Vielleicht ist das alles nur der Schmerz einer Liebe, die vergangen ist. Vielleicht hört er auf zu trinken, wenn ich weg bin. Vielleicht rette ich ihn, wenn ich gehe und er diese Verantwortung nicht mehr hat, mit mir zusammen sein zu müssen. Es tut weh so etwas zu denken, aber es ist vielleicht genauso und bei mir ist es verletzte Eitelkeit entstanden daraus, dass ich nicht mehr gewollt werde.
Beiträge von Marilyn
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Das ist so traurig jemanden seinem Schicksal zu überlassen. Das ist so unmenschlich und doch muss es aus Selbstschutz sein. Ich frage mich, warum der Alkohol gesellschaftlich so akzeptiert ist, wenn er doch so zerstörerisch ist. 😥
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Ich kann damit nicht leben. Wusste nicht, dass Alkohol die Persönlichkeit verändert. Ich dachte es verändert das Denkvermögen und das erst im Alter. Hätte ich das eher gewusst, wäre ich schon eher anders mit den Boshaftigkeiten umgegangen. Wobei, das sage ich jetzt auch aus der jetzigen Perspektive. Vielleicht wäre ich anders damit umgegangen, wenn ich psychisch stabil gewesen wäre. Aber alles hätte, wäre, wenn nützt nichts. Ich kann nur in der Gegenwart etwas tun und da bin ich bei.
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Da hast du wohl recht, danke dir für den Perspektivwechsel. Ich bin schon dabei, mir einen Job zu suchen. Es war bisher einfach auch bequem und passte, ich habe mich um das Zuhause gekümmert und war flexibel für alles verfügbar. Dass ich mich so dermaßen ausliefern lassen habe, hatte ich nicht angenommen.
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Danke liebe Aurora, dass du dir Zeit nimmst mir zu antworten. Mir bedeutet das sehr viel. Die letzten 4 Wochen sind für mich die Hölle. Mein Leben ist in sich zusammen gefallen, ich wollte vieles nicht sehen und habe mich nieder machen lassen über viele Jahre. Ich werde heute mit einem Freund sprechen, dass er mit ihm nochmal spricht und er sich etwas anderes sucht. Für vorübergehend und dann schaut man weiter. Mag ihm nicht das Haus überlassen. Er hat diese Beziehung geopfert , will ihm nicht den Gefallen tun und einfach gehen, so dass er mich ersetzen kann. Sein ständig nach anderen Frauen Ausschau halten, hat mich so nachhaltig verletzt. Das kannst du dir nicht vorstellen. Das ist demütigend. Auch vor der Kleinen hat er das gemacht. Er spricht von Verantwortung, Verantwortung heißt auch zu gehen, wenn es Zeit ist und nicht die Familie zu malträtieren. 😢
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Das ist so schrecklich unsere Tochter leidet. Ich habe in der Beratung auf seinen Auszug insistiert. Mehrfach, mit der Begründung, dann kann er herausfinden, was er möchte. Weil er auch in einer Midlifecrisis steckt, vielleicht sogar vom Alkohol befeuert, aber mindestens stark beeinflusst. Er hätte keine Lust in ein möbiliertes Zimmer, er hätte ein Haus. Gibt es noch irgendwo in diesem Körper den Menschen, der er mal war? Oder ist er jetzt für immer dieses gefühllose, toxische und machohafte? Er ist ein hochintelligenter Mann, sieht er nicht, dass er alles zerstört? Ich habe mich auch körperlich zurückgezogen und schlafe im 3. Zimmer. Kann seine Nähe kaum aushalten, aber ich bin nicht berufstätig und wüsste gar nicht wohin mit der Tochter. Ich wusste, dass der Moment kommt, wo alles zerbricht, habe aber gehofft, es passiert noch etwas. Dass es in dieser Form passiert, dass er gar nicht mehr er ist bzw. sich emotional zu etwas Schrecklichem verwandelt, war mir nicht klar. Als würde man dem Tod auf mehreren Ebenen bei seiner Arbeit zusehen.
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Mein Mann trinkt nur abends, allerdings in der letzten Zeit jeden Abend ca. 3 Liter Bier und manchmal auch noch Schnaps. Am Tage ist er dann unausstehlich. Das bekommen wir mit, wenn er zuhause ist. Wenn er arbeitet, bekomme ich immer nette Nachrichten. Bzw. bekam ich. Seit wir bei einer Paarberatung waren und ich das Thema Alkohol angesprochen habe, ist er auch da unfreundlich. Ist das der Suchtdruck?
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Vielleicht habe ich ihn dazu getrieben zu trinken. Ich bin nicht einfach und er muss sehr gelitten haben darunter und ist aus Verantwortung da geblieben. Fühle mich schuldig und sehr traurig.😞
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Das Haus gehört uns beiden, ist aber noch nicht abbezahlt. Er ist Alleinverdiener. Ich möchte die Kleine nicht aus ihrem Umfeld reißen und ich habe hier auch viele Freundinnen. Wenn es nicht anders geht, muss ich mit der Kleinen (14) gehen. Er wird vielleicht versuchen sie mir wegzunehmen. Davor habe ich auch Angst. Will es ihm auch nicht einfach so überlassen. Habe gar kein Selbstwert mehr, er hat mich malträtiert, nieder gemacht, ausgeschlossen, ignoriert… und ich habe mir alles gefallen lassen. Zwischendurch war er dann „nett“. Geschenke, nette Nachrichten. Jetzt ist er fast nur noch A*schloch.
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Ich bin gerade so furchtbar traurig. Habe mit jemanden gesprochen der in jungen Jahren seinen Vater an Alkohol verloren hat. Er war der liebste Familienvater und hat sich zu einem Ekel entwickelt, der gesoffen hat und mit allen ins Bett gegangen ist, die nicht schnell genug weg waren. Meiner hat auch seine Hemmungen verloren. Ich möchte das alles nicht mehr in meinem Leben. Habe nur ein so verdammt dickes Brett zu bohren, das wird so hart. Ich habe einfach furchtbare Angst davor. Bin selbst psychisch labil, dem Kind geht es schlecht, ich muss nach 5 Jahren einen Job finden, ihn versuchen aus dem Haus zu bekommen (weil es einfach nicht anders geht, hätte es gerne anders gehabt) und das alles mit einem gebrochenen Herzen. Seine Persönlichkeit hat sich so ins Hässliche entwickelt, dass ich Angst vor seinen verbalen Aussagen und sonstigen Repressalien fürchte. Habe mit meiner Ärztin gesprochen und die hat mir bestätigt, dass die Persöhnlichkeitsveränderung für immer ist. Der Mann, den ich geheiratet habe, den gibt es nicht mehr. Wenn ich die Beziehung auf Eis lege, hat er vielleicht noch eine Chance sich für sich gegen den Alkohol zu entscheiden. Für unsere Beziehung ist es zu spät, so wie er sich entwickelt hat, ein kalter toxisch maskuliner Typ, der allem weiblichen hinterherglotzt ohne Altersbeschränkung, kann nicht mehr Teil meines Lebens sein. Der letzte Satz hat einen enormen Nachhall und schmerzt mich sehr.
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Ich frage mich, ob man als Partnerin und Co-Alkoholikerin auch eine Art Abhängigkeit aufgrund der Alkoholsucht des Partners lebt. Die Abhängigkeit nicht loslassen zu wollen, sich selber etwas vormachen, das Verhalten des Partners vor sich selbst rechtfertigen, an etwas festhalten, was sinnlos ist. Früher habe ich immer gedacht, dass Co-Alkoholiker nach außen quasi alles „glattbügeln“. An das Innere habe ich gar nicht gedacht, bis jetzt, wo ich mich nun unausweichlich mit diesen Aspekten auseinandersetze.
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Geht es anderen auch so, dass sie rückblickend die ganzen missbräuchlichen Aktivitäten des Partners erkennen? Ich wurde jahrelang gedemütigt, herabgewürdigt, kleingemacht… Ich weiß, das ist auch eine Charakterfrage und Persönlichkeit, aber der Alkohol hat die Hemmungen fallen gelassen. Er hat mich quasi gequält, in kleinen Dosen, fast unmerklich. Es fallen mir so viele Situationen ein. Das ist echt erschreckend, wie falsch man bei einem Menschen liegen kann. Jetzt kam vor drei Wochen die Krönung des Ganzen. Mit der Aussage er wüsste nicht, was er für mich empfindet, ich sei quasi schrecklich und er bliebe nur wegen des Kindes und weil ich ein so guter Mensch sei. Nun sind fast alle Hüllen gefallen. Ich traue ihm keinen Millimeter mehr. Er tut so als wäre alles ok, mit guter Laune. Fast bekomme ich das Gefühl, ich bin mit einem Psychopathen verheiratet. Kennt irgendwer so ein Verhalten?
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Danke ich googele mal danach. Habe leider aufgrund dessen, dass mein Immunsystem im Keller ist eine Blaseninfektion oder Reizung und Schmerzen, so dass ich noch nicht mal Sport machen kann. Kommt geballt gerade. Bin so dermaßen enttäuscht und fühle mich total vera*scht. Hab mir immer gesagt, halte durch, er hat Stress, deswegen behandelt er dich so. Am liebsten wäre es mir, wenn er erstmal auszieht. Kann seine Gegenwart nicht mehr ertragen.
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Ich bin gerade wieder nicht bei mir und stelle mir alle erdenklichen Denkweisen meines Mannes vor. Kriege wieder Angstzustände und gerade jetzt, wo das Kind gerade aus der Schule kommt. Wenn meine Vermutung stimmt, dass er mich betrogen hat oder betrügt, ich bin fast zu 100% davon überzeugt, dann ist das an Niedertracht nicht mehr zu übertreffen. Aber ich muss mich irgendwie von diesen Gedanken trennen. Unser Kind hatte 4,5 Jahre starke Depressionen und während ich mich gekümmert habe, hat er was auch immer gemacht. Das ist so verletzend.
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Hallo Leute,
heute habe ich mit einem Medikament die Nacht gestartet. Leider war mein Wecker auf drei Uhr gestellt und jetzt bin ich viel zu früh wach. Aber ich habe keine Amgstatacke wie die letzten Wochen und ich kann etwas klarer denken. So leid es mir tut, will ich die Beziehung zu meinem Mann gar nicht mehr. Mir kommt es so vor, als hätte sich die letzten drei Wochen alles nur um ihn gedreht (aber auch die Zeit davor ist unsere Struktur von ihm beeinflusst) in meinem bzw. unserem Familienleben. Ich bin in seinen Augen schuld, weil er trinkt. Ich hoffe es geht jetzt mit mir wieder aufwärts und dass ich mich distanzieren kann. Dass ich wieder anfange normal zu essen, wieder schlafen kann. Der Co-Alkoholismus hat bei mir alte Traumata ausgelöst, die ich jetzt bearbeiten werde. Das ist wenigstens positiv daran. Er hat auch eine unangenehme Abhängigkeit zu Tage gefördert zu meinem Partner, die ich die letzten Wochen intensiv gespürt habe. So etwas will ich und kann ich nicht in meinem Leben gebrauchen. Gestern baute er sich wieder drohend vor mir auf, als es um etwas mit unserem Kind ging. Er hörte dann aber sofort auf. Ich mag seine Persönlichkeit auch gar nicht mehr und anfassen lassen, will ich mich auch nicht mehr. Habe auch den Verdacht, dass er mich betrogen hat oder betrügt und mich jetzt auch noch extra schlecht macht, um mir die Schuld auch dafür zu geben. Ich schließe heute damit ab, dass ich euch Berichte, dass ich mich gerade anfange abzunabeln und das ein sehr schönes Gefühl ist🫶🏼
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Ich bin so traurig, habe so viel geweint in den letzten Wochen. Man geht doch mit dem Menschen, der einem am nächsten ist so nicht um und lässt ihn in einer quälenden Situation verharren? Manchmal habe ich das Gefühl, dass er will, dass ich einfach aus Kummer vergehe, damit er hier nichts teilen muss bei einer Scheidung. Ich habe eine große Verantwortung für diese Krise, das ist mir klar, werde unabhängig davon auch meine Themen angehen, bin aber nicht alleine schuld. Und so schlimm kann ich doch nicht sein, wie er mich darstellt, nur weil ich so oft traurig und depressiv war und bin. Wir waren ein paar Tage verreist mit dem Kind und wollten eigentlich sprechen, aber dazu kam es nicht, weil es räumlich nicht ging. Ich bin dann einmal nach der Sauna zurück, er hatte wie fast jeden Tag getrunken, und hab ihm gesagt, dass ich abreisen will, weil ich es nicht ertrage, mit jemandem im Urlaub zu sein, der mich nicht liebt. Da wurde er so ätzend und setzte sich körperlich unangenehm hin, breitbeinig aggressiv und war so kalt, wie ich es noch nie erlebt habe. Verbal wurde so lange draufgehauen, bis ich nur noch gewimmert habe und nur noch zu mir gesagt habe, was ein schrecklicher Mensch ich bin. Er ist dann schlafen gegangen. Ich habe quasi bis nächsten Mittag durchgeweint und bin morgens in den Wald um weiter zu weinen und zu schluchzen, damit das Kind es nicht mitbekommt. Ich bin nicht abgereist, weil ich nicht konnte. Sind solche Verhaltensweisen üblich?
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Er hat gestern schon wieder bis zur Besinnungslosigkeit getrunken und mir gerade vorgeworfen er könnte nicht schlafen bei dieser Unruhe. Bin jetzt sauer aufgestanden und habe ihm gesagt, dass ich heute mit ihm endlich reden möchte und er sich nicht mehr verweigern kann. Ich kann das alles nicht mehr. Wiege nur noch 50 Kilo bei 159 mit 52. Dann soll er doch weggehen.
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Mein Kind ist 14. An eine räumliche Trennung habe ich auch schon gedacht. Bisher standen allerdings die Eheprobleme für mich ohne den Alkoholkonsum mitzudenken im Vordergrund. Ich habe mich so schlecht gefühlt, weil er mir vorgeworfen hat, ich hätte seine Liebe zu mir zerstört, weil ich seit Jahren so schrecklich bin. Erst seit ein paar Tagen betrachte ich den Alkohol auch als Problem. Ich war so geschockt, dass ich mir komplett zu fast 100% die Schuld gegeben habe. Den Alkoholismus hatte ich gedanklich ausgeklammert, weil ich und meine Schrecklichkeit der Grund sind (laut ihm).
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Ok, danke. Versteht sich tatsächlich von selbst, dass es erstmal nicht passend ist bei Neuen zu kommentieren🤗
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Lieben Dank, ich brauche bestärkende Worte, da ich enorme Selbstzweifel und Zweifel an meiner Wahrnehmung bekommen habe. Am schlimmsten ist, dass ich mich kaum um das Kind kümmern kann, wenn ich selbst so bedürftig bin. 🫶🏼