Eva1972 - es ist nie zu spät aber immer höchste Zeit

  • Im Herbst 2023 habe ich mich freiwillig in die Psychiatrie im Krankenhaus eingewiesen, Alkoholkonsum nicht mehr tragbar, mein drumherum (Freund und Tochter) überfordert. Bin da eingelaufen mit Notebook, Ordner und Sportklamotten. Das waren schöne 10 Tage ;) keine Verpflichtungen. Ich habe gearbeitet, bin gelaufen, fein geschlafen und wurde dort bekocht ....

    und dann die Preisverteilung,

    Ich habe dort keine Erfahrung mitgenommen, raus aus der Station und später dann wieder rein ins Vergnügen.

    Jetzt weiß ich, da steckt Arbeit dahinter. Seit 5 Wochen trinke ich keinen Alkohol mehr und in diesem Forum lese ich auch schon eine Zeit mit.

    Bin Alokoholikerin und möchte in diesem Leben keinen Alkohol mehr trinken.

  • Hallo Eva!

    Herzlich willkommen hier in unserem Forum. Es wird sich bald ein Moderator der für dich zuständig ist um dich kümmern. In der Zwischenzeit kannst du schonmal oben im blauen Balken auf "Artikel" klicken da findest du interessante Beiträge.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Jetzt hast du doch schon 5 Wochen geschafft ohne Alkohol zu leben es wäre doch schade wenn du das alles wieder zunichte machst. Ich bin keine Alkoholikerin sondern eine Angehörige und für die Angehörigen zuständig. Aber ich weiß wie schlimm die Alkoholsucht sein kann.

    Versuche dich abzulenken, viel Wasser zu trinken oder etwas Gutes zu essen, vielleicht hilft das. Vielleichst kannst du einen Film gucken oder Musik hören damit du nicht mehr hörst wie gefeiert wird. Hier im Forum gibt es viele trockene Alkoholiker/innen mit denen du dich austauschen kannst.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Eva,

    schön, dass Du hier bist. Wie ist das denn abgelaufen? Wie hast Du denn entzogen?

    Hier habe ich die Grundbausteine für Dich. Hast Du schon etwas in Deinem Leben verändert?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Findest Du Dich hier wieder?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Danke Alex für deinen Beitrag. Die Theorie kenne ich in und auswendig. Die Praxis ist schon schwieriger. Mein Entzug hat stationär stattgefunden, Medikamente vom Psychiater und war nicht besonders aufregend, schwitzen mit schlechter Stimmung. Die schlechte Stimmung hat sich leider gehalten und ist etwas mühsam. Hätte soviel zu tun und schiebe alles nach Irgendwohin. Würde mir wünschen dass ich ewig lebe um meine offene Baustellen zu organisieren, dann der Gedanke ob die denn das wichtigste sind? Bin gerade etwas vergesslich, hoffe dass es wieder besser wird.

    Ich gehe schlafen und freue mich auf den nächsten Tag morgen

  • Hallo Eva,

    willkommen hier im Forum. Die Anfangszeit kann anstrengend sein. "Nur nichts trinken reicht nicht", heißt es. Und so sehe ich es auch und das hast du ja auch schon erkannt.

    Es braucht Zeit, um sich mit der neuen Situation zurecht zu finden. Vielen hilft es, in kleinen Schritten zu denken: "Heute trinke ich nicht".

    Genauso mit deinen Baustellen. Hier kannst du auch Schritt für Schritt voran gehen. Deine vorrangige Baustelle ist deine Alkoholkrankheit und deine Abstinenz. Zum einen, weil es da um dein Leben geht und zum anderen kannst du erst mit klarem Kopf deine anderen Probleme lösen.

    Kannst du sagen, warum genau es dir schwer fällt, nichts zu trinken?

    Viele Grüße

    Seeblick

  • Liebe Seeblick, ich hatte wochenddienst, wohne in einem touristengebiet und auch dort beruflich verankert. Verbringe sehr viel Zeit im Büro in meinem Privathaus. Dort habe ich am liebsten getrunken neben meiner Büroarbeit. Das Büro kann ich leider nicht aussiedeln. Meine Tochter war am Wochenende unterwegs und mein Freund war auch nicht da. Das wäre die beste Kombination zum feiern. Bin immer mit dem Auto zwischen Büro und Betriebsstätte unterwegs es bietet sich an einen Abzweiger auf die Tankstelle zu machen. Den Abzweiger habe ich nicht gemacht, aber die Gedanken waren sehr präsent.

  • Hallo Eva,

    herzlich willkommen auch von mir.

    Du befindest dich hier noch im Vorstellungsbereich. Wenn du hier einen Austausch möchtest, dann bewerbe dich über den Link, den dir Alex geschickt hat.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo und willkommen Eva,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich nun überall austauschen, bitte aber in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich. Du erkennst diesen Bereich daran, dass die Namen in roter Schrift erscheinen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Eva,

    Noch mal willkommen hier.

    Wie geht es dir? Was machen deine Grundbausteine?

    Ich habe mich hier am Anfang sehr häufig mitgeteilt, dadurch kam ein Austausch zu Stande, der mich stetig weiter brachte und meine Abstinenz stabilisiert hat. Du bestimmst, was hir für dich passieren kann. Nutze das Forum für deine Selbsthilfe.
    Hier ist noch keiner aufgefressen worden, aber schon manch einer abstinent geblieben😉

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Schönen Nachmittag Nayouk, du bist sehr aufmerksam und ich freue mich dass ich so herzlich aufgenommen bin. Ich lebe gerade von einem Tag auf den anderen, jeder trockene Tag ist ein Geschenk. Ich schäme mich sehr für meine Jahre vorher, wann immer mich meine Tochter mittags beim Essen gefragt hat, trinkst du jetzt wieder? Das tut mir im Herzen weh, bin sehr stolz auf sie hat gerade die Matura gemacht, ich habe sie die letzten Jahre dabei wohl kaum unterstützt ..... mein Freund ein wenig trinker, weil er es gar nicht sucht, war auch sehr überfordert dass es ein heimlich trinken gibt und dass man überhaupt süchtig vom Alkohol sein kann.

    Aber hauptsächlich schäme ich mich was ich die letzten Jahre gelebt habe, soviel Blödsinn gelabert und vermeintlich gemacht.

    Mein Haus ist alkoholfrei, meine Tochter hat sich angepasst, die eine oder andere Party muss ich wohl dulden, kann nicht alles auf 0 drehen.

    Ich gehe zum Sport bin aber mittlerweile etwas kontakt scheuer geworden, ist auch schade, der Kontakt zu mir wird immer noch sehr gesucht.

    Arbeite viel und gerne , die Belohnung bleibt aus ...

    Ich halte durch und freue mich auf ein alkoholfreies Leben.

  • Bei mir hat sich das mit der Zeit gelegt, aber es geht nicht von heute auf morgen.
    Wenn es dir mit dem Besuch zuviel ist, dann ziehe dich da raus. Du und deine Abstinenz haben höchste Priorität,
    egal ob das andere verstehen oder was sie darüber denken.

    Dein Körper und deine Psyche sind gerade mit sich selbst beschäftigt, da du ihnen ohne Alkohol die Möglichkeit dazu gibst und da wurde mir auch schnell vieles zu viel.
    Es finden Regenerationsprozesse in deinem Kopf statt, die ihre Zeit brauchen und die solltest du ihnen geben.

    Ich habe jahrzehnte gesoffen und konnte nicht erwarten, dass innerhalb von Wochen wieder alles ins Lot kommt.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Nächste Woche habe ich einen Termin im Krankenhaus, eine Zyste in der Handinnenfläche zum abklären und eine OP wird geplant, bin aufgeregt. Bei meiner Darmspiegelung vor ca 2 Monaten hat die Narkose nicht gewirkt, der Arzt hat sogar nach betäubt, einfach keine Wirkung. Wer hat Erfahrung?

  • hat die Narkose nicht gewirkt, der Arzt hat sogar nach betäubt, einfach keine Wirkung. Wer hat Erfahrung?

    Dein Arzt!
    Es ist allgemein bekannt, dass durch die alkoholbedingten Veränderungen Narkotika nicht ihre gewohnte Wirkung entfalten können.
    Daher ist es unbedingt wichtig, dass du deinen Arzt darüber informierst, dass du trockene Alkoholikerin bist.
    Dann weiss ein Narkosearzt, wie er das einzuschätzen hat und wie er handeln muss.
    Alles andere ist gefährlich.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Nächste Woche habe ich einen Termin im Krankenhaus, eine Zyste in der Handinnenfläche zum abklären und eine OP wird geplant, bin aufgeregt. Bei meiner Darmspiegelung vor ca 2 Monaten hat die Narkose nicht gewirkt, der Arzt hat sogar nach betäubt, einfach keine Wirkung. Wer hat Erfahrung?

    Hej Eva,
    Kenn ich.
    Es ist für jeden Arzt der uns behandelt wichtig von unserer Krankheit - Alkoholiker - zu wissen.

    Meine Leber hatte über 20 Jahre Zeit den Abbau von Giften im Körper zu trainieren.
    Und das führt dazu das Schmerzmittel/Betäubungsmittel und anderes viel schneller bei mir abgebaut werden.

    Inzwischen habe ich mir angewöhnt bei jedem Arzt immer „ach übrigens, ich bin trockener Alkoholiker“ zu sagen.
    Und übrigens die Reaktionen waren bei mir immer durchweg positiv - von „gratuliere“ bis „Respekt“.

  • einfach keine Wirkung. Wer hat Erfahrung?

    Ich kenne das vom Zahnarzt. Leider. Und bei einer Narkose habe ich es auch erlebt. Damals wusste ich nicht, dass das vom Alkohol kommt. Hätte ich mir viel ersparen können.

    Arbeite viel und gerne , die Belohnung bleibt aus ...

    Es gibt nicht nur die eine Belohnung. Ich finde es sogar wichtig, nach Alternativen zu suchen. Inzwischen fallen mir ganz schön viele Dinge ein, mit denen ich mich belohnen kann. Und mit der Zeit sogar nur noch diese.

    Überlege Dir mal, womit könntest Du Dich noch belohnen?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

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