Beiträge von Olilia_Zauberlilie

    AnnaBlume

    Na klar ist da am Anfang dieses große ‚nie wieder‘, aber je mehr man neue Muster und neue Aktivitäten in den Alltag integriert, desto mehr rückt Alkohol in den Hintergrund.

    Ich finds halt grad echt schwierig mit neuen Aktivitäten, zumal ich durch den ganzen Suff überhaupt nicht mehr weiß, was mag ich denn! Ich weiß das braucht alles Geduld, nur leider ist das keine meiner Kernkompetenzen...

    Am schwierigsten finde ich grad dieses Gefühl von Leere! Mein Tag heute zB ist gut gelaufen. Ich hab beim Kaffee morgens rum getrödelt, den Hund raus gejagt, war Eis essen mit meinem Bruder und meinen Nichten, hab sogar meine Freundin gebeten mit mir Kippen kaufen zu gehen, damit ich nicht doch was mitnehme, wenn ich allein gehe, also alles richtig gemacht und eigentlich sollte/dürfte ich stolz auf mich sein, ich fühl aber nix, es ist leer in mir! Der Tag ist halt so vorbei gegangen!

    Allgemein kam mir der Tag sooo unendlich lang vor...

    Naja, der Tag ist auf jeden Fall trocken geschafft und morgen gibt's nen neuen Tag, der nächste kleine Schritt hin zum restlichen Abstinenten Leben!

    Hallo Alex

    Erstmal danke für deine Antwort!

    Kurzum. Schau nach vorne und nicht zu viel zurück. Es heißt ja, das Leben wird nach vorne gelebt und nach hinten verstanden.

    Das mach ich auch! Zum Glück selbst wenn ich zurück gucke, dann seh ich auch ganz viel Mist den ich verzapft habe unter Alkeinfluss!! Ich hab ne Menge wieder gut zu machen!

    Gleichzeitig ist mir auch klar das ich mich jetzt erstmal um mich kümmern, selber wieder finden muss! So wie du sagtest, wer bin ich denn in nüchtern, was fühl ich usw...

    Ich hab zwar etwas Angst, weil's immer wieder anstrengend werden wurd, gleichzeitig freu ich mich drauf mich und mein zukünftiges Leben neu zu entdecken!

    Danke AnnaBlume für dein Willkommen heißen!

    Ja alle die mir sehr nahe stehen wissen bescheid, Familie, die besten Freunde, nicht jeder kennt das ganze Ausmaß, aber ich bin Gsd nicht allein und bekomme auch im Umfeld Unterstützung! Ich finde auch das das viel Wert ist! Bin da sehr dankbar für!

    Einige sind natürlich aus allen Wolken gefallen, konnte das immer ganz gut verstecken, will ich aber nicht mehr!

    Ich denke die Einsicht ist der erste Schritt, der Wille ist auch da und an der Akzeptanz bin ich dran, noch fühle ich mich ein bisschen wehmütig...

    Ging es euch auch so? Man verbindet ja Geselligkeit und vieles andere mit Alkohol, obwohl das jetzt zum Ende nicht mehr mit positivem zu verbinden war! Eher mit totale Rückzug und nur noch im Dauerrausch...

    Liebe Grüße

    Hallo Elly!

    Lieben dank für deine Antwort!

    Ja einen Entzug in einer Klinik habe ich schon hinter mir, das war März letzten Jahres, allerdings irgendwie nur halbfreiwillig...

    Meine Motivation damals war die Falsche! Ich wollte nicht wirklich einsehen das ich Alkoholikerin bin und bin für meinen Mann in die Klinik, hab mich auch um weitere Betreuung für danach nicht gekümmert, weil ich war in meinen Augen ja gar nicht wirklich krank. Also keine weitere Therapie, keine SHG.

    Das ist jetzt anders! Ich bin fest entschlossen mein Leben wieder für MICH zurück zu gewinnen! Meine HA hat eine therapeutische Zusatzausbildung und unterstützt mich zukünftig erstmal.

    Bin auf Therapeutensuche, aber wie das so ist, die Wartelisten sind lang...

    Zusätzlich die SHG. Hab mir schon Adressen rausgesucht von Angeboten in der Umgebung und muss halt jetzt das Richtige für mich finden! Vielleicht bleibts auch nur beim Austausch hier!

    Mein Haushalt ist komplett Alkoholfrei, für morgen bin ich mit meiner Freundin verabredet, um auch alle leeren Flaschen zu entsorgen, die sich so angesammelt habe, hab selbst kein Auto!

    Ja und dann halt geduldig Schritt für Schritt, von Tag zu Tag!

    Die Artikel hab ich alle schon mit großem Interesse gelesen!

    Hi ihr alle!

    Ich bin jetzt ein paar Tage hier im Forum unterwegs und habe viele Beitrag gelesen. Heute dann der Entschluss mich anzumelden und in den aktiven Austausch zu treten!

    Ich bin Alkoholikerin! Das so ausschreiben zu können, dafür hab ich jetzt länger gebraucht. Bis neulich hat mir die Akzeptanz gefehlt wirklich nie wieder trinken zu dürfen, trotz Entzug und Therapie war die Einsicht nicht da...

    Heute möchte ich leben!!

    Ich akzeptiere wie es ist und bin mir bewusst, dass nur ich selbst es in der Hand habe!

    Ich bin heute bei Tag 5! Diesmal ohne Klinik, aber mein Arzt weiß Bescheid! Gott sei dank habe ich bis auf die ersten zwei Tage vermehrtes schwitzen keine Entzugserscheinungen, aber mein Suchthirn ist wach und die Gedanken an Alkohol sind da! Was will man auch erwarten nach jahrelanger Sauferei...

    Trotz allem, mein Ziel ist klar: Abstinenz für den Rest meines Lebens!!!

    Dinge wieder mit klarem Verstand genießen, nicht mehr von einem Schluck zum nächsten hangeln. Freude, Glück, aber auch Wut oder Trauer wieder normal wahrnehmen und empfinden zu können, nicht mehr reingesteigert oder im Nebel verschwommen durch den Tag!

    Ich freue mich euch gefunden zu haben und auf einen sich gegenseitig unterstützenden Austausch! Nur das lesen hat mir schon viel geholfen!

    Ich wünsche allen einen schönen, alkoholfreien Feiertag!

    Liebe Grüße :)