkoholkonsums mit 59 verstorben…😔

    Ich hatte eine Wand zu ihm aufgebaut, schon von Jugend an… 😔

    Wie gilt das einzuordnen, wenn Geschwister unter Alkgeschwister mit aufwachsen…?!?

    Meine Eltern hatten in unseren jungen Jahren meiner Meinung nach keinen problematischen Umgang mit Alkohol…

    Es gibt EKA, uns Co‘s und für solche Geschwisterkonstellationen…?!?

    Ach ja, als wassertrinkendes Kamel fühl ich mich einfach eher in der Wüste und in überschaubaren Gruppengrössen, am liebsten jedoch im 4 AugenKontakt, wohl…


    Grüßle, Simsalabim

  • Huhuhuuu,

    habe mich heute für einen Workshop HeldInnenreise angemeldet, war in meinem geliebten Wald 🌳 bei den Hirschen…

    Und könnte mich morgen, nach eeeewigen Zeiten mal wieder in eine reale SHG begeben…

    Mein Termin bei SuBer ist leider erst Anfang Oktober…

    Meine Stimmung ist von ganz okay bis melancholisch…

    Schönen Herbst 🍂 Gruß, Simsalabim

  • Hallo Simsalabim,

    und, wirst du es tun? In die reale SHG gehen? Konntest du inzwischen schon für dich sortieren, wie es für dich weitergehen kann?

    Hier gibt es ja ganz viele Wege, wie Angehörige für sich was verändert haben um wieder ein gutes Leben zu bekommen. Ich hoffe, du konntest davon schon was für dich mitnehmen, vielleicht sogar was für deine Situation anwenden.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • … liebe Aurora,

    ja, ich möchte hin…soeben nochmal Uhrzeit und Straße gecheckt, bin gespannt 🤩… und froh, diese Anlaufstelle zu haben…

    Ich lebe aktuell einen Mix aus bei mir sein, aktiv sein, (schwimmen/ebiken) mich um meine Wehwehchen kümmern, mich auf einen Roadtrip vorbereiten… bin happy über die KI, über das Forum und die Spielregeln…🙏🙏🙏 ich fühle mich wieder besser… (mit kleinen Hängern) und freue mich, auch über kleine Schritte… und folge meiner inneren Spur…

    Die „EinlullGefahr“ habe ich auch im Blick… finde, es gelingt mir besser, bei mir und meiner Linie zu bleiben… die Spielregeln des Forums helfen dabei…👍


    Liebe Aurora, liebe Alle, habt einen schönen Herbst 🍂 Tag, Liebe Grüße Simsalabim…

  • Hallo Simsalabim,

    ich habe auch eine zeitlang einmal das Forum als SHG gehabt und eine reale Gruppe vor Ort. Bei der realen Gruppe war der Angehörigenteil eher spärlich. Ich hab versucht, da mehr Schwung reinzubringen, was mir in meiner Ortsgruppe auch gelungen ist. Aber inzwischen bin ich seit über 10 Jahren nur noch hier.

    Es ist gut, dass du ausschöpfst, was du an Selbsthilfe bekommen kannst. Du erscheinst mir noch in vielem sehr festgefahren. Gut, dass du das ändern möchtest. Dazu ist es nie zu spät.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Das hat mein Verständnis für süchtiges Verhalten gut genährt, so quasi: was verlangst denn von ihm, keinen Alk zu trinken, du schaffst es ja auch nicht dauerhaft deine Ernährung positiver/gesünder zu gestalten…


    Wer kennt‘s…?!?

    Hier, das kenne ich zur Genüge! Ich habe geraucht, 17 Jahre lang. Zum Schluss ca 20-25 Zigaretten am Tag. Das war immer das Totschlagargument: „Erzähl mir nichts über Sucht, DU RAUCHST obwohl du weißt dass du dran sterben kannst!“

    Fun Fact: ich habe seit 3 Monaten keine Zigarette mehr angefasst - er trinkt immer noch 🤷🏼‍♀️

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