Beiträge von Eva 1972

    Die Hochzeit meiner Freundin steht an, mag ich nicht so gerne hingehen (da fließt bestimmt der Alk). Heiratet im besten Fall aber nur einmal ... Mit meinem Freund war ich ein paar Tage auf seiner privaten Hütte, war eine sehr, sehr schöne Zeit. Doch! Seine Eltern lagern dort Schnaps, wusste ich nicht und wollte nicht verlangen ihn zu entsorgen, das war etwas unangenehm im Pulverfass zu schlafen ... wie händelt ihr sowas?

    schönen Abend in die Runde.

    Liebe Forumsmitglieder, ich bin auch noch da :thumbup:Und nicht der große Schreiberling, aber ein guter Zuhörer und Leser. Habe hier im Forum die letzten Wochen sehr viel dazugelernt und meine Abstinenz schon ein klein wenig gefestigt. Dieses Forum ist sehr wichtig für mich und auch mal danke, dass ich mitlesen darf. Unsere Sommer Saison ist im Endspurt, diese Zeit war ich unglücklich abstinent und konnte mich nicht aus MEIN Leben konzentrieren. Wir arbeiten eine 6 - 7 Tagewoche.

    Ein Thema habe ich trotzdem im Moment. Ich möchte meine Vergangenheit einordnen, die verlorene Zeit. Zeit die ich lieber mit der Flasche Wein verbracht habe statt mit meiner Familie, Freunden, Sport usw. usw. und mit MIR selbst. Dafür habe ich einen Termin bei einer Psychologin. Ich möchte, dass sie mir dabei hilft, dass meine Reue die ich verspüre, einen positiven Gedanken bekommt. Liebe Grüße

    Ich lese hier fast täglich in "unserem" Forum und oft auch mehrmals täglich. Das Forum ist für mich immer dabei auf meinem Handy. Und dafür bin ich euch sehr dankbar. Dankbar bin ich auch, dass sich meine Gedanken nicht mehr so um den Alkohol drehen sondern um meine Abstinenz. Manchmal komme ich auf den Gedanken wenn ich später abends noch unterwegs nach Hause von einem Kunden bin, dass ich früher noch auf der Tankstelle einkehrt bin um meine Belohnung abzuholen. Dann halte ich inne und weiß ganz genau, daß möchte ich nicht mehr. Schnell eine Flasche Wein runterkippen und dann lallend zu Hause ankommen. Und wenn es ganz schlimm war schnell ins Bett damit keiner mitbekommt wie besoffen ich bin. Oder wenn es noch nicht so schlimm war ab ins Büro mit der zweiten Flasche. So ein anstrengendes Leben möchte ich nicht mehr führen. Mir geht es nicht jeden Tag gut, das immer bewußte Leben kann auch anstrengend sein. Aber viel wertvoller und die gedämpften Probleme und Gefühle haben sich mit den Promillen ja nicht aufgehoben sondern nur auf den nächsten Tag verschoben und waren dann noch schlimmer wie am Vortag. ABER heute geht es mir gut ;)

    Und trotzdem wollte ich gestern den Vogel abschießen, raus aus dem fitnessstudio rein ins Geschäft und mit einer 0,25 Flasche Weißwein unterm Arm wieder raus, wie ferngesteuert. Beim heimfahren habe ich mir gedacht die möchte ich ja gar nicht trinken und schmecken tut mir das auch nicht. Aber ich war so beruhigt einfach nur eingekauft zu haben ... schlimm. Den Wein habe ich dann noch am Heimweg in die Mülltonne geworfen. Aber ich habe mich so über meine Inkonsequents geärgert, dass ich bis heute darüber nachdenken musste. Ich bin ein sehr toleranter Mensch, war aber leider immer sehr unkonsequent mit mir selbst mit meiner Tochter mit meinem Umfeld. Die haben sich aber alle gut entwickelt außer ich. Ich bin sehr enttäuscht von mir und habe Angst dass sich das wiederholen könnte.

    Kannst du für dich akzeptieren, dass du Alkoholiker geworden bist und dass du es für immer bleiben wirst?

    Das ist nicht das Thema ich für mich kann das schon akzeptieren, anders zu sein bedeutet für mich das in der Gesellschaft so anerkannte Nervengift für mich nicht mehr greifbar ist, weil ich es auch nicht mehr möchte

    Meiner Krankheit bin ich mir bewusst und ich werde auch keinen Alkohol mehr trinken. Und trotzdem als bodenständiger, kleinkarierter (so bezeichnet uns meine Tochter) dem System und Mitmenschen angepasster Mensch fällt es mir schwer "anders" zu sein, sprich bei uns kann kein Rum gelagert werden .... als Unternehmerin ist der Druck von außen sehr groß da ich auch gesellschaftlich Verpflichtungen habe und einen "Schein" zu wahren habe. Nachd

    Meine Mama war 23 und ich 3, ein lediges Kind und dann kam ein Kolleriker dazu ... gefürchtet ist nicht der richtige Ausdruck, Respekt vor einer Person der anfängt zu schreien wenn "etwas, was auch immer" nicht passt. Im Tagebuch in welches ich damals schrieb, kann ich jetzt heraus lesen, täglich ein Eintrag ich hasse ihn. Heute mag er gerne meinen Kontakt und meine Besuche, er ist ja mittlerweile alt und hat keine Erinnerung an früher .... vielleicht bin ich deswegen hinter den Alkohol gekommen? Wenn mein Freund nicht anspringt frage ich ihn, wofür soll ich mich heute rechtfertigen? Verrückt oder?