Beiträge von Schokokeks

    Ohja, das kenne ich. Über all im Keller fand ich die leeren Flaschen und Dosen versteckt. Nach einem langen Gespräch habe ich ihn auch gebeten, nicht mehr heimlich zu trinken.
    Danach hatte er sich einigermaßen im Griff. Aber nicht lange. Ich habe natürlich gemeckert oder genörgelt, wenn das Trinken mehr wurde. Da hat er dann wieder einiges heimlich getrunken. Ich fand die Dosen dann wieder überall versteckt.
    Nach Gesprächen reißt er sich immer etwas zusammen. Aber das hält nie lange an.

    Ich glaube er will auch gar nicht aufhören. Er hat Angst davor, nie wieder etwas trinken zu dürfen. Und dann auf Feiern oder Festivals keinen Spaß mehr zu haben. Oder vllt was andere dann von ihm denken.
    Er bildet sich echt noch ein, keiner würde bemerken, dass er zu viel trinkt. Aber selbst in seiner Firma weiß das jeder. Und Familie und Freunde auch. Aber keiner sagt was. Es wird tot geschwiegen. Weil hier und da ein Bier ist ja normal und machen alle…

    Guten Morgen Momo🙋🏻‍♀️

    Aber im Endeffekt bist Du quasi auch süchtig.

    Das ist eine Sichtweise, über die ich erstmal nachdenken muss…🤔

    Aber es gibt ja wirklich die Formulierung: sich von einem Menschen abhängig machen..

    Ich glaube, da spielt in einer Beziehung aber vieles andere mit rein. Zum Beispiel, dieses ‚in guten wie in schlechten Zeiten..‘ oder wenn’s schwierig wird, gibt man nicht auf. Man möchte seinem Partner ja helfen. Ich für mich weiß ganz genau, dass ich ohne ihn leben kann. Leider kann ich nur schlecht alleine leben. Ich war schon zwei mal verheiratet. Zwei Scheidungen.. Er ist mein dritter Anlauf. Und ich merke einfach, perfekt ist es nie. Aber es passt hier einfach fast alles. Und wir haben uns bisher gegenseitig immer soo gut getan. Ich hoffe einfach , dass wird auch wieder mal so.
    Aber ich weiß, ich würde an seiner Seite nicht kaputt gehen. Vorher würde ich gehen. Hab ich immer.. und ich hole mir Hilfe. Das hier tut mir auch gut. Gedanken einfach mitteilen. Das macht leichter.. und ihr versteht was hier vor sich geht.🫶🏻

    Nur Hoffnung ist halt noch da… und der Wille ihn nicht fallen zu lassen.

    Hallo Elly, lieben Dank für deine Nachricht.

    Ich merke auch, dass es schwer ist dauerhaft glücklich zu sein, solange er trinkt. Also ich hab viele schöne und glückliche Momente mit ihm. Solange ich das Trinken mal ausblende und mich auf uns konzentriere..

    Ich hoffe einfach immer noch, dass er einsichtig wird und sich Hilfe holt. Mich belastet, dass mich seine Sucht mehr belastet als ihn. Ihm geht es augenscheinlich gut damit. Ich bin diejenige, die leidet, sich Bücher kauft, nachts weint, und sich hier anmeldet.

    Und er lebt fröhlich in den Tag. Das kreide ich ihm hoch an. Manchmal wünschte ich, er würde beim fahren erwischt und verliert den Führerschein. Oder er bekommt gesundheitlich Probleme, dass der Arzt was sagt. Irgendwas einschneidendes, dass ihn wach rüttelt. Böse gedacht von mir?
    Es ist schwer immer die Zeit zu finden hier heimlich zu lesen und zu schreiben. Er weiß ja nicht, dass ich mich hier angemeldet habe.

    Hallo Momo, vielen Dank für deine Nachricht. Vielleicht setze ich mich wirklich zu wenig mit den Problemen in unserer Beziehung auseinander. Ich habe einfach gemerkt, dass ich ihn vom Trinken nicht abhalten kann. Egal wie sehr ich mich bemühe.. Ihn kontrolliere. Meckere.. oder weine..

    Aber dennoch möchte ich ihn nicht verlassen. Ich liebe ihn halt. Ja es ist schwer und nicht perfekt. Aber welche Beziehung ist das schon?

    Ich möchte nur einen Weg finden trotz seines Trinkens ein glückliches Leben zu führen.

    Hallo Marie04, ja sein Konsum belastet unsere Beziehung sehr stark. Ich vertraue ihm nicht mehr so wie früher. Auf sein Wort ist einfach kein Verlass. Und er vernachlässigt alles und jeden. Es ist anstrengend das immer alles aufzufangen.
    Zeitweise hat er auch heimlich getrunken. Ich fand die Dosen dann überall versteckt. Sogar in der Dachrinne.. Unmöglich…

    Aber ich habe mir immer gesagt, solange mir die Beziehung mehr Gutes gibt, als dass sie mich belastet, werde ich daran festhalten.

    Ich versuche sehr darauf zu achten, dass es mir gut geht. Ich ziehe viel Kraft aus einem schönen Zuhause, guten Freunden, einer Arbeit die mir Spaß macht.

    Hallo Aurora,

    da gebe ich dir Recht. Um nicht darunter zu leiden, müsste ich mich vollkommen abgrenzen. Das würde zu Lasten der Beziehung gehen. Es ist eigentlich ein Auf und Ab. Wenn es mir grade schlechter geht, versuche ich mich auf mich zu konzentrieren. Gehe unterwegs und versuche unsere Probleme zu ignorieren. Aber wenn ich ihn nicht kontrolliere, wird es schlimmer mit dem Trinken.

    Einmal dazu… Er trinkt täglich nach Feierabend mit den Kollegen ca 3-4 Bier. Danach Zuhause dasselbe. Ab Freitag geht es dann das ganze Wochenende ab Mittags schon los. Da werden es jeden Tag 10-12 Bier oder mehr. Er wird nie aggressiv oder laut. Er schläft dann meist viel.

    Wir sind seit 9 Jahren zusammen und seit 8,5 Jahren weiß ich um das Problem. Wir haben viel versucht. Waren auch zu einem Beratungsgespräch. Und haben von gar nichts mehr trinken, über nur am Wochenende was trinken und dann alkoholfreies Bier versucht. Nichts hält lange.
    Ich versuche Dorffeste zu meiden, gehe mit ihm kaum noch irgendwo hin. Aus Angst die Leute oder Bekannte bemerken sein Problem. Ich bin letztes Jahr mal für zwei Nächte zu meiner Tochter um ein Zeichen zu setzen. Im Herbst hatte ich eine Art Nervenzusammenbruch nach dem ich trotz eines ernsten Gesprächs am Abend, nachts festgestellt habe, dass er trotzdem weitergetrunken hat. Ich habe über Stunden unkontrolliert geheult. Er war so verzweifelt. Danach ging es kurze Zeit. Danach saß er eines Abends weinend auf dem Sofa und sagte er schafft das nicht alleine und braucht Hilfe. Aber dabei ist es geblieben. Er hat sich keine Hilfe geholt. Es hat sich also nichts geändert. Meine Gefühle wandern von er tut mir leid, über er ist mir egal bis ich hasse ihn. Ja, manchmal hasse ich ihn für das was er uns antut. Er zerstört unsere Beziehung. Und trotzdem ist er mein Lieblingsmensch. Und ich will ihn nicht verlassen. Ich muss wohl einen Weg finden damit zu leben…

    Hallo Ihr Lieben, ich bin weiblich, 48 Jahre jung und mein Mann ist Alkoholiker. Da sich mein Verhalten , meine Gedanken und Ansichten, ach mein ganzes Leben, dadurch verändert haben, wäre es schön sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Ich lese hier schon lange mal den einen oder anderen Post und finde mich in einigen Gedanken oder Problemen wieder.
    Kann und will man mit einem Alkoholiker dauerhaft zusammen sein?
    Lg Schokokeks