Hallo Nys und Miriel,
ihr habt so interessante Sachen geschrieben. So von der Perspektive habe ich es noch nie so deutlich gesehen.
Obwohl ich mich getrennt habe befindet sich mein Kopf immer noch in einer Gedankenmühle.
Zunächst stehe ich zu meiner Entscheidung. Dabei denke ich an die vielen Verletzungen, die er mit in all den Jahren zugefügt hat und die Lügereien und Betrügereien. Ich schaue auf mich und besinne mich darauf, wie ich mich eigentlich gefühlt hatte. Und Liebe stelle ich mir so nicht vor. Ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern, dass ich mich nciht geliebt gefühlt hatte, dass meine Erwartungen an Liebe, an eine schöne Beziehung eine völlig andere waren und sind. Dadruch versuch ich diese Rückfälle zu vermeiden. früher waren es echte ewige hin und hers, wie ihr sie ja auch druchgemacht habt. jetzt nur noch gedankliche, die aber eben auch noch schlimm für mich sind. Da kommt dann die sehnsucht und verschleiert dieses vorherige negative Gefühl.
Die Hoffnung flammt wieder auf. Ich gebe allein dem Alkohol Schuld. Ohne ihn würde alles wieder prima sein. Würde es das? Oder ist es auch nur Schönrederei. Ich besinne mich auf die wenigen schönen Stunden, die wir hatten. Sollte mir das wieder reichen? Ist es vielelicht besser als garnichts, besser als allein sein? Und in dem moment wird mir meien Sucht bewußt. Meine Abhängigkeit. Der Alkohol ist immer noch in seinem Leben und wird vermutlich auch noch lange bleiben und ich weiß genau wie es dann ist. Was will ich? Das nicht. Das reicht mir nicht und fühlt sich nicht nach Liebe an.
Ja, und wie stehts mit meiner eigenen Liebe? Will ich Liebe geben, verschenken, ohne dafür etwas zurück zu verlangen. Oder sehne ich mich danach Liebe zu bekommen?
Wieso bin ich überhaupt abhängig von ihm? Der alkoholiker hat da zumindest seine Rausch. Was habe ich? ich habe eine Illusion, eine Phantasie, dass alles so schön sein könnte. Die spielt sich aber nur in meinem Kopf ab. Ich versuche also wieder auf den Boden zu kommen. Da gibt es einen Menschen, der mir hin und wieder schöne Momente bereitete. ja, die wahren real. Schöne Worte, aber vollkommen flüchtig unstet und unberechenbar. Aber auch das hat einen Reiz. Es macht nicht glücklich und man kann keine Zukunft darauf aufbauen. Aber es erweckt irgendwie eine Art Kampfgeist. Ich fing an zu kämpfen um diesen kleinen 'kick'. Das war schon fast ein betteln nach Liebe. So rar und deswegen so wertvoll? Und alles lag in seienr Hand.
Also bin ich abhängig. Ich sehe mich wie einen kleinen winselnden Hund, der mit seinen kleinen Kunststücken auf einen Leckerli wartet. Heute wünsche ich mir meine Leckerlis auch ohne Künststücke machen zu müssen. Noch besser wäre es , wenn mir die Leckerlis einfach nicht mehr gefallen.
Beiträge von Paddy
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Ja, Röntgenblick, ganz genauso wars bei mir auch. Er sagte mir auch, ich solle es nicht ernst nehmen, was er sagte, wenn er betrunken war. Aber wann war er nüchtern? Der Übergang war so fließend. Und wenn er mir sagte, dass er mich liebt, konnte ich das dann vielleicht auch nicht ernst nehmen. Sollte ich aus all seinen Äußerungen mir nur das raussuchen, was mir gefiel? oder war seine trunkenheit gar nur eine ausrede, wenn er sich im wortlaut vergriff.
Er wurde mir immer fremder. Er war irgendwie ein anderer Mensch und bis heute weiß ich nicht, wer er denn nun eigentlich wirklich ist, oder geworden ist. Ob er mich heute noch liebt oder nicht ist mir ja mittlerweile egal. Aber ich frage mich auch, ob er überhaupt seine Kinder liebt, denn der Kontakt ist auch sehr unregelmäßig. -
Reich mir mal ein Fläschchen Bier....
War das nicht unser ehemaliger Bundeskanzler, aus dessen Munde das kam und wo dann noch ein Hit draus gemacht wurde?
Wie steht es da mit der Vorbildfunktion?
Alles andere wird bei unseren Politikern akribisch unter die Lupe genommen.
Aber Thema Alkohol wird mal wieder locker behandelt.
Bier sollte auch endlich gleichermaßen wie andere Rauschmittel behandelt werden. -
hm, bin gerade etwas verwirrt.
ein Vorwurf ist für mich etwas, was ich einem anderen menschen vorhalte, weil ich andere Erwartungen an ihn hatte oder derjenige mir andere versprechungen gemacht hatte.
Somit kann ich hier im Forum niemandem etwas vorwerfen. Ich kann höchstens jemanden etwas vor Augen führen wollen, was ich meine, was derjenige bisher so noch nicht gesehen hat. Ich mache ihn auf etwas aufmerksam.Nun kann der/diejenige sagen: Wieso meinst Du , dass Du mich immer auf eine Sache aufmerksam machen müßtest. Wer denkst Du wer Du bist? Ich habe Dich nicht um Deien Hilfe gebeten. ( So etwa sinngemäß).
Zumindest im Coabhängenbereich ist es oft so, dass der/diejenige sich anmeldet um Hilfe - nciht für sich- sondern für den Partner zu finden. Damit wäre diese Aussage also von dem Standpunkt aus legitim.
Eine ausreichende aussage wäre heir ja: Du kannst nichts machen , um Deinen Partner vom Alkohol wegzubringen.
Nur alle, die hier lange angemeldet sind wissen, dass da msit noch das Problem der Coabhängikeit besteht. Und es folgt ( sinngemäß) : Aber was tust Du für Dich? Wie geht es Dir dabei? Wenn jetzt keine Erkenntnis folgt, dass man coabhängig ist werden wahrscheinlich alle weiteren 'Vorschläge', Aufmerksammachen wollen auf coabhängiges verhalten' als 'Vorwürfe' aufgefasst. Ich denke, deswegen, weil derjenige noch keine Hilfe für sich sucht und noch nicht versteht woum es eigentlich geht. Ich finde es nicht verwerflich, denn wenn man als Coabhängige noch nicht seinen Tiefpunkt erreicht hat und sich nciht ändern will ist auch da alles reden zwecklos. In manchen Threads habe ich dann schon auch Beiträge gelesen, wo ich empfand , dass jemand irgendwie in eine Ecke gedrängt werden solle.
Man kann die Coabhängigenanliegen auch nciht einfach nur mit dem Satz: Du kannst nichts machen- trenn Dich! abfertigen. Auch wenns letzlich wahr ist. Aber wir dürfen nciht übersehen, dass wir alle Menschen sind und dass dies ein Prozess ist, ein Weg, den wir miteinander gehen können und unser Zeil erreichen, indem wir voneinander lernen. Darum muß man meiner Meinung nach bei sich bleiben, von sich sprechen. Vorwürfe sind unangebracht.
Wenn jemand es noch nicht schafft aus der Sucht auszusteigen, sich zu trennen, dann bedeutet es doch nicht, dass derjenige nicht bereit ist etwas zu lernen. Viele vergessen wie lange sie selbst gebraucht haben um auszusteugen aus der Sucht und kommen mir dann auch schon manchmal als 'Klugscheisser' rüber. -
Für meinen Mann war das Trinken unter anderem einmal die tägliche Medizin, die er bräuchte um normal zu sein.
Es bleint ja kaum noch etwas, was man NICHT zum Anlass machen könnte um zu trinken. Und so langsam stelle ich mir die frage: Warum bin ich nciht süchtig?
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Ich muß wieder trinken, weil ich mich in Dich verliebt habe und die Spannung nicht aushalte ist für mich die wundersamste Erklärung , die ich hier in einem thread gelesen habe.
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Gerade habe ich den Vergleich gefunden mit Deinem garten. Da kann man mit macht auch nicht die Möhren größer zeihen. Fand ich im ertsen Moment witzig. Aber dann doch recht unpassend. Denn genau da im Garten kann man schon einiges mit der richtigen Pflege beeinflussen. Nciht mit Macht aber mit entsprechendem Knowhow und pflege.
Ein schlechter vergleich also mit unserer Coabhängigkeit. Denngenua das ist es ja was wir zu veruschen tun. Nicht mit Macht, aber mit Knowhow, welches wir veruschen uns auch heir anzueignen um unseren süchtigen Partner gesund zu pflegen wie eine Möhre. unsere Partner sind nur keine Möhren. Darin liegt das Problem.
Aber als Anregung durchaus geeignet. Im Garten die möhren zu pflegen ist sicher entspannender und ergiebiger als den nassen ALkoholiker trocken 'gärtnern' zu wollen.
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Liebe RB
Zukunft mit einem nassen Alkoholiker? Da würde ich Dir abraten überhaupt einen Moment drüber nachzudenken.
Du hast im Moment nicht einmal eine reale normale zweierbeziehung mit ihm. Werd Dir dessen erstmal bewußt. Und es liegt auch nichtmal an Dir. Seine Launen bestimmen permanent darüber, welche Rolle Du für ihn spielst.
Das einzige was Du in der Hand hast ist zu entscheiden, ob du das weiterhin mit Dir machen läßt, diese Spielchen mit Dir spielen läßt oder ob Du gehst. Alles andere ist Wunschdenken, existiert nicht in Deinem Leben.
Deine Illusion, dass sich alles mal ändern könnte liegt sehr fern, dein Wunsch dass er sich ändern würde,, wozu sollte er?
Du lebst im Grunde von Anfang an in einer lockeren dreierbeziehung. Und die große Liebe ist der Alkohol, Du bist nur das zwischendruch, die Affaire. Der Alkohol ist für den nassen Alkoholiker, das woran er jeden Tag denkt. Du bist da nur der Füllstoff seiner Launen, seienr Trinkpausen, vergleichbar mit einer Affaire.
Und wenn er aufhört mit dem trinken kann die Wekt auch nochmal ganz anders suassehen. Denn im Moment spielst Du für ihn eine ganz besondere angenehme Rolle. Du unterstützt und tolerierst seine Sucht. Du machts Dir Gedanken um ihn. Wie wunderbar. Du schriebst ja selber wie wenig er von Dir weiß. Fang doch mal an ihm von Deinem Seelenleben zu erzählen. Sollte doch möglich sein in einer Beziehung.
Da fällt mir eine nette Geschcihte mit meinem Mann ein. Nahxc langem Lesen heir im Forum hab eich mich immer weniger um seine Belange gekümmert und wir haben quasi aneinander vorbei gelebt. Er kam dann zu mir und sagte mir, dass er sich wie ien Fremder fühlt, wenn wir zusammen sind und wir nichts mehr zusammen machten wie früher ( richtig erkannt!) usw.. Er wollte dann auch wissen, was mich an ihm störte und als ich anfing zu erzählen kochte er sich was zu essen und ging ins Wohnzimmer und schaltete den TV an. Ja, ich funktionierte nicht mehr als Co und das war für ihn unbequem. Er mußte seine wäsche selber waschen und büglen, essen kochen usw. Ein netter Versuch mich mit einem Kinobesuch ( wie in alten zeiten) wieder einlusseln zu wollen. Zu dem Kinobesuch kam es übrigens nie. -
Bin gerade direkt etwas verwirrt. Mein Exmann erschien mir auch imemr ehrlicher und war auf jeden Fall gesprächiger, wenn er etwas getrunken hatte. Vergessen hatte er nur, was er gesagt hat, wenn er vollkommen betrunkne war. Aber die grenze war für mich nicht immer erkennbar und auch im Nachhinein weiß ich nicht mehr was ich von alledem überhaupt noch glauben kann. Ich war viele Jahre mit ihm zusammen und jetzt muß ich gestehen, dass ich überhaupt nicht weiß, wer er wirklich ist und was er wirklich denkt.
In diesem thread geht es ja um die frage, ob ich mich geliebt fühle oder gefühlt habe. Und ich muß sagen, dass es schon Launen und auch alkoholabhängig war. Wenn er nüchtern war ( oder war er überhaupt nüchtern?) hatte er meist schon Entzugserscheinungen und war grantig, ungenießbar. Dann hatte ich keine Lust ihn überhaupt zu sehen. Ein falsches Wort und er explodierte. Im Laufe des Tages fing er an zu trinken und wurde dann umgänglicher. Dann wurde er lockerer, redete mit mir, wurde nicht so schenll aggressiv. In diesem 'angetrunkenen' Zustand fühlte ich mich dann schon geliebt. Hätre ichs nciht gewußt, dass er bereits Alkohol getrunken hat würde ich sagen, dass dies sein normaler, sein nüchterner Zustand sei. Dann mit zunehmendem Konsum schlug es um in den total betrunkenen irrsinnigen Zustand, wo er Dinge sagte, die absurd waren, die er hinterher nicht mehr wußte usw.
Einmal sagte er mir, dass er den Alkohol bräuchte wie andere ihre Medizin, er könnte sonst nicht normal sein und würde sich nicht wohl fühlen. Was soll man dem entgegensetzen? Zumal ich ihn dann ja auch zunächst mal als 'normal' empfand. -
Hallo Martin,
für mich hört sich Dein Thread sehr danch an, dass Du sehr enttäuscht bist. Du schriebst, dass Du sehr viel für sie getan hast in der Zeit, als sie alkoholabhängig war. Nun hat sie einen anderen. Das klingt erstmal gemein und ungerecht.
Besonders für uns Coabhängige. Denn ein bestandteil unserer Krankheit ist es, dass wir eine Gegenleistung, Anerkennung erwarten, dafür dass wir uns aufgeopfert haben. wir wollen uns quasi mit unseren Bemühungen die Gunst, die Liebe unseres Partners 'erkaufen', mal ganz krass ausgedrückt. Und das alles ohne es selber zu bemerken, denn solange wir das tun haben wir unsere Krankheit noch nicht erkannt.
Liebe ist aber ein Geschenk. Wenn ich einen menschen liebe und für ihn etwas tue, dann sollte ich das ganz freiwillig tun und ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Es wird oft gesagt Liebe ist ein Nehmen und ein Geben. Diese Vorstellung ist aber vollkommen falsch. Eine Beziehung, eine Ehe, eine Partnerschaft sollte ein Geben und ein Nehmen sein. Sonst wäre es nur ein einseitiges Ausnutzen. Und genau das kann in einer Partnerschaft passieren, wenn der Partner alkoholabhängig ist und nichts mehr zum Alltagsleben beisteuert. Dann sollte man gehen oder zumindest konsequent sein. Genau das hast Du ja auch getan. Dass sie nun einen anderen kennen gelernt hat ist sicher schmerzhaft für Dich. Aber sie soll ja sicher nicht aus dankbarkeit mit Dir zusammen sein, sondern weil sie bestimmte gefühle für Dich hat. Diese gefühle, die man Liebe nennt sind aber leider vollkommen irrational, ja sogar magisch würde ich sagen. Wenn jeder seinen Partner nach vernünftigen Gründen aussuchen würde, würde die Welt sicher ganz anders aussehen. Vielleicht braucht Deine Freundin im Moment eine gewisse Gemeinsamkeit, ein Verständnis für ihre Situation, die nur jemand anders ihr geben kann, der ähnliches erlebt hat.
Sicher macht Dich das jetzt alles sehr traurig.
Aber Du mußt auch wissen, dass eine Alkoholabhängigkeit ein Leben lang bestehen bleibt, viele wieder rückfällig werden. Das wäre unter Umständen eine große Belastung für Dich gewesen. Nach alledem was ich erlebt habe würde ich heute nie mehr eine Beziehung zu einem Alkoholiker eingehen, wenn ich davon wüßte. -
Deine Geschichte, Renate, mit dem roten Dessous, auch köstlich.

Was mir ein bißchen Kopfschmerzen bereitet ist die Tatsache, dass ich zu dem zeitpunkt, als ich mich hier angemeldet hatte und auch eben die ganze Zeit davor meine Gefühle garnicht bewußt wahrgenommen habe.Einer der gründe, warum ich hier gelandet bin war bestimmt der, dass ich mich nicht mehr geliebt gefühlt hatte und mir diese Liebe zurückerobern wollte. aber im Kopfe sah es bei mir ganz anders aus. mein Kopf sagte mir, dass doch alles so sei wie immer, nur bene dieser störende Alkohol. aber wen störte er denn? Ihn ja nicht. Sondern mich. Und warum?
Weil er auch mein Leben komplett veränderte. Und wie sehr auch mein Mann in einer Scheinwelt , in seiner eigenen Welt weit von mir entfernt lebte. Das unterstreicht auch nochmal Deine Bemerkung, Renate, mit dem roten Dessous. Auch mein Ex hatte vollkommene Blackouts.
Meine Wahrnehmung meiner Gefühle ist bis heute noch irgendwie gestört. Ich glaube, das ist jetzt meine baustelle an der ich zu arbeiten habe. Garnicht so einfach. -
Hallo Ihr Liebenden,
vielen Dank für eure Antworten. Ich habe diesem Thread eröffnet, weil ich erkannt habe, dass es eine der wesentlichen fragen war, die ich mir immer wieder selbst gestellt habe. Eine Zeit lang ging es mir wie Timeisahealer. mein Mann trank schon, aber er war immer noch für mich da, überraschte mich hin und wieder mit schönen Dingen und kümmerte sich rührend um die Kinder.
Ich hatte immer im Kopf, dass er uns sehr liebte.
Im Kopf, damit meine ich auch meine gedankliche Vorstellung, dass es so ist und auch so bleiben würde ( weiß ma ja nie).
Mit zunehmendem Alkoholkonsum fühlte ich mich aber immer weniger geliebt bis hin zu gar nicht.
Gefühlsmäßig war ich richtig einsam. Aber mein Kopf sagte mir weiterhin: Er liebt Dich/uns , bestimmt. Oder doch nicht, vielleicht nur die Kinder. Da war dieses gedankenkarussell, weil meine Gefühle und meine Vorstellung nicht mehr zusammen paßten.Ich lernte eine ältere Frau kennen, die mir sagte, dass ich geduldig sein sollte. Ihr Mann war auch Alkoholiker und machte eine Therapie und später, als er trocken wurde kam die Liebe wieder.
Das gab mir im ersten Moment Hoffnung. Aber dann fragte ich mich, wie lange soll ich denn warten und es sieht nicht so aus, als ob mein Mann in nächster Zeit eine Therapie machen würde. Und wenn doch, wie eirds hinterher sein?
Plötzlich verschwand dieses bisschen Hoffnung, was mich immer noch mit ihm verband und mir wurde bewußt, dass ich eventuell noch Jahre warten müßte, um wieder diese Liebe zu fühlen, nach der ich mich täglich sehnte und ich wußte ja nicht einmal , ob sie bei meinem Mann auch noch so hintergründig im verborgennen schlummerte wie bei dem Mann dieser älteren Frau. Als ich mich hier anmeldete, dachte ich , dass ich das Patentrezept bekomme, wie ich meinen Man zu einer Therapie ver'helfen' konnte und ratzfatz wäre die Welt wieder in Ordnung.Was mir auch Kopfzerbrechen bereitete: ich hatte begriffen, dass der Alkohol etwas mit meinem Mann machte, aber er machte auch etwas mit unserer Beziehung, unserer Liebe. Diese Frau machte es doch deutlich. Ich lebte, ohne es wirklich zu begreifen in einer Dreierbeziehung. Aber ich war nciht die erste oder zweite frau meines Mannes. Da gab es keine Gerechtigkeit. Er hat sich ganz und gar der Dritten zugewandt. Für mich blieb nichts übrig. Innerlich hat er sich mir abgewandt, der anderen koplett hinbegeben und ich- war einfach nur noch da. ich konnte mich nicht mal mit ihr vergleichen , mich fragen was hat sie was ich nicht hab oder so eine Quatsch. Denn sie war flüssig und hatte Promille.
Hin und wieder las ich Tipps, wie man als frau seinen Mann wiedergewinnen könnte und das Liebesleben aufleben lassen könnte. Da gabs dann oft den tipp: Oder kaufen sie sich ein paar schöne Dessous und überraschen Sie ihren Mann , wenn er von der Arbeit kommt mit einem heissen .....
Dann stellte ich es mir vor. Ich mit roter Spitzenunterwäsche und Straps. Er betrunken nach hause kommend mit verschleierten Blick. Das Rot meiner Unterwäsche würde in seinen Augen sicher mit dem Anblick meines restlichen Körpers verwischen und er würde mich für ein Unfallopfer halten, einen Zombie oder einen wild gewordenen Stier.Gleich würde er mich wieder beschimpfen, ob ich nen Knall hätte oder so und sich 'der anderen' zuwenden.
Der anderen, an die er schon früh morgens dachte, für die er all sein Geld ausgab, die ihm den ganzen Tag nicht aus dem Sinn ging, für die er bereit war zu sterben?Für mich war offenbar kein Platz mehr da.
Ich verlor alle Hoffnung.
Vielleicht liebte er mich noch, aber ich fühlte es nicht mehr.
Ich glaube für mich sah in etwa so mein Tiefpunkt aus, wie mir bewußt wurde, welche Bedeutung ich in seinem Leben hatte. Nämlich garkeine mehr. Meine ganzen bemühungen es ihm recht zu machen, ihn zu bekehren, umzukrempeln, wieder für mich zu gewinnen wurden immer mühsamer und hoffnungsloser. Mehr und mehr fühlte ich mich besser, wenn er nicht zuhause war. Denn wenn er nicht da war fühlte ich mich oftmals allein, aber wenn er da war fühlte ich mich regelrecht einsam. Es hatte lange gebraucht, aber ich glaube dass ich den richtigen Schritt getan habe. Nun aus der Entfernung denke ich viel drüber nach, was passiert war.
Über diese Dinge zum Beispiel. erst jettz mit zeitlichem Abstand kann ich das alles begreifen und hoffe, dass ich daraus für meine Zukunft lerne. Denn diese Coabhängigkeit habe ich glaube ich schon immer, aber sehr viel mehr ausgeprägt mit meinem Mann als in anderen Beziehungen vorher wo kein Alkohol im Spiel war. -
Ich möchte hier mal alle die fragen, die sich in in einer Beziehung mit einem alkoholsüchtigen Partner befinden. Fühlt ihr euch geliebt, spürt ihr die Liebe Eures Partners? Reicht sie Euch?
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Liebe Mieni,
vielleicht ist es Dein Glück, dass Du jetzt schwanger bist. Vielleicht gibt Dein Baby Dir die Kraft zu entscheiden, was gut für Euch beide ist. Wenn Du es bisher nicht geschafft hattest zu gehn, dann tu es für das Kind. oder möchtest Du, dass es neben einem Choleriker völlig verängstigt aufwächst?
Egal aus welchem Grund - mit oder ohne Alkohol - so etwas mußt Du deinem Kind nicht antun und Dir selber auch nicht. Auch bei Dir scheint noch eine große Baustelle zu sein, die Du noch zu bearbeiten hast.
Wünsche Dir und dem Kind alles Gute.
Paddy -
Mir ist gerade eben etwas eingefallen, was ich immer wieder verdrängt habe, weil es mir bis heute so furchtbar unangenehm ist.
Ich hatte eine zeitlang sehr viel hier im Forum gelesen.
Es kam dann die erkenntnis, dass mein Mann abhängig ist und ich überlegte mir genau, wei ich ein gespräch einfädelte.
Doch als er dann nach hause kam war mein Konzept weg. ich stammelte nur noch diese paar Brocken, die mir noch in Erinnerung blieben, von dem was ich mir vorher vorgenommen hatte. Plötzlich war ich richtig eingeschüchtert. ich spürte wie meine Stimme wackelte und ich schon wieder versuchte im selben Moment alles zu beschlichtigen, was ich sagte. Auch sprach ich immer leiser und unsicherer. Ich hatte zur gleichen zeit Angst, dass er irgendwas mißverstand und er einen Wutausbruch oder schlechte Laune bekam. ich wollte etwas fordern, neue Regeln einführen. Zum beispiel, dass er nur noch draussen trinken solle , nicht vor den Kindern, nur noch an den wochenenden, am besten garnicht usw. Ein anderes Mal wollte ich von ihm verlangen, dass er sich zumindest mal bei einer Suchtberatung informieren solle. Dann wieder, dass er sich mal seinem Hausarzt anvertrauen solle und mal seinen Körper checken soll. Leber und so. ich wußte, dass er noch nciht so weit war, dass er von sich aus aufhören würde. Meine Vorstellung war, dass er so peu a peu ans aufhören herangeführt würde, wäre ich nur konsequent mit meinen Forderungen. ich wollte also auch nichts fordern, was er nicht einhalten konnte. Es kam aber alles anders, weil ich einfach nciht im Stande war mich ihm gegenüber zu äußern. Das war so beschämend, dass ich das auch nicht mal hier im Forum schreiben mochte.
Er war doch mein Ehemann. Ich sah ihn täglich. Ich habe dieses Gefühl dann einfach verdrängt und wieder eine neue Strategie überlegt. Diese konnte ich dann genauso wenig umsetzen/ einfordern. Immer wieder dieses Gestammel, ja, das ist der richtige Audruck.irgendwann habe ich gemerkt, das sich so nicht weiter komme.Ohne großartige Konfrontation bin ich dann fast heimlich ausgezogen. Mir kams vor, asl hätte ers garnciht bemerkt. keine großartige reaktion. Faru und Kinder sind weg,na und. endlich konnte er in Ruhe weiter saufen und keiner nervte ihn. Nunja, da sitzt er noch heute und trinkt. Nicht mehr mein Problem.
Doch mein verhalten finde ich nicht normal. ich würde mal sagen, dass mich so niemand aus meinem Bekanntenkreis kennt. Ich binja von mir selbst überrascht, wei ich beim thema Alkohol ins Wanken geriet. Warum macht es mich so schwach? ich fühlte mich wie verhext. Ging es Euch auch so? -
Nasses Denken verstehen zu wollen ist meiner Meinung nach ein Teil einer Aufgabe, die wir uns als Coabhängige selber stellen. Wir sind eine Kampf angetreten, einen Kampf gegen die Sucht eines anderen. Da ist es logisch, dass man versucht die Mechanismen des anderen studieren zu wollen, um ihn dann möglicherweise austricksen zu können. Jetzt war ja die Frage: Können andere ( auch Nicht-Coabhängige) nasses Denken 'verstehen'.
Gedanken können ja erst dann überhaupt verstanden werden, wenn sie ausgesprochen werden. Nasse gedanken sind speziell die süchtigen gedanken eines Alkoholikers - die werden daher nass genannt - also nicht die süchtigen Gedanken eines Coabhängigen. Die lauten sicher ganz anders. Würde ich meine coabhängigen Gedanken zu formulieren versuchen , dann wären das Sätze wie: Es muß doch einen Weg geben, wie ich ihm helfen kann. Warum schafft er es nicht aufzuhören? Wie kann ich ihm nur helfen? Gemeinsam schaffen wir das bestimmt. Was fehlt ihm nur, erhält er nicht genug Liebe, hat er Sorgen, braucht er Hilfe, hat er schreckliche Erlebnisse in der Kindheit gehabt? usw.Die Gedanken des nassen Alkoholikers sind mit Sicherheit ganz andere.
Man kann sie nicht verstehen, es sei denn man kann Gedanken lesen.Wenn man sie dann verstehen würde ist es noch eine Frage, ob man sie nachvollziehen kann. Wenn ein gesunder meine Gedanken hören würde, würde er vielleicht denken: Nun ist aber mal gut. jetzt geh mal lieber mit deine Kindern spazieren und genießt die Sonne.
So etwas habe ich nie gehört ( ausser hier im Forum) . Meine Gedanken hat also auch niemand verstanden und wollte es wohl auch nie.
Freundinnen, die ich dichtgequatscht hatte haben mir dann irgendwann den Rücken zugedreht, weil sie es nicht mehr hören konnten.Nasse Gefühle, so würde ich jetzt den 'Saufdruck' betiteln, kann man wohl noch weniger nachempfinden, zumindest nicht dessen Ausmaß.
Das kann nur jeder für sich. Selbst Coabhängige Gefühle unterscheiden sich bestimmt voneinander.Das gefühl der 'Sucht' an sich, kennen wir alle hier, jeder auf seine Art und in seinem individuellen Maß.
Auch ich habe lange versucht die Suchtgedanken des Alkoholikers zu verstehen. Wie schon erwähnt, mit dem Hintergedanken, wenn ich sie verstanden habe, dann ein entsprechendes Heilmittel entwickeln zu können. Auf dieser Suche habe ich dann erfahren und erkannt, dass das übermäßige Trinken meines Partners eine Sucht ist, eine unheilbare krankheit. Das wußte ich anfangs nicht so 100%ig.
Dieses 'Verstehen wollen' der nassen Gedanken hat mir aber auch immer wieter die Augen geöffnet, dass ich da keine Chance habe einzugreifen. Ich kann diese Gedanken nicht abstellen. Nur meine eigenen, und die auch nur schwer. Sich mit den Gedanken auseinader setzen wollen war für mich - anders als geplant- ein Abnabelungsprozess. Ich kann nicht wissen, was ein anderer Mensch denkt, habe aber durch das Zusammensetzen einzelner Puzzleteile, die ich von anderen Forenteilnehmern erhalten habe, erlernen können wie ein Alkoholiker 'tickt'.Ich nenne da mal ein Beispiel. Ich glaube jede Coabhängige stellt sich häufig die frage: warum überhaupt trinkt mein Partner. Hier erfahren habe ich: Ein Alkoholiker trinkt wenn er Probleme hat. Wenn nicht, sucht/schafft er sich auch welche. Dies zu erkennen war ein großer Schritt. Für mich bedeutete das doch, dass egal wie sehr ich mich bemühe, mein gegenüber immer wieder einen Grund zum Trinken findet und finden will. Auch habe ich erkannt, dass nicht mein Handeln der Grund zum Trinken ist. Ich habe nichts falsch gemacht und ich habe keine Schuld daran. Und zum schluß dann die Einsicht: ich kann da auch nichts dran ändern. Ich rede gegen die Wand. ich mühe mich ab bis zum Umkippen. Ich vergeude meine zeit.
Und - ich könnte ihn noch so sehr verstehen - es liegt nicht in meiner Macht etwas daran zu ändern.In Threads, wo es um Alkohol geht habe ich von Kapitulation gelesen. Auch als Coabhängige muß man kapitulieren. Einsehen , dass man machtlos ist gegen die Sucht des Partners.
ich würde sagen: Man kann nasse Gedanken kaum verstehen und nachvollziehen. Jedes bißchen nachvollziehen ist ein schritt aus der eigenen Abhängigkeit, ist eine Einsicht, ein Akzeptieren, ein eigenes Loslassen. Sich mit den Gedanken des anderen auseinanderzusetzen war für mich aber ein Teil meines weges aus meiner Sucht und daher empfehlenswert. Das klingt jetzt vielleicht wiedersprüchlich.
ich wollte die Gedanken verstehen, um sie mit anderen Gedanken, also mit Diskussionen, mit der Vernunft, mit gutem Zureden, Mut machen etc. in eine andere Bahn lenken. Den Vergleich mit Mutterinstinkt finde ich sehr passend. Tief in mir verspür(t)e ich einen starken 'Beschützerisntinkt', der mich dazu trieb und es nicht lassen wollte. Muster wie in der Erziehung der Kinder schwebten mir schon vor. Jemand in der Familie hat ein problem und man bemüht sich gedanklich dieses Problem zu erfassen und sich etwas auszudenken, wie man dem in Zukunft entgegenwirken kann. Dieses Prinzip ist ja im Grunde nicht falsch.
Das Kind, was den Rat der Mutter sucht ist aber bereit sich zu ändern.
iat es umgekehrt: Die Mutter sieht das Problem beim Kind - wird es schon schwieriger. Das kennt wohl jeder. Aber Kinder lassen sich vielleicht noch einfach überzeugen. Wenn nicht, gibt es noch die Möglichkeit der Bestrafung, Konsequenzen usw.Ist Sucht im Spiel wirkt dieser Mechanismus aber nicht mehr (oder nur sehr begrenzt). Weder bei Kind ( bzw Jugendlichen) noch bei Erwachsenen. Die Bereitschaft des anderen, etwas annehmen zu wollen von der angebotenen Hilfe ist nicht da. Das muß man auch erstmal verstehen als Coabhängige.
Seine eigenen Gedanken zu verstehen, zu deuten ist dabei eine wichtige Begleiterscheinung aus dem Weg der Abhängigkeit:
Nämlich dass man permanent versucht gegen den Willen des anderen etwas zu ändern, aber mit dem Gefühl, dass man helfen will, etwas gutes dabei tut, es sogar seine Pflicht ist, es zu tun.Wenn ich nun lese, dass ein trockener Alkoholiker schreibt, er könne das ( coabhängige Denken) nicht nachvollziehen glaube ich das nicht ganz. Vielleicht irre ich mich. Aber ich kann mir vorstellen dass auch ein Alkoholiker genau so (denken und) handeln würde, wenn beispielsweise das eigene Kind von einer schweren sucht betroffen ist. Mir ist beim Lesen einiger threads von Alkoholikern aufgefallen, dass, obwohl sie selber doch die Erfahrung gemacht haben, dass jeder seinen eigenen Weg aus der Sucht finden muß bei nahestehenden Angehörigen dann auch coabhängiges Verhalten an den Tag legen.
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Was haltet ihr davon auf Alkoholflaschen genauso eine Warnung aufzudrucken, wie es bei Zigaretten vorgeschrieben ist?
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Hallo Shirley,
ich denke, dass jemand schon ohne Hilfe abstinent werden kann. Das entscheidende ist ja erstmal überhaupt einen eigenen Tiefpunkt zu erlangen. Viele Süchtige geben ja niemals zu dass sie süchtig sind, obwohl sie es selber genau wissen udn auch spüren. warum nicht? eben genau weil sie süchtig sind und nocht nichts dagegen unternehmen können. Ein Teufelskreis. Ohne Hilfe aufzuhören zu trinken ist ja schon gefährlich. aber ich glaube nicht jeder alkoholiker ist sich der Gefahr bewußt. Das hängt ja davon ab wie sehr er darüber informiert ist. Ich kenne jedenfalls auch jemanden, der es ohne Hilfe , also ohne ärztliche betreuuung geschafft hat. ich denke mal, dass da auch große Scham mitspielt. Alkoholsucht wird ja selbst vom Süchtigen nicht unbedingt als 'krankheit' angesehn, also warum damit zum Arzt. Einige sehen das schon als eigene Schwäche und meinen damit dann eben auch selbst fertig werden zu müssen. Vielleicht hat aber ein Arzt da schon eine anstoß gegeben und gesagt, dass er aufhören müsse zu trinken, weil er schon ein schwaches Herz hat oder so. Vielleicht sind seine Blutwerte auch untersucht worden. das kriegt man ja nicht unbedingt mit. auf jeden Fall ist es gefählich.Wie nachhaltig es ist kann man wohl kaum sagen. aber wenn er schon 50 Jahre dabei war kann man ja davon ausgehen , dass er sich schon ziemlich heruntergewirtschaftet hat und schon in eine krise welcher Art auch imemr geraten sein kann, die ihm die augen geöffnet hat.
Ich hoffe es zumindest für Dich und Deine Familie. Ich hoffe, dass Du noch etwas von deinem Vater haben kannst, dass Du noch schöne Seiten an ihm kennenlernst und dieses Horrorszenario für immer ein Ende hat.Alles Gute Paddy
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Hallo Mark,
schön, dass Du es bis hier her geschafft hast trocken zu bleiben.
Mein Exmann ist Alkoholiker und er hat es bis heute nicht geschafft.
ich schreibe Dir das, damit Dir mal bewußt wird, wieviel und wofür Du das alles geschafft hast. Klar, in erster Linie soll es für Dich sein, für Deine Gesundheit, denn der Alkoholismus ist ja eine , wie Du ja sicher auch weißt, tödlich verlaufende Krankheit.
Aber auch für Deine Familie bist Du wichtig. Wenn DU mal auf dieses ganze Leid schaust, was die Partnerinnen hier durchmachen, wie der alkoholkranke Partner auch auf sie einwirkt mit zunehmender Launenhaftigkeit, teils Aggressionen, Gewalt...
Dann schau auf die Einträge heir von erwachsenen Kindern von Alkoholikern. sicher möchtest Du es nicht, dass Deine Tochter hier auch eines Tages ihr Leben aufarbeiten muß. Zumal Kinder der ganzen Situation total hilflos ausgeliefert sind.
Es sollte Dir jeden Tag Kraft geben durchzuhalten.Seit ich mich von meinem Mann getrennt habe geht es mir und meinen Kidnern besser. Doch als nun alleinerziehende Mutter habe ich dieses vollkommen neue Gefühl der alleinigen Verantwortung. Es darf mir nicht schlecht gehen, ich muß funktionieren, sonst entsteht ein Chaos.
Meine Kinder sind nun vollkommen abhängig von mir. Das ist sehr hart, aber es gibt mir auch Kraft. ich schreibe es Dir, nicht um mich zu beklagen, sondern um Dir auch mal vor Augen zu halten, dass nicht nur Du alleien vom Alkoholismus betroffen bist, obwohl Du es bsit, der die Krankheit in sich trägt.
Du solltest Dir niemals egal sein oder werden.
Deine Kinder/ Familie sollte Dir auch nicht egal werden.Egal wie groß Deine schmerzen, Deien Probleme auch sein mögen. bevor Du zu Alkohol greifst solltest Du zu jeder andereren Lösung greifen. Und dabei bist Du ja nicht alleine.
Für Deine krankheit kannst Du Ärzte, auch mal andere Ärzte konsultieren.
Da gibt es verschiedene Methoden. Mein Vater hatte auch Rheuma und bei ihm hat Kältekammeranwendungen sehr geholfen und auch Sauna.
Vielleicht geht es Dir in einer anderen Klimazone besser?
Manchmal sind es heilpraktiker, die ganz andere bessere Therapieansätze haben. Aber Alkohol als Schmerztherapie? Da gibts doch ganz andere Mittel, die die Schmerzen nehmen.Ursprünglich schriebst Du, war Dein 'Auslöser' ein Jugendlicher, der Selbstmord begonnnen hat. Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass Du dann nichts anderes begonnen hast? Selbstmord auf Raten.
Sollte Dir dieses schreckliche Erlebnis nicht gerade zeigen, wie dankbar wir für jeden Tag unseres Lebens sein sollten anstatt es einfach wegzuwerfen?
Unser Leben ist doch ein Geschenk. Wir müssen dieses Geschenk nicht annehmen. Aber ein zweites erhalten wir nicht. Wohl aber eine zweite Chance. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Vielleicht war es für Dich bestimmt, dieses Erlebnis mit dem Jugendlichen , um daraus etwas zu lernen. Was hast Du daraus gelernt?Für niemanden auf dieser Welt ist das leben nur Honig schlecken. Sogar Reiche und Prominente haben massive Probleme, auch oder gerade mit Drogen. Aber nirgendwo wirst Du je lesen , dass Alkohol oder Drogen ein Problem gelöst haben. Weder eine Krankheit, noch ein finanzielles Problem oder ein psychisches Problem. Probleme muß man an der Wurzel packen,
das ist oftmals harte Arbeit. Mut, Kraft, Motivation, Disziplin sind dinge, die da meist zugehören. Werte, die Du sicher auch Deinen Kindern vermitteln möchtest. Aber wie willst Du das tun, wenn Du ihnen etwas anderes vorlebst? Auch ich selber bin es mir nicht immer selbst wert gewesen, dass ich mich gut behandelt habe. Aber meine Kinder haben mir immer wieder und letzlich auch Kraft dazu gegeben mich zu trennen aus dieses ausweglosen Situation.
Ich wünsche Dir, dass Du diese Kraft auch immer wieder findest, besonders an den schweren Tagen.
Und nimm immer wieder Hilfe an, von anderen, von Deiner Familie, von Selbsthilfegruppen ( gibst bestimmt auch für Rheumakranke) , dem Internet und recherchiere nach den immer neusten Methoden.Alles Liebe
Paddy -
Hallöchen,
also ich hatte zweimal Schwindelanfälle. Einmal lags am Ohr. Das andere Mal an einem eingeklemmten nerv an der Halswirbelsäule auf Grund von Verspannungen, die ev auch psychischer Natur waren. also schwindel aknn so verschiedene ursachen haben, das muß man einfach mal abklären beim Arzt oder sogar mehreren Ärzten.Alles Gute
Paddy